und Felertage). Der Ab
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s“6s 18 F Vincentius
d#e ————
* Rosenbeim, 21. Jamar.
Die Verhandlungen mit der Ukraine haben
rasch zu einem posinwen Ergebnis gefübrt. WTB.
nerbreitele in den gestrigen
sichende Meldung:
* Brest-Lilowok,
20. 1. Die blsherigen
Amtliches Publikatfions-Organ
Dienstag, 22. Jannar 1918
Dor dem ersten friedensschluh.
PVerfassunggebenden Versammlung. —
Verlladlungen, die zwischen den Delegationen
der Mittelmächte einer'e ts und der der uleai
nischen Bellsrepublik andererseits geführt wor
den sind, haben das Ergebnis gezeitigt, daß
über die Grundlagen eines abzuschließenden
Fiedensvertrages Einigung erziell
worden ist. Mit Feststellung der wesentlichen
(GGrundzüge des
Verhandlungen an einem Punkte augelangt,
der cs den Delegationen zur Rflicht macht, mir
den heimischen verantwortlichen Stellen in
Fühlung zu treten. Alle Delegationen sind
darüber einig, daß die hierdurch neotwendig
werdende Aussetzung der Verhanolungen
so kurz als möglich b.messen sein soll.
Sie haben sich daler zugesagt,
Bresl Z#tow—sk zurüclzukehren und sind entschlof
sen, im Rahmen der ihnen erteilten Ermächti.
gungen den Friedeusvertrag abzuschließen
und zu unteriichnen.
Hiermit ist es zum erstenmale in dirsem
die Welt erschütlernden Kriege gelungen, die
Grundlagen zur Heritellung des Friedenszustandes
zu finden.
Aus dieser Meldung geht mid Ver Deunicchkeit
Lervor, daß an dem Zustandelommen ein:s Friedens
zwischen den Mittelmächten und der Ukraine
nicht mehr zu zveifeln isi. Mit Befriedigung stellt
daher der Bericht fest, „daß es zum ersten Male in
diesem die Welt erschütternden Kriege gelungen
ist, die Grundlagen zur Herstellung des Friedens-#znstandes
zu sinden.“ Wören wir in den 312
Kriegejahren gegen die Wechselfälle des Krieges
nicht allzusehr abgeĩlumpft und von der Schwere
der noch zu lösenden Auigaben nicht so slark
durchdrungen, es wäre dies in der Tat ein Anlaf#
in sreudige Töne auszubrechen. So aber vermag
uns die Kunde ven der Einsicht der Ukrainer
lediglich den befreienden Seufzer entlocken:
endlich einer!
Die Bedeutung eines Friedensschlues mit der
eikrainc soll dabei lei neswegs unterschätzt werden.
Sie wird sich weniger auf militärischem,, als auf
n#rtschaftlichem Gebiet äußern. Die Bol
EXXII Dat nicht umson't ihren Kon
il ktnutbctNadafokalchztbelectqcnmmmt
Die wirtschaftliche Bedeutung der Ulraine für
MWt ist ungeheuer. Sie wird auch füur und
arch sein. Und auch nach einer anderen Seite hin
kemmt dem Einvernehmen der Mittelmächte mit
der Ukraine große Bedeutung zu: sie wird der
balestarrigen ruls. Delegation, an ihrer Spitze
Herrn Trotzli, eine Mahnurg sein, ihr Spiel
zmit dem Feuer in Brest-Litowsk nach Aufnahme
der wieder einmal unterbrechen: n Ver—-landlungen
zu unierlassen. Die Herren lönnten
sonst den Anschluß verpassen, eine Situation, di:
für sie ungleich peinlicher wäre denn für uns. Tine
mit den Mittelmächten geeini te' Ulrain: wäre
bei Fortbestehen des Kriegszustandes mit Nußland
für dieses doch zu mindesl eine sehr unbequeme
Sache.
Leicht war das Verhandeln mit den Ukrainern
stcher nicht. Unsere Delegierten halten es mit
einem knissigen und diplamatisch durchaus nicht
unerfahrenen Gegner zu tun. Weimn eine Eini-As
zustande geiemmen ist, so geschah es eben
weil auf beiden Seiten der gute
Akat vorhanden ist, den man bei den Verhandlungen
mit den Bolschewiki nach den bisberigen
Essahrungen auf per Gegenkeit: füglich bezwejeln
darf.
üunsere Unterhändler darf man z1 dem ll.inen
Lichtblick, den sie in Brell-Litomek der Heimat
geschaffen haben, herzlich beglückwüncchen.
—
Friedensvertrager sind die
sofort nach
vor die Verfassunggebe nde
Die Friedensgrunblagen mit der Ukraine sind gefunden.
Abendstunden nach.
— Die GVerhandlungen
mit Rußland wieder vertagt. — Die Auflösung der
Handgemenge in der französischen
Kammer. — Das österreichische Ministerium zurückgetreten.
Starkes Artilleriefeuer an der Wefstfront.
Die russische Konsliluanke und
ihr Ende.
Am Freitag in in Petersbur die kussische
Koenftituante zufammengetreten, die uber die
lüunftige Staatsform Rußlands Beichluß sassen
sollte. Sie ist nur von kurzer Dauer gewesen.
Nach kaum 1½estündiger Dauer verließen die
Bolschewiki demonftrativ den Saal, nachdem
ihnen über die Art und Weise, wi sie in Brest-Litowst
die Friedensverhandlungen führten, ordentlich
der Tert gelesen werden war. Sie mußten
eben aus eigener Schuld mit leeren Händen
Versammlung ktreten.
Um 4 Uhr morgens eife lote dann die gewaltfame
Auflösung der Konflitnante. Dieser Akt der ae
genwärtigen Machthaber hat für Rußland eine
neue Lage geschaffen, deren Fugen noch nicht
abzusehen sind.
eber die Vorgäude liegen folgende Meldun
gden vor:
Neue rbensame
Win. Petersburg. 13. 1. (Neuter.) Veer
Stunden vor der Eröffnung der Konstituante
griffen maximalistische Truppen eine Prozes
sion des Bundes zur Verteidigung der gesetzgebeuden
Versammlung an und rir ##en die Fahne
herunter. Dem ersten Befe hl zum Feuern wurde
W Maschinengewehre Folge geleistet.
Mehrere Personen wurden c#tötet, unter ihnen
das Mitalied des ausführenden Ausschuises. der
Bauerndeputierte Boganow; viele Personen,
darunter verschiedene Frauen, wurden verwundet.
Eröff nung der verfassunggebenden
Versammlung RNußlands.
WIIB. Aete fßrkura, 18. 1. Um 4 Uhr
nachmittags ist im Taurichen Palast die verfaf.
sunggebende Versammlung von dem Vorsitzenden
des Hauptauoschusses der Arbeiter, Soldatenund
Bauernrate, Südblow, eröffnel worden, der
eine Erllärung de: Hauptausschusses verlas.
Auslösung der Konstituante.
3IA. Petersburg, 19. 1. Nachdem die
Verfassunggebende Versammlung nach 11 #tündiger
Beratung gegen die Erlliärung des ausfüh
renden Zentralauoschusseo abgestimmt ha t,
entfernten sich die Bolschewikli. Die
Verfassunggebende Versammlung worlte nicht die
Art u. Weseblign in derdie Friedensver
landlungen von den Sowjetmitgliedern, die
den Saal verlassen hatten, gesühet würden. Um
4 Uhr morgens wurde die Versammlung von
Matrosen ausgelöst. Hente wird ein Erlaß erscheinen
über die Auslösung der Verfassunggebenden
Versammlung.
Die Friedeusverhandlungen.
* Brest-Zitowsk, 18.
Vertagung der politischen
Kommission.
Die auf zwei Tage unterbrochenen Besprechungen
der Kommission zur Regelung der politischen
und territorialen Fragen wurden heute Vor und
Nachmittag fortgesett.
Herr Trotzki erllärte auf eine Anfrage von
Kühlmanns betreffend die Rüdkehr der aus den
besebzten Gebieten während des Krieges ausge-Jan.
gen als berechtt It betrachten s#i und ob da
erkhlärte. daß für die
wanderten, daß diese Flüchtlinge und Evakuierten
derzeit in Rußland in Landemannschaften zusam.
mengefaßt seien, deren Zentralorgan zweifellos
den deutscherseils ge ewünschlen Nachweis zu lie
sern vermöchte, dah; die beiresfenden Emigranten
ner ihrer Abwanderung in den traglichen Gebi:
ten lebten.
Die Frage. in welcher Weise die Abnimmung
über die staalliche Zulunit derjenigen besethren
Weliete ersolgen soll, denen Rußland das Selbit
I4 timmungrrecht einräumt, wurde von
Trenki dain beantwortet. de d'ie rWische de
lragtion unbedingl an dem beantragten Referen.
dum seühallen musse. wmährend von Kühlmam
Aufrechterhallung der Oro“
nung in diesen Geb#i#en, inhesndere der Ueber#
Zangzzeit sestzuhallen sei.
Veie Vefrich ung des Umfanges der unter Artikel
2 des denisch öfterreichisch ungarischen Ent:
wurses fallenden Gebeet bemerlte Herr
Tronp'ki, daß der Prezeß der Selbubestimmung
der Ukraine noch nicht so weil gediehen sei, um die
Frage der Abgrenzung gegen Rußland und der
neuen Nepull bereile ais durchgeführt gelten zu
lassen.
Ueber das Verbällnie der Kankafus zur Pe
slerskurger Regierung sagte Herr Trotzki im
Laufe der Voimintagb eiprechung, daß die Kau.
kasusarmee in vollem Umfange unter dem Befehl
von dem Rat der Vollekommistare unbedingt
ergebener Vorgesetzten siche.
In Besprechung der Aalandsfrage nurde
von Kühlmann auf deren Bedentlameit fur
Deutschland hingewiesen. Ee gelt: die Lôsung der
Verfrage, ol die finnische Republil auch zur Ver
tretung der die Aalandeinseln beire esenden“ Fraroblem
nach wie vor ven der Pet.#burger Re
gierung behandel! werde.
Ven Kühlmann bezeichnete al# deutschen
Wunsch bei Erneucrung der dierbezuglichen Ver
tragsbestimmungen die Oseeanwohner, insbe
sondere auch Schweden.
Mitunterzeichnung heranzuziehen. Eine An:wort
hicrauf Lehält sich Herr Trotzli vor.
Seitens der Mitlelmächte wurde die in der
Nachmittagssitzung ab gdegebene Erllärung
Herrn Trotzis aus innerpol tischen Gründen bis
auf die Dauer etwa einer Woche nach Petere burg
sich begeben zu müssen werhalb er die Vertagung
der Beratungen der politischen
Kommission bis zum 29. Januar
vorschlägt unter dem Ausdrud der Ho'fnung
zur Kenninis genemmr 0 daß nach Herrn kroß
lis Rückkehr eme velle Emigung erzilt werden
lönnte.
Die Wirtschaftslommission, die
beute nur unverbindlich und veriraur ich ber ie i.
sezte die erste riffzielle Silung aus Sam
tag Vormittag 11 Uhr seit.
Die Lage n Aahland.
Gegen die Maximalisten.
* Basel, 20. 1. Nach Meldung eines schweizerischen
Bureaus berichtet der Korrespondem der
„Daily News“ in Petersburg, daß sich dort eine
antimarimalistische Aewegung vorzubereiten
scheine. Die Krmmission der Belschewiki
für die Sicherheit der Hauptntad: hal eine
Prollamation erlassen, in der sie di: Bevölkerung
zur Ruhe ermahnt und mitteilt, es
Komplotteenkdeckt werden mt dem Zweck,
die Autorität der Sowjct zu brechen. Die Kom.
F### on-., Nolenbelm, München, Kürnberg. Berlln, Bresien, Tatel nito
G6#us der Anzeigen-Annahme 12 Uhr mittags.
Rosenheimer Tagblaktt
Prot.: Vircenlius
Derrn .
,u-Mcs beraiung und
Aeien
2 G###alsige Belttpeile im Angelgentell kollet 13 EI., bie Pelltzelle im Nehllamoeteil 460 —
T #mahme von Anjelgen, ANchlamen und Bellagen erlolgt durch
die Ammoncen- Expedllos
64. Jahrgang
GW
rictte härten am Freitag zur Ausführung gelangen
sollen. Kereneli, Filomeno und
Sawinkom sollen sich an der Spitze der Koemalilhlke
befinden. In der Stadt ist der Belagerunge
zutand verhängt. Die Zugunge 3
risen Palan sind beienk.
zum Tau-Gnie
in Ode
12. unn un
Den bi ern icine ii i:
(11 Odesso zu *5
an it Truppen eine i.ßr.
zannt. Die Ukrainer haben dar
* Gel ände der Rada besebt. Das ürfe:
bat sich auf die ganze Stladt aus bertbenn En 1
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die Sage unverändert.
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Der Krieg zur See.
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Admiralnabtede: Mi##n
Algemelnes vom Krieg.
ungeheuerliche Zkindalsz n#e##in
sfranzösischen Kamur *
* NBern. 1. 1. Wie dus Fv .-nruckucssmetxuc
ul gssk.
muss-jung;-.tcmnct«11en"t.h klscvr o·--bis
zam * unter ungeheurer Bemen.
laufen. Ven der ersten Interpellat
bis zuletzt kam es L andigen zuin
zwischen den Royalisten und d. — #ui u. Ra
den Erllärungen Lenauen lm. 1: ass-Crüti
die Sxz alisien Er murd ce uiin
Deschanel zur Ordnn 1i 1
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daß die der te so nich: net ledaehenlanie: duch
die en igen zenen werde das irarzo i qh Periament
in den Schmu #n 7 zan. Der S ʒalit
Uen: winde wege mhetger? ulf U ggenuliesi
Conti ebenj i zur Ordnung n. Nach
Wi ederherstellung der Ruhe ergriss Pugkieii-D
Conti alermals das Wort. gebrauch’e aber ics’od:
unparlamentarische Aur drücke, di: den Prä#iden--ten
veranlasten, ihn mit der Androk. na dcn
Ausschlusses von Jer parlamentar schen Debae
zurechtzunreisen. Da Pugliefi Conli we brend se i
ner Angriffe gegen Lenguct hierauf nicht einging,
entzeg ilm Deschancl uner Zusummuen; der ur
gebeuren Mehrbeit der Kammer das Worl. Er
hob die Sitzung auf und ordnete die Rämnung
dder Tribünen an. Als Puotiesi Conti unwiliig
von der Rednertribane herabstieg. frür zie lec