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März 7. geleistet haben, befriedigt werden können. Bei den Rechnungen hat
sich Sekretär Dathenus der heilbronner Instruktion zu bedienen ;!
auch sind für die Prüfung der Rechnungen besondere Personen zu
verordnen, um das Hauptwerk nicht aufzuhalten. Etwaige Ausstände
sind zu begleichen. Auch die Obligation der Stadt Nürnberg auf
die dargeliehenen 80,000 fl. muss richtig gemacht werden, um
ungleiche Gedanken bei dieser Stadt zu verhüten; es müssen daber
entweder sämtliche Unierte diese Versicherung auf sich nehmen oder es
sind, wenn es bei der heidelberger Verabschiedung bleiben soll, diejenigen
Stände, „die sich dergestalt verobligieren,, von den überigen schadlos
[zu halten] und in summa dahin zu schen“, dass Nürnberg bei gutem
Willen erhalten wird. Auch muss man sich vergleichen, wie dieses
und das ulmische Anleihen und andere Vorschüsse erstattet werden sollen.
Von den Beschwerden und Mängeln bei der Union überhaupt
und bei dem vorjährigen Kriegszug sollen unsere Gesandten in der
Proposition nichts erwähnen sondern zuwarten, ob von anderer
Seite deswegen Anregung geschieht; alsdann sind, wie zu Heilbronn
geschehen ist, Entschuldigungen vorzubringen.
Der Punkt wegen Bestellung der Aemter muss von den Unierten
persönlich verhandelt werden; diesmal lässt sich höchstens ‚„praeparatorie‘‘
davon reden.
2. Vermehrung der Union. Es ist der Bericht der Stände,
welche Unterhandlungen auf sich genommen haben, anzuhören. Der
abschlägige Bescheid Dänemarks? ist den Städten nur dann mitzuteilen,
wenn man beim 1. Punkt bemerkt, dass sie länger bei der
Union bleiben wollen. Die Verhandlung mit den wetterauschen und
fränkischen Grafen wegen der Zahl der Stimmen ist zwar Kurpfalz
aufgetragen worden; da aber die Erklärungen der Unierten auf die
vorgeschlagenen Mittel beim Direktorium noch nicht alle eingelaufen
sind, so ist bisher nichts geschehen. Sollte zu Schweinfurt auch
wegen der Ritterschaft etwas vorkommen, so soll man sich bemühen,
es mit derselben so weit zu bringen, dass man sich im Notfall eines
Reiterdienstes von ihr zu versehen hätte; sie in die Union aufzunehmen,
hat noch immer seine erheblichen Bedenken.? Von der
“: Briefe und Akten, III. no. 182.
? Die Verhandlung mit Dänemark war Fürst Rudolf von Anhalt-Zerbst
anfgetragen worden, der im November 1610 in Kopenhagen erschien, aber
sich keines Erfolges rühmen konnte; Christian 1V. wandte vornehmlich die
Rücksicht auf den Kaiser und auf England vor, sowie dass einige ihm nahverwandte
Fürsten der Union ferngeblieben seien; die Akten dieser Schickung
liegen in Mb., 119,3, f. 110 ff.
8 Solche Bedenken äussert auch die württembergische Instruktion zum
Unionstag vom 2 ur, es wird dort bemerkt, dass die Ritterschaft viele
Beziehungen zu den Katholischen habe, ihnen mit Lehenspflicht verbunden
sei, die Unterhandlungen weitläufig, die Verschwiegenheit fraglich sein würde;
auch sei die Ritterschaft mit vielen Streitigkeiten beladen (Stg., Unionsacta,
IX., f. 162; Kpt. — f. 177; Or.).