Ausschluß des deutsch-französischen Krieges von Pontuskonferenz. 609
liche Staatsministerium ergebenst, das in den verschiedenen Ressorts vorhandene Material
gefälligst einer Sichtung unterwerfen und mir die für wünschenswert erachteten Stipu-
lationen in der Form entworfen, wie sie zur Aufnahme in einen eventuellen Sriedens-Craktat
fertig und geeignet sind, zugehen mu lassen. Es wird ratsam sein, die Vorschläge auf das
Nötigste m beschränken, damit die umständlichen und schwierigen Berbandlungen über
die unmittelbaren Ergebnisse des Krieges nicht erschwert und verwickelt werden. An das
Bundeskanzleramt habe ich eine entsprechende Aufforderung ergehen lassen.
H. Soldschmidt, Bismarck und die Sriedensunterhändler 1871, S. 11 f.
1041. Telegramm an das Auswärtige Amt.
[Konsept von der Hand des Vortragenden Rats Abeken.]
Nach einem Telegramm des Prinzen Reuß vom 3. Dezember hatte die Regierung von
Tours das Petersburger Kabinett wilsen laslen, dah sie bereit sei, an der Dontuskonferem teil-
junehmen, wenn sie die Tulicherunge erlange, dah auf ihr der gegenwärtige Justand Srankreichs
in Betracht gelogen würde. aß batte enner II. darauf schon von sich aus antworten
lassen, daß eine solche Bedingung die Konferem scheitern lassen müsse, da Preußen davon nichts
würde hören wollen.
Antwort auf Telegramm Nr. 277. Versailles, den 3. Dezember 1870.
Sür Prinz Reuß.
An einer Konferenz, welche den gegenwärtigen Zustand Grankreichs in Vetracht jiehe,
können wir uns in keinem Falle beteiligen. Graf Bernstorff hat Befehl, die eventuelle
Konferenz, sobald Anregungen der Art zur Besprechung kommen fsollten, sofort zu verlassen.
Die Möglichkeit der Julassung des Bevollmächtigten einer nicht anerkannten Negierung ist
an sich ein sehr zweifelhaftes Experiment, besonders einer anscheinend so ephemeren Regierung
wie die Trochu-Gambetta'sche. õch will nicht fsagen, daß Aapoleon zur Absendung eines
Bevollmächtigten berechtigt sei; aber fordern könnte er sie mit mehr Recht als Crochu. Die
bei ihm arcreditierten Gesandten sind noch in Paris, refp. Cours, ohne daß ihre Kreditive
mrückegenommen oder erneuert wären. Wir baben die Ausschließung eines französischen
Gesandten nicht von vornberein beantragt; müssen uns aber über Sorm und Modalität, in
welcher die Zulassung beantragt werden möchte, unser Urteil vorbehalten".
*1942. Telegramm an den Gesandten in Muͤnchen
Freiherrn von Werthern.
[Cigenbändiges Konzept.
Denember morgens war Graf *7„ mit dem von König Ludwig II. vollsogenen
.Koiseil , (lebe dessen Text in: Das Staatsarchiv, XX. 72; Faklimilewiedergabe in: Ein
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17. Januar 1871 M#anentrar muß auf K. Abeindorfs beide Bücher Engsond ur und der
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