Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Num̃m̃er  160

Lußerte  sich  über  den  Erfolg  der  Untersuchung
durchaus  befriedigend.

1  Die  „Lösung“"  deririschen  Frage.

Asquith  gab  im  Unterhaus  einen  kurzen
eberblick  über  die  wichtigsten  Punkte  des  iri-Ausgleichs.
  Diese  sind:  Die  6  Grafschaf.
in  von  Ulster  sind  ausgenommen.  Das  Parlament
  für  das  nationalistische  Irland  besteht
as  den  gegenwärtigen  Abgeordneten  desselben
  rbiets  im  englischen  Unterhaus.  Das
Gesetz,  das  den  Ausgleich  enthält,  wird  Heer,
Eu  und  alle  Angelegenheiten,  die  sich  aus
m  Kriege  ergeben,  ausschließlich  der  Verfüügung
  der  Reichsregierung  vorbehalten.  Die
machung  bleibt  während  des  Krieges,  noch
12  Monate  danach  in  Kraft  und  kann  verlängert
  werden,  bis  das  britische  Parlament
die  Regierung  Irlands  für  die  Dauer  regelt.  (!)
Asquith  richtete  sodann  einen  Appell  an  das
([Haus,  die  Gelegenheit  zu  ergreifen,  die  vielleicht
  nie  wiederlehre,  um  zu  einer  Verständigung
  zu  kommen,  die  den  Kern  zu  einem  wirklichen,
  dauernden  Ausgleich  enthalten  könnte.  —
Dabß  die  Iren  bei  diesem  Vorschlag  die  Geprellten
  sind,  ist  wahrlich  nicht  schwer  zu  erkennncn.
  Es  werden  ihnen  Zukunftomöglichkeiten
vorgegaukelt,  aber  es  wird  ihnen  nichts  Festes
in  die  Hand  (#egeben.  Ob  die  Iren  um  Redmond
  auf  diese  Bauernfängerei  hereinfallen,
wird  sich  ja  bald  zeigen.

2  e9  0
Dder  S#a##  zut  Ser.

/  Fliegerangriff  auf  Calais.
*:  WTB.  Berlin,  11.  Juli.  (Amtlich.)  Zwei
deutsche  Marineflugzeuge  halen  in  der  Nacht
vom  10.  zum  11.  Juli  Calais  und  Truppenlager
  bei  Bray  Dunes  mit  Bomben  belegt.
Die  Flugzeuge  sind  wohlbehalten  zurückgelehrt.
I  Versenkt.
Dmuiden.  10.  Juli.  Der  Fischerlogger

rie  auf  der  Fahrt  nach  Scheveningen  hatte
neun  Mann  von  dem  Dampftrawler  Neertruide
an  Bord,  der  von  einem  Unterieel  o#nt  in  den
Grund  geschossen  worden  isl.  Der  Dampftrawler
  „Sch.  103“  wurde  von  einem  deutschen
Unterseeboot  versenkt.

56  (  r□1
’

##Frachiboot  „Veutschland“

Der  „Köln.  Vollsitg.“  wird  aus  Amsterdam
gemeldel:  Der  Nommandant  des  deutschen  U-CZ


Bootes  erklärte,  er  werde  so  lunge  im  Hasen

no#n  Baltimore  bleiben,  bis  die  Ladung  eingenommen
  sei.  Das  Unterseeb  oot  ist  nicht  bewaffnet.
  Die  Bemannung,  welche  29  Mann  zählt,
lestehtl  nicht  aur  Angehörigen  der  Kaizerlichen
Marine,  sondern  aus  gewöhnlichen  Matrosen.
Am  Eingang  des  Hasens  Baltimore  begegnete
das  U-Boot  einem  Schleppdampfer,  welcher  eineu
  Lotsen  an  Bord  sandte,  der  das  Schiff  in
den  Hafen  brachte.

Reuter  meldet  aus  Vallimore,  daß  die
„Deutschland“  Samstag  abends  unterhalb  Baltimore
  vor  Anler  gegangen  sei,  nachdem  sie
eine  Reise  von  4000  Meilen  über  den  Atlantischen
  Ozean  zurückgelegt  hat.  Das  Boot  ist
unter  dem  Schutze  der  Dunkelheit  zwischen  dem
Kap  Charles  und  dem  Kap  Heury  bindurchge.
schlupft  und  legann  am  Sonntagmorgen  in
der  Frühe  durch  Zeichen  mit  der  Sirene  um
einen  Lotsen  zu  listen.  Diese  lenkten  die  Aufmerlsamkeit
  des  Schleppbootes  „Timming“  auf
ich,  das  bereits  seit  14  Tagen  ununterbrochen

1
et  hielt,  um  das  Tauchboot  nach  dem  dem  Ha.

Säumende  Menschen.

Roman  von  Dora  Duncker.
(Nachdruck  verdoten.)

17

„Tu  ich  auch,  Papa.  Nur  abwarten!
Und  wenn  40%  ihn  dir  bringe,  diesen  kostbaren
Steinmeenschen,  zahlst  du  meine  Rechnung  belm

Schneider.  Da  gibt's  nichts.  Abgemacht!“

Sie  küßte  ihm  die  bärtige  Venge  und
war  wie  ein  Wirbelwind  wieder  draußen.  —

uf  dem  Wege  zum  Zoo  erzählte  Cornelie
von  Kleim.  Wlosteno-  Von  den  guten  Nachrichten
  der  Ressenden,  auch  aus  Relchenhall,
wohin  sie  seit  Eintritt  der  Wärae  übergesiedelt.

iu  den  neu  eingerichteten  Zimmern  und
wleviel  Geschmack  doch  Lena  für  dergleichen

e
„Ich  hätte  gar  nicht  die  Geduld  zu  solcher
Kleinarbeit.  Seit  Ostern  basteln  sie  nun  schon
—  Mörbe  immer  mit  —  und  Pfingsten  ion
vor  der  Tür.  Uebrigene  find  ich  es  sehr  nett
von  Lena  —“
Der  junge  Osfizier  lachte.
„Weshalb  lachen  Sie  denn?“
„Weil  Sie  heute  augenscheimiich  die  kritische
Sonde  in  der  Schublade  gelassen  haben,  wo
hee  am  tiefften  ist,  und  alle  und  alles  mit  dem
cmückenden  Beiwort  —“
dürfen  ruhig  epitheton  ornans  sagen
So  z  VGorecchisch  und  Latein  versteh'’  ich  auch.“
„Danke  für  die  Belehrung.  Also  weil  Sie
heut  alle  und  alles  „surchtbar  nett  finden“.
Nellie  lachte  über  das  ganze,  frische  Gesicht.
„Muß  man  nicht  an  einem  so  himmillschen

–.  .  .  -.

 

Früblingsabend  Es  bleibt  einem  ja  gar

Rosenhelmen  Anzeinen

 

Ve  %%  *  .74  —

  

4

 

 

 

————2

 

fen  zu  begleiten.  Die  „Deutschland“  führte,  als
sic  zwischen  den  beiden  Kaps  hindurchfuhr,  keine
Flagge,  hißte  jedoch  die  deutsche  Handelsflagge,

als  sie  mit  eigener  Kraft  in  die  Bucht  einfulr.
Wie  der  Lotse,  der  das  Boot  gekotst  hatte,  er-Uärt,
  trugen  der  Kapiläu,  die  Offiziere  und  die
Manmnschaften  alle  die  gewohnte  Uniform  der
deutschen  Kauffahrteischiffe.  Die  Mannschaften
werden  an  Vord  bleiben,  bis  die  Hafenbehörde
an  Bord  der  „Deutschland“  gewesen  ist.

Weiter  will  der  Lotse  von  dem  Kapitän
des  Tauchbootes  vernommen  haben,  der  Zwec
der  Reise  der  „Deutschland“  sei.  Handel  zmischen
Deutschland  und  den  Vereinigten  Staaten  zu
treiben.  Sobald  die  Racht  gelöscht  ist,  werden
Nickel  und  Roligummi  an  Vord  gebracht  werden.
  Während  das  Tauchboot  an  die  Agenten
des  Norddeutschen  Llond  gerichtet  ist.  ist  die

Ladung  bestimmt  für  die  Eastern  Forwading
Cy.,  die  hier  vor  kurzem  gegründet  worden  ist,
angeblich  ausschlie-hlich  für  den  Verkehr  der  untersreichen
  Frachtschiffal  r#.  Holländiiche  Blälter
berichten  nach  in  London  eingetroffenen  amerikanischen
  Telegrammen,  der  Kapitän  des
Schleppbootes,  der  dem  Tauchboot  entgegenfuhr,
  sagte,  daß  das  Boot  den  größten  Teil
der  Reise  auf  der  Oberfläche  zurüklegte.  Die
(Seereise  betrage  4300  Meilen,  wovon  1800
Meilen  unter  Wasser  gefahren  wurden.  Andere
  Tauchboote  sollen  diesem  Boote  nachfolgen,
  sodaß  ein  geregelter  Verkehr  Deutschlands
mit  Amerila  betrieben  werden  kann.

Die  rölkerrechtliche  Lage,  so  schreibt  die  „B.
Z.“,  die  durch  das  Erscheinen  des  UFrachtb  booies
  in  Baltimore  geschaffen  wurde,  ist  sehr  klar,
einfach  und  unbestreitbar.  Die  „Deutschland“
ist  vollkommen  unbewaffnet,  und  aueschließlich
ein  Handelsschiff,  folglich  kann  es  sich  in  neutralen
  Häfen  beliebig  lange  aufhalten,  während
6  ein  Kriegsfahrzeug  nur  24,  höchstens  48  Stunden
  bleiben  darf.  Ein  Kriegsschiff  darf  nur
die  notwendigsten  Reparaturen  vornehmen  und
seine  Vorräte  an  Betriebsmitteln  nur  soweit  er-Bänzen,
  daß  es  den  nächsten  neutralen  Hafen
:  erreichen  kann.  Diese  Beschränkungen  sallen  bei
dem  reinen  Handeleschiff  selbstverständlich  auch
fort.  Es  kann  vollkommen  gesetzmäßig  bringen
und  holen,  was  es  will.  Führung  und  Mannschaft
  des  U.Frachtbooles  stehen  selostverständi
  lich  in  leinem  militärischen  Verhältnis.  Sie  sind
im  Faile  einer  Festnahme  durch  den  Feind  nicht
als  Kriegsgefangene,  sondern  als  Zivilgefangene
  anzuf  ehen.

 

–[
anderes  übg.  ·

ah  mit  lachenden  Augen  in  das
diait  des  Tiergartens  hinaus,  den  das  Auto
gerade  kreuzte.

—  wirtiich  kritiklos  7“

„BV

*  rro-  es  mir  merken.“

Er  nahm  ihre  Hand,  vo  den
langen  Marseiller  pendsh  —  hatte,
und  klüßte  sie  seur

Nellie  wollte  seneen,  aber  sie  sah  ein,  daß
sie  sich  selbst  eine  Falle  teiit  hatte,  und
machte  ein  ganz  desperates  2

„Sie  brauchen  keine  Mngueiliechen.
  Joh  übernehme  die

Sie  drückte  ihm  die  Hand.  Er  war  und
blieb  eben  ein  renzbraver  Mensch  und  ein
Kavalier  Commo  il  1

Ein  kleiner  Sußkuszer  quittierte  über  diese
Erkenntnis.  —

Nach  langem  Umhersuchen  auf  der  dicht  m
Menschen  besetzten  Terrasse  bemerkten  sie  t
an  einem  kleinen  Tllchchen  ein  sehr  einfach  gekleidetes,
  älteres  eschreibung,
  die  Rolf  beilcustg  von  Shn  Wn

nichte

4  haben,
rilik  statt

hatte,  allenfalls  LDasen  konnte.  4o  se  L
allein,  ohne  jede  Feltung.  Ais  8  20  chöne,
junge  Paar  gewahrte,  sprang  sie  nach  bitngen

Prüsendem  Wig  auf  und  nannte  ihren  Namen
Es  war  in  der  Tat  Fräulein  Berta  Maaß.  Man
war  froh,  sich  überhaupt  gefunden  zu  haben
Cornelie  fragte  nach  der  Freundin.

Heine  hat  einen  Jugendbekannten
  gesunden  aus  unserem  Städichen.
Ein  Tatrudsenlchaltler  der  eben  erst  von  elner

 

 

Expedto  aus  Afrik  rückgekommen  ist.  Slo
haben  #ch  dnsrelane  #ct  deseben  und  con#

Selbstverständlich  hoben  auch  die  englischen
  Quertreibereien  schon  begonnen.  Reuter
meldet,  daß  gegen  den  Aufenthalt  der  „Deutschland“
  in  ameerilanischen  Gewässern  beim
Staatsdepartement  Protest  eingelegt  werden
sioll,  falls  sich  herausstellen  sollte,  daß  sie  in
irgendwelcher  Hinsicht  als  deutsches  Marinefahrzeug
  betrachter  werden  könne,  das  im  Auftirag
des  deutichen  Marineamtes  handelt.  Noch  toller
ist  die  schon  erwähnte  Meldung,  daß  der  Kassierer
  der  Lale  Torpedo  Co.  in  Bridgeport  (Connmecticut)
  erklärte,  er  leabsichtige  einen  Prozeß
Legen  die  „Deutschland“  anzustrengen,  da  sie
die  Patente  der  Lake  Co.  verletzt  habe.

Auf  dem  Wege  des  Prozesses  soll  es  wohl
möglich  gemacht  werden,  das  Unterseeboot  in
Amerika  festzuhalten;  als  Faustpfand  soll  es
splange  in  Amerika  bleiben,  bis  der  ProzeH#  erledigt
  ist.  Daß  dies  nicht  zu  rasch  geschieht,  dafür
  würde  ja  dann  schon  gesorgt  werden.  Wie
frirol  das  Beginnen  wärc,  ergibt  sich  schon  daraus,
  daß  einfach  auf  gut  Glüt  hin  die  Klage
erhoben  wird;  begründet  kam  sie  schon  deshalb
nicht  sein,  weil  die  Lake-Torpedo-Compagnie
die  Einrichtung  des  U-Bootes  gang  sicher  nicht
kennt,  also  gar  nicht  weiß,  ob  und  wie  ihr  angebliches
  Patent  verletzt  sein  soll.

½

Der  Kapitän  des  Unterseebootes  „Deutschland

  “’erklärte,  mit  aller  Bestimmtheit,  daß  die
„Deutschland“  das  erste  einer  Reihe  von  gleicharligen
  Schisfen  sei,  die  erbaut  werden,  um
einen  regelmäßigen  Handel  mit  den  üÜlberseeischen
  Ländern  einzurichten.  Das  Untersee-Toot
  verließ  Bremen  mit  ungefähr  750  Tonnen
  kostlaren  Farbstoffen.  Als  es  am  Samstag
der  letzten  Woche  in  der  Nähe  der  Virainia-Vorgebirge
  kam,  beschloß  er,  unter  dem  Wasser
die  Dunkelheit  abzuwarten,  ehe  er  näher  an  die
KRüste  heranfuhr.  Als  das  volle  Mondlicht
lurz  nach  Mitternacht  aufhörte,  sei  die,,Deutschland“
  mit  voller  Kraft  zwischen  den  Virginia-Vorgebirgen
  hindurchgefahren.  Das  Untersee-Loot
  durchquerte  den  Ozean  von  Helgoland  aus
in  gerader  Linie.  90  Meilen  hat  es  unter
Wasser  zurückgelegt.  Auf  der  Nordsee  sah  es
wiederholt  Rauchwolken  von  britischen  Kreuzern
und  Zerstörern.

Nach  Washingtoner  Meldungen  hat  die  dort
erwartete,  aber  stark  bezweifelte  Ankunft  des
deutschen  Tauchbootes  „Deutschland“  das  größte
Aufsehen  erregt,  das  man  je  kcobachtet  hat.
Die  „Neuyork  Tribune“  erklärt  die  Fahrt  des

+–....
zufallig  heure  auf  ver  Stratze  getrosten.  Braulein
Helne,  die  ein  bißchen  in  Berlin  Bescheid  weiß.
führt  den  Herrn  durch  den  Garten  und  zeigt
lihm,  was  zu  der  lötter  Stunde  noch  zu  sehen  ist.“

ährend  der  Offizier  in  elniger  Entsernung
von  dem  Tischchen  ein  Souper  für  fünf  Personen
  und  eine  Bowle  bestellte,  sagte  Berta  zu
Cornelie:

„Wenn  ich  das  gewußt  hätte,  mit  Fräulein
Heine  nämlich,  daß  sie  hier  Gesellschaft  finden
würde,  ich  hätte  die  Einkadung  Ihrer  Frau
Schwester  dankend  abgelehnt

„Aber  weshalb  denn?  Sind  Sie  nicht
gern  wo  i  (Vazellichaße  3n  Werun!  Aus
einem  so  schönen,  eleganten

„Viel  zu  schön  und  zu  elei  n  Fräulein,
für  ein  so  3ees,  abgerackerte"  rbeitstier,  wie
ich.  en  Sie  mi  re  ich  hierher  ?“
Sie  streiste  das  alibee  /reher  Geschöpf  mit
bewunderndem

wollte  Frãulein  Lotte  das  Ver-Kuten

  vönnen-  Sle  kommt  wenig  aus  unserem
st  heraus,  sie  ist  nochrn  ein  junges  SDn  und
klagt  sich  redlich.“  n  Geanken
  binzu,  *—*-Z  7  e  en  Gedanken  an
Rolf  usgegeben.  #  haben  schelnt,  gönn'  ich

—  rnt  was  die
—  Seaschwester
eres

wußt.
S.  endlos  lange  mit  dem  K
handeln  habe,  und  hörte  nur  mit  halbem  Ohr,

26½  räulein  Maaß  ihr  von  Auftrögen  einer
ckerel  Sd  un  daß  räuleln  Heine
hen  sel,  um  i3

“  windse  der  Sammagen
  und  Galerien  b  l  ren  Schulunterricht
mohwlder  ein  bißchen  aulzufrischen.

 

 

—  ——#  3.  Julll  15%
(Untersecbootes  für  Eine  lneidige  Tat.  Unte
der  deutsch-amerikam  rung  von  Be
timore  hat  die  A  e#t-  des  deutschen  Tauc
booles  riesige  Begeisterung  erweckt;  **
Menschenmengen  strömen  nach  dem
Matreiche  Ce  Gebäude  von  Baltimore  nde  t
flagg

Nach  amerilanischen  Telegrammen  Londom
Blätter  sagte  der  Kapitän  des  Schleppdam
fers,  der  dem  Tauchboot  entgegengefahren  w
die  „Deutschland“  sei  am  22.  Juni  in  Breme
abgefahren.  Sie  sei  in  ausgezeichnetem  Zustar
de  in  Baltimore  angelangt.  Die  allantis
Küste  war  seit  einer  W  scharf  bewacht  wor
den.  Die  Dreimeilenzone  erreichte  das  U.Bor
150  Meilen  südlich  vom  Kap  Henry,  doch  blie
es  unentdeckt,  Als  es  vom  Kapitän  des  amer
kanischen  Loisendooes  „Virginia“  angerufe
wurde,  rief  der  Führer  des  Tauchbootes  dure
das  Megaphon  hinüber:  „Das  Schiff  ist  e
deutscher  Unterwasser-Dampfer  mit  Name
„Deutschland“!“  Der  Lotse  wurde  an  Bor
des  Tauchbootes  äußerst  zuvorkommend  behar
delt.  Es  wurde  nicht  versucht,  irgend  etwa
zu  verheimlichen.

*s's-x.
In  den  Kolonien
Der  Feldzug  in  Ostafrika.

Haag.  11.  Juli.  Veuter  smnelct:  Oener#2
Smuts  berichtet  vom  9.  „  daß  er  am  7
Juli  Tanga  besetzt  habe.  Wel  Deutschen  bole
geringen  Widerstand  und  räumten  die  Stadi
nachdem  sie  die  Wasserwerke  vernichtet  halter

Tanga  ist  der  Küstenort  der  Landschaf
Ulambara  im  Nordosten  unseres  ultafrilanische
Schutzgebietes.  Die  aufblühende  Stadt  war  de
Ausgangspunkt  der  Kilima-Rdscharo-Vahn,  di
nach  Aruscha  führte,  und  besaß  vor  dem  Krieg
ansehnlichen  Hafenverkehr.  Im  vorigen  Jahr
rlitten  die  Engländer.  die  damals  mit  indische
Truppen  gegen  die  Stadt  vorstießen,  dort  ein
vernichtende  Niederlage.  Nachdem  es  jetzt  des
General  Smuts  dank  seiner  Uebermacht  gelur
gen  war,  das  ganze  Gebiet  des  süblich  vor
Tanga  mündenden  Panganiflusses  zu  besetzewar
  an  eine  Verteidigung  des  unbesestigte-Platzes
  nicht  zu  denken.  Sie  ist  auch  ohr
Kampf  von  unseren  Schußtruppen  geräumt  wor
den.  *

Die  sitlegslage  im  Osten.
Die  Kämpfe  bei  Baranowitsch
Berlin,  11.  Juli.  Von  der  Heetresgrupp
des  Prinzen  Leopold  von  Bayern  wird  gemel
det:  In  dem  Raume  öfllich  und  nordöstli
von  dem  Bahnknotenpunkt  Baranowitschi  he
ben  bisher  von  uns  10  russische  Korps  fe#i
gestelit  werden  können,  die  alle  angesetzt  wur
den,  um  auf  dieser  Linie  einen  Durchbruch  z.
erzwingen.  Der  ganzen  Anlage  nach  erinnen
diese  Unternehmung  an  jene  andere  im  Matr
als  die  Russen  auf  der  Linie  Postawy  Naro.
Wiczniewsce  einen  ahnlichen  Versuch  machten,
wie  er  damals  scheiterte,  so  wird  er  auch  dies
mal  scheitern.  10  Korps  hatten  sich  versammeit
wohl  die  Hälfte  davon  ist  schon  zerschlagen  und
wenn  sie  zu  Fuß  und  zu  Bahn  auch  imme
moch  neue  Truppen  heranbringen,  so  wird  ei
den  anderen  nicht  besser  ergehen.  Ihr  berühm
tes  Grenadierkorps  ficht  hier,  Sibirier  un-:
Kaukasier  und  auch  die  von  den  Russen  mit  so
viel  Trara  gebildete  polnische  Brigade  habeben
  zweifelhaften  Ruhm,  hier  mitbeteiligt  z.
sein.  Wie  sehr  die  Russen  alles  daran  setzen
Eno#c)  kam  der  Us##zter  zuruc.
„Alles  in  bester  Ordnung.  In  einer  Viertel.
Hre  wird  der  Kellner  servieren.  Hoffentlich
d  die  anderen  Herrschaften  bis  dahin  zurück.=„Haben
  Sie  gleichfalls  gute  Nachrichten  aus
Nescehao  gnädiges  Fräulein?“
erta  machte  ein  ärgerliches  Gesicht  und
u  7  sie  rot  wurde,  was  sie  noch  mehr

bitte,  Herr  Leutnant,  mich  ulcht
taune  Fräuieln  zu  nennen,  londem  schlechtel
  meinem  Namen.  Mein

Vater  war
*2  simpler  Bäckermeister.  Wir  ind  erst  durch

dle  zweite  Ehe  meiner  Mutter  in  die  höhere
Gesellschaft  gekommen,  oder  vielme  nüb  E
verdient  es  auch,  denn  sie  ist  eine

Innerlich  sehr

 

eine  H###  Ich  bin  aus  gröberem
Ich

nitte
20e  chn  ben.  40  Leee.r  das,  wle  es  sst.
Die  Bowle  war  inzwischen  gekommen.

Wi-  hob  hr  Olas  en  Bert  t.
Fräulein  Maaß.  2chst  es  br  üot
—  des  kueachenden  Ane  auf  und  ver
ich  rasch:  „Es  gefüllt  mir  das  riesig
an  daß  Sie  so  geradezu  sind.  Wenn
mein  Vater  zum  Beispiel  ler  statt  Pronicht
  deswegen
bte  er  ordentlich
müßte  meine  d0  rden  Glieder
und  wee  ollundern  Vertand  ha  en.“
at.“  dachte  ar  und
maß  sle  mit  verllebten  Budach  9
—  8  Berta  Lottchen
mit  —  Beg  sich  burch  dle
leben.  Um  noͤch  terc  eln  Wort  von  Nos  6
ren,  bevor  Lotie  In  Hörwelte  war,  bemerkie
e  auiammenhanalo  s

elne