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des Kunstgewerbes werden oft gezeigt. Überhaupt wird die Entwicklung
der Naturwissenschaften verfolgt. Daneben werden auch Kupferstiche
oder Gemälde betrachtet; so von Ad. Elsheimer (IV 80), von
Teniers (V 449) und von der Nürnbergerin Dietschin: alle aus der
Sammlung des Henry von Uchelen aus Offenbach. Daneben sind Experimente
und Vorträge üblich. Die Arbeit ist unter die Mitglieder
vertheilt: das Wasser ist Eberhardt zugewiesen, die Erde Kissner, das
Feuer Diesterweg, die Luft Behagel.
Diesterweg legt Globen und Karten vor; er zeigt eine von Dr.
Henckel in Freyberg angelegte Sammlung von Erzstufen und Steinen;
s. deren Katalog V 544—569. Von den meist im Original in das Protokoll
aufgenommenen Vorträgen, die er hielt, seien erwähnt: I 193
über Wachsthum der Mineralien, II 61 über Donner Blitz und Ungewitter,
II 196 über Farben (vgl. IV 607), III 165 über Bewegungsgründe
des Quecksilbers in denen Barometris. Eberhardt theilt
seine Erfahrungen über Blumenzucht mit. Drei von ihm vorgelegte
wohl eigenhändig geschriebene Aufsätze sind am Ende des IV Bandes
(S. 693—-735) vereinigt: 2 selbstverfasste, ‘von dem Laceiren mit spiritu
vini’ und eine “Untersuchung derer alten Jüdischen Pfunden und
Gewichten’, dazu eine Abschrift einer etwa 1731 von seinem Bruder
Conr. Hieron. Eberhardt verfassten “Beschreibung aller in Europa
bissher verblüheten grossen americanischen Aloen’, vor allem der in
seinem eigenen Garten 1726 zur Blüthe gekommenen (mit 2 farbigen
Abbildungen ; vgl. III S3 und Kissners Mittheilungen II 45, wo 2
ähnliche, in Kupfer gestochene Abbildungen beigelegt sind). E tling
’s Vorträge handeln über den Bezoarstein (V S. 185), das sogenannte
Drachenblut (S. 329), den Borax (S. 572) u.s. w. Kissner
zeigt und erklärt seine bedeutenden Naturaliensammlungen, darunter
ein 'von 25 Jahren her gesamletes und aus lauter figurirten Steinen
(d. i. Versteinerungen), Mineralien und anderen Fossilien bestehendes
Cabinet’ (117); diese Erläuterungen, im Original mit den Figuren
dazu in das Protocoll aufgenommen, ziehen sich durch die 3 ersten
Bände hin, vgl. IV 451, V 8 341; Bd. V S. 770—7S1 enthalten 22
farbige Abbildungen auserlesener Stücke; II 191 (vgl. II 98) und
V 510 3 in Kupfer gestochene Abbildungen ‘ex Museo Kisneriano’.
Daneben hielt Kissner anatomische Vorträge (Il 146 und im IV Bande)
und chemische (II 214 284, III 49, V 105 199 273). Wilh. v.
Uffenbach zeigte seine Werkstatt zum Drehen und anderen Handarbeiten
(I 25).
Joh. Friedr. v. Uffenbach zeigt seine in der Kammer für Handarbeit
aufgestellten Werkzeuge und Maschinen (III 420), von ihm verfertigte
Handarbeiten (II 55 255) und die von ihm in Kupfer gestochenen
2 Ansichten der Bibliothek seines Bruders Zach. Conrad (II 125
und III 419, vgl. IV 448); formt seine Hand in Wachs (IV 149 227
269 329), er erklärt (III 330 ff.) die Herrenhäuser Wassermaschine
(mit 4 Copien = cod. Philos. 26%). Auch liest er Stücke seiner Reisetagebücher
und Aufsätze vor: dann über Astronomie (in Bd. I—IV);
IV 341 ‘Nachricht von Verfertigung der Abtrucken von erhaben und
tieff geschnittenen Edelsteinen’; IV 367 und 413 drei Aufsätze über
Sonnenuhren (Abschriften von cod. Uffenb. 20 Bd. ITS. 104—124);