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bestimmte einzelne Person gerichtet oder in directen Worten ausgesprochen
werde. Die Aufforderung muß auf eine bestimmte strafbare
Handlung gerichtet sein; letztere begreift auch die Uebertretungen
und die nicht mit Criminals strase bedrohten Handlungen.
112.
Wer eine Person des Soldatenstandes, es sei des Deutschen
Heeres oder der Kaiserlichen Marine, auffordert oder anreizt,
dem Befehle des Oberen nicht Gehorsam zu leisten, wer insbesondere
eine Person, welche zum Beurlaubtenstande gehört.
auffordert oder anreizt, der Einberufung zum Dienste nicht zu
folgen, wird mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft.
Vergl. das Reichsgesetz über die Verpflichtung zum Kriegsdienste
vom 9. Nov. 1867 und Mil. Str. G. B. ## 99. Es wird hier eine
öffentliche Aufforderung nicht erfordert. Das „Anreizen“ geht weiter,
als das „Auffordern“: ersteres setzt ein weit weniger scharf begrenztes
Handeln und einen weit minder speciell concretistrten Zweck voraus:
dagegen wird hier eine directe Aufforderung an eine einzelne Person
vorausgesegt. Es wird eine bereits erfolgte Einberufung zum
Dienste erfordert.
113.
Wer einem Beamten, welcher zur Vollstreckung von Gesetzen,
von Befehlen und Anordnungen ver Verwaltungsbehörden
oder von Urtheilen und Verfügungen der Gerichte berufen ist,
in der rechtmäßigen Ausübung seines Amtes durch Gewalt oder
durch Shrohung mit Gewalt Widerstand leistet, oder wer einen
solchen Beamten während der rechtmäßigen Auslbung seines
Amtes thätlich angreift, wird mit Gesängniß von vierzehn
Tagen bis zu zwei Jahren bestraft.
Sind mildernde Umstände vorhanden, so tritt Gefängnißstrafe
bis zu Einem Jahre oder Geldstrafe bis zu Eintausend
Mark ei
rieieben Strafvorschriften treten ein, wenn die Handlung
gegen Personen, welche zur Unterstucung des Beamten
zugezogen waren, oder gegen Mannschaften der bewaffneten
Macht, oder gegen Mannschaften einer Gemeinde-, Schutz= oder
Bürgerwehr in Ausübung des Dienstes begangen wird.