Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 1; Jahrgang 1891. (1)

Facultativ

wollt].  S.  11,  77;  32,  424  2c.;  F-6-Assessor;
.Beschluß;-Dekan;-Erkenntnis;  =  Gelehrsamkeit,
  =  Gelehrter;  Der  Fischer  sagt  uns
Sachen,  die  man  bei  all'  den  großen  F-#-Perücken
nicht  zu  hören  bekommt.  Bahrd!  1,  258;  F—s-Wissenschaften
  2c.  —  3)  (Math.)  Die  Faktorielle
(s.  d.),  deren  Basis  u.  Differenz  1  u.  deren  Exponent
nm  ist,  heißt  rie  nte  F.  u.  wird  kurch  n!  bezeichnet,  vgl.
Ohm  Spst.  2,  17  2c.  atio,  a.:  wozu  Einem  die
Möglichk.  gegeben  ist,  ohne  daß  aber  ein  Zwang
dazu  obwaltet;  in  das  Belieben  od.  frei  gestellt:
Das  Ministerium  hatte  die  Ausdehnung  der  obligatorischen
  Punzierung  vorgeschlagen,  die  Kammer
dem  Spstem  der  f—en  Punzierung  den  Vorzug  gegeben.
Uat  3.  21,  37;  Der  Uhnterricht  im  Französischen  ist  f.,
nicht  obligatorisch  2c.  iftl,  m.,  -en,  —s;  —en:  Fakultätsgelehrter.
  —  Facünd  (lat.),  a.:  beredt.  -ia,
f.  [8  24,  11;  -ität,  f.;  0:  Beredtsamk.,  Wohlredenheit,
  Rednergabe.

Fäl  (pers.),  u.,  —s;  —§#:  Buch-Orakel.  .  Die
überall  herkömml.  Orakelfrage  an  irgend  ein  bedeutendes
Vuch,  zw.  dessen  Blälter  man  eine  Nadel  versenkt.
Im  Orient  finden  wir  diese  Sitte  gleichfalls  in  Ubung,
sie  wird  F.  genannt.  G.  4,  240.  —  Lalak  (türk.),
ah,  n.,  —#;  —#:  das  Holz  zum  Festschnüren  Derer,
die  die  Bastonade  empfangen,  —  u.:  Bastonade,
s.  Phalange.  —  Fäland:  s.  Voland.  —  Falärica,
f.  [8  24,  11):  Art  Brandgeschoß  der  Alten.  —
LFalb-ala  (it.  2c.),  f.;  —#;  m.,  n.,  —6;  —:  gefältelte
  Streifen  od.  Banden  Zeug  2c.  auf  Frauenkleider,
  Vorhänge  2c.  aufgesetzt,  Faltensaum:  Wir
hatten  keine  F-s  zu  zerreißen.  G.  34,  215;  Mit  breiter
  F.  Goner  1,  40;  Mit  einem  weißatlasnen  Rock,  der
ein  Flor-F.  hat,  das  2c.  Bahel  1,  94  2c.  Jel,  f.;
—  :  Falbala:  Eine  in  viele  Fälichen  zierl.  gelegte
Schlerpe  od.  F.  Böniger  Sab.  360;  Die  goldene  Rock-F.
  360;  Ein  kurzes  Röckchen  mit  einer  F.  G.  21,
269;  Eine  Stola,  unten  mit  einer  dunkleren,  reichgestickten
  Falbel  (instita)  geschmückt.  Guhl  2,  233;  Die
Fälbelchen  u.  Falten.  BRücherl  6,  91;  Weiss  Kost.  1,
973  ;  w.  15,  9  2c.  —  Faleidisch  (lat.),  a.:  Das
e  Gesetz  léK  Falcidia),  auf  Antrag  des  Volkstribuns
  Falcidius  (40  vor  Chr.)  erlassen,  wonach
dem  Erben  mindestens  ½  des  Nachlasses  (rie  f-de
Quart,  quärta  Falcidia)  gebührt,  also  höchs#ens
3¾  auf  Legate  kommen  dürfen.  —  Pale-ifer
(lat.),  m.  I§  24,  2,  iferi):  Sichelträger.  -iförm,
a.:  sichelförmig  gekrümmt  (vgl.  Falr;  Falkare;  Falk,
als  der  Vogel  mit  krummem  Schnabel  u.  Klauen).
—  Taldage:  s.  Foldage.  —  Faldett-a  (it.),  k.;
ee:  Die  F.  ist  ein  langes  Gewand  lder  Korsinnenl,  meist
v.  schwarzer  Farbe,  dessen  hinteres  Ende  über  den  Kopf
geworfen  wird.  Gregorovius  Kors.  1,  236;  259  2c.  —
Zaldfee:  s.  Foldfee.  —  Falding  (engl.  fälring),
u.,  —;  —#:  Art  grobes  Tuch.  —  Faldistöri-um
(mlat.),  n.,  —;  zen  [824,  2,  n.]:  Klappstuhl,  —
bes.:  Bischofssessel  der  röm.  Kirche.  weils  Kost.  2,
132;  796  (vgl.  Fautenil).  —  Falehäjuh,  m.,  ;
—3:  ein  Singvogel  in  Neu-Südwallis  2c.,  Certhia
carunculäta.  Ohen  7,  195.  —  Falérner,  m.,  „6;
uv.  :  F.,  F.()  Wein,  berühmter  Wein  bei  den  Alten

PFalso  373
(nach  seiner  Heimat  in  Kampanien).  platen  2,  205.
—  Fali-e  (türk.),  n.,  —s;  —6:  Zündloch.  Hammer
10,  317.  éT  schi,  m.,  —s;  —#:  Zündlochbohrer.
cebd.  —  Falk-ade  (it.  2c.),  f.;  —n  :  Sprung  eines
Pferds  mit  gekrümmten  Hinterbeinen  (s.  faleiform).
une,  f.;  —n:  Art  Geschütz,  s.  Falkonze,  ett.
enter,  m.,  —e)s;  —e;  -enterer,  m.,  —;  uv.:
Falkner,  Einer,  der  die  Falken  zur  Beize  abrichtet.
-ieren,  intr.  (haben):  eine  Falkade  machen.  -ôönc,
m.,  —6;  —:  Falkaune.  -onarius,  m.  [824,  21:
Falkenier.  -oner#c,  f.  -(e)n:  Falknerei.  onéttt):
1)  n.,  —e)s;  —e:  kleine  Falkaune:  Dich  stört  kein
Schwedenjagen,  .  kein  krachend  F.  Freiligrah  SW.
1,  451  2c.,  vgl.:  Anstatt  der  Stück,  so  die  Alten  im
Brauch  gehabt,  macht  man  setzunder  [(1641)  Großfalken,
  Falken  u.  Falkinetten.  Garzoni  6  573  2c.;
Falke  netten.  Fleming  203;  584.  —  2)  m.:  Eigenn.,
z.  B.  eines  Bankiers  in  Neapel  (1  1837)  u.  danach:
  F—á,  pl.:  neapolitanische  Staatspapiere
(Certifikate).  —  Halläeia  (lat.),  f.  [8  21,  11:
Täuschung,  Trug:  F.  öptica,  Augentäuschung.
—ös,  à.:  täuschend,  trügerisch.  —  Fallärira  (lat.),
f.  [8  24,  1):  Art  Wurfspeer.  weiss  Kost.  1,  683.
—  Fall-ibel  (it.),  a.:  der  Täuschung,  dem  Irrthum
  unterworfen  (frz.  faillible).  ibilität,  f.;
0:  das  Fallibel-Sein,  Fehlbarkeit  (frz.  faillibilité).
Keren,  intr.  (haben):  (kaufm.)  zahlungsunfähig,
bankerott  werden  —  nam.:  unverschuldet  ((s.
Encykl.  f.  Kaufl.  335a),  umwerfen  (frz.  faillièren).
Timent,  u.,  -(e)s;  —#e:  das  Fallieren,  der  Bankerott;
  auch:  Auf  das  große  F.  [Fehlschlagen]  des  letzten
  Versuches  hin.  Fallmerayer  Gs  W.  2,  492  r2c.;  auch:
F-o,  MzZ.:  F-i  (vralt.:  Falle  ment.  Fischact  Garg.
54b)  u.  m.  frz.  Endung  u.  Ausspr.:  Fallissement
  [ängl,  n.,  —;  —§,  z.  B.:  26  Fallissements,
meist  in  förma  päüperis.  Hai3.  20,  507  2c.,  vgl.
(scz.)  Faillite  (faljirl,  f.;  +—.  -it,  m.,  en,
(s);  —en:  Einer  der  falliert,  auch  adjektiv:  Ein
f—er  Kaufmann;  Einstellung  F-er  im  Aktirbürgerrecht.
Vat  3.  21,  277  2c.,  frz.  Faillit  (falsl,  m.,  —#6;  —S.
Sôr:  ich  trüge,  täusche  mich:  Ni  f.,  wenn  ich  mich
nicht  irre  2c.  —  Fallopisch,  a.:  nach  dem  Anatomen
  Gabriel  Fallöpia  (1  1562)  benannt,  z.  B.:
Der  s-e  Gang  od.  die  f—e  Wasserleitung  im  Schläfenbein
  (Fallõpii  canälis);  Das  f—e  Leistenband  (Fallõpii
ligaméntum);  Die  f-en  Röhren  (Fallõpii  tũbæ),
Muttertrompete  2c.  —  PFalquteren  (frz.  falt-),  s.
falkieren.  —  Falf-är  (lat.),  m.,  —e);  -e,  —en:
Fälscher,  nam.  v.  Schriften,  Urkunden  2c.  (vgl.
Aulterätor).  G.  6,  169;  F-ien.  Gutzkow  Z.  5,  329  r2c.,
oft:  F-ius  [§  21,  21,  z.  B.  Kog.  d.  Austb.  36,
60  ba;  Na#3.  20,  439  kc.  (frz.  faussaire).  akliön,
f.;  -en:  Fälschung.  ett,  n.,  —e)s;  -#e:  Kopfstimme
  (frz.  fausset):  F.-  (od.  Fistel-)  Sänger;
Stimme  2c.  eitist,  m.—en,  —;  —en:  Falsettsänger.
i:  s.  Falsum.  eisieseren)  tr.:  (ver)faͤlschen.
ifikat,  n.,  —e)s;  —e:  ekwas  Gefälschtes.  Aeißner  N.
1,  49.  Tifikation,  f.;  —en:  Fälschung.  -ificätor,
m.,  S;  ören  (§  24,  3,  öris):  Fälscher.  -ilöquinm,
n.,  -6;  ken  [8  24,  2,  n.]):  Lüge.  imönia,  f.
[§  24,  1);  -imonf,  f.;  -(e)n;  -itäl,  f.;  -en: