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Die Mithilse der Orgaue der Ftaatösoritoerwaltung ist auch nach
anderen Richtungen hin angebracht, z. B. bei dem Bezug von
Waldsämereien, Einwirkung auf waldbesitzende Gemeinden und
Korporationen behufs Pflanzenabgabe an Private, Vereinigung
von mehreren Waldbesitzern zu gemeinsamem Handeln usw.
In der letzten Zeit wurden von den größeren deutschen Staatsforftverwaltungen
jährlich viele Millionen P#tensrer an Private abgegeben.
So stellte die Vayerische Stoatsferstverwaltung vom Jahre 1901 ab
alljährlich mindestens 7 Millionen Waldr lanzen für den Verkauf bereit.
Hierzu kommt noch die Produktion der Gemeinden, Stiftungen, Korporationen
und Privaten mit rund 3 Millionen jährlich nach dem gegenwärtigen
Stande der Saatbectanlagen und Pflanzenzucht. Vom Jahre
1901 ab lann hiernach für Niedfrbaßern, mit einer machbatien is -jährlichen
Gesamtprodultion von mindestens 10 Millionen verkäu Baldpflanzen
gerechnet werden. Die reibresilione der lanhwirkschafüliche
Kreigausschu und einzelne Bezirksausschüsse lassen sich die Förderung
e von Saat, und Pflanzgärten ganz besonders angelegen sein.
“ Königliche Staatsministerium des Innern stellte zu diesem Zwecke
Zuschüsse zur Verfügung.
Bon Kreis wegen wurden Saatlämpe zuerst vom Kreise Meschede
in Westfalen eingerichtet. Dort stehen die Kämpe, die durch den ganzen
unmittelbarer Verwaltung des Kreises. Die erforderlichen Grundstück
sind teils gepachtet, teilweise auch kostenlos von den Gemeinden zur Verfügung
gestellt. Der Zweck ist, Fichtenpflanzen heranzuzgiehen und zu
möglichst billigen Preisen an die Waldeigentümer des Kreises abzugeben.
die dadurch angeregt werden sollen, ertraglos liegende Höhen und Oedländereien
aufzuforsten. Die Pflanzen werden in Büscheln zu 2 Stück
zum Preise von 2 Mark für 1000 Stück und — seit dem Jahre 1900 —
auch verschult zum Preise von 5 Mk. für 1000 Stück verkauft. In den
Jahren 1897—1907 wurden an nicht der Mlten Pflanzen 4663 500
Büschel und an verschulten Pllazen 100 Stũck abgegeben. Der
Kreiszuschuß betrug bis dedin? 7820 Mk. — Ss bestehen ferner
im Krrise Brilon. (Nach dem Buche: „Aus der — Tätigkeit der
Hreußischen Kreisverwaltungen.“)
Als Beispiel dafür, wie auch von privater Seite die Beschaffung
guten Pflanzenmaterials gefördert werden kann, sei angeführt, daß der
Veigtlänbische Kreisverein 1899 nahezu 1100 Mk. Beihilse für Privat-=aufforstungen
gewährt hat, die von 70 voigtländischen Kleingrundbesitzern,
darunter 12 landwirtschaftliche Vereine und 23 Gemeinden, zum Ankauf
von Fichten-, Kiefern- und Lärchenpflanzungen verwendet wurden.
b) Ausbildung von geschulten Kulturarbeitern
durch den Staat, die Gemeinden, landwirtschaft.
liche Vereine, Genossenschaften, eventuell Anstellung besonderer
Forstkulturtechniker.
Der Kreis W leistet z. V. jährlich zu r Anlage von Kämpen
sowie zur Heranbildung von Waldkulturarbeitern
6000 Mk.
c) Belohnung undöffentliche Anerkennungen
für gut ausgeführte Kulturen, Prämien für die Wiederaufforstung
wenig fruchtbarer Privatgründe.