Contents : Neues Preussisches Adels-Lexicon. Dritter Band. I-O. (3)

Kantrzinski  —  Kappaun,  77

Staatsrathe  Sitz  und  Stimme  hatte,  im  Januar  4799.  Vermählt  mit
einer  von  Glasenapp,  hat  er  mehrere  Kinder  hinterlassen.  Kine  seiner
  Töchter  wurde  die  Gemahlin  des  nachmaligen  Staatsraths  Baron  v.
Rediger.  —  In  Preussen  ist  eine  Familie  von  Kannewurff  berütert.
Das  Haupt  derselben,  der  Major  a.  D.  und  Landrath  des  Kreises  Lyck
(Regierungsbezirk  Gumbinnen),  v.  Kannewurff,  starb  am  10.  Juni  1836.
Er  Ninterliess  eine  Wittwe  (Charlotte,  geb.  v.  Pfuel),  einen  Soln,  Rudolph
  (so  viel  uns  bekannt,  der  Letzte  seines  Stammes  in  Preussen)
und  drei  Töchter.

Diese  Familie  führt  in  einem  rothen,  mit  einem  von  der  obern
Techten  zur  untern  linken  Seite  gezogenen  goldenen  Balken  belegten
Schilde  zwei  goldene  sechshlättrige  besamte  Rosen,  von  denen  die
eine  in  dem  obern  linken,  die  andere  in  dem  untern  rechten  Winkel
steht.  Der  Helm  ist  mit  einer  Wulst  belegt,  die  mit  sechs  roth  und
golden  abwecliselnden  Straussfedern  geschmückt  ist.  Die  klelindecken
gold  und  rotlı.

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Kantrzinski,  die  Herren  von.

Arıs  dieser  polnischen  und  westpreussischen  adeligen  Familie  stand
ein  Mitglied,  der  Hauptmann  v.  Kantrzinski,  im  2.  Garderegiment.  Er
erwarb  sich  bei  Lüneburg  das  eiserne  Kreuz,  und  starb  als  Major  im
Pensionsstande  am  1.  Septbr.  1833  zu  Berlin.

Kaphengst,  die  Herren  von.

Die  Familie  von  Kaphengst  gehört  dem  Adel  der  Priegnitz  an.
Gulitz  und  Breesche,  zwischen  Perleberg  und  Puttlitz,  sind  alte  von
Kaplhengstsche  Güter.  Ein  Zweig  hat  sich  auch  in  der  Neumark  niedergelassen,
  ein  anderer  in  Ponımern,  Dem  ersteren  gehörte  der  Oberst
im  Husarenregimente  Schimmelpfennig  von  d.  Oye  und  Ritter  des  Verdienstordens
  von  Kaphengst,  dem  andern  der  Oberstlieutenant  im  Leib-Carahbinier-
  Regiment  und  Ritter  des  Verdienstordens  von  Kaphengst
an,  der  Erstere  ist  im  Jalıre  1824,  der  Letztere  ıın  Jahre  1818  gestorben,
  Die  Söline  derselben  dienen  gegenwärtig  in  der  Armee,  nainentlich
  der  Major  v.  Kaphengst  im  Gardehusuren  -Regiment,  Ritter
verschiedener  Orden,  auch  des  eisernen  Kreuzes  (erworben  1813  bei
Görlitz),  und  der  Major  v.  Kaphengst,  aggregirt  dem  3.  Uhlanen-Regiment
  u.  Ss.  W,

Kappaun  (Kaphaun),  die  Freiherren  von.

Es  schrieben  sich  diese  Freiherren  Kappann  v,  Schwogkow  oder
Schwogkau.  Des  im  30jährigen  Kriege  oft  vorkommenden  kais,  Obersten
  Kappaun  v.  Schwogkau  Sölne  liessen  sich  in  Schlesien  nieder,  wo
einer  die  jetzt  v.  Sauerma’schen,  Schrebsdorfer  Güter  bei  Frankenstein
  besass..  Unter  den  Vorfahren  dieses  Geschlechtes  ist  Jaroslaw
v.  Kappaun  sehr  bekannt  geworden,  er  rettete  1355  den  Kaiser  Karl  IV.
aus  den  Händen  der  ilın  umringenden  Pisaner.  Uebrigens  war  1160
schon  Johannes  de  Kapaun  des  Königs  Wladislaws  oberster  Landrichter
  im  Königreiche  Buhmen.  Aus  Schlesien  ist  die  Familie  längst  verschwunden,
  aber  noch  vor  wenigen  Jahren  stand  ein  Freiherr  v.  Kapaun
  als  KEscadronchel  in  dem  österr.  Chevaux-legers-Regiment  Daron
  v.  Vincent,