Full text : Gesetzblatt für das Königreich Bayern. 1828. (5)

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besserungen  oder  Vernachlässigungen,  sondern
  nach  ihrer  natürlichen  Enewickelung
bey  gewöhnlichen  gemeinüblichen  Wirthschafts-Fleiße
  bemessen  werden.

—
Die  Ausmittlung  dieser  Ertragsfähig,
keit  geschieht:

#a)  durch  die  zu  erhebenden  eidlichen  Angaben
  der  Eigenthümer,  der  Administratoren,
  Curatoren  und  Pächter
der  Mustergründe,  wenn  sie  solche
selbst  bebauen;

b)  durch  die  Untersuchung  der  physischen
Beschaffenheit  der  Gründe  nach  ihrer
Bodengüte  und  Lage,  und  zwar  in
letzterer  Beziehung  mit  besonderer
Berücksichtigung  der  klimatischen  Verhältnisse;


c)  durch  eine  hierauf  sich  gründende
Schäbung  von  eigens  aufgestellten
beeideten  Toxatoren.

g.  24.

Die  ad  a)  des  vorhergehenden  G.  bemerkte
  Angabe  der  Eigenthümer,  Administratoren,
  Curatoren  oder  Pächter  der  zu
Musterplätzen  ausgewählten  Grundstücke  muß
den  Ertrag  des  ganzen  Grundstückes  in
mittleren  Jahren  umfassen.

Die  Vernehmlassung  darf  bey  Vermeidung
  des  Realzwanges  nicht  verweigert
werden.

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Die  ad  c)  jenes  §#.  bemerkte  Schlbung
  muß  den  Ertrag  nicht  nach  dem  ganzen
  Grundstücke,  sondern  nach  dem  Tagwerk
  aussprechen.

g.  25.

Grundstücke,  bey  denen  diese  Ertrags-Aue#mittelung
  statt  gefunden,  sollen  nur
dann  als  gültige  Muster  betrachtet  werden,
wenn  die  Gesammt-Ertragsangaben  der  Eis
genthümer  und  der  absoluten  Mehrheit  der
Taxatoren  nicht  um  einen  Viertel  Meßzen
Korn  bey  dem  Ertrag  eines  DTagwerks,  und
ihre  einzelnen  Angaben  über  Aussaat  und
Erndte  nicht  aufsallend  von  einander  abweichen.


Diese  Mustergründe  werden  alsdann
in  allen  Gemeinden  des  Bonitirungsbezirkes
  von  der  Districts:  Polizeybehörde  mit
dem  Beysatze  öffentlich  bekannt  gemacht,
daß  ihre  Beschreibung  sechs  Wochen
lang  zu  Jedermanns  Einsicht  und  allenfallsiger
  Erinnerung  in  dem  Gescháfts-Locale
derselben  offen  liege,  und  nach  Verlauf  dieser
  Zeit  keine  Einwendung  mehr  dagegen
statt  finde.  Die  vorgebrachten  Erinnerungen
  sollen  von  der  Bonitirungs-Commission
noch  einmal  genau  geprüft,  und  definitiv
erlediget  werden.

Die  als  Muster  gültigen  Geünde
werden  und  bleiben  bis  nach  Verlauf  der
gesetzlichen  Reklamations:  Frist  ordentlich
verpfählt.  Die  berreffenden  Gemeinden  blei-