Von der Rückkehr aus dem heiligen Lande 2c. 283
St. Zeno.) Gegen Ende Mai trafen dann beide in Regensburg J1#7#/64.
ein wo der Kaiser vor seinem Aufbruche noch einmal die Fürsten
des Reichs möglichst vollständig um sich versammelte, um seine letzten
Anordnungen zu treffen und zuagleich angesichts des nun bevorstehenden
Entscheidungskampfes mit Alexanver III. eine schon seit
Jahren schwebende Angelegenheit zu erledigen, welche vas südliche
Baiern zum Schauplatz wilder Verwüstungen und Fehden machte:
es war dies die Angelegenheit res Erzbisthums Salzburg.
Es war ein Reichstag so glänzend, wie man ihn seit Menschengedenken
nicht erlebt: fast alle Fürsten des Reichs hatten sich dazu
eingefunden.) Der. im Jahr 1172 unter scheinbarer Zustimmung
des Kaisers zum Erzbischof von Salzburg erhobene Sohn des
Königs von Polen, Ladislaus, war in Folge seines Anschlusses an
Alexander III. bei Friedrich bald ganz in Ungnade gefallen. Wie
schon früher einmal, war in Folge der gegen den Erzbischof ausgefsprochenen
Acht vas ganze Erzbisthum eine Beute der wilden Raublust
der großen und kleinen Ritter geworden, ein verwüstender
Kampf vurchtobte seine einft so blühenden Gefilde. Der Erzbischof
umd die trotz aller Verfolgungen noch immer zahlreichen ihm und
Alexander III. anhängenden Geistlichen waren ihres Leibes und
Lebens nicht mehr sicher. Jetzt, da der Erzbischof selbst durch dies
schwere Unheil, das über ihn und seinen Sprengel hereinbrach,
nicht gebeugt wurde, sondern mit unerschütterter Festigkeit an dem
von Friedrich bekämpften Papste festhielt, beschloß der Kaiser den
letzten noch übrigen Schritt gegen ihn zu thun. Unter dem Geleite
selnes Oheims, des Herzogs Heinrich von Oesterreich, erschien der
Erzbischof selbst auf dem Regensburger Reichstage. Alle seine
Suffraganbischöfe, mit Ausnahme Alberts von Freising, die Prälaten
des ganzen Erzbisthums, die zahlreichen Ministerialen der salzburger
Kirche, alles war zu diesem entscheidenden Tage auf des
Kaisers Befehl herbeigeeilt. In voller Reichsversammlung nun legte
Friedrich den Bischöfen die Frage vor, was gegen den widerspänftigen
zu beschließen sei. Zuerst um seine Meinung gefragt, antwortete
der zum Bischof von Brixen gewählte Magister Richer, daß er
aller seiner Würden zu entsetzen sei. Die Suffraganbischöfe pflich-1)
Reg. 147. tate Ratiepone 7. kal. Junii celeberri-2)
Chron. Magni Presbyteri. mam, quod nulla memoria est unquam
Mon. SS. XVII, p. 498: — a. 1174 telem habitam in partibus Bawarine.
imperator erlebravit curiam in eiri-