Zummer 1027
Sonnkäsg, 2. Mai 1814
die siegreichen Armeen der Zentralmächte zu
chimpilicher Kapitulation zwingen sollen. Die
Deutsche Regierung und mit ihr das deutsche
Volk. hat jür dieses ungleiche Empfinden um so
weniger Verständnis, als sie zu wiederholten
Malen sich ausdrücksich bereit erklärt hat, sich
mit der Anwendung der Unterseebootwafse
streng an die vor dem Krieg anerkannten völkerrechtlichen
Normen zu halten, falls England
sich dazu bereit findet, diese Normen Aleichfalls
seiner Kriegführung zu Grunde zu legen. Die
rerschiedenen Versuche der Regierung der Vereinigten
Staaten, die Großbritannische Regierung
hierzu zu bestimmen, sind an der striklem
Ablehnung der britischen Negierung gescheitert.
England hat auch weiterhin Mölkerrechtsbruch
auf Vollkerrechtebruch gehäuft und in der Vergewaltigung
der Neutralen jede Grenze überschritten.
Seine letzte Maßnahme, die Erllärung
deutscher Bunkerlohle alo Bannware, rverbunden
mit den Bedingungen, zu denen allein
englische Bunkerkohle an die Neutralen abgegeben
wird, bedeutet nichts anderes als de
Versuch, die Tonnage der Neutralen durch unerhörle
Erpressung unmittelbar in den Dienst des
englischen Wirtschaftskrieges zu zwingen.
Das deutsche Volk weiß, daß es in der Hand
der Negierung der Vereinigten Staaten liegt;
den Krieg im Sinne der Menschlichleit und des
Völlerrechts auf die Streitkräfte der lämpfenden
Staaten zu beschränken. Die amerikanische
Negierung ware dieses Erfolges sicher gewesen,
wenn sie sich entsch! ossen hätle, ihre unbestreitbaren
Rechte auf die Freiheit der Meere England
gegenüber nachdrüclich geltend zu machen.
So aber steht das deutsche Bolk unter dem
Eindruck. daß die Regierung der Vereinigten
Slagetu von Deutschland in dessen Existenzlampf
die Beschränkung im Gebrauch einer wirlsamew
Wasse veilangt, und daß sie die Aufrechterhaltung
ihrer Beriehungen zu Deutschland von den
Erfullung dieser Forderung alhängig macht,
während sie sich gegenüber den völlerrechlswidrigen
Methoden seiner Feinde mit Protestem
begnügt. Auch in dem deutichen Volle belannt,
in wie weitem Umsang unsere Feinde anus den
Vereiniglen Stgafen mit Kriegsmitteln aller
Art versehen werden.
Unter diesen Ummänden wird es rerstanden
werden, daß die Aurufung des Böllerrechtund
der Gesühle der Menschlichleit im deutschen
Volke nicht den rollen Widerhall finden kann,
dessen ein solcher Appell hier unter anderen
Verhältnissen leis sicher in.
Wenn die Desche Regierung sich trotzdem
zu einem äufteriten Zugeständnis enlichließt,
dso ist für sie enich eide id einmal die meht als
hundertjälrige Freundscha it ischen den beidem
großen Nöllern, sodam aber der Gedanke a##
das schwere Verhän anis, mit dem eine Ausdehnung
und Verlängerung dieses grausfamen
und biutigen Krieges die gesamte zivilisierte
Menschheit bedrohr.
Das Bemni#sein der Stärle hat es der Deutschen
Regierung erlaubt, zweimal im Laufe
der letzten Monate ihre Bereilschaft zu einem
Deutschiands Leleneinteressen sichernden Fries
den offen und ror aller Welt zu bein wen.
Sie hal damit zum Auodruck gebracht, daß e
nicht an ihr lient, minn den Völern Eurohas
der Eriede nohlänger vorenthallen bleibt.
Mit umio fiärlerer Verechtigung darf die Deuische
Regierung aus'prechen, daß co ror der
Menschheit und der Ceschichte nicht zu rerantworten
wäre. nar i 21 monatiger Kriegsdauer
die über den Unterslrieg cntitandene:
Streitfrage eine den Frieden zwischen dem deutschen
und dem amerilanischen Volie ernulich
redrohen de Wendung neumen zu lassen.
Einer solchen Cntwickelung will die Deutsche
Regierung, someit es an ihr liegt, vorbeugen.
Der sohn des I#iutibondrs.
#onas ves Flöresce Warden #
##———61
1.0 hür zeiner lalnnen
. Nin-« nm zu ihr. Gin gläckliches
Lachein #elle um seinen Mund, aber
es klang bei aller Weichheit tief ernst, als er
erwiderte:
„Ja — ich leugne es nicht. Hätte ich nicht
ein MNadchen lennen gelernt, das um so vieles
schöner, um so vieles licLenswerter wäre als
diese Komtesse — ein Mädchen, das ohne
füügsicht auf sich selbil für den Mann, den
sie liebt, das Acußere wagt — ich hätte die
Lienieht. violleicht heute noch mit denselben
Augen angesehen wie früher. Ich höt:c in ihr
eine reizvolle, interessante und verjahrerische
Frau gejehen, und ich hätte es wahrscheinlich
auch nicht für ein Unglück gehalten, sie heiraten
Aau mũisen.“
Die verschiedenartigsten CEmphndungen
waren es gewesen, die seine Worte in Herta
ausgelöst hatten. Aber die innige und trene
Viebe, die aus jedem diejer Worte sprach,
sich in seinen Blicen offenbarte, erfüllte sie our
allem mit einem wunderfamen Glücksgefühl.
„Ich glaube an deine Liebe,“ flüsterte sie
scheu. Aber um zu verhindern, daß er eine
Unvorsichtigkeit beging, fügte sie sogleich hinzu:
„Wenn du die Komtesse geheiratet hättest, hättest
du wenigstens deinen Vater zufrieden gestellt.
„Nicht für lange,“ entgegnete er bestimmt.
„Lydia. Aldringen hat das Talent und das
Verlangen, Geld mit offenen Händen um
Fenster z binauszuwersen. in Vat
—
Sie will gleichzeitig rin lehtes dau beritragen
um — solange der Krieg noch dauert —
Beschränkung der Fregfish#ung. auf die ume
den Streitkräfte zu ermöglichen, ein Ziel, das
die Freiheit der Meere einschließt und in dem
sich die Deutsche Regierung mit der NRegierung
der Vereinigten Staaten auch heute noch einig
glaubt.
Von diesem Gedanlen geleitet, teilt die
Deutsche Regierung der Regierung der Vereinigten
Staaten mit, daß Weisung an die
deulschen Seestreitlräfte ergangen ist, in bachtung
der allgemeinen völlerrechtlichen
Gtundsätze über Anhaltung, Durchsuchung u.
Zerstörung von Handelsschiffen auch innerhalb
des Seekriegsgebietes Kauffahrteischiffe nicht
ohne Warnung und Rettung der Menschenleben
zu rersenken, es sei denn, daß sie
fliehen oder Widerstand leisten.
In dem Daseinskampf, den Deutschland zu
führen gezwungen ist, lann ihm jedoch von den
Neutralen nicht zugemutet werden, sich mit Rücksicht
auf ihre Interessen im Gebrauch einer
wirlsamen Wafsse Veschränkungen aufzuerlegen,
wenn seinen Gegnern gestattet bleibt, ihrerseits
röllerrechtswidrige Mittel nach Belieben zur
Anwendung zu bringen. Ein solches Verlangen
würde mit dem Wesen der Neutralität unvereinbar
sein. Die Deutsche Regierung ist überzeugt,
daß der Regierung der Vereinigten Staaten
eine derartige Zumutung fernliegt; dies
entnimmt sie aus der wiederholten Erllärung
der Amerikanischen Regierung, daß sie allen
Kriegführenden gegenüber die rerletzte Freiheit
der Meere wiederherzustellen entschlossen sei.
Die Deutsche Regierung geht demgemäß von
der Erwartung aus, daß ihre neue Weisung
an die Seestreitlräfte auch in den Augen der
Regierung der Vereinigten Staaten jedes Hindernis
für die Verwirkslichung der in der Note
rom 23. Juli 1915 angebotenen Zusammenarbeit
zu der noch während des Krieges zu bewirkenden
Wiederherstellung der Freiheit der
Meere aus dem Wege räumt, und sie zweiselt
nicht daran, daß die Regierung der Vereinigten
Staaten nunmehr bei der Großbritannischen
Regierung die alsbaldige Beobachtung derjenigen
völkerrechtlichen Normen mit allem
Nachdruck rerlangen und durchsetzen wird, die
ror dem Kriege allgemein anerkannt wuren
und die insbesondere in den Noten der Ameritanischen
Regierung an die Britische Regierung
rom 28. Dezember 1914 und vom 5. November
1015 dargelegt sind. Sollten die Schritte der
Regierung der Vereinigten Staaten nicht zu
dem gewollten Erfolge führen, den Gesetzen
der Menschlichkeit kei allen kriegführenden Nalionen
Geltung zu rerschaffen, so würde die
Deutsche Regierung sich einer neuen Sachlage
gegenübersehen, für die sie sich die volle Freibheit
der Entschließungen rorbehalten muß.
Der Unterzeichnete benutzt auch diesen Anlaß,
um dem Herrn Botschafter die Versicherung
seiner ausgczeichnetsten Hochachtung zu erneuern.
gez. v. Jagow.
u
Jetzt hat Wilson das Wort. Am ameerikanischen
Bolk liegt es nun, vor aller Welt zu zeigen,
ob es ihm um den Schutz der Neutralen,
um Menschlichteit und Recht zu tun war oder
ob Parteigängerium für England eine Rolle
spielt, unter Mibbrauch seiner Macht unseren
Sieg zu rereiteln. Das Verhalten des amerilanischen
Volles nach dieier Antwort wird die
mabgebende Kritik dieser Note sein. Wir hoffen,
daß die deutsche Antwortnote wenn nicht den
Präsidenten der Vereinigten Staaten, so doch
das amerilanische Volk und seine parlamentarischen
Vertreter befriedigen wird. Trügt unso
die Hoffnung nicht, so wird unsere Antwortnote
in London, Paris und Petersburg als
sind troß seines Reichtums die Sparsamkeitsgefühle
seiner armen Jugend geblieben. Er
läßt sich heute noch wie damals von ihnen beberrichen.
Ich bin neugierig, was er sagen
vürde, wenn man ihm die Schneiderrechnungen
der Komtesse zeigte und ihm sagte, wie viele
davon unbezahlt sin
st es ritterlich, so etwas von ihr zu
sagen? ?“ fragte Herta, die sich doch nicht dazu
zwingen konnte, ihm wegen dieser Bemerkungen
böse zu sein.
„Jedenfalls ist es nicht weit von der Wahrheit
entfernt,“ erwiderte er. „Du hättest sie
hören sollen, wie sie vorhin vom Spielen
sprach. Unser Whist mit dem Robber zu fünfzig
Pfennigen mußte allerdings einer Frau lächerlich.
sein, deren ganzes Leben nur ein Glücksspiel
mit hohen Einsätzen ist. Ganz abgesehen davon,
daß sie ihre Finanzen recht gern hier und
da einmal durch einen Spielgewinn aufbessert
—— * arsst= du aber nichts mehr ruens
t
Er lachte nur. —
· „Ich weiß, was ich sage, Lieb! — Man
hört so allerlei. Und eine Frau, die eine
glänzende gelellschaftliche Rolle gier muüste
ohne über große Mittel wer sügen —
wird leicht erwerbsklug. Mille, lann nunn
inmer wöhlerisch sein in den Mitte
„Wenn es so ist, wäre es einn ein
roßes Stans ür sie gewesen, wenn du sie ge.
heiratet hättest. Und trotz allem b6
seioi und falzinterend, und — und du attest
ie gern
„Ich habe sie heute noch gern,“ bestätlgte
Eberhard lächelnd. „Der Unterschled ist nur,
daß ich heute eine andere liebe. So sebr liebe,
ein diplomatischer Sieg letrachlet werden; wird
sie zu schanden, so hat sie jedenfalls die wahren
Beweggründe der Politik Wilsons Wi
pflichten der deutschen Reqierung bei, wenn sie
erkiärt, das ein Krieg zwischen Deutschland und
den Vereinigen Staalen nicht zu verantworten
wäre und wir müssen und mit der Hoffnung begnügen,
daß sie mit den gewählten Mitteln ihr
Jiel erreichen wird. Hervorzuheben UA, daß das,
was die deutsche Regierung jetzt anbietet, das
äuhßerste Zugeständnis ist, an das die Erwarlung
gelnüpft wird, daß Präsident Wilsson nun
auch England dazu beflimmen wird, auf dem
Boden des Völletrechts zu lämpfen. Was das
Zugeständnis seltt betrifft, so erscheint sicherlich
ein Volk, das sich mit den meisten Großstaaten
der alten und ältesten Welt seit 20 Monaten
in einem mit beispielloser Erbitterung geführten
Krieg befindet, der Welt so stark, daß es nicht
der Schwäche beschuldigt werden kann, wenn es
all das, was mit seiner Würde und seiner Ehre
vereinbar ist, tut, um den Bruch zu vermeiden,
der auch noch die letzte Großmacht, die bisher
neutral geblieben war, in das Lager seiner
Feinde treiben würde. Wenn unsere Feinde
diese Tatsache auch niemals eingestehen werden,
so sind sie doch von ihrer Richtigkeit überzeugt.
Zu begrüßen ist, daß Deutschland seine Zusage
von der Erfüllung der am Schlusse der Antwort
ausgestellten Gegensorderung abhängig macht;
und wir begrüßen es daß die Note klar zum
Auedruck brinqi, das dies ein letzter Versuch
lönnen. Die Erplosion war sehr stork und
weithin hörbar. Ein paar Bootskastten in der
#Kähe gerieten in Brano und an den Hänsern
wurden Fensterscheiben zertrümmert.
Der Luftangriff auf die Grafschaft
Yorl.
. i. Nach französischen Berichten
hat der Lust iffangriff über die Grasschaft
Vork alle seine BVorgänger an Bedeutung übertroffen.
Nach dem „Petit Parisien“ find die
Schäden in orkshire sehr groß, besonders ist
die Stadt York schwer milgenommen worden.
Zwei Luftschiffse umkreisten beinahe fünf Viertelstunden
unaufhörlich die Stadt, die Bomben
trajen sehr genau, die Abwehr' war sehr ungenügend,
weil wegen des schlechten Wetters
der Besuch unerwartet lam. Nur der Regen
rerhinderte die allzu große Ausbreitung den
Brände. Die Umgebung Vvorks, wo sich große
industrielle Anlagen befinden, litt ebenfalls empdli
Die Agence Havas meldet: Nach
Berichten des Marschalls French sorderte der
letzte Luftschiffangriff auf Yorkfhire 36 Opfer,
darunter 9 Tote. (Z.)
Genf, 5. Ma
DTie Zeppelin-Angriffe auf die
schottische Küste.
NRotterdam, 5. Mai. Die „Times“ meldet,
daß die Zeppelinangriffe gegen die schottische
Küste den ganzen Eisenbahnverkehr lähm;
und ein gäußersten eugeständnis“ ist. as « » «
amerilanische Voll muß jetzt darnach sehen, daß en. Sämtliche Züge wurden stundenlang zudie
amerikanische Regicrung zu einer neutralen rdgehalten, bevor sie die Fahrt fortsetzen
Haltung zurückkehrt. lonnten. (3.)
Asemelwes vom KReieg. lien.
Die englische Wehrpflicht. Die Jerstörung des italienischen
Lon don, 5. Mai. Das Unterhaus hat das Luftschiffes.
Dienstpflicht gesetz mit 328 gegen 30 Stimmen Berlin, 5. Mai. Zu der Zerflörung eines
in zweiter Lesung angenommen.
Amsterdam, 5. Mai. Ueber die mulmaßliche
Wirtung der Einführung der Webrpficht
in England auf die Kriegführung urteilt ein
neutrales Blatl, die „Nieuwe ran den Dag“
in Amfsterdam, 8R und rerständig: „Wenn die
letzten Zehn ttausend der Verheirateten ausgebildet
und eingereih: find, so i#t England mit
seiner großen Neserve fertig und lann höchstens
noch, wie in anderen Ländern, die Altersgrenze
erhöhen, aber mit den unerschöpflichen Hiilssquellen
an Gut und Blul, mit denen die englische
Presse in den eriten Kriegemonaten den
Mund so vroll nahm, ist es dann aus. Wenn
diese Mafregel kein Heer ergeben sollte, das
zur Vernichtung des „preußisch en Militarismus“
nusreicht, dann ieirb vielleicht auf seiten der
Entente die Stimmung gegenüber dem Erieden
etwas anders werden.“
Casement zum Tode verurteilk.
Rotterdam, 5. Mai. Nach hier eingegangenen
Londoner Telegrammen wurde Sir
Noger Casement durch das Kriegsgericht um
Tode rerurleill. Trotzdem gilt das Schicksal
Casements noch . unentschieden. (3.)
. !
Der Kampf zur See.
„L20.
Staranger, 5. Mai. Der Regimentskommandeur
IIITIIIR
nachmittag 3 Uhr das Luftschiff „I. 207“ ron
einer Akteilung Soldaten beschienen, so daß
es cxplodierte. Es hatte nämlich wegen starlen
Windes beftige Bewegungen zu machen begonnen
und lätte sich, wein noch stark mit Gas gefüllt,
leicht losreizen und Schaden anrichten
vaß nicht mehr viel Raum in omeinem Herzen
bleibt für die, die ich gern habe.“
Er neigte sich wieder gegen sie vor, ihr tief
in die Augen sehend, und sie vergaßen ihre
Umgebung ganz.
AUnd gerade in diesem Moment, da sie sich
so schweigen gegenübersaßen, jeder glücklich
durch die e des anderen, glücklich, dem
anderen in de Augen zu nete Ulücklich, seine
Liebe zu fühlen — wurde die Portière an der
ür des Zimmers zurück ellagen und Herr
de Raucourt betrat den . nicht
Snt is die kleine Julie Wiicti Urer Muntter begleitete
W7*s Herta wie Eberhard hatten sich
erhoben. Aber gerade die Hast ihrer Bewegungen
und die Verlegenheit, die sie nicht
anz zuverbergen wußten, schienen den eleganten
Fronzofen mit eijersüchtigem Mißtrauen zu erfü
warf Eberhard einen nichts weniger
als “52 Blick zu, und Herta fühlte
ihr Herz hestig schlagen in banger Erwartung
der kommenden Minuten. Sie hatte ja noch
nicht einmal daran gedacht, Eberhard von den
Heiratsplänen Raucourts und oon dem Eifer
des Freiherrn, sie zu unterstützen, zu erzählen.
Und sie kannte die Impulsivität des Geliebten;
es war gan unberechenbar- wie er benehmen
würde, wenn der Pnnzoe in seiner
egenwart von seinen Absichten
Und wenn der temperanmentchee Herr. de de
Naucourt unter anderen Umständen viellelcht
in Gegenwart eines Dritten geschwiegen haben
würde — die Gereintbeit der Elfersucht veranlaßte
In, *“ sprechen
Fräulein — melne Eltern werden
lich 6(G9 66 geben, morgen Herrn von Noitalienischen'“
Luftschiffeo meldet das „„Berlinr
Tageblat!“ aus dem Kriegepressequartier= An
der JIsonzofront zertrummerte ein Lusiichiff rom
hallstarre Typ der italienischen VOcceresterwaltung
mit 80 Bomben im Gesamtgewicht
ron 800 Kilogramm eine einzige Bretterbud:
auf der Höhe von Obeina. Diese Luftschiif
unternehmung hatte noch weniger Elück in den
Wippachmündung bei Mainina. Indem dae-Luftschiff
die Isomostellung Überquerte, nahm
es längs der Adria seinen Kurs auf Laidad!
und Sallockh, ohne freilich mit seinen Bomben.
würfen Schaden anzurichten. Als cs auf seiner
Rüdfahrt wieder die Isonzostellungen passiere#:
wollte, verlegte ihm das Sperrfeuer zahkreicher
k. u. k. Batkerien den Außerdem wat
eine Anzahl österreichisch ungarischer Kamp'
flieger zur Verfalgung aufgestiegen. Vergebliä,
suchte sich der siltergraue, walfischplum'e Ge
selle den vielen. lleinen Foktern zu en ziehen.)
Die doppelt so schnellen Kampfmaschinen uberslogen
ihn; bei Dornberg gelang es einem von
ihnen, ihn mit Maschinengewehrseuer anzu
gehen. Brennend stürzte der lenkbare Balloz
auf den Görzer Ererzierplatz binab. Aus den
rerkohlten Resten wurden die Leichen der vie:
Insassen geborgen. Dies ist das dritte vernid-.
lete italienische # Luftick iff. Von den beiden au
deren wurde die „Citta di Ferrara“ ebenfalle
von Fliegern, nämlich zwei Marinefliegern, al.
geschossen. Während so die österreichisch ungart
schen Jagdslieger einen neuen Alänzenden Er
solg errangen, brachte ein Geschwader ron Landdoppeldeckern
den großen feindlichen Lagernlan
bei Villesse durch zadlreiche Bombentreffer in
Aufruhr und lehrte dann in fortwährenden
Lustlampf min den alarmierten italienische
Jagdfliegern und Großkampfslugzeugen rol!
zählig und und ersehrt zurück.
minger rsen um er # — und vor
allem bei Ihnen den Fursprecher für mich 1
machen. „Dari ich hoffen, daß sie Gehör finden
werd
ash sah Herlo bei diesen Worten
zu Eberhard hinüber. und dem ihrn
Raucourts entging dieser B icht.
bleichte, und gegen girar gewenden, ale
ohne ihn anzuseben, sagte e
„Ich glaubte, Herrn bvon Rominger
Nitter der ’im dringen gu finden.
Eine beabichtigte oder unbeal sichtigte Indiskretion
kirgendeines der Beteiligten hatte
ostenbar die Pläne, die der Freiherr in bezug
auf Eberhard und die Komtesse verfolgte. hekanmn
werden lassen. erta fürchtete einen Zornesausbruch
des Geliebren, und flehend sah sie ihn
an. Aber er fühlte lich nicht einmal sonderlich
gereigt. Die augenscheinliche Eifersucht de dan
courts bereitete ihm im Gegenteil n nicht
anz selbstloses Vergnügen. Seine Antwort
reilich hiel trotz allem nicht gans so schlimm aus,
wie ia es gefürchlet ha
e scheinen etiwas 1e in Ihren Ver-Fuuser
Herr de Rancourt!“ sagle er. „Die
Komtesse ist eher in der Lage, morgen öhre
Eltern, anzuhören, als Fräulein Leuend #rl.“
e Art, wie er das sagte, lich kaum einen
Jweisek darüber zu, wie seine Worte gemeint
waren. Und de Naurourf ließ ssch jetzt vollends
von seiner Erregung fortreißen.
„Ahl — So sind Sie mein RNebenbuhler!“
zat * heftig. „Und ohne daß der Freiherr
es wei
Herta fürchtete, daß Eberhard noch deutlicher
werden würde. Und hasiig mischte sie sich eln.
2 A. A.(Fortsetzung folgt.)
als