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8. 39.
Schon in den ersten Wochen des Wachsthums in der Gebärmutter
entstehen auf der äußeren Oberfläche der ursprünglichen Eihaut
feine, dichte Zotten, welche sich wie Wurzelzweige, in die Gebärmutterschleimhaut
einsenken. Jene bekommt daher den Namen der Zottenhaut.
An ihre innere Fläche legt sich eine dritte, sehr zarte Haut, die
Wasserhaut, an, welche das Fruchtwasser mit der kleinen darin
schwimmenden Frucht umschließt.
8. 40.
Im Laufe des zweiten Schwangerschafts-Monats verschwinden die
Zotten auf einem großen Theile der Zottenhaut, während sie an einer
Stelle immer dichter werden und zahlreiche Zweige treiben. In diese
Zweige dringen dann die Adern vor, welche aus dem Körper der
Frucht in der Nabelschnur an sie herantreten. Es ist die Stelle, wo
auch die blutreiche Gebärmutterschleimhaut stärker wuchert und Fortsätze
zwischen die Zottenzweige vorschiebt. Indem beide einander entgegenwachsen
und sich innig durchdringen, bildet sich hier im dritten
Schwangerschaftsmonate der Mutterkuchen, in welchen die Nabelschnur
der Frucht sich einsenkt. Die Nabelschnur besteht aus ciner
von der Wasserhaut gebildeten Scheide, welche drei von einer sulzigen
Masse umgebene Adern umschließt. Es sind zwei Nabelschlagadern,
welche durch die Nabelöffnung der Frucht hervortreten und
das Blut derselben in den Mutierkuchen leiten, und eine Nabelblutader,
welche es von donther durch die gleiche Oeffnung zum
Herzen der Frucht zurückführt. Die beiden Nabelschlagadern theilen
sich auf der inneren, der Frucht zugewandten Fläche des Mutterkuchens
in mehre größere Aeste, deren Zweige in den Muttierkuchen eintreten
und, indem sie sich immer weiter theilen, bis in die feinslen Endzweige
der Zotten vordringen. Hier biegen sie um und sammeln sich
nun in entgegengesetzter Richtung allmälich wieder zu größeren Stämmen,
welche beim Austritte aus dem Mutterkuchen sich zu der einen
Nabelblmader vereinigen. In dem Mutterkuchen wird das Blut der
Frucht von dem mütterlichen Blute umspült, welches aus den Adern