Anlinomismus
alle ihre Rechte verloren haben u. in eine gänzl. A. u.
Anarchie verfallen gewesen seln. 30, 29 2c. -ismus,
m., uv.; 0: Verwerfung des Gesetzes gegenüber
dem evangelischen Glauben. Zist, m., —-en, —#; -en:
ein dem Antinomlsmus Huldigender: Die mächtigen
Gegner [Joh. Agricola's] brandmarkten ihn sammt seinen
Schülern als A-en, Widersacher des Gesetzes. Mag. d.
Ausld. 35, 459b. Tislisch, a.: auf Antinomismus
beruhnd, bezügl. 2c.: Ake Sekten, Streitigkeiten 2c.
— Antinous (gr.), m. [824, 2): männl. Name,
bes.: der schöne durch viele Standbilder verherrlichte
Liebling Kaiser Hadrian's; danach auch Bez.
eines schönen Jünglings übrh. u.: ein Sternbild
in der Milchstraße. — Inti-o 2c.i s. Ant-o2c. —
Antipädobaptist (gr.), m., -en, —; —en: Gegner
der Kindertaufe. — Antipäp-a, m. (8 24, 111
Gegenpapst. -äl, a.: papstfeindlich: A-e Doktrinen.
Erenzb. 26, 3, 263. cismus, m., uv.; 0: papstfeindliche
Lehre. -ist, m., -en, —##z —en: Anhänger
des Antipapismus (vgl. Anti-Päpstlinge. Salon 1,
606). Eistisch, a.: antipapal, auch: antipäpstlich
(z. B. Herrig 40, 350). — Anliparalle#
(gr.), a.: Zwei grade Linien sind parallel (s. d.),
wenn sie, v. elner dritten durchschnitten, damit je ein
Paar gleiche korrespondierende Winkel — od. gleiche
Wechselwinkel bilden od. je ein Paar äußre od. innre
Wintel an derselben Seite der Schneidenden zusammen
— 2 Rechten sind; sie sind a. (in Bezug auf eine Schneidende),
wenn je ein Paar gußre od. innre Winkel an derselben
Seite der Schneidenden gleich od. je ein Paar
korrespondierender od. Wechselwinkel zusammen = 2
Rechten sind c. —ogrämm, n., —(e)s; —: ein
Viereck mit einem Paar paralleler u. einem Paar
antiparalleler Seiten. — Antiparalht-icum (gr.),
n., —; -lea [8 24, 2, n.: antiparalytisches
Mittel. -isch, a.: gegen Paralysis (s. d.)
diensam. — Antiparas kticum (griech.), n.,
—#8; -ica (§ 24, 2, n.]: Mittel gegen Parasiten
(s. d.), nam. auf Pflanzen od. Thieren. —
IAntiparastafis (gr.), f. [8 21, 3, uv.]: Gegenvorstellung
des Beklagten. — Anliparlamentärisch,
a.: den parlamentarischen Satzungen zuwiderlaufend.
renzb. 2 4, 2, 469 2c. — Jntipäscha
(gr.-hebr.), n., —§#: 0: in der gr. Kirche der
Sonntag nach dem Oster= (od. Passah-) Fest, vgl.
Quasimodogenlti. — Antipassät (gr.-lat.), m.,
-(e)s; —e: In einer den Passaten (s. d.) entgegengesetzten
Richtung, u. darum auch A. genannt, muß der
obere [Luft.] Strom nach den Polen abfließen. Ergänz.
Natut 6, 1 1a; Gartenl. 15, 731a. — IAntip-athis
(gr.), f.; —(ehn: (s. Ggstz Sympathie): natürlicher
Widerwille gegen Etwas; Abneigung (G. 1,
153; w. 17, 118; 22, 21 1c.); auch der Ggstd
einer solchen: Als .. ihre A., Fräulein Melanie, eintrat.
Gutzkow N. 4, 61 2c.; Gegen die Franzosen hatte
er National-A. Uiebuhr Leb. 61 2c. äthisch, a.:
Antipathie erregend 2c. Gutzktom N. 9, 271; DMus.
17, 2,238 2c. — Antipatriot (gr.), m., —en, —;
en: ein antipatriotisch Gesinnter. eisch, a.: dem
Patriotismus entgegen-gesetzt, -strebend, -wirkend.
ismus, m., uv.; O: antipatriotische Gesinnung.
Intiplaflisch 71
— Antipel-argse (gr.), k.; —(ehn: Pistäts-Erwirrung,
-Vergeltung (v. gr. pelargos, Storch,
den Alten als Muster der Piétät gegen seine Jungen
geltend). -ärgisch, a.: Antipelargle übend. —
IAntiperistallisch (gr.), a.: der peristaltischen
(s. d.) Bewegung der Gedärme entgegengesetzt
(beim Erbrechen). — Antiperiftafis (gr.), (.
[8 24, 3, uv.]: die Wirkung entgegengesetzter
Kräfte. — Intiperni- um (gr.-lat.), n., —8;
zen [8 24, 2, n.]: Mittel gegen Frostbenlen. —
Anlipestilentiäl-e (gr.-lat.), n., —# -ken [824,
3, n., is, Mz. : ja)]: Mittel gegen Pest. isch, a.:
gegen die Pest diensam. — Antiphärmah-on, um
(gr.), n., —#; -a [8 24, 2, n.]: Gegengift. —
Intiphaf-i# (gr.), f.; (eyn; -is, f. /# 24, 3, uv. ]:
Gegenrede, Widerspruch. — Anliphérna (gr.),
pl.: Gegengabe des Bräutigams an die Ehefrau
für ihr Mitgebrachtes (gr. phérne); Morgengabe. —
Intiphlebotomist (gr.), m.,—en, —### -en: Gegner
der Aderlasse. — Antiphlogist-ik (gr.), f.; 0: die
antiphlogistische Lehre. -icum, n., —: -ica [824,
2, n.]: antiphlogistisches Mittel. -iker, m., —;
uv.: Anhänger der Antiphlogistik. -isch, a.: 1) die
früher in der Chem. geltende Annahme eines eignen
Phlogistons (s. d.) widerlegend. — 2) (Arzn.)
gegen Entzündungen dienend. — Intiphön-a
(gr.), pl.: Art Wechselgesang, nam. in der kathol.
Kirche, auch als Ez.: Eine Antlphone v. Haßler.
Uat 20, 524: G. 23,88 u.: Die Antiphon Sälve
regina. Gutzkom 3. 6, 247 u. masc.: Den Anliphon.
Scheffel Ekk. 164; (frz. antienne, f.; vgl. Anthem).
Sdle, n., —#; zälken [8 21, 3, n., is; Mz. : - ia];
Srium, n., —; zarfen [8 24, 2, n.]:: ein gottesdienstliche
Gesänge der kathol. Kirche 2c. enthaltendes
Buch: Bei den durchgestrichenen Noten des Antiphonales.
Gutzkow Z. 3, 151; Antiphonarien od. Heiligengeschichten.
Mag. d. Ausld. 34, 329b 2c.; -e, (.;
—n: s. Antiphona. #, f.; —(e)n: 1) logischer
Widerspruch. — 2) Gegengesang: Die stroyhische
Gliederung, wie sie zur A. u. zur Auflösung derselben in
der Epode wird. Uosenkranz Poes. Gsch. 359; Wo der
Ubung des Pfalmierens gemäß die A. ertönen sollte.
Scheffel Ekk. 152. -n, pl.: Antiphona. eisch,
a.: in der Weise v. Antiphonen: Worauf die Kapelle
mit Slmeon's Lobgesang . a. einfiel. Gutzkom
3. 8, 193 2c. — Antiphora (gr.), k. [8 24, 11:
Gegensatz. — Unlipholismus (gr.), m., uv.;
0: das Gegenstrahlen des Lichts, Rester. —
Intiphr-afe (gr.), f.; —m; -asis, f. [8 24, 3,
uv. ): ein Wort, im Gegensinn gebraucht. —
Antiphraris (gr.), f. 824, 3, uv. 1: Versperrung.
— Antiphthiriac-um (gr.), n., —#; -a [8 24,
2, n.]: Mittel gegen Phthiriasts (s. d.). —
Antiphthis-icum (griech.), n., —s; -zica [8 24,
2, n.): antiphthisisches Mittel. -isch, a.: gegen
Schwindsucht diensam. — Anlipirät (griech.),
m., —en, —; -en: Gegner der Seeränuberei.
Sisch, a.: gegen Seeräuberei ankämpfend 2c. —
Inntipki (türf.-russ.), m., — — :langes Weichselrohr.
Kohl Südr. 1, 86. — Anliplästisch (gr.),
a.: die Bildung der Körperformen hemmend. —