Full text : Über Ursprung und Fortbildung des bayrischen Landes-, Haus- und Reichs-Wappens

des  baperifchen  Landes»,  Baus:  und  Reiche  -  Wappens,  7

Sparren  ebenfalls  als  mwitteldbahhifhes  Befchlehts  »  Wappen  ans
gebra@t  feyn  konnte.  Man  konnte  nad  Sahrbunderten  bei  Er:
rihtung  des  neuen  Monumentes  irren  in  der  Perfon  des  begrabe:
nen  Pfalsgrafen  zu  mdersdorf  und  in  der  Zahrzahl  feines  Xodes,
aber  das  alte  Haus  und  Etammmappen  noch  in  ber  Erinnerung
haben.  ?)

Einzinger  und  Scholliner  von  OÖberaltaih  in  ihren  bieber  be»
züglihen  Abhandlungen  behaupteten  ebenfalls,  daß  bie  Brafen
von  Wittelsbah  in  ihrem  Beichlehtd:  Wappen  die  Sparren  ges
führt  haben,  mit  der  weitern  Neußerung,,  daß  der  intinem  Sie.
gel  des  Pfalzgrafen  und  nachmaligen  Herzogs  Ditv  (major)  vors
fommende  Adler  ein  Amtewappen  deffelben  gewefen  fey  als  kai.
ferlihen  Panierträgers.  Auguftin  Lipomwely  entgegen  in  feiner
Abhandlung  über  die  Gefchlechts-Wappen  der  Pfalsgrafen  von
EcheyernWitteldbah  ®)  befeitigte  die  Sparren  ale  nicht  ermweits
th  und  auf  bloßen  Gemälden  und  unfihbern  Zraditionen  berus
bent,  und  erklärte  den  Abler  nicht  für  ein  Amtswappen,  fondern
nach  Sreber  °)  für  ein  Gefhlehtswappen,  weldhes  Pfalzgraf  Dtto
wohl  auh  no  ald  Herzog  fortgeführt  haben  könne,  da  man
wegen  feiner  Eurgen  Regierung  überhaupt  kein  Siegel  auß  diefer
Negierungsgeit  mehr  anführen,  und  alfo  aud  den  Sortgebrauh

 

7)  In  den  gefhiähtliden  Nachrichten  ved  Werfafferd  gegenwärtigen  Auffades  über
die  Sraffhaft  NDahau  ıc.  if  bei  dem  Klofter  Inderödorf  Hemerkt,  daß  der  Probft  Gelas  ll.
Grabdentmäler  Scheyerifer  Pfalzgrafen  aus  dem  Staub  hervorzog,  wovon  daß  ältere
dem  Pfalygrafen  DOtto  «enior  Jugedören  foUte,  worauf  aher  das  angegebene  Begräbnitjahr
  weder  auf  Graf  Dtto  IV.,  noch  auf  den  Pfalygrafen  Dtto  V.  (senior),  der  ohnehin
nicht  in  Indersdorf,  fondern  In  Ensdborf  begraben  wurde,  begogen  werden  Bann.  In  M.  b.
T.XN.  if  die  Statue  abgebildet  mit  dem  Sparten  ımterhalb.

a)  Mt.  f.  ältere  HI.  Abhandlungen  der  b.  Alademie  der  MWiffenfHaften  B.  X.  und
neuere  biftorifhe  Abhandlungen  9.  I.  —  Ginzinger  von  Einzig  war  Balferl.  und  bayeri-(der
  Por:  und  Pfalygraf,  er  madte  fih  durd  feine  Warpengallerfe  bekannt.

9)  Tolloer  Hist.  Palat.  Rheni  Cap.  XVI.  p.  364.  Lit.  13.  Hinc  quidem,  ut  oleros
  Freherus  in  Orig.  Palet.  Cap.  13.  et  cum  eo  adhuc  nuaper  auctor  Selectorum
Juris  publici  pag.  86.  autumnant,  Heinricum  hunc  Saronem  Rheni  Palstiaum  omnfam
primom  Leonem  invexisso  in  arma  palatinorum  Rheni,  eum  constet,  Duces  ct  Palatlnos
  Davariuc  ante  Oitonem  illustrem,  ejusque  patrem  Ludovicam  Hheni  Palstinos,
Duceu  Bavariac  et  ınajorcs  VWittelspachios,  non  Lcenem  sed  agaileam  in  insignlis
habaisse,  qaod  quidem  asserere  non  audeo,  veresimilius  autem  mihi  videtur,  Conradum
  Sueviae  Ducem  et  Palat.  Rheni,  antegaam  in  Comitem  Palat,  Rheni  eligereter,
eodemmodo  jam  Leonem  quo  Fridericus  Suseviae  Dux,  Conradi  Palat.  ex  fratre  Friderico
  3.  Imp.  nepos  ctiam  in  insigaiis  uuus  est  ...imo  ipsas  etiam  Palatiinuram
  rates  (quarum  Originem  Ipse  A.  Preherus  In  Orig.  Palat.  Cap.  XII.
iguorat  et  bavarica  arma  interpretatar)  in  iasignlie  gostasse,