Volltext : Blätter für Rechtsanwendung. XLIII. Band. (43)

164  Zu  §.  246  des  RStGB.

nahme  an  der  in  Rede  stehenden  Unterschlagung  durch
thätige  Belhülfe  hiezu  gemäß  §.  49  d.  RStGB.—

Der  Thatbestand  einer  Hehlerei  in  Bezug  auf
Sachen  (Partirerel,  S.  259)  kann  übrigens  uch
mit  jenem  der  Hehlerei  in  Bezug  auf  Personem
(§.258)  konkurriren,  auch  kann  der  Gehülfe,  ebensowie
  der  Anstifter,  durch  spätere  Ansichbringung  der,
vom  Thäter  durch  seine  Uebelthat  erlangten  Sachs
in  realem  Zusammenflusse  sich  auch  noch  einer  Hehlerei
  als  eines  von  jener  Uebelthat  verschiedenen,
an  sich  selbstständigen  Dellktes,  schuldig  machen,
während  solches  auf  Seite  des  Thäters  oder  des
gleichfalls  als  Urheber  der  ganzen  That  anzusehenden
  Mitthäters  nicht  möglich  ist;  allein  alles  Dieses
  setzt  im  Hinblick  auf  die  Sestimmungen  der
§§.  257,  258  u.  259:  „nach  Begehung  eines  Verbrechens
  1.",  „erlangt  sind“  2c.  immer  und  überall,
voraus,  daß  das  Hauptdelikt  bereits  volsstäpdig  e  in
sich.  abgeschlessen  oder  vollendet  sel.

Vgl.  hiezu  noch:  Sander  im  A.  1838,

N.  17,  1839  N.  12;  Bauer:  Abhandlg.  1

S.  464;  Temme:  gerbuch  965;  Holtzendorff's.

  Handb.  d.  d.  StR.  ii  S  422
Urthelle  d.  pr.  Nz  v.  21.  April“  1854,

28.  u.  16.  Febr.  1855,  11.  Febr.  1857
(K.  II  555,  UIl  265,  710,  W271),  v.

17.  Juni  1863  (Opph.  R.  III  502),

24.  Okt.  1867  (Opph.  R.  VIII  636),  3.  Mai

1872  (Stengl.  Ztschr.  XI  327),  9..Okt,

1872  (Goltd.  A.  XX  555);  des  sächs.

O#.  v.  4.  Okt.  1872  (Stengl.  Ztschr.

XII  188).  —
V.  H.-L.  "ö