478 Rechtsm. der Neviſion,
6.7 a. a. O.), hat der Reviſionskläger durch einen
beim oberſten Landes8gericht zugelaſſenen Rechtsan-
walt *) den vorbereitenden Schriftſaß im Sinne des
S. 516 Abſ. 2 dem Reviſionsbeklagten zuſtellen zu
laſſen, zweifel8ohne mit der Aufforderung, einen bei
dem Prozeßgerichte i. e. oberſten Landesgerlchte zu-
gelaſſenen Anwalt zu beſtellen (8. 492) , ſoferne
ſolches nod) nicht geſc<ehen ſein ſollte, Dieſer hat als
Reviſions8beklagter dem Neviſionsfläger die Beant-
wortung der Reviſion innerhalb der erſten ?|, der
Zeit, welche zwiſchen der Zuſtellung der Reviſions8-
ſchrift und dem Termine zur mündlichen Verhand-
lung liegt, mittels vorbereitenden Schriftſaße8 zu-
ſtellen zu laſſen. Der Schriftſaß ſoll insbeſondere
die Anträge und im Falle der Anſchließung deren
8.540 5 nac< Vorſchrift des 5: 546 enthalten
Anlangend die Auſchließung (8. 518), ſo fin-
den auf ſie die Vorſchriften über die Anſchließung
des Berufungsbeklagten an die Berufung (88. 482 ff.)
entſprecende Anwendung. Siena unterliegt es
feinem Zweifel, daß ſic der Reviſion angeſc<loſſen
werden kann, aud) wenn „die Summa revisibilis
nicht vorliegt“ und die Reviſionsfriſt nicht eingehal-
ten wurde. Wird aber die Reviſion zurü&genommen
oder als unzuläſſig verworfen, ſo verliert eine An-
ſchließung, bei welcher der Gegenſtand der Beſchwerde
die Reviſion8öſumme nicht erreiht, nach der Regel
des FS. 483 Abſ. 14 ihre Wirkung ſelbſt dann, wenn
der Reviſionsbeklagte ſic innerhalb der Reviſions-
friſt der Reviſion angeſchloſſen (Abſ. 2 eod.) z; denn
*) Selbſiverſtändlich muß der Neviſionskläger, ebenſo bei
?- weilten Beute der Reviſionsbeklagte, dur< einen
beim Neichsgerihte zugelaſſenen Nechtsanwalt vertre-
ten ſein, wenn das oberſte Landesgericht ſich für un-
zuſtändig erklärt hat.