Full text : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Aummen  81.

Aosenhelmer  Anzeiger

Sonntag,  8.  April  1912
7——-—““

 

Soersinachrichtem

Dritte  Kriegs  Ostern.

O  beeite  deine  Schwingen  aus,

Du  Friedenstraum,  der  Erde  Lust!

Und  schwebe  mild  von  Haus  zu  Haus,  "“
Von  Ort  zu  Ort,  von  Brust  zu  Brust.

Und  mie  die  Erde  grünt  und  bläht.
Und  jubelnd  sich  das  Leben  regt,
—ieh'  deine  Hoffnung  ins  Gemüt,

iee  Aermsten  wld  vom  Sturm  bewegt.

Die  Völker  sind  so  müd  und  krank
Bring'  ihnen  doch  als  Ostergruß,

Wie  Sonnenschein  so  warm  und  blank

O  Freiede,  bald  den  milden  Kust-Ludnig

  Lintner.
Rosenheim,  7.  April.
Auszeichnungen  im  Felde.  Der  Jä.

ger  Fritz  Aoamosiy  wurde  mit  dem  Eisernen
Kreuz  2.  Kl.  ausgezeichnet.  E  ist  ein  Sohn
des  früheren  Schlossers  Ludwig  Adamesiy  in
Ro'enleim,  der  Feldzügier  rn  1870  71  ist.  Ein
zueiter  Sohn,  der  Vauzeichner  Ludwig  Ada
moskn,  wurde  früher  schon  mit  dem  Eilernen
Kreuz  und  mit  dem  Militärverdienstireuz  ausgezeichnet.


Beförderung.  Der  Sanilätsgefrreite
Hans  Strangl.  Sohn  des  Kaufmanns  Balth.
Strangl  in  Kolbermor,  wurde  zum  Sanitäts.
unleroffizier  befrdert.  Bei  der  Prüfung  er.
hielt  er  Rote  1  mit  Stern.  Strangl  sieh  seit
1914  im  Feid.  Seine  beiden  Brüder,  Franz
und  Balthafar  Strangi,  sind  bereito  mit  dem
Militärrerdienkreuz  dzu#  mit  dem  Eisernen
Kreuz  ausgezeichnet  worden.

Justizdienst.  Der  Titel  und  der  Nang
eines  Oberamisrchters  ist  den  Amtorichtern  Dr.
Friedrich  Küdel  und  Friedrich  Freiherr  von
Leonrod  in  eehei  gebührenfrei  verliehen
norden.  Der  Oberamterichter  am  Amtsgericht
Tittmoning  Wi  Knussert  wurde  auf  sein  An.
suchen  in  gleicker  Diensteseigensckaft  an  das
Amtsgericht  Oettingen  in  etatsmäßiger  Weise
versetzt.  Der  Amtorichter  am  Amtgericht
Landsberg  Oberamtsrichter  Karl  Hemeck  murde
zum  Oberamtsrichter  am  Amtsgerickt  Tittmoning
  in  etatsmäsiger  Weise  befördert.  Der
Titel  und  Rang  eines  Oberlandesgerichtsrates

nurde  dem  Landgerichterat  Adam  Neun  in
Traunktein  gebührenfrei  verliehen.

Treue  Dienste.  Der  Mesner  bei  Loreto,
Herr  Anton  Hofbauer,  war  infolge  seines  hohen
Alters  gezwungen,  zum  1.  April  von  ;
Posten  zurückzutreten.  Er  steht  jent  im  81.
bensfahre  und  bekleidete  das  Amt  eines  e
ners  bei  Loret?  mährend  37  Jahren,  davon
11  Jahre  unter  ÖH.  Geistl.  Rat  Eisenmam,
nesce  er  Herrn  Hofbaner  das  Zenanis  mitgibt,
da  er  den  Dienit  als  Meener  und  Miristrant)
slets  pünktlich  und  wärd'ig  versehen  hat.  Fer.,
ner  befagt  das  Zeugnis:  „Gam  besonders  möch,
te  ich  scine  nie  ve  erjagende  Ehrlichlit  bei  Ver-####tung

  der  Geldneichäfte  rühmend  hervorheben.)
Gott  der  Lort  be  II  ne  Herrn  Hofbauers  Eifert
und  Treue  im  Dienste  am  Allare  mit  einem
noch  langen  gesegneten  Lebenabend  und  eint
imit  der  cuen  Sellgleit  am  Throne  Gattes
und  Mariens?“.

Der  Karfreilag  hatte  sehr  unter  der
Ungunst  der  Witterung  zu  leiden.  Es  reguese
den  gamen  Tag,  und  abends  fing  es  an  zu
schneien.  Die  Feierlick  leiten  in  den  Kirchen  hat.
ten  zahlreichen  Besuch,  dock  bhlieb  das  schlechte
Wetter  nicht  ohne  Einwirkung  darauf.  Auf  die
Ausstatlung  der  bl.  Eräber  war  wieder  viel
Arbeit  vern  endet.  Der  weihevolle  Ernit  prägte
sich  uberall  auf.  Die  protestantische  Pfarrgemeinde
  feierte  den  Karfreitag  als  ihren  höch.
sien  und  ernsteten  Gedächtmistag  des  Kirchen.
jahres  mit  Abendmatlsseiern  und  feillicken  Golstesdieniten.
  Auch  hier  war  die  Teilmahme  sehr
groß,  namentlich  auch  von  auswärts.  Neuferlich
trug  der  Tag  den  Charalter  eines  halben  Feiertages.
  Heute  Samstag  sano  vor  der  Pfarrkirche
  die  Feuerweihe  statt,  der  sich  dann  die
übrigen  Ostersamstagzeremonien  unter  grer
Teilnahme  seitens  der  Gläubigen  anschlossen.
Die  Auferfiehungsseiern  leiten  dann  zum  Osterfinden

  an  beiden  Ostertagen  statt.

erhalten  sein.

 

feste  über.

Kirchenparade  und  Standmusik

Wie  wir
erfahren,  sind  es  die  letzten  musikalischen  Ver-#nstaltungen

  unserer  Bataillonskapelle.

Die  Stücke  der  5.  Krie  geanleibe.
Die  Stucke  zu  100,  210  und  500  Mark  der  5.
Deutschen  Kriegsanleihe  vom  Herbst  1916  sind
von  der  Reichsbank  bereits  geliesert  worden  und
lännen  bei  den  Zeichnungsstellen  abgeholt  werden.
  Wir  verweisen  hiezu  auf  das  Inserat  der

Banerischen  Fankelebanl,  Filiale  Rosenheim  in
r

heutiger  Nummer.  Die  Stücke  zu  1000
und  größere  werden  vorauesichtlich  im  Mai  zu
Die  späte  Lieserung  der  Obli.
gationen  wird  Manchem  sonderbar  erscheinen,
sie  ist  aber  talsächlich  begreiflich,  wenn  man  be-Flichtign=
  daß  die  Herstellung  von  ungefähr
7  Millionen  Stück  Werpapieren  und  von  ebensoviel
  Zinsbogen  dazu  der  Reichsdruckerei  eine
ungeheure  Arbeit  verursacht,  wozu  noch  das
zeitraubende  Sorlieren,  Unterschreiben  und  Ein.
kragen  der  Papiere  in  die  Bücher  der  Reichsschuldenvermaltung
  kommt;  endlich  die  Vertei.
lung  an  die  zahlreichen  Zeichnungsstellen  im
Neiche.  Die  Zeichner  können  ganz  beruhigt  sein,

daß  sie  die  Papiere  auch  richtig  erhalten  werden,


vie  ja  die  Zeichner  der  ersten  bis  4.
Kriegsanleihe  unüsen.  Die  Zeichnungsstellen  haf.
ten  ihnen  für  die  richtige  Lieserung.

Milch,  Butter  und  Käse.  Die  von  und
angekündigte  Verordnung  über  die  Bewirtschaf
tung  von  Milch,  Butier  und  Käse  ist  nun  erschienen.
  Der  Preis  der  Werkmilch  wiro  für
10041  Liter  von  190  Mark  auf  210  Mark  er.
hört.  Bei  der  besseren  Ausbeute  der  Som.
mermilch  tonnte  die  Erhöhung  des  Hersteller
preises  für  Mollereibutter  von  198  Marl  auf
210  Mark  beschränlt  uerden.  Demenisprechend
uurde  der  Er  eugerpreis  für  Landbutter  von
1.70  Mark  auf  1.800  Mark,  der  Preis  für
Butterschmal-',  das  im  Sommer  vor  der  Land.
butter  devorzugt  n#rden  loll.  von  2.10  Mark
auf  2.30  Mark  erhebt.  Om  Kleinrerkauf  werden
  danach  die  Preise  üünftig  betragen:  für
Mollereibutter  statt  2.20  Mart  2.30  Mark,  für
Landbutter  statt  2  Mark  2.10  Mark,  für  But
terschmale  stan  2.40  Mark  2.70  Mark.  Der
Kleinverkaufspreis  für  Rundläse  nach  Schwii-:erart
  isst  um  5  Pfg.  auf  1.40  Mark,  für
Tiliiter  Käse  ebenfalls  um  5  Aig.  auf  1.30
Mark,  für  inburger  um  10  Vig.  auf  80
Tig.  erhöoht  wo#rden.  Die  Preise  für  Speise
Quark  mit  50  Ug.  und  für  Kräuterläse  blei
len  gleich.  Die  neuen  Vorschriften  treten  mit
dem  8.  April  in  Kraft.  Vom  gleichen  Tage
an  ist  die  Wockenmenge  an  Fett  für  die  Vedarfeqebiete
  von  621:  Gramm  auf  75  Gramm
erhöl##  waorden.

Mehl  und  Brot.  Ueber  die  Regelung  des
Verkehrs  mit  Melll  und  Brot  gib!,  wir  a##tlich
bekannlgegeben  mird,  cine  Ministerialentschliclhung
  vom  26.  Mär:  1917  den  Kommunalver
bänden  eingehende  Anueifungen,  in  denen  angesichts
  der  geringen  Vorräte  die  sparfamste
Vemirishafing  nac-drücklich  eingesckärft  wird.
Weien.  der  in  beonders  geringen  Mengen
verhanden  in,  iü  ebens?  wm'  Roggen  z  94
Pro  ent  uszumarlen.  Hauehaltungsmehl  lann
rom  Kommunalverb#nd,  sou#it  es  um  Kocken
  Unumgänglich  nolwendig  ist,  vorweg  ge.
nommen  und  in  Anrechnuung  auf  die  Brotlarte
abgegeben  neren.  Dieites  Laushallungemei#l
darf  nicht  von  den  Bäckereien  abgegeben  werden,
  senit  andere  Vrrkaufostellen  zur  Ver.
fUgung  stehen.  Es  darf  nur  als  Speisemchl

vernendet  werden.  Zur  Broibereitung  gibt  es
dann  nur  mehr  Weine  nnachmehl,  Roggenmehl  u.
Geritenmehl;  die  Kommunalverbände  haben
dieses  Mehl  cinem  einheitlichen  Brolmehl
zu  mischen.  So#eit  in  Zukunft  noch  Semmeln
  hergestellt  werden  wollen,  lönnen  sic  nur
aus  diesem  Einheitsmehl  hergestellt  werden.
Der  Aufbem'ihrung  des  hoch  ausgemahlenen
Mehles  ist  besondere  Aufmerksamleit  uzuwenden.
  Die  Kommunalverbände  haben  ferner  u
prufen,  ob  nicht  infolge  der  höheren  Ausmahlung
  des  Brotgetreides  und  der  Verbilligung
  des  Gerstenpreises  das  Brot  billiger  ab.
gegeben  nerden  kann.  Bäckereien,  die  infolge
mangelhafter  technischer  Einrichtungen  schlechtes
Brot  herstellen.  sollen  ansgeschaktet  werden.
Die  strengite  Uebermachung  des  Verbrauches  und
der  Mühlen  wird  erneut  zur  Pflicht  gemacht.

no#h  München  auf  den  2

 

Die  Reichsreisebrotmarke.  Die  Gültigkeit
  der  allen  Reichsreisebrotmarlen  wurde
bis  15.  Mai  verlängert.

Auszugsmehl.  Das  in  den  neuen  Vor.
schriften  vorgesehene  Auszugsmehl  kommt  erst
dann  in  den  WMerkehr,  wenn  die  Restbestände
des  30proz.  Weizenmehls  verkauft  sind.

Französische  „Liebesgaben“.  In  Liebesgabensendungen
  an  franz.  Kriegsgesangens
wurden  verbrecherische  Aufruse  ausgefunden,  die
in  leicht  Palssserbaer  Geheimschrift  gehallen  woren.
  Die  Aufruse  versprachen  Material  zu
Brandstiftungen  und  Pastillen  zur  Verseuchung
des  VBiehs.  Auch  für  die  Kartoffelvernichtung
uurden  Anweisungen  gegeben.  Gleickeitig  wur.
den  Belohnungen  versprochen.  Die  kriegsgefangenen
  Franzosen  werden  also  von  ihren  Landsleuten
  zu  den  gemeinsten  Verbrechen  aufgesor-.
dert.  Die  Folge  wird  eine  Sperre  der  Palkete
für  die  Gefangenen  sein,  um  weitere  Erhebungen
dadurch  zu  gewinnen.  Den  Priegegefangenen
*  ird  llar  gemacht,  daß  ihnen  schwerste  Strafen

lach  den  Kriegsgesetzen  droben.  Auf  allen  H#-fan.
  u  krriegsgefangene  Franzesen  arbeiten,  ist
also  gröstte  Sorgsalt  und  Umsicht  geboten.

Ein  Luftbaflon  des  Luftschiffer.Ersatz=Tataillons
  München  ist  heute  vo#rmiltags  halb
10  Uhr  in  Münden  ausgestiegen  und  um  1.15
Uhr  nachmitlags  bei  Psfassenhofen  gelanket.
Die  Landung  vollzog  sich  glan  und  ohne  Zuischenfall.
  Der  Valson  wurde  entleert  und  mit
der  Gondel  verpackt  und  zum  Rücktranspo#rtt
Bahnof  Rajenheim  ver
bracht.

Bienenzuchtlehrgang.  An  der  Könial.
Alademie  fur  Landu##irtschaft  und  Brauerei  in
Weihenstephan  wird  vom  3.  bis  12.  Mai  ein
Vienemuchtlehrgang  abgehalten.  Der  Besuch  ist
unentgeltlich.  Bedürftigen  Teilnehmern  können
Beihilfen  gen  ährt  werden.  Gesuche  um  Zulassung
  sind  spätesiens  bis  15.  Mbril  an  die  Kgl.
Akademie  für  Landwirtschaft  und  Braucrei  in
Weihenstepk  an  bei  Freifing  zu  richten.  Den  Gesuchen
  ist  ein  kurzer  Lebenslauf  somie  Auskunft
über  die  bisterige  imterlt  che  Tätigleit  (Vorbildung)
  beizulügen.

Brünnsteinhauc.  Für  die  Oslerseiertage
ist  ein  Ausjlug  zum  Brünnjteinhaus  zu  empfeh
len.  Die  Weg-  und  Schneeverhältnifse  sind  gut,

für  Verpflegung  ist  genügend  gesorgt.

Lochries  Schihütte  der  Sekt.  Nosenheim.

  Während  der  Osterfei  erlage  ist  die

Hütle  geöffnet;  Proviant  ist  mitzunehmen.  Die
Schibahn  ist  gut.

Aufruf!

Der  hole  Wert  eines  geordneten  Fenerlösch
wesens  einer  Stadt  verdient  in  dieser  schweren
Zeit  umiomehr  Würdigung,  als  es  gill,  unersehbare
  Werte  zu  erhallen.  Die  Feuerwehren
ersüllen  cine  vaterländische  Pflicht,  wenn  sie
bemüht  sind,  Feuer  zu  verhüten  oder  durch
ihre  Schlagfertigkeit  die  verheerende  und  ver,
nichtende  Wirlung  des  entfesselten  Elemen#es
auf  das  Mindestmaß  zu  beschränken.

Die  Freiw.  Fruerwehr  Nosenheim  wurde  durß
die  vielen  Einberufungen  —  von  331  Mitglieder
sank  der  Stand  auf  183  so  geschräcki,  daß
bei  einem  gröferen  Brande  die  mit  Gerälen
rorzüglich  ausgestatlete  Wehr  ihren  Aufgabe
negen  Mangels  an  Mannschaften  nicht  in  vol.
lem  Maße  erfüllen  konnte.  Da  Gefahr  bestedt,
daß  durch  den  vaterländischen  Hillsdienst  die
Reien  der  Wehr  noch  weiter  gelichtet  wer.
den,  gestaltet  sich  die  Wehr,  an  die  Bevölke.
rung  einen  Aufruf  zu  richten,  der  Wehr  möglichst
  bald  beizutreten,  um  sie  in  ihrer  der
Wobfahrt  der  Stadt  gendmeten  Bestrebungen
zu  urnteritützen.

Das  Kommando  gibt  sich  der  Hoffnung  hin,
daß  der  Aufruf  einen  recht  guten  Erfolg  mit
sich  bringen  möge.  Nur  dann,  wenn  Alle  der
eiserne  Wille  bescelt,  nach  jeder  Richtung  hin
in  der  Heimat  nach  Kräften  mitzuhelfen,  kann
auch  die  Feuerwehr  die  hehre  Aufgabe  erfüllen,
  wesche  ihr  obliegt.  Auf  die  im  Anzeigenteil
  reröffentlichte  Einladung  zum  Beitritt  zur
Wehr  sei  befonders  hingewiesen.

 

Wetterberich  für  Somtag,  den  8.  April:
WVeränderliche  Bewölkung,  zeinvrise  noch  Niederschläge.


Klechuche  Nachrichlen.

Eine  aOstersammlung  zu  Gunsten
des  Roter  Kreuzes.  wird  auch  heuer  am
Pleset  in  der  Stadrpsarrkirche  um  6  Uhr,

7  Ah  und  10  Uhr  vorgenommen.  Angestch
  des  le  Zweckes  wird  die  Sammlung
bestens  empfohlen.  Kath.  Stadtpfeoerann  Rosenheim.


Der  Welt##tes.

Nach  der  u„  *
amerikanischen  Kriegsan  trages.

Washington,  6.  April.  Das  Nepräsen.
tantenhaus  hat  die  Kriegoresolution  mit  373
gegen  50  Stimmen  angenommen.

Renter  meldet:  Präsident  Wilson  hat  den
Kriegsantrag,  sowie  eine  Prollamation  über  den
Kriegemstand  mit  Deutschland  unterzeichnet.

Neuyor  k,  6.  April.  Senatsr  M.  Humbert
beantragte  eine  Entschließung,  die  Deutschland
noch  eine  letzte  Möglichkeit  des  Nachgebens  gewähren
  soll.

 

Aus  der  amerilanischen  Opposition.
Washington,  6.  April  .  Wider  Erwarten
machie  der  demokratische  Führer  Kitchin  der
Kriegsbill  Oppositien,  indem  er  erklärte,  daß
lein  Lebensinieresse  Amerilas  angetastet  werde
und  daß  kein  Einbruch  in  amerikanisches  Gebiet
drohe.
Amerilanischer  Eintritt  in  die
Entente.
Amstterdam,  7  April.  Das  amerikanische
Staatsdepartement  verhandelt  nach  Meldungen
aus  Washintgon  mit  den  Ententemächten  wegen
eines  Bündnisverhältnisses.
Der  erste  Kriegskredit.
Washingten,  7.  April.  (Neutermeldung.)
Der  Senat  nahm  die  erste  Kriegskredituorlage
über  100  Millionen  Dollar  an,  die  Präsident
Wilson  nach  seinem  Ermessen  verwenden  lamm.
Amerika  *  Rüstungen.
Washington,  7.  April.  (Reutermeldung.)
Nlodey  brachte  im  Senat  einen  Gesetzentmurf
ein,  durch  den  der  Kriegssekretär  ermächtigt
mierd,  die  zur  Verfügung  stehenden  Gewehra
samt  der  Munition  den  Mannschaften  des  inne.
ren  Sicherheitodienstes  in  allen  Staaten  und
Territorien  auszuhändigen.
Ein  italienisches  Linienschiff
"  VIIN
Vern,  7.  April.  Das  „Berner  Tagblat!“
meldet  von  der  italienischen  Grenze:  Dos  italienische
  Linienschiff  „Conte  dd  Cavzur“  vom
Tup  des  „Giulio  Cesare“  soll  gesunlen  sein.
Der  „Conte  di  Cavzur“  hat  eine  Wasserver
drängung  von  22  500  Ty.,  eine  Bestückung  von
dreizehn  30,5.Zlm.-Geschüben,  sowie  einer  starlen
  mittleren  Artillerie.  Die  Besatzung  hat  eine
Stlärfe  von  1007:  Mann.  Der  Panzer  ist  1911
vom  Stapel  gelaufen.

Eebte  Kachrichien.

Die  preutische  Wahlrechtereform.
RKöln,  7.  April.  Der  Berliner  Vertreter  der
„Kölnischen  Volkszeitung“  berichtet,  er  habe  aus
zurerlässiger  Quelle  erfahren,  daß  eine  Refonmn
res  preuß.  Wahlrechtes  nährend  des  Krieges
beschkossen  sei.  Ein  vorbereitender  Schritt  stehe
unmittelbar  bevor.  Die  Varlage  zur  Aenderung
Des  preußischen  Wahlrechtes  dürfte  gleich  nach

 

 

Ostern  bekannt  werden.

 

Na##a##dsuasea#s####s###t#######ern

 

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I.  bayerischen  Armerkorp#  2084  1  .,  -

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Bekmmmachuugs-»s«.M-Egtkgkksxnwchssksmsixmkzkm«-  -«·«--«-·I’

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gaͤrten  zu  vrgeben  sind  und  zwar  rDiebene-  Hle  in  der  jeteig##n  Net  an  Arbeltskräften  int  5

Am  1.  April  1917  tritt  eine  V#######chung  Nr.  W.  IV  n  der  außeren  Mangfallstraße  noch  4,  r  s

Mist-ItstwssmdBeichlcgusheuadJkamkw  ber  Anwesen  neben  dem  Eymnastum  noch  3,  s  M  Ufer  #  s

erhob-us  von  ——  nd  s#-#  #.  s  8  an  ur  ohenzollernstratßze  gegenuͤber  der“  Fen  2  —

betreffend  Hochstpretse  fñ  w  aller  Art  in  Kraft.  Peter  werden  eingsladen.  Anmeldungen  2  ,  .  .  2

———“—.B#z  —  al#h  nas  Oper  ———  —  ——.

und  wemnen  keu  den  K.  Beptrdes  outern  und  den  Stadtmagistraens  vormittags  zwischen  10  ————  —  9.

sewie  bei  den  Kandes#1  ammern  eingesehen  2  2—..—  G  rbh  n*

manden,  ben  31.  man  1912  *8  rirus  anzubringen.  Den  Sulls  N#a###  12  Toülephen  207  :=r

  ·  e  5  *

.  Der  Kommandierende  Geneval:  6  Rosenheim,  den  6.  April  1917.  2667  4%  e  .—  .  —  2

X*„:  von  der  Taon.  ———  —lltnl—————  ↄ24  2  6  Iss###e###iesss#####  ewsa#n###