Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Aummer  687

den  bisherigen  Erfahrungen  des  Krieges  vorzüglich
  bewährt  haben.  Die  hervorragende  Leislungsfähigkeit
  der  dentschen  Waffenindustrie,
führt  das  Blatl  aus,  die  nicht  nur  imstande
ist,  für  den  ungeheuren  Bedarf  des  eigenen
Landes  zu  sorgen,  sondern  auch  noch  die  Möglichkeit
  besitzt,  schwere  Arikllerie  ins  neutrale
Ausland  zu  liefern,  komml  hierbei  deutlich  zum
Ausdruck.  (3.)

Asquith-s  Antwort.

London,  11.  April.  Premierminister
quith  sagte  zu  einer  hierher  gekommenen  Abordnung
  französischer  Parlamentarier  unter  Bezugnahme
  auf  die  Erllärungen  des  deutschen
Reichskanzlers:  Deuischland  wollte,  daß  wir
die  Nolle  des  geschlagenen  Feindes  übernehmen.
Aber  wir  sind  nicht  gesctlagen  und  werden  nicht
geschlagen  werden.  Unsere  Friedeneredingungen
  sind  dieselben.  fur.  die  wir  die  Wassen  er#r
grifsen  hadrn.  Das  Jiel  der  Alliierten  ist  ein
völlerrechtliches  System,  uelches  allen
sierten  Staalen  gleiche  Rechle  sichern  soll.  Der
Militärkaste  dari  es  nicht  mehr  erlaubt  rerden,
bei  der  Lösung  internationaler  Fragen  mitzuwirlen.
  (3.)  Die  englischen  Sprüche  sind
die  gleichen  geblieben,  die  deutsche  Tat  wird
darauf  folgen.

iir  L

„Eine  unmenschliche  Gemeinheit“.

Amsterdam,  11.  April.  Der  frühere  holländische
  Ministerpräsident“  Dr.  Kuyper  schreibt
im  „Standar  „Das  Sysiem,  Mitteleuropa
durch  Aushungerung  zur  Aufgabe  seiner  Existenz
zu  zwingen,  scheint  nun  von  der  Gegenpartei
ohne  Gewissensbisse  angewendet  su  werden,  und
was  noch  merkwürdiger  berührt,  ist,  daß  sich  in
ganz  Europa  gegen  diesen  Plan  tein  Gewissensschrei
  erhebt,  vielmeler  scheint  es,  als  ob  man
ein  solches  Miltel  gegen  Kriegführende  erlaubt
finde.  Und  doch  darf  unser  Protest  gegen  diesen
teuflischen  Plan  auch  nicht  einen  Angenbilick
erlahmen.  Man  berutt  sich  zur  Verteidigung
dieses  Systems  auf  die  Belagerung  einer  Festung,
  welche  man  ebenso  durch  Aushungerung
eur  Uebergabe  zwingt,  und  man  weist  dabei
gar  auf  die  Belagerung  Jerusalems  im  Jahre

*70  hin,  doch  dieser  Vergleich  läßt  sich  nicht
durchführen,  wo,  nmie  Lier,  von  der  Aushungerung
  eines  ganzen  Voller  von  siebzig  Millionen
  die  Nede  i#l.  Ein  solch  großes  Volk  kann
nicht  das  Land  verlaffen.  Es  muß  bleiben,  mwo
es  ist,  und  gerade  derhalb  ist  das  bhier  angewandte
  Aushungerungesyftem  eine  unmenschliche
  Gemeinheit,  welche  unter  Christen  nicht
geduldet  werden  darf.“  (Z.,;  Er  ist  nun  nicht
mehr  daran  zu  zueifeln,  daß  dad  Hauptergebnis
  der  Pariser  Konferenz  der  Beschluß  war,
den  Aushungerungskrieg  gegen  Deusschland,
unter  Einbeziehung  der  Neutralen  in  den
Blockadeversuch,  jetzt  rücksichtelos  durchzuführen.
Man  will  eben  das,  was  man  militärisch  nicht
erreicht  hat,  durch  wirtschaftliche  Zwangsmaß-=nahmen
  durcheehen.

#
1
England.
Die  Wirkung  ber  Zeppelin-Angri'fe
  auf  England.

Bern.  11.  April.  dar  Berner  „Intelli
genzblatt“  erfährt  von  rerlählicher  Inelle  über
die  wahre  Wirkung  der  Vevpelinangrife  auf
England:  Die  Angriffe  richteten  furchtbare
Zerstörungen  an.  Ganze  Häuserblocks  sind  zusamnengesturzt.

  die  Wut  der  Bevölkerung  int
unbeschreiblick.  zriel  ern  fahlt  man  in  Lonon,

  daß  England  sich  in  Kriege  befindet.  Die

Rüstungen  jeder  Art  ng  einen  immer  größeren
  Umiang  an.  isher  überschritien  oie
S  h,  ansprüche  19  Mill.  Ercs.

Der  Soßhn  des  muionãrs.

Romen  von  Florence  Ward
—miseeesZ

20
Dann  schlũdke  sie  ln  den  Garlenlalon  zurũck,  überzeugle  sich
durch  einen  raschen  Blick  in  den  anstoßenden
Raum,  daß  die  Gesei  ichaft  dort  noch  immer
bei  ihrer  Whif  stpart  ie  saß,  und  eilte  anf  den
Fußspitzen  die  Treppe  c  or,  um  geräuschlos
die  unverschloisene  Tür  ihren  Zimmers  zu  öffnen.
Was  sie  vermmer  hatte.  erwies  sich  als  zu.
trefsend.  Die  hubiche  C#r,  Mabels  französische
Kammerzoie,  knieic  auf  dem  Boden,  den  sie
beim  Licht  einer  Kerie  ageiucht  zu  haben
schien,  und  obwohl  sie  eriichtliah)  zusammenschrak,
  als  Herla  sie  bei  en  anrief,
ließ  doch  das  borhaft  irium  ächeln,
das  gleich  darauf  um  ihre  IS#  *  ie  der
Gesellschafterin  kaum  einen  Zweifel,  daß  dicse
Nachforschung  nicht  ganz  ohne  Ergebnis  geblieben
  sei.
„Was  tun  Sie  da,  Cacile?"  fragte  sie  streng.
„Und  %%  haben  Sie  überhoupt  in  meiner  Siube

zu  sch  2“

Me'  mit  der  Geistesgegenwart  einer  Person,
die  nicht  zum  ersten  Mal  beim  Lanschen  und
Spionieren  ertappt  wird,  war  die  Zose  bereits
ihrer  Verwirrung  Meister  gemorden.  Ohne
jedes  Anzelchen  von  Verlegendeit  oder  Schuldbewußtsein
  erhob  sie  sich  aus  ihrer  knieenden
Stellung.

s  Zimmermädchen  ist  nicht  ganz  wohl,
und  rz“!  habe  statt  ibrer  wier  suigerauan.  sagte
bi  schnippisch.  „Aber  ich  bin  schon  feruh  und

brauche  dem  Fräulein  3½#  länger  lästig  zu
fallen.  —  Gute  Nacht!"“

   

 

  

 

 

 

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Irland  im  Belagerungszustand.

Zürich,  11.  April.  Nach  Meldungen  schweierischer
  Blätter  aus  London  ist  der  Belagerungszustand
  am  8.  April  auf  ganz  Irland
ausgedehnt  worden.  Seit  zehn  Tagen  sind  noch
Berichten  holländischer  Blätter  keine  Zeitungen
aus  Irland  auf  dem  Kontinent  mehr  eingegangen.
  Auch  die  englischen  Zeitungen  enthalten
leine  Berichte  aus  Irland.  Die  Rubriken  über
IJriand  weisen  täglich  umfangreiche  Leerstellen
auf.  (3.)

s

MMMM
Feindliche  Schiffsverluste.

Berlin,  11.  April.  Nach  den  bis  heute
morgen  eingelaufenen  Nachrichten  sind  seit  dem
1.  April  über  80000  Tonnen  feindliche  Handelsschisfe
  versentt  worden.  Im  Laufe  des  Januar
  dieses  Jahres  sind  rund  20  000  Tomen,
im  Februar  rund  40  000  Tonnen  feindlichen
Schisferaumes.  vernichtet  vorden.  Im  Laufe

s  Monats  Mätz  sind  etwa  50  feindliche  Handersschlen
  mit  rund  100  000  Tonnen  (davon
etma  75  0600  Tonnen  durch  Unterseeboote)  versenl!
  worden.  Dazu  kommen  noch  zwei  Hilfskreuzer
  von  zusammen  18.000  Tonnen.  (.3.),

Die  deutschen  Schiffe  in  neutralen
äfen.

London,  11.  April.  Unterhaus.  Haslam
fragte,  ob  die  Regierung  angesichts  der  fortnährenden
  Zerstörung  von  Handels-  und  Passagierschiffen
  ohne  Warnung  durch  den  Feind
und  der  Vernichtung  von  neutralen  Schiffen  ernägen
  wolle,  ob  es  nicht  angezeigt  sei,  den  neutralen
  Regierungen  den  Vorschlag  zu  machen,
den  Verlust  an  Tonnage  durch  die  Verwendung
seindlicher  Schiffe  wett  zu  machen,  die  in  neutralen
  Häfen  interniert  sind.  Lord  Robert  Ceril
erwiderte,  die  britische  Regierung  erwäge  die
Frage  über  die  Indienststellung  feindlicher  in
neutralen  Häfen  liegender  Schiffe,  sie  müsse
aber  in  erster  Linie  von  den  neutralen  Regierungen
  selbst  entschieden  werden.  Bei  ihrer  Entscheidungen
  wurden  die  neutralen  Regierungen
zweifellos  den  Umstand  in  Betracht  ziehen,

Sie  schlüpfte  behend  hinaus,  wic  um  damit
jedem  weiteren  Verhör  zu  entgehen.  Herta  aber,
die  ihre  Knie  zittern  kublte,  lies,  sich  schweren
Herzens  in  einen  Stuhl  sallen.  enn  ein
sicheres  Porgefuhl  sagte  ihr,  daß  neue  und
hertere  Prüfungen  ihrer  harrte

nd  sie  brauchte  auf  die  cberorucchm
ihrer  Vesorgnisse  nicht  lange  zu  wanen

7.  Kapitel.

Ungefähr  zehn  Minuten,  nochdem  Lerta  uhr
Zimmer  betreten  haue,  wurde  an  die  Tür  desselben
  geklopit,  und  das  aus  Berlin  Mingbrachte
Zimmermädchen,  mit  dessen  angeblichem  Unwohlsein
  Ccile  ihre  Auwesendeet  hatte  erklären
wollen,  trat  über  die  S

„Die  gnädige  Fran  W—i  das  Fraulein
bitten,  sochech  in  4%%  Speise  zimmer  hinunteru?ommen.
  —  dige  Frau  haben  in  dringener
  Angelegenheit  mi  dem  Fräulein  zu  sprechen.“

Müde,  mit  langlamen.  automatenhaften  Bewegungen,
  stand  die  junge  Gesellschatterin  auf,
um  dem  De  seyl  Folye  zu  leisten.  Sie  aynte,
was  ihr  bevorftand,  und  sie  wußte,  daß  es  kem
Entrinnen  gab  vor  dieser  Gefahr.  Aber  was
auch  immer  ihr  die  nächste  Skunde  bringen
mochte,  darüber,  daß  sie  in  *  Vorense  standhaft
  und  tapfer  bleiben  müsse,  war  fie  sich  vollkommen
  llar.  Und  das  Bewußtsein,  daß  es
in  eer.  Hinsicht  keine  Wahl  und  keine  Ungewißheit
  für  sie  gab,  verlleh  r  lrotz  ihrer  korperlichen
  und  seelischen  Erschöpfung  die  Kraft,  mit
lcheinbarer  äuherer  welasionhenen  ber  Fraugegenüberzutreten,

  von  der  sie  weder  Etbarmen  noch
Schonung  zu  erhoffen  hatte

rau  Hermann  saß  an  dem  großen  runden

Tisch  im  Speisezimmer.  Sie  war  ollein,  und

 

daß  die  Vernichtung  von  nis  de  durch
eine  Verringerung  der  Weltto
del  der  Neutralen  nicht  weniger  Fen.  als
den  der  Kriegführenden.

Neue  deutsche  U-Boote.

Bern,  11.  April.  Nach  dem  „Temps"  laujen
  verschiedentlich  Gerüchte  um,  nach  denen  es
den  Deutschen  gelungen  sei,  Unterseeboote  ohne
Periskop  zu  erbauen.  Hierzu  ist  zu  bemerken,
daß  bei  zahlreichen  Torpedierungen  in  der  letzten
  Zeit  man  wohl  den  Schaumstreifen  des
Torpedos,  aber  kein  Periskop  des  angreifenden
Unterseebootes  sah.  Daß  diese  Gerüchte  nicht
bloß  eine  Vermutung  sind,  beweist  ein  marinetechnischer
  Aufsatz  in  der  holländischen  Zeitschrift
  „Landstorm“,  der  von  solchen  Bauten
spricht.  Eine  sinnreiche  Anbringung  von  Linsen
  und  Spiegeln  am  Schiffskbrper  erlaube
dem  Kommandanten,  die  notwendigen  Beobachtungen
  zu  machen,  um  sein  Tauchboot  zu
steuern.  Zmar  müßten  solche  Tauchboote  sich
mehr  an  der  Oberfläche  aufhalten,  doch  werde
dies  durch  den  Vorteil  aufgewogen,  daß  sie
durch  das  Fehlen  eines  Periskop=  nicht  die
Aufmerksamkeit  begegnender  Schiffe  auf  sich
zögen.

Versenkt.

London,  10.  April.  Noyds  meldet  aus
Cardiff:  Der  schwedische  Dampfer  „Libra“  hat
den  Kapitän  und  die  Bemannung  de  norwegi--schen
  Lampsers  „Snolyst“  ans  Land  gebracht,
der  25  Meilen  nördlich  von  Quessant  von  einem
deulschen  Unterseeboot  versenkt  wurde.  Lloyds
meldet  weiter,  daß  der  spanische  Dampfer
„Santanderino“  torpediert  und  versenli  worden
  sei.  Von  der  Mannschaft  habe  man  keine
Nachricht.  Nach  einer  weiteren  Lloydsmeldung
wurde  der  englische  Dampfer  „Marvam  Abbey“
versenkt;  die  Besatzung  ist  gerettet.

Paris,  11.  Avril.  Ein  englischer  Dampfer
brachte  die  Besatzung  des  deutschen  Dompfers
„Caledonia"  nach  Marseille.  Der  dänische
Dampfer  ist  im  Mittelmeer  von  einem  österihre
  von  Brillanten  funkelnde,  bnochige  Hand
ruhte  auf  einem  vor  ihr  li  welßen
Blatte,  wie  wenn  sie  astlichV  “  müsse,  was
sich  unter  diesem  Blatte  verb

Mit  einer  gebeterischene  e  deutete  sie
auf  den  Stuhl  an  ihrer

Setzen  Sie  sich.  Fräulein!  —  Ich  habe  mit
Ihnen  zu  reden.  Sie  wissen,  im  welcher  Angelegenheit
  7?“

„Nein,  Fra,  Hermann  —  ich  ahne  es  nicht.  *

Mabei  erhob  ihre  Hand  und  entsernte  das
Blatl,  unter  dem  jetzt  ein  zweites  zum  Vorschein
kam.  Ein  paar  Krumen  bröckeliger  Erde  und
Stäcke  von  grünen  Baumblättern  waren  es,
die  sich  von  der  weißen  Unterlage  abhoben.

„  Zleie  Dinge  hier  wurden  heute  abenb
auf  dem  Teppich  Ihres  Schlafzimmers  zwischen
dem  Fenster  und  dem  Kleiderschrank  gefunden.
Koônnen  Sie  mir  milteilen,  wie  sie  dahin  gekommen
  sind?“

.Wahrscheinlich  habe  ich  sie  an  meinen

Schuhen  oder  mit  m  meines  Kleidee
bereingeragen.“
dem  Sie  zuvor  über,  dle  Frerich

belegte  en  waren?
vei  E  Peer  sehr  wenig  wahrscheinlich,
  wie  Sie  doch  wohl  selbst  zugeben
werden.  Aber  wenn  X
eine  Auskunft  über  esz  Punkt  zu  geben,
so  merden  Sies  mir  um  so  sicherer  lagen  können,

wie  sich  die  Blulspuren  erklären,  e  38  verebenen

  Stelen  Ihres  Zi
dem  5  erk  der  Feasterbr#  *  en
d.  Wollen  Sie  vielleicht  pten,

dan  5  diese  Binkspuren  von  Ihnen  herrüdre

Ferta  fenkte  den  Kovi  und  schwieg.  "

Donnerstag,  13.  AUpril  1916

reichischen  Unterseebvot  torpediert  worden.  Nach
einer  Meldung  aus  Biaritz  landete  der  dänische
Tampfer  „Atlante“  36  Ueberlebende  von  dem
terpedierten  spanlschen  Oampfer  „Santade
rino"“  im  Hafen  von  Socoa.  Vier  spanische
Kasagiere  ollen  ertrunken  sein.  Der  englicche
ampfer  „Livonian“,  der  aus  New-Castle  hier
eintraf,  hatte  9  Mann  der  Besatzung  des  am
30.  März  im  Atlantischen  O  zean  von  einem
deutschen  Unterseeboot  torpedierten  französischen
Segelschisses  „St.  Hubert“  an  Bord.

hodanb.

Englische  Minenan  der  holländischen
Küste

Berlin,  11.  U#pril.  Die  „Times“  vom  7.
April  melden  an  versleckter  Stelle  solgendes:
Der  Taucher,  der  das  Wrack  der  „Tubantia“
untersuchte,  ist  nach  Haag  zuruchgelehrt,  um
seinen  Berich-  zu  erstatten.  Der  Schleppdampfer,
der  ihn  von  dem  Mrack  zurückbrachte,  vernich
tete  auf  seinem  Nückueg  24  treibende  Minen.
Hierzu  erfährt  das  WTB.  von  zuständiger  Seite:
Die  Minen  können  nur  innerhalb  des  Gebietes
angetroffen  worden  sein,  das  nach  der  Erllärung
  des  deutschen  Admiralstabs  vom  4.  Februar
  1915  von  deutschen  Minen  unbedingt  frei-Phalten
  wurde;  es  müssen  demnach  feindliche

linen  gewesen  sein.  Die  englische  Nachricht
stimmt  heen  auch-  mit  den  letzthin  gemachten
  Beoba  deutscher  Seestreitkräfte  überein.
  Hiernach  Leen  englische  Minen  im  Gebiete
  der  Noordhinder-,  Maas=  und  Schoumen.
bank-  Feuerschifse  bis  zur  Phornpenbank  feugesiellt,
  also  in  dem  Gebiete  dicht  unter  der
holländischen  Küste,  wo  deutsche  Minen  nicht
Pier-  werden.  Die  angetroffenen  englischen

inen  waren  außerdem  nur  zum  Teil  veran.

kert,  zum  anderen  Teil  treibende  Minen.  Allein

an  zwmei  Tagen,  am  1.  und  2.  April,  schossen

deutsche  Seestreitiräfte  im  englischen  Kanal  25

treidende  englische,  nicht  entschärste  Minen  ab.
"  e

das  Dellananlernehmen.

Das  Unternehmen  von  Saloniki.

Basel  11.  Apxil.  Wie  die  Basler  Blät—
ter  melden,  deuten  bestimmte  Anzeichen  darauf
bin  daßz  die  Entente  eine  Liquidation  des  Salonilier
  Unternehnens  in  aller  Slille  vorbe
reitet.  Es  scheint,  datz  die  mi  Trompetenstößen
eingeleitete  Expedition  wie  leinerzeit  das  Unternehmen
  von  Gallipoli  lang-  und  klanglos  ein
Ende  linden  werde.  (.3.)

Spione  gegen  den  König  von
Griechenland.

Athen,  11.  April.  Die  dem  Hofe  naheslehende
  Zeitung  „Phoini“  veröffentlicht  eine
neue  Enthullung  über  die  Umtriebe  des  Vierverbandes
  in  Athen,  der  den  König  Konstanti.“
unter  einen  förmlichen  Ueberwachungsdienit  zu
siellen  wußte.  Das  Blan  meldet,  daß  mehrere
griechische  Hofbeamte  verhaftet  wurden,  da  sich
herausgestellt  hat,  daß  der  englische,  frantösicce
und  russische  Gesandte  sie  danic  bezadleen,  daß
sie  den  Briefwechsel  des  Ki#igs  ausspähten
und  verrielen.  (3.)

Sekundenlang  weidete  sich  Mabel  an  der
augenscheinlichen  Hilfloligkeit  des  jungen
Mödchens,  dann  fuhr  sie  fjort:

Ich  will  Ihnen  das  Geständnis  erleichtern

und  Sie  davor  bewahren,  nach  nuglose
Ausflüchten  zu  suchen.  —  Alle  diese  Indizien,
die  Erde,  die  Blatter  und  die  Blutflecken,  bewelsen
  unwiderleglich,  daß  der  Mann,  der  in
der  verwichenen  Nacht  vom  Garten  aus  den
Balkon  erklenert  und  sich  bei  der  Gelegenheir
durch  einen  Fall  irgendwie  urrleet  hat,  durch
Ihr  Zimmer  seinen  Weg  in  das  Innere  des
Hauses  gesunden  hat  —  und  zwar  zu  einer
Het  da  Sie  selbst  sich  in  diesem  Zimmer  aui-—
  Wollen  Sie  jetzt  noch  immer,  gleugnen.
t  Sie  diesen  Zlaiin  gesehen  hu
—  1  i

Trotz  der  3veestchikichken  chtee.  Rede  hatte
Mabel  ein  so  unummundenes  Zugeständnis  doch
wohl  kaum  erwartet.  Das  Erstaunen,  das  sich
für  einen  Moment  in  ihren  Zügen  ausprägte,
bewies  es  zur  Genüge.  Und  dies  Erstannen
klang  auch  noch  aus  ihrer  Rede,  da  sie  sagteie

  räumen  es  ein?  n  der  letzten
Nachi  aber  haben  Sie  es  mir  Fegentkber  mit
der  eröbten“  reift  keit  beltritten.  «
T  ber  wie  Sie  hören,  benreie
  %  1o  57.  nicht  Ar
Peblüfft  durch  die  Ruhe  dieser  Er.
aideoll  Aerrte  Frau  Hormann  auf  die
Sprechende  1
A  auch  bewußt,  wan  Sie
damit  elfräumen  7  —  Sie  gestatten  einem
Manne,  zuren  in  ½  Nacht  Ihr  Schlaszimmer
Sunk

t  nicht  auf  meinen  Wunsch,

*

—

 

—  PHe#mann#-