Aummer 245
- begaben sich nach Abschluß der Erörterungen
un den Standort des Kaisers, wo unter des—
sen Vorsitz eine neue Beralung begann.
s Wien, 22. 10. (Drahtb.) Ueber die Ant-Wort
Wilsons an O Ocsterreich- Ungarn berrscht. hier
Emtäuschung und Erbiltterung. Nach den eingelausenen
Nachrichten hatte man an amtlicher
Stelle geglaubt, Wilson werde die Zertrümmekung
Oefterreich-Ungarns nicht gutheißen. Trotz
Unerwarteten Antwort wird die Regierung aber
in versöhnlichem Sinne antworten.
*§ Berlin, 2. 10. (Drahtb.) Eine Wiener
(Meldung des Verliner Lokalanzeigers spricht
vom bevorstehenden Rücktritt des Grasen Burian.
Als Nachsolger wird vielsach Graf Czernin
genannt.
Deutsch-Oesterreich für einen Anschlutßz
1 an Deutschland.
(Wicn. 21. 10. Aus Graz wird gemeldet,
der Vollsrat für Mittelsteiermark hat einen Beschluß
gesaßt in dem es heißt: Nationale und
wirtschaftliche Gründe schwerwiegender Art machen
es nach Ansicht des mittellr- rr-2 Volksrates
unniöglich daß die Deutschöf terreicher dem
Vorschlag der Errichtung eines Bundesstaates
zustimmen können. Ihnen muß dasselbe Recht
nach Zusamm enschluß init jenen außeröf sterreichischen
Vollsgene#en gewährt werden wie den
[Polen. Der mittelfleierische Vollsrat richtet
daher an die deutschen Abgeordneten die Aufforderun
a. in der Nationalversammlung und
durch sie bei den Friedensver chundlungen den
Auschluß der deutschen Teile Oesterreichs
an das deuische Reich mit unerschütterlichem
Erun und Machdruck zu vertreten.
vl schlachi kn Wrllẽs.
WVTR. Gr obes Hauptquartier, den
21. 10. (Drahtb.) Amlil.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Kronprinz Rupprecht.
In Flardern würde vor und in dem Lys-Abschnitt
Deftig gelämoft. den in Somergeem
vorübergebend elmedeu igenen Feind warfen wir
im Gegen“ roß wieder ur 4. Beiderseit vo
Beynæ i ichte si. der iegauer auf dem Wenuser
der Lu## Feiide, die sdlich der Stadnüber
den Fluß vor t 11 trirn usm größten
I ’l Fran oserieit
i 1I von Korrlie
und Zwerghem
« Vol-« M »H) und sw von
Vichte brachten wir seine Angriffe zum Stehen.
Nördlich der Schelde wiesen wir den Feind vor
unseren Linien ab; nördlich von Tournai hat
der Geguer die Scheloe erreicht. Südlich von
Tournai unden wir mit ihm in der Linie S
Amar deönlich von Tengin: und auf den Höhen
öftlich von Haspe: im Griechte fühlm ig. Be ider-K#its
von Elesnes und Le Cat. u griff der Engu
Ausdehnung sefner am 17. und
18. Ollober: en Le Caieau und der Oise geführten
A- griffe -nit- phrienn Krästen an. Zwischen
Samn. u#s un Vertain b. #ieben seme Angrifse
s 1 dn « .,.-:x-::ic Nieländer
gestern
cin über un-
#")l 5 L# - s« « Insssdu1
Feind au Hoͤhen ich urns 4w7 cah der
Stadt en. Remietes und Amerival
gingen verloren und m ucden ini * rennoß wicder
ger irnen. V1 c Cateau haben
wir # ,. 1 each has-tun wechselvollen
Kanutnpf i#n allge nen behauptet. Die
brandeubt rgische - eservediorion unter Füh—
rung der Genera zmators Haas hat fi. hier besonders
pewährt. Der mit großen Mitteln unternommene
Angrifsf des Feindes ist somit auf
der gan:en 20 Kilometer breiten Front bis auf
örtlich beschränkten Vode: igewi zn des Gegners
an der Jah#oleit urierer Lurh Ar#llerie wirksam
unter###pylen Imeriat geschriltert.
Deutjichet Rrenpeinz.
lich der Serte Unt- zu rzeute Angrifse
alg- wlelen. Veiderleits der Straße
erte#n Wir im (#igenangriff Tei-:
Feinde 5 nnd er . cbenen Li—
te i * ungrisse ab. Auch
zwune hahm eln i preußisches
Nördl
des Fcinde
Laon Marl' se
le unserer voch u
nien und U,
weklich der Vataillon
und d#s in den letzten Tagen besonders
bewähri: eserve Ins.p-R.al. Nr. 221 im Gegen-
angriff ihre Siellung w.#der und schlugen feindliche
Angeisse 9. 8 lich van Vou ieres suchte
der Feind seim#t a 19. Oktoder errungenen
örtlichen Ersetg durch Forlsetyzung seiner An-*
in uliche sind sie im Gegen-Jiuenterse?
Ugimcts Nr. 411 und
an der öhen behr der 7. Kompagnie des
bayerischen Z ufo nlerie Regt. Nr. 21 gescheilert.
v. Gallwitz.
Vanteville wurden Teilangriffe
Im übri * blieb
Maas in
Oeltlich von
der Amerilauer abgewiesen.
die Gesechtlätigleit beiderleits der
mäßigen (renzen.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
An der Mornwa schlugen wir ernente Teilangrisse
der Serben ab.
4 Ludendorff.
Abenobericht
ng. Verin, 21. 10., abends. Amtlich.
Tr
t iid beschränkte sich an den Kampffronha
Teilangriffe, die von uns absew en wurden.
Unser Gegenangriff gegen die vom Feind
besetzten Höhen auf dem öltlichen Aisneufer
Rosenheimer Anzelger
beiderseits von Vouzieres ilt in gutem Fortschreiten.
Der amfd. Illerreschische Berich.
WIB. Wien, 21. 10. Amtlich wird gemeldet:
Auf dem italienischen Kriegsschauplatz keine
Hröheren Kampfhandlungen. "
Beiderseits der südlichen Morawa wurden serbische
Teilangriffe abgewiesen. Im Gebirge westlich
von Zajetschar macht sich serbischer Druck
stärler fühlbar.
Der Chef des Generalstabs.
Tickel.
Fliegerangriss auf Kon stantinopel.
* "** Kon stantinopel, 21. 10. Auf Konstantinopel
fand ein Fliegerangriff statt,
dem etwa 70 Personen zum Opfer fielen, meist
Frauen und Kinder.
Polisijche Aundschan.
Der Delegiertentag der bayerischen
Zenutrumspartei
ist am Montag in München zusammengetreten.
Er wird drei Hauptfragen erörtern, nämlich
die militärische und poülische Lage, die derzeitige
Lage und die Aufgaben der Zentrumspartei
und die Organisation der Zentrumspartei.
Känchener Neulgkenten.
« * München, 22. Oltober.
Die Grippe. In München zeigt sich eine
weitere zZunahme der Grippe; täglich werden
ca. 100 Personen durch die Sanitätskolonne in
die Kranlenhäuter eingeliefert. Am Freitag wurde
die Höchstzahl der Todesfälle mit 8 erreicht.
Die Zahl der bisherigen Todesopfer wird auf
über 50 geschäygt.
Der Bayerische Landesverband des
lath. Frauenbundes krat dieser Tage in
München zu seiner 3. Genralversammiung unter
siarler Veteiligung aus dem ganzen Königreich
zusamn nen.
roßbe Figarrenschiebungen sind
* * die Mun.Aner Pol diʒei aufgededt worden;
die Gigarren, d#e in Danzig und Posen beschlagnahmt
worden waren, hättien im Kettenhandel
nach Dolen velschleppt werden sollen.
Es handelt sich um Mengen in der Höhe von
mehreren 100 000 Marl.
5
Bspyerische Nochrichten.
Zu nächtlichen Ausschreitungen kam
es in der Nacht zum Montag in Pasing zwischen
Betruntenen und dem Fahrpersonal eines
Straßenbahnzuges. Vyn den radaulustigen Burlchen
wurden zwei festgenommen.
I Großer Pretiosendiebsta hl. Nachts
wurde in inem Juwelierladen in der Steingasse
in Augs burg eingebrochen und sechs Herren-,
30 Damen= und 20 Brillantringe mit verschiedenfarbigen
Sleinen veriehen. 10 goldene Eherünge,
1 Dugßzen silberne Tasell öffel, 1 silber-4
Dessertbeiled, 2 süberne Taf felbeftde, 16
Dou:ble. Armba der, daruier ein Tula-Armband,
5 lange silberne damen Taillenketten, im
Gesamtwert von et'wa 10000 Ml. entwendet.
Von den Dieben hat man noch keine Spur.
H#E 3 ««,
OWNER-stecktede
Traunstein, 21. 10. Gegen eine gewisse
Sorte Traun leiner Damenund
M ddchen inunn sich der? Verbindungsoffizier des
Traun- nreiner angeneulagere. öfsentlich in der
Lolalpresse dieser Warnung wenden: Sollten
sich die Fälle von Briefverlehr mit Gefangenen
tron aller Waruug nicht vermindern, so
müßte ich veranlassen, dahß die Namen aller betciligien
Troumeiner „damen“ und „Mädchen“
in den Tageoblä:tern veröffen tlicht werden. Ich
Balte esd auch einer demischen Frau für nicht würdig,
wenn sie ihrem gelichlen Franzosen beim
Abtrans prr: nach HUrar such in ailer Frühe noch
Blumen uenen will oder sich, eigeno noch auf
die Wegscheid bemuht, * den Franzosen letztes
Lebewohl zuzuwinlen, wie bas beim vorletzten
Abtraueport der Aiustauf schgesangenen der Fall
War. Dise Vöaznung spricht Bände!
lichersc, 20. Oit. Wohl der Aelteste
aus dem Epiem gau verschied in Feldwies.
Herr Josef Tichler, Kleinzauser, erreichte das
hohe Alter von 93 Jahren. In seinem ganzen
Leben benötligte er keinen Arzt.
Mühldorf, 20. Oll. Kirchendiebe.
Von den Seitenaltären der Pfarrlitche Mettenbeim
stahlen Frauenspersonen die Allartücher
und Kerzen am hellichten Tage. Die Diebinnen
wurden abgefaßt und ihnen die Beute abgenommen.
Ein die Dichienen begleitender Bursche
wollte sich mit dem Messer zur Wehr setzen;
er gab oler seinen Widersiand bald aufutuinan
ier.
* Rosenheim, 22. Oltober.
Elne angenehme Uebercaschung
wurde den Besuchern des Deutschen Kaiser in
den letzten Tagen bereilet: Die weiten Räume
waren angenehm durchwärmt! Seit Jahren
ist die mangelhafte Beheizung dort das Schmertzenslind
der Rosenh eimer. Der ungute Zustand
ielt fedährlich in der kalten Jahreszeit nicht
MWerige davon ab, Theater, Konzerte oder Vor-
4räge zu besuchen. Unter Berücksichtigung des
Umstandes, dahb es sich doch um das erste Gesellschaftsunternehmen
am hiesigen Patze handelt —
so glücklich werden die Rosenheimer wohl in einem
Menschenalter noch nicht sein, daß sie es zu einem
Stadttheater gebracht haben! — war dieser unhaltbare
Zustand sehr zu bedauern.
Die Verhöältnisse lagen dort so: Die vor 20
Jahren beim Bau des Hauses durch eine Münchener
Firma eingerichtete Jentralheizung ist nicht
kiach denjenigen Grundsäßzen erstellt worden, die
heute für eine solche Anlage maßgebend sind.
Im Laufe der Jahre rosteten zahlreiche Daiu.
jöhren durch und machten so den Kreislauf de
wärmespendenden Elements unmöglich. Selbst or
fäuherster Beheizung der Kessel war es in den
letzten Jahren unmöglich, eine Durchwärmung
des Saales und der Hotelräume zu erzielen. Zu
all dem lam, daß die Unrentabilität des Unslernehmens
unter den bieberigen zahlreichen Besitzern
und Pächtern größere Ausgaben für Neparaturen
überhaupt nicht zuließ. So froren
Theaterbesucher und Gäste jeden Winter luueri.
riuer G. b. lnter h des Telite.
Varon v. n . s deren Verwalter,
Herr Rentier Hanrieder in München, kurz nach
Kriegsbeginn den heutigen Pächter Bach für die
Seitung des Unternehmens gewann, waren nicht
Wenige, die zu dieser Uebernahme durch einen
Nichtsachmann Bedenken äußerten. Dur
reitlose Ausnutzung von Saal und Hotelbetrieb
b't es Direktor Bach jedoch gelungen, eine Rentabilität
des Hauses zu erzielen. Was Fachleuten
vordem in gün stigen Zeiten nicht immer
möglich war, brachte die Rührigkeit des Herrn
(BKach zuwege: Die heute sehr ansehnliche Pachtsumme
sloßz der Besitzerin wieder zu. Nur so
dlonnte es lommen, daß die Verhältnisse im Deutschen
Kaiser nicht nur langsam wieder auf eine
seste Grundlage gestellt wurden, sondern daß
auä+h) noch eine derartig große Ausgabe für die
Reparatur der Heizanlage. gewagt werden konnte.
Unsere einheimische Firma Voggenauer
Hat die Reparatur, die sich auf eine teilweise
Erneuerung der Leitungen, Aufstellung neuer
Heizlörper, Erstellung und U abesserung. von
Heizlesseln usw. er'treckte, in bester Weise ausgefuhrt.
Und nun braucht man diesen Winter im
Deutschen Kaiser nicht mehr frieren — vorausgesehzt
natürlich, daß dem Pächter die Ko ler
tarte nicht zu knapp bemessen wird!
Amtliche Hersonglnachrichten.
Bahndienst. Versetzt in etatsmäbiger
Weise auf Ansuchen: Stationsdiener im Nebenbahmdienst
Johann Kobl von Mainburg nach
Trostb erg, Bahnwärter Jakob Edenhofer von
Bm Ampsfing nach Bim Holzkirchen. — Berusen
in ctatsmäßiger Weise: Wagemvärter Joseph
Lindner von Nürnberg Rbf. nach Dsencheim
Auszeichnung im Felde. Dem Infantertsten
Johann Gruber, Dienstknecht von Rosenheim,
wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse
verliehen. Er ist ein Sohn des Telegrasenbaugehilsen
Gruber.
Für das Vaterland starb in einem
Feldlazarett Gefreiter Josef Siebenhüter, einziger
Sohn des pens. Gendarmen Benedilt
Siebenhüter hier, im schönsten Alter von 2012
Jahren. Der junge Held war mit dem Eisernen
Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
* Postverwalter Mar Wiesnet f. Von
einem JFeldlazarett in Thannweiler (Elsaß)
lommt die tiefbetrübende Nachricht, daß Hr.
[Mar Wiesnet, lgl. Postverwalter, der in wwener
Wilichterfüllung un 2 Jahre bei einer b.
tär- Telegsensormation im Felde stand, dem
Vaterlande sein Leben geopfert hat. Er starb an
den Folgen der Grippe. Unter seinen Kollegen,
bei denen sich der Verblichene großer Beliebtheit
erfreule, itt die Trauer groß. Zahlreiche Freun.
de — der Verblichene war unverehelicht —
klagen gleichfalls den Heimgang Wiesnets, nPt
im Aller von 42 Jahren viel zu früh aus dem
Veben schied. Die Leiche wird nach Rosenheim
überführt, wo die Beerdigung stattfindet. R. I. P.
Toressall. In rascher Folge von schwerem
Leide heimgesucht wurde die Familie des
Herru priv. Apothekers Karl Jehlin. Am 9.
Februar 1917 #arb rasch und unerwartet Frau
Fabrildirektor Felizitas Hutten, während Herr
Hutten zwecks Vornahme einer schweren Operation
in einer Münchener Klinik weilte. Leider
brachie diesem die Abnahme seines linken Fußes
rie erhoffte Besserung nicht, denn am 23. April
1918 rief Gott auch ihn, den Nimmermüden, zu
sich ab. Seine einzige Tochter, Frau Apotheker
Jehlin, ging ganz in der Sorge für ihre Familie
auf. Plötzlich, vor etwa 14 Tagen erkrankte auch
sie und gestern ist sie ihrem schweren Leiden erlegen.
Ihrem schwergeprüften Gatten und ihren
4 Kindern, — 2 Töchtern und 2 Söhnen, —
deren einer im Felde kteht, wendet sich die herzliche
Teilnahme Aller
Ein brennender Waggon Heu. Auf
dem Geleise zum Stapelamt Nosenheim geriet
heute vormittag, wahrscheinlich infolge Pabenwurf
einer Lokomotive, ein Waggn Heu in
(Brand. Der bremende Waggon wurde Agnt
auf das GEeleise zur oubesgen Säge abgeschoben
. rsn% Erträgnisnn des Bunten Abends,
s wir in Nummer vom 19. Oltober
von 673,07 bezifferten, hat sis auk die
Mittwoch,
Summe von 773,07 Mk. erhöht. Herr Benno
Rilke, der neue Besitzer des Gutes Sieserling,
hat uns henn einen Scheck über 100 Mark übersandt,
mit der Bestimmung, ihn an die einschlägige
Stelle weiterzuleiten. Mit diesem ansehnlichen
Erträgnis haben sich die Veranstalter, an
ihrer Spitze Herr Cubasch, selbst das schönste
VLemnr gesetzt.
Acht Grad Kälte zeigte in der Morgenfrühe
des vergangenen Monlags das Thermo
meter auf dem Ludwigsplatz. Dieser tiefe Temperaturfland
schein jedoch nicht eine Nalurfolge
zu sein, denn die ganze vergangene Woche blieb
die Flüssigleitssäule trotz der angenehmen Witterung
immer un'er dem Wärmegrad. Es ist
nur dem fehlerhaften Funktionieren dieses Apparates
zuzuschreiben, daß er schon im Oktober
eine Januartemperalur aufweist. Wenn hier
in Bälde nach dem Richtigen gesehen würde,
wäre der Zweck dieser Zeilen erreicht.
Eingestellte Züge. Seit dem 18. Okt.
unterbleibt die Führung der Schnellzüge 209
[Wien- Salzburg (Salzburg an 3,16 nachm.,
„Innebruck an 9,54 abds.) und 210 Salzburg—.
1 (Wien (Sahburg ab 2, 45 nachm., Wien an 9,10
abends.)
1 Lebensmittelversorgung. In seiner
n heutigen Ausschreibung gibt der Stadtmagistrat
die Abgabe von Mehl als Fleischersatz bekannt.
Ferner wird für Mittwoch Obstverkauf im
23. Oktober 1018
ch I Stadtlagerhaus angekündigt.
Ein Verbot der Kündigung von
Mietwohnungen der Eisenbahnbeamten u.
Ecenbahnbediensteten hat der siellv. Kommandierende
General des 2. bayerischen Armeelorps
erlassen.
Cehte nachrichten.
WTB. Großes Hauptaquartier, den
22. Olt. (Drahtb.) Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
(*An der Lys und Schelde Infanteriegefechte.
(Die Versuche des Feindes, die Flüsse zu überschreiten,
waren vergeblich. Die seindlichen Anhrisse
beiderseils von Kortrick mit Panzerwagen
und starlen Krästen wurden blutig abgewiesen,
ebenso nördlich der Serre und zwischen Oise
und Serre. Hier auf breiter Front.
Auf den Aiene- Höhen öftlich von Vonzieres
bestige Kämpfe. Die Höhen von Vandy zwischen
Dallay und Chestres und nördlich von
Felaise wurden dem Feind entrissen und behauptet.
Amerikanische Angrisse sind nördlich
von Challerance und beiderseits von Banteville
in unserem Feuer und Gegenstoß unter schwersten
seindlichen Verlusten gescheitert.
Balkan-Kriegsschauplatz.
Südböstlich von Krusevac und am Bucevac
sind feindliche Angriffe gescheitert. Südlich der
Morawa ersfolgreiche eigene Unternehmungen.
Ludendorff.
Starrslebretär Scheibemann über die Kriegsanleihe:
Seid pflichthewußt! Helft unserem
Lande! Gedenbet der Soldaten und
ihrer Fawilten! Wer Gelb bu ber
zelchne! Estist hein Opfer, sein Geld
mündelsicher zu fünf Prozent anzulegen.
Sitzung des Reichstags.
* Berlin, 22. Okt. (Drahtb.) Die heutige
Rede des Neichslanzlers im Reichstag wird,
wie nach der B. J. am Mittag verlautet, eingehender
als in der Note an den Präsidenten
Wilson die dort nur lkurz berührten Behaupltungen
von den sogenannten Greueltaten unserer
Heere und unserer Marine zurückweisen
Und sich außerdem über die innere Neugestaltung
im Reiche ausführlich verbreiten.
Die Entente und die 14 Punkte
s Wilsons.
8 Berlin. 22. Okt. (Drahtb.) In der letzten
Sitzung des engiischen Unterhauses wurde
Staatsselretär Bonar Lam von mehreren Abgeordneten
über das Verhalten der Entente zu
den 14 Punkten Wilsons befragt. Bonar Law
erllärte im Namen der englischen Regierung,
daß die Regierungen der Entente zu den 14
Pnuten Wilsons und seinen späteren Kriegszieler#llärungen
noch keinerlen Stellung genommen
haben. Ebensowenig hätte die Entente die
Frage erörtert, ob die 14 Punkte als Basis für
Friedensverhandlungen r mit Drutschland dienen
Unnten. Auf weitere Fragen, die den gleichen
Gegenstand betrafen, lehnte Bonar Law die
aituort ab.
Die heutige
Wetterbericht ht für Mitwoch, den 23. DOltober.
Heiter bis Senn bewölkt, lokale Nebel.
Verantwortl r Sn pegt F Mitti
st de ũ i ———
1 — r —