6 Alarmbatterie
pen aus den Quartieren oder Biwals
durch weithin hörbare (Tronipeten, Trommel,
Schuß Hälarmtanone ⁊c.) oder sichtbare
(Fanale, s. d.) Signale, die Alarmzeichen.
— Alarmieren heißt sowohl
die eignen wie die feindlichen Truppen,
diese zum Zweck der Beunruhigung, durch
Alarmzeichen herbeirufen. Das Versammeln
erfolgt auf den vorher bestimmten
Alarmplätzen, in Osterreich nach
einer Alarmdisposition des Militärstationskommandanten.
Zur Beschleunigung
des Sammelns sind häufig einzelne
oder alle Truppen entweder nur nachts
oder auch bei Tage in gewisser Gefechtsbereitschaft
in Alarmhäusern (Kirchen,
Schlössern r2c.) zusammenzuhalten.
Alarmbatterie, eine Batterie, die für
den Fall eines feindlichen Angriffs zur
sofortigen Unterstützung der #r# arpoßen
bereit seh,
Alarmdisposition
Alarmhaus
Alarmieren
Alarmkanone
Alarmguartiere, s. Einquartieren.
Alarmzeichen, s. Alarm.
Albini-Brändlin-Gewehr, s. Handfeuerwaffen
(S. 178).
Alignement (spr. alinj'mäng), in der
Taktik die Richtungslinie der Front. In
ein A. einrücken oder sich alignieren
ist das Einnehmen einer bestimmten
Frontrichtung.
Alle Mann auf! (engl.: all hands on
deckl), Kommando an Bord, das die gesamte
Besatzung auf das Oberdeck ruft.
Als Avertissementgiltein dreimaliges Pfeifen
aller Bootsmannsmaate der Wache.
Almosenier (Aumonier), in der
ranzösischen Armee Titel der Militärgeistlichen
aller Konfessionen.
Alpenkompanien, in der ital. Armee
die seit 15. Okt. 1872 errichteten Distriktstruppen
in 24 Kompanien, die administrativ
7 Bataillone bilden, zur Bewachung
der westlichen und nördlichen Grenzthäler
dienen, in den dortigen Sperrforts
garnisonieren und sich aus eingebornen
Mannschaften ergänzen.
Ambulante Stationen, s. Feldtelegraphie.
s. Alarm.
— Angespann.
Amusetten, upinem e Regimentsgechüte
(Hinterlader) der guianker und
ragoner, angeblich vom Marschall Moritz
von Sachsen 1740 erfunden, von
Menschen gezogen und von 2—3 Mann
bedient; sie wurden durch Graf W. zur
Lippe verbessert, mit Protze versehen, aber
nicht abgeprotzt abgefeuert und in Portu--gal
und England eingeführt. A. sind bis
in die neueste Zeit bonstuuiert vorien auch
die „Karrenbüchse# König Karls XV.
von Schweden war eine gezogene Amusette),
aber ohne Erfolg, weil sie taktisch
nicht verwendbar sind.
Anciennität (spr. ang'Il-), die Reihen-,
folge nach dem Dienstalter, die bei Offizieren
durch das Patent (s. d.) festgestellt
ist; vgl. Befördernng.
Unfangsgeschwinditkeit, die Geschwindigkeit,
die das Geschoß beim Verlassen
der Mündung besitzt, ausgedrückt
durch ein Längenmaß des Raums, den es
in der ersten Sekunde im luftleeren Raum
durchfliegen würde. Da mit der A. die
lebendige Kraft (s. d.) des Geschosses, also
seine Leistungsfähigkeit, wächst, so ist für
alle neuern Geschützkonstruktionen die Erreichung
einer möglichst großen A. maßgebend
gewesen; s. Geschütze. Die A. wird
mit dem Chronographen (s. d.) gemessen.
Anfeuern (auflodern), einen brennbaren
Körper behufs sichern Feuerfangens
mit einer Schicht trockenen oder nassen
Mehlpulvers bedecken: ein solcher Brei
aus Mehlpulver und Spiritus, dem häusig
zum bessern Haften Gummi zugesetzt
wird, heißt Anfeuerung.
Angespann. Durch die Art des Angespanns
ist die Beweglichkeit des Fahrzeugs
bedingt. Zur möglichsten Ausnutzung der
Zugkraft würde ein Anspannen der Perrde
nebeneinander vorteilhafter sein als voreinander.
Die Breite vieler Wege macht
jedoch eine Beschränkung der Angesannsfront
nötig. Es werden deshalb bei Militärfahrzeugen
die Pferde paarweise
nebeneinander gespannt; die neben der
Deichsel gehenden heißen Stangen-, die
vordersten die Vorder= oder Spitzenund
die beim Sechsgespann hinter ihnen
gehenden die Mittelpferde. Bei dem
in Deutschland und Osterreich üblichen