Full text : Zentralblatt für das Deutsche Reich. Sechsundvierzigster Jahrgang. 1918. (46)

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14.  Dem  8  21  ist  folgender  Abs.  2  hinzuzufügen:

(„)  Sollen  von  einer  in  Tarifnummer  1  Aa  oder  d  aufgeführten  inländischen  Gesellschaft
Genußscheine  der  unter  Tarifnummer  3b  bezeichneten  Art  ausgegeben  werden,  so  hat  die  Gesellschaft
  der  Steuerstelle  in  der  Anmeldung  (Muster  3)  oder  in  einer  dieser  anzuschließenden
besonderen  Erklärung  auch  den  Wert  der  etwaigen  Gegenleistung  anzumelden  sowie  alle  auf
die  Ausgabe  der  Genußscheine  Bezug  habenden  Urkunden  und  Beweisstücke  vorzulegen.

15.  Im  §  28  ist  statt  „in  den  Tarifnummern  1  unter  C  bis  3“  zu  setzen  „in  der  Tarifnummer
  10,  Tarifnummer  2“.  Das  Wort  „Interimsscheine“  ist  durch  das  Wort  „Zwischenscheine“
  zu  ersetzen.

16.  Vor  8  30  ist  die  Uberschrift,  wie  folgt,  zu  fassen:  „Zu  den  Bemerkungen  in  Spalte  4
Abs.  2  bei  Tarifnummer  10  und  bei  Tarifnummer  2  zum  Zusatz  2°“",.  In  den  §§.  30,  31  ist  das
Wort  „Interimsscheine“  durch  das  Wort  „Zwischenscheine“  zu  ersetzen.

17.  Hinter  3&  32  ist  einzuschalten:

Zu  Tarifnummer  2  Zusatz  3.
32.

(1)  Im  Falle  des  Zusatzes  3  zur  Tarifnummer  2  hat  der  Schuldner  spätestens  binnen  zwei  7  a.  Verstenerung
Wochen  nach  Eingehung  des  Schuldverhältnisses  der  zur  Abstemplung  inländischer  Schuld-  von  Sorens
verschreibungen  für  seinen  Wohnsitz  zuständigen  Steuerstelle  eine  unter  Orts=  und  Zeitangabe  sorderung
von  ihm  unterzeichnete  und  alle  zur  Festsetzung  der  Abgabe  erforderlichen  Angaben,  insbesondere
über  die  Höhe  der  Schuld,  Art  und  Nennbetrag  der  dafür  gegebenenfalls  auszuhändigenden  Wertpapiere
  enthaltende  Anmeldung  nach  Muster  43  in  doppelter  Ausfertigung  einzureichen.  Nach  Musn,
Prüfung  der  Anmeldung  setzt  die  Steuerstelle  den  Abgabebetrag  in  beiden  Ausfertigungen  der  An-  ******
meldung  nach  dem  Abgabensatze,  der  den  auszuhändigenden  Wertpapieren  entspricht,  fest  und  zieht
ihn  ein.  Eine  Ausfertigung  mit  Quittung  über  den  Empfang  der  gezahlten  Abgabe  ist  dem  Anmelder
  zurückzugeben.

(2)  Wird  bei  Aushändigung  der  an  Stelle  der  Schuld  tretenden  Schuldverschreibungen
Anrechnung  des  versteuerten  Betrags  der  Schuld  verlangt,  so  ist  dies  in  der  Anmeldung  zur
Abstemplung  der  auszuhändigenden  Wertpapiere  (Muster  3)  zu  beantragen.  Mit  diesem  Antrag
ist  bei  Schuldbucheintragungen  eine  Abschrift  des  Antrags  des  Gläubigers  auf  Ausreichung
der  Schuld=  oder  Rentenverschreibungen  gegen  Löschung  der  eingetragenen  Forderung  vorzulegen
  und  die  Versteuerung  der  Schuld  durch  Vorlegung  der  nach  Abs.  1  behändigten  Ausfertigung
der  mit  Steuerfestsetzung  und  Quittung  versehenen  Anmeldung  nachzuweisen.  Die  abstempelnde
Steuerstelle  hat  im  Falle  der  Anrechnung  auf  der  vorgelegten  Quittung  vor  deren  Rückgabe
zu  bescheinigen,  in  welcher  Höhe  der  versteuerte  Betrag  der  Schuld  auf  den  Betrag  von  Schuldverschreibungen
  angerechnet  ist.  Binnen  einer  im  Bedarfsfall  von  der  Steuerstelle  zu  verlängernden
  Frist  von  vier  Wochen  nach  der  steuerfreien  Abstemplung  der  Wertpapiere  hat  der
Schuldner  der  Steuerstelle  schriftlich  anzuzeigen,  daß  der  den  ausgehändigten  Wertpapieren
entsprechende  Schuldbetrag  von  dem  Konto  abgeschrieben  ist.  Die  Steuerstelle  ist  berechtigt,
die  Berichtigung  des  Kontos  nachzuprüfen  oder  die  Nachprüfung  durch  den  Stempelprüfungsbeamten
  herbeizuführen.

(3)  Wird  eine  Schuld=  oder  Rentenverschreibung  in  eine  Buchschuld  umgewandelt,  so  sind
auf  die  Anrechnung  des  nachweislich  versteuerten  Betrags  dieser  Verschreibung  auf  den  Betrag
der  zu  versteuernden  Buchschuld  die  55  30,  31  entsprechend  anzuwenden.

18.  Imz  33  Abs.  1  und  in  Abs.  2  und  5  daselost  ist  überall  statt  „1909“  zu  setzen  „1918“  und
statt  „Interimsscheine“  „Zwischenscheine“  und  im  Abs.  1  hinter  dem  Worte  „Art“  einzuschalten:
„und  für  die  vor  diesem  Zeitpunkt  auf  Anteilscheine  gewerkschaftlich  betriebener  Bergwerke
ausgeschriebenen  Einzahlungen“.

im  §5  35  Abs.  5  ist  hinter  Satz  4  einzuschieben:  „Die  Abstemplung  hat,  soweit  der
Nennbetrag  der  eingeführten  Papiere  den  in  der  Bescheinigung  angegebenen  Neunbetrag  nicht
übersteigt,  auch  dann  steuerfrei  zu  erfolgen,  wenn  seit  Erteilung  der  Bescheinigung  eine  Anderung
  des  gesetzlichen  Steuersatzes  eingetreten  ist.“