Full text : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

Mummer  262

HWafe  Anzler.

mittwoch,  7  .  la  Nobchet  1918

 

 

 

 

 

 

  
  
     
    

     

 

  
 

 

  
 
  

 

 
 
 

 

 

 

 

 

      
    

    

  

 
  
 

 

—  2  —  —  l  iece  Niim,  wch
Kairkk-Lonssmueroin  Rose#fm—°—..  í,,  ——
+  **s-  ill  -  r  0  –p"*½  Mier
S.  G.  m.  b.  H.  di  Ur  ea  |1  t  Re  *  X  -  .  vollem  Art-mer«  mich  Ftieas.
1  .  i  inva  1
Verkaufsstellen:  Jahrcsumsatz:  deiné  Ziur  9  d  FEi#n.  i#lindedöhbu  2  5  ½  5  criklis  "ilr  .  R  nva  gllckich  *05
E———  137  421,00  *  daß  das  Botel  „Dd  C#  110  1  Kalj  t  2h  --  à  run  dem  Holden-  zu  verehelichen.
I  e  lsaben,  de
Dem  Statut  entsprechend  berusen  wir  hicmit  *  peute  Unter  dem  Tienen  i-i  eter  0  rei  rellhuber  3S.rikten  unt.  U.  K.  polllcgernd
die  diesjährige  9797/  —  EsN.n“B  *  n  1  '-.,.  Iwmm
U#n  *7  "  EGil  1  6  rnlprviur  Amue  5  nd  laden  Eim  modern  ech  du#er
1  .  -  ..  «  «  *  #:  der
IILIIIIIEIIIII  „d  8  *s4  #  "  «  L-  —  Cest  hof
auf  Sountag,  den  17.  November,  nachm.  3  Uhr,  Eilergeführ  zr  nctnn  6  5  «  n*
zem  goldenen  Hrschen  (Grabbichler)  in  Rosenheim  ein.  1h  tergesohet  wirch.  1  *  1%½  ertondccafl.  osrls  *  7  “
Hechachtnesvoll  vnbiin  vor
Ta  BzesOr  dnun  8  Ro:enbeim,  2.  Nov-en  he  (9/#%  zu  Fa#nenour  r  s
I.  Geschäftsbericht  des  Vorstandes  und  Vor-  r**“  ois  5  ch.  453—
legung  der  Jahresrechnung.  —“*-  Thoncs  92
2.  Bericht  des  Aufsichtsrates.  N#rrenfehrra  #n  Gi..—  d
1RBaculato  ·  urd  oln  izen  *  E  ga  Finzah
3.  Genehmigung  der  Jahresrechnung  und  Ent-  .-y  **.——..  ——  4  uirnr  —ie  9.  .  Tn.
lastung  des  Vorstandes.  —  oil  vN  vv  beboie  5  Vreuele  #acz  sind
*  4  11  11—  ente:
4.  Statutenänderung:  8  33,  37,  38.  II  Jorf-  EIII  an  die  Exb.  ziskenr  nt-5.
  W.#  von  Aufsichtsratsmitglieder.  Tchhtiger,  mieltrfreier  ve  5%  "  *  "„  Herren  4  2  den
.-  .  .-..  -  ssisot  :.«-.  *7°  Sesnteme  gn  4%%
6.  Verteilung  3  Reingewinn.  *  rere  —  4.  .  tPN  *3  zo  GKn  ½
Die  werten  Mitglieder  sowie  deren  Frauen  61  Elm  um  (Caberiuechen  1u14,  v  l  .-.-.«""«  AMIIMHNUU.t»—.m(d  uppr
laden  wir  freundliehst  ein,  mit  der  Bitte,  zahlreieh  wert  Vernes  3Materheie-  Junger,  geietzter  on  ull  Sen  «  mammul
erscheinen  zu  wollen.  Fuhrknecht  einen  V.ien  ol-  r*1  5  *7
D  i  :  u:  das  Kraftwerk  in  Stein  a  )  n  4“  6  ½#l
-er  Aufsichtsrat:  asant.  4  1.  münt  *!
Joser  Bünler.  (7.  lsn.  »it  *  siswi  !§
NB.:  Konsumvereinsmitglieder  legen  ihre  Spargelderiz  #l:7  iih  in  srtrie:  1.
am  Vortcilbaftesten  bei  unscrer  Sparkasse  an.Husil.  c  osc  an  *
Fschier  vell  Etlin##  --.  »  ***  «
.-,-  ,»  „
Jängerer  9·79  6%.  lhne  52.  4  1.  5m  im  *  5%
r*i  "
-  Szz  4
hrlinge  Seie¾  e
4  v  iee  .:s-  ·.  -  ufür
  Schrelnerel,  Schlosserel  und  Dreherc  bel  guler  —3  1½3Q8  in  kaiens  -—
Behandlung  sofort  gesuchl  9.10  rs  36  *WPr“¾7  3%  .  --—--—
Fütllnlekksmflundgulesckpstrgtmqlflgccokgi.  t  F  t  nnnr  E  r  E—  *0  17  *n½
.-  :  uad  Lehrling  eit  Ennt  Bhansen  vr  r!“*  4  *  b
Anton  Schlüter,  Sreifing  dres  Erpedilien.  Ind  *-  ".  8  1n  mie  7rr  7  Oe
.  -.·-  4  8  l  –

  

Elsengleßerei  und  Maschinensabrik.

 

Maschinen-Fräntein

 

Sür  dauernde  Arbeit  suche  ich  -eiert

tüchtige

Schreiner

Sabrikkantine.

Zwihhen  yir  Himmel  und  Erde.

Roman  von  Ollo  Ludwit.

E  Jörg  von  Blechschmied“,  sagte  Valeutin,
  „der  die  blechernen  Guirlanden  vollends
ringt.“

 
 
 
 

„AUnd  da  ist  er  erschrocken  mit  seinen  Einbildungen
  und  hat  gemeint,  sie  bringen,  wer
wei  wen.  o  iflt  der  Fric

4  „Auf  dem  Kirchdach,"“  entgegnete  Valentin.  1#

„Gut,“  sagte  Herr  Nettenmair.  „Sag  Er;
dem  Blechschmied,  er  soll  hereinkommen,  menn
er  fertig  ist.“  Der  Geselle  tat's.  Bis  jener  hereinkam,
  Asuhr  Herr  Nettenmair  noch  in  gedäm,
teren  Tönen  in  seiner  Strafpredigt  fort.  D
Heten  fühlte  sich  Valentin  beschämt,  als  trusshn
  die  Strafe  verdientermaßen;  und  er  hörle
*  alten  Herrn  mit  Andacht  und  Zerknirschung
,  bis  der  alte  Blechschmieogesell  hereinkam.
Hen-  Nettenmair  faßte  den  Stock,  den  ihm  Vaentin
  in  die  Hände  gab,  setzte  den  Hut  tief
sini  die  Stirne,  um  der  Welt  so  viel  als  möglich
von  dem  unfreiwilligen  Gestänonis  der  toten
Auge  e  zu  entziehen,  und  schüttelte  sich  malestälish
i  e  blauen  ck  zurecht.  Valentin  wollle
führen,  aber  er  sagte:  „Die  Frau  braucht
;  zindu  Er  wiro  wissen,  was  Er  in  meinem
Haufe  zu  tun  hat.“  Valentin  verstand  den  Sinn
z  diplomatischen  Rede.  Der  alte  Herr  machte
n  verantwortlich  für  das  Benehmen  der  Frau.
tcr  Nettenmair  aber  wandte  sich  nun  dahin,
wo  des  Blechschmiedegesellen  Respekt  in  ein  leijies
  Räuspern  ausbrach  und  fragte  ihn,  ob  er
eit  habe,  ihn  bie  auf  das  Turmdach  von  Sankt

 

für  Maschinenarbeit  u.  Holzbearbeitungsmaschinen.
  Gute  Verpflegung  in  eigener

Anton  Schlüter,  Kein#g
Eisengießerei  und  Moaschinenfabrih.

  
  

Waraus  wandte  er  sich  wieder  zu  dem

wieder  zusammen.  Er  schlug  die

 

 

 

——.—

r*

   
  

wieder  aufnehme.

 

Gebe  hiemit  bekannt,

2  KÜUPRAXKXITS

ch  LonERSTAR,  den  11.  Houschber

Phi.  AppaI  Denust  Rorenhe:  #,

2

—

 

 

.9  *  n

daß  ich  meine

—

t

—  .  *5*  •

 
 

      
 

47.  -“

55

 

  
     

-

 

 

fürs  #to  sotort  ges  Bl.  «
.  ·  .  —  «  d  Küche:  42
eh.  Cxe  10  N—  "*rr  abPorbnrn
Neh.  Cro.  Pröchin  «  Hobelbor
2  migee  837  *  9en  10  *  ——’i
*2  #pehen  gelust.  Kann  sofort  cintreien.  Schlaff  Gelse  .«  »Du-  VI  a  en
E  Sreih-r#r  ve  Crallsheim  ti  “  *  wöene  16  inr93  Krrern
v  "Sch.  und  1.  8rmm  zu  micte.  (ach  4%  7  J.  1.  IEFNT  “
*.  #ch  und  Haurhur  5½%  —  dr  5  "  Seilchrie  52  Gi  6  n.  uSranTt
—  .-  ihre-U

.-:..(«k  -:.I«!1..1on.»«-:1.«-k«.-.1f11
l«  's'II«-!-’.ns«n»,«"«::

 

    

 

4
34
9835  *

8

4

 

NDS

 

 

 

i  wo  sein  alterer  Sohr  vdrbeite
ed  bejahle  c.  Valentin  wagte  noch
den  Vor-  schieg  9,  Herrn  Frith  lieber  rusen  zu  la'
ssen.  Der  alte  Herr  sagte  grimmig:  „ich  muß  ihn
oben  sprechen.  Es  iist  wegen  der  Netarcn
D1°
schmir#eg:  seilten.  „IJch  werde  seinen  Arm  secn
sjagte  er  mit  herablas  #endem  Grimm.
iciee  elmaz;  an  den  Augen,  aber  es  ha
sagen.“
Valentin  sah  den  Ce#enden  eine  Wiile
sch##ttelnd  nach.
Augen  wyr,  siel  die  Zuversccht,  die  er  der  re
soluten  Gegenwart  des  alten  Herrn  verda:  #,
Hände  ineinar
#er  vor  Augst;  da  ihm  aber  einfiel,  er  siehe
kn  der  Haustür  uno  sei  verantwortlich  für  jeder
Gerede,  das  der  Ausdruk  seiner  „Einbildun
gen“  veraulassen  klonnte,  tat  er,  als  habe  er  die
Gände  ineinander  gelegt,  um  sie  behaglich  zu  reimen



.
*55½1

enichts

en
Der  Blechschmiedegesell  hatte  gehört,
Hstenmer!  sei  schon  seit  Jahren  blind;
elbst  hatte  ihm  gesagt,  sein  Augenleiden  sei  unbedeutend;
  er  merkte  bald,  die  Leute  möchten
dolh  Recht  haben.  Nun  nickte  ein  rasch  Vorüber-=gehender,
  und  auf  sein  „Wie  gehts:  liächelte
der  alte  Herr  wiederum:  „Ich  leide  etwas  an
den  Augen,  aber  es  hat  nichts  zu  sagen.“  Ueber
jeden  andern  an  Herr  Nettenmairs  Stelle  würde
  der  Gesell  gelacht  haben;  aber  die  mächtig  ge
Rerseaichreit  des  alten  Mannes  setzte  ihn  so  in
pekt,  daß  er  den  Widerspruch  seiner  sinnlichen
Wchnehmon  mit  dessen  Worten  auf  sich  bernhen
  ließ,  und  zugleich  seinen  Sinnen  glauble:

1

5*lolimen  eines  dritten.
Als  der  alte  Herr  aus  seinm

 

dete  ähnliche  *“  il-·Tsmkctc5u.ietiisi
  Heil

,1)cn««  herausgeso  Redert  war.
Herr

der

Warum.

2  unmöbiorta

mit  Wärav’assctheizung,  clebirisch

07  ag  M.  tatza  unA  Det
FF.  int  .  .  #:  «  *  %"  "  A½
5  1
in  cinemn  n###  liaus
im  Zernlrüm  der  Sta#ltsin.

Lin  im  mor

ichi  unid  se- 



 

 

 
    
  
 
 

mair  seibst

Das  Ersche  inen  des  al
he  war  ein  Wunder.  urd!
sehen  gemacht  ha#en  und  ker
husdenn  2  idefc
ten  worden  sein,
Ausmerisameit  vo

 

 

*.
halblaut  und  schnen  Ausgesprochenes  durch  die
Straßen.  Zwei,  drei  blieben  stehen,  das  Nähervierten

  abwartend,  der

1  ihn  1½

-n  %4

sich  mersen  lieb,  er  ##.  2M  onrr  a

Doet  ver

„irah
il  l  ji  I.
rüher

e

dilen.
t  scho

        
 

immer  begann  es  mit  cn#am:  2.,Weitt  ih
(das  oft  von  cinem:  „Aber  wa  it#  de  2  gesche-Herr
  Nettenmair
Frauchte  nicht  zu  fragen;  er  wuhe,  ohne  daß  es
ihm  einer  zu  sagen  brauchte.  was  geschehen  war;
aber  er  durfte  sich  nicht  merten  lassen.  wic  er
wus  te,  daß  man  eigentlich  ihn  hüätte  fragen
müssen;  man  wollte  nicht  allein  wissen,  was  gen
schehen  war;  auch  das  Wie  und  Wodurch  un
Der  Blechschmiedegeseille  meinte,  Her
Nettenmair  wollte  an  ihm  niedersinken,  aber  ver.
alte  Herr  hatie  sich  nur  an  den  Fuß  gestoben,
„es  hatte  nichts  zu  sagen“.  Der  Gesell  fragte
einen  Vorüberreilcnden.  „Ein  Schieferdeder  iii
verunglücht  in  Brambach.“  „Wie  denn?“  frag.
te  der  Gesell.  „Ein  Seil  ist  zerrissen.  Weiter
weiß  man  nichts.“  Herr  Nettenmair  fühtte,
#ie  der  Gesell  erschrak,  und  daß  er  über  den  Geanken
  erschrak,  der  Sohn  des  Mannes  war  verunglückt,
  den  er  führte.  Er  sagte:  „Es  wird  in
—ambach  gewesen  sein,  die  Leute  haben  falsch

5
12“  1

    
  
  

paratem  Ienzz  an  inzonen,  ScC  .:  2
SS-——-...  14  ####  vermicte  #ng  "  «
—  1½  E  ¾

A##ulch:s

 

i  1  ½  Ur.  V
drn  *
den  i  I
r  srone  ran  es  2
Gerichten,  allen  1nteriuungen.  aus
beben  Das  Etwas,  des  er  meinte  ##
em  hartes  —  sein;  denn  er  beb  die  ¾⅞¾  »
Biscme  als  et  mitt  dem  Kopfe:  *5"“  und  ʒ.

      
 

 

o
bon  s#  ze
Hert  Moi.

ureene
"1  reh
Der  alle  Lerr  har  *l7  g.  *!r  v72,  er  n###ssse  in
Sehn  auf  dem  PKirchendach  sprechen
der  Reparatur.  Er  hatte  Vi#e  Absicht  in  seiner
  diplomatischen  Art  geredet.
Es  mußte  auf  dem  Kirchendache  seis  und  es
galt  eine  Reparatur.  aber  nicht  die  des  Krchendaches.


lat

  

14.
Zwischen  Himmel  und  Erde  ist  des  Schieferdeckers
  Reich.  Zwischen  Himmel  und  Erde,  boch
oben  auf’dem.  Kirchendache  von  Sankt  Georg,
sche  affte  Fritk  Nettemmair,  als  der  alre  Herr  sich
die  Treppe  ön  im  l#naufführen  ließ.

Hier  herauf  war  Frit  Nett###mair  gesloben
vor  den  Augen  der  Menschen,  die  er  alle  auf
sich  gerichtet  meinte,  hier  l##rauf  hatte  er  sich
gelluchtet,  vor  seinen  Gedanken  in  eden  u#-tenden
  Fleiß.

[Fortsehung  folgt.)