Numm̃er 208
kunächst un Schoße einer Kommission. Clemenreau
erklärte in seiner iurren Rede u. a.: Es
st nur gerecht, daß die Regierung ihre Blicke
nach dem Parlament richtet, von dem ihre Stärle
E“ S#e muß ihm das Lob ausstellen, *
es in den schwer'ten Stunden keine
gezeigt hat und uns die Mittel rr *
den Sieg vorzubereiten. Die Kcanshe beschloß,
die Rede, die politisch belanglos ist, anschlagen
Deau lassen. Nach der Rede Cleinen neeaus gab der
Rammerpräsident dem Hause das Urteil des
Staatsgerichtshofes gegen Maloy bekamnt. Es
am auch hier nicht ##u der geringsten Aussprache.
Der Abgeordnete Grodet verlangte, daß diese
Angelegenheit einen Ausschuß von 14 Mitglicdern
überwiesen mürde, in dein alle Parteien vertreten
seien. Der Vorschlag wurde angenommen.
Am Vormittag hatten die sozialistische und die
radikal-sozialistische Parteigruppen getagt und in
einer Tagesordnung nochmals gegen die Verurteilung
Malvys protestiert.
Die diplomatischen Beziehungen mit
Pern abgebrochen.
* Berlin., 7. 9. Die diplomatischen Begiehungen
zu Pern sind seit dem 8. Okt. vor.
I. abgebrochen. Eine Kriegserklärung ist nicht
erfolgt. Die Zahl der deutschen Schiffe in
Callav wird verschieden angegeben, es sollen 10
bis 16 sein, die von der seit einiger Zeit erfolgten
Beschlagnahme betroffen worden sind.
Toiliische Mndschan.
Die Ersabtzwahlen für Vollmar.
5 München, 7. 9. Die sonialdemokratische
Wahltreislonseren: Munchens beschloß. sür den
Genossen Georg v. Vollmar, der bela#tlich seine
Abgeordnetenmandate niedergelegt hat, zu den
Ersatzwahlen aufmuellen Genossen Erhard
Auer für den Reichskag und Genossen Hans
Ischinger für den Bayrischen Landtag.
Keine Entlassung des Jahrganges
1870. In der Erieide ung einer voln Abg.
Dr. Müll. Meiningen an das Eriegeminier
rium gerichteten Anftage wegen Enllassung der
allesten Jahrgünge hriöt es: „Auf den Antrag
betreffend wngehende Emlassung der Jahrgänge
870 bis 1372 wird #nitgeieilt, daß das Kriegsministerium
von seinem wiedergolt zum Ausdruck
gebrachten Slandpuntt nicht abweichen
kann. Eine Emlassung cuch nur eines Teiles
des Jahrganges 1870 ift für abschbare Zeit
umnöglich.“
hol- und personglaachrichm.
* München, 9. September.
In die Adeleinatrilel wurden eingetragen
a#en 30. August 1913 der Oberleutnant
im K. 4. Juvanteric Regiment Ludwig Ritter
von Fiusterlin für seine Person als Ritler des
K. Militär-Mat-Joseph-Ordens bei der Ritter-Klasse,
am 2. Sepiember 1918 der K. Regierungspräsident
a. D. Adoiph Ritier von Neuffer #nit
seinem Sohne Wilhelm von Neusfer, M#rkor#im-General'tab
beim Oberlommando der Armeeabteilung
in erblicher Weise vei der Adeloklasse.
Küncheser Leutgkeiten.
I Aufregender Vorfall. In der Theatinerstraße
ereignete sich am Ereitag vormittag
ein aufregender erjan. Nach einem turzen
ehelichen Streit uolle sich eine etma 25 Jahre
alte Goldsticker rin vom viecten Stockwerk auf die
Straße Kürten; sie schwang sich über das Blumengitter,
blieb aver daran hängen. Dem Ehemann
gelang es, die mit den Händen am Blumengitter
sich anhallende Frau rechtzeilig hereinzuholen,
ehe sie ganz abfiürzte.
Der Bayerische Landesfeuerwehrverband
beging am Samotag und Sonntag
die Gedeniseier seines 50jährigen
Bestehens, der ernsten Zit entsprechend in
einfacher, aber würdiger Weise. Zu Gunzenhausen
im Mittelfränlichen vor zö Jahren gegründet,
hat sich der Verband seit diesem halben
Jahrhundert m einer der m- Ichtigsten Körperschaften
Baxcus entwickelt, die in nie versagender
Weise ihre Tätigseit in den Dienst des
Gemeinwohles stellt. Hente umfaßt der Verband
nahezu 8000 Freiwillige Feuerwehren mit
etwa einer halben Million Mi itglieder.
Ba##erische Uacheichten.
( Ein Soldat erschossen. In Ingolstadt
wurde bei Abwehr eines Einbruches in die Harderkasematte
ein Insanterist des 1. Bataillons
#3. Ersatz-Infanterie-Regiments erschossen.
Grenzlande.
Worgl, 7. 9. Ein Wachtposten überfallen.
Der Wachtposten bei den Kriegsgemüsegärten
auf dem Egerndorfer Walogrund
wurde in der Nacht rum Mittwoch das Opfer
eines Uebersalles. Während er auf dein Acker
entdeckte Diebe anging, wurde er rücklings übersallen
und durch mehrere Stiche in Kopf uno
Mũden lebensgefährlich verletzt. Aus den notigen
Angaben des Postens geht hervor, daß
eine sge Bande einen plonmäßigen
Raub ausführte. Von den Tätern konnte bis
inn nichts ausgekundschaftet werden.
— Anzelger
wörgl, 7. 9. Jrrsinnig geworden.
Der Burgstallerbauer aus Niederau wurde am
Dienstag, als er mit einem Fuhrwerk in Wörg:
weilte, plötzlich irrsinnig. Er detolierte seinen
Wagen und wollte schließlich mit dem Pferde in
die Kirche reiten. Der Bedauernswerte wurde
voin Gendarmeriewachtmeif ter mit Hilse von
Soldaten überwältigt und in das Spital ge-Jss
Oberland.
cieferina, 7. 9. Brand. Am Freitag
brach 4 Uhr früh in Liefering ein Brand aus,
vermutlich durch Brandstiftung verursacht, der
drei Bauernanwesen einäscherte, darunter die der
Bauern Hormmeier (in russ. Gefangenschaft) und
des Kobauern Nadauer. Alle Fahrnisse und
Erntevorräle verbranmen mit, das Bieh konnte
bis auf einen Slier gerettet werden. Bein Kobauer
verbrannte auch gehamfstertes Goldgeld
samt einem Sparlassenbuch.
( Prien, 6. 9. Ankunft der Königin.
Mit dem sahrplanmäßigen Schnelleuge 12 Uhr
50 Minuten mittags, dem ein Salonwagen angeluppelt
war, kamen gestern die Königin und
Prinzessin Wiltrud mil Gesolge hier an.
1 Chieming, 6. 9. Unglü desall. Der
11-jähr. Sohn Alois Einsiedl des Oberschalmer
von Stöttham lam so unglücklich in die
Transinission, daß ihm der linke Arm bei der
AUchsel vollständig weggerissen wurde.
Traunstein, 7. 9. Die Hamsterin im
Gefängnis. Die Stadtpolizei entdedte im
Holel Wüpauer mujangreiche Lebensmittelhamklereien.
Die Hotelleiterin murde hierwegen zu
drei Tagen Gefängnis und 700 Mk. Geldstrase
recht sträftig verurteilt. DOer Magistrat llagt
in der Lolalpresse darüber, daß Schutzmannschaft
und Gendarmerie in der Aufdeckung von Hamstereien
inobe sondere Fremder von der Bevöllerung
so wenig unterflützt wird.
Teisenderf. 7. 9. Eigenartiger Unfall.
Am Freilagvormittag war der 37 jährige
Mathias Warislohner von Karlsbach mit Streumähen
beschäftigt. Als ihm seine Mutlter eine
Joppe bringen wollee, weil es stark regnete,
fand sie ihn, init der Sense im Arm, lopfüber
auf dem Vergabhang nächst dem Teisendorser
Friedhof liegen. Es wird angenommen, daß
er einen epileptischen Ansall erlitt und hilflos
ersticeen mußte.
Eiselfing, 7. 9. Einbruch. Gestern n00
mittag zwischen 1 und 2 Uhr, während die
mohner auf dem Fel#e arbeiteten, drangen Eir.
brecher in das Haus des Varth. Hosern in Walch
bei Eiselfing und raublen über 500 Mil.
geld, sämtliche Schmudsachen, 2 Lerrenanzüge
mit Uhr und Keite, vergaßen auch nicht an
Gutter und Schmal; mitzunehmen, was im Hause
Mar.!
BVad Reichenhall, 7. 9. Aus dem Rathaus.
Wagijt ratsrat und Hotelbesiher Joh.
Jung hat sein Rücktrittsgesuch unterbreitet. Mit
Rüdsichl auf dessen angegrifsene gesundheitliche
Verhältnisse und Arbeite Süberlastung. — sein einziger
Sohn besindet sich in sranzsischer Gesangenschaft
muß dem Gesuch statlgegeben
werden.
Vad Reichenhall, 7. 9. Als Täter des in
einem Haus an der Frühlingstraße verüblen Einbruchdiebftahle
kommt der angebliche Mar Frey,
geboren 1902 zu Rosenh-##, in Betracht.
6 Klich sich in das Erdgeschoß und flahl aus einem
Zimmer I Mi. Bargeld und verschiedene
Schmucksachen. Vie letzteren sind beigebracht. Am
Nachmittag 1J. Sept. löle sich der Dieb
am Bahnb# eine Fahrktarte nach Freilassing
und verschwand.
Folzkirchen, 8. 9. Protest der Milchbauern
gegen den Städtetag. In einer
am Sonntag in Holktrchen abgehaltenen, riesig
besuchien Mischbauernversammlung wurde
nach Reseraten des Landrates Eichner-Jaßberg
eine längere Resolution angenommen, in der
hes u. a. heißt:
1. Die versammelten Milchbauern des Oberlundes
protestieren gegen die Art und Weise,
wie der Bavyerische Slädtetag die Milchpreisfrage
behandelt hat. Der stete Nückgang der
Milchproduktion allein imußte den Städtern zeigen,
daß jeder andere Wirtschaftszweig rentierlicher
i#t, als die Milchwirtschaft. Es kann auch
von der opferwilligsien Landwirischaft nicht verlangt
werden, daß sie unter den Gestehungslosten
liesert und es ist tief zu bedauern, daß man den
herrschenden huten Willen der Bauern durch einseitige
und die Lage völlig verlennende Pedensarten,
wie jenc, es beilehe kein Grund zu einer
Milchpreiserhöhung mit Gewalt zerstört. Die
Bauern verlangen, daß endlich einmal eine einwWandfreie
rechnerische Aufstellung der städtischen
Güterverwaltungen über die Milchproduktionslosten
vorgelegt wird und erst dann haben die
Städter das Recht, den Bauern die Produltionslosten
vorzurechnen, wenn sie ihnen au die Produltion
zu niedrigeren Preisen vorma
2. Die versammelten Bauern anera trotz
der hafligsten Angriffe ihr Möglichstes in der
Miilcherzeugung und Ablieferung an die offiziellen
Stellen zu tun, letzteres um so mehr, als sie
die Erwartung hegen dürfen, endlich ab 1. Ok.
tober einen voen Erzeugerselbsikosten näher koinmenden
Preis zu erhalten.
bol#gacrichten.
ose nheim, 9 *–
Auseichnunyen im Felde. Der Pioniex
Wilhelin Lidlederer, Sohn des Oberlokomotioführers
Wilh. Lidlederer von hier, der
früher in der Fiona Albin Beilhack tätig war,
wurde für Eiin tapferes Verhalten auf Palrouille
mit dem E. Kr. 2. Kl. ausgezeichnet. Zum
bayer. Uchhan Verd.-Kreusz 2. Kl. mit Krone
und Schwertern, erhielt Feldint.-Assisteut Langlammerer,
früher Not.-Buchhalter in Roseuheim,
numnehr auch das Eis. Kr. 2. Klasse. — Der
Insanter#t Johann Niedermaier in Haring,
Ede. Neulirchen, wurde für hervorragende Tapferkeit
mit dem Eis. Kr. 2. Kl. ausgezeichnet.
Niedermaier steht an der Westfront.
Den Heldentod fürs Vaterland
starb am 24. August bei den schweren Kämpfen
usn Westen Herr Alois Loichinger, Bäckermeisterssohn
von Nosenheim, VBizefeldwebel in einem
bayer. Res.-Jnf.-Reg. Bei Kriegsausbruch altio
dienend, rückte er mit seinem Regiment ins Feld
und länpfte in den meisten großen Schlachten
an der Westfront ruhmreich mit. Das Militärverdienstireuz
3. Kl. #nit Kr. und Schw., sowie
das Eiserne Kreuz 2. Kl. schmückte seine Bue
Am 15. Auguft ds. J. lehrte er nach kurzem
Urlaub zu u seinein Truppenteil zurück, wo ihn nach
wenigen Tagen im schönsten Alter von 27 Jahren
der Tod ereilte. Möge deim tapferen Helden
die Erde leicht sein. — Am 15. Juli starb ferner
den Heldentod infolge Granatschuß der
Vizewachtmeister und Ofssizieraspirant Franz
Konstantin, Kaufmann in Mosenheim. Inhaber
des Eisernen Kreu:es 2. Klasse. Der Held, der
ein Alier von 20 Jahren Friche, war seit
Wochen verminzt. Nunmehr traf bei der Batlerie
die traurige Gewißheit ein vom Hinscheiden
des Helden. Der Führer der bayerischen Infanterie-Geschütz-Batterie,
der der Verblichene
angehörte, rühmt ihn als einen der Besten, der
sich in den sahlreichen schweren Kämpfen der
letzten Monate trefflich bewährt habe. K. I. L.
Das Preußische Verdienstkreur für
Kriegehilse. Oberamtsrichter Karl Hahn
am Amtegericht Rosenheim murde in Anerkennung
der besonderen Verdienste um die Werbetätigleit
für die 8. Krie Seauleihe mit dem K.
Preuß. Verdienstlreuz * Kriegshilfe ausgezeichne
Iuetschgen: ;erkauf. Der erste Waggon
Zwetschgen ist heute früh eingetrofsen 8
lam am Lagerhaus zum Verlauf. Weitere zwei
Waggon befinden sich unterwegs und werden
voraussichtlich am Dienstagvormittag hier sein.
[Der Verlauf geschieht gegen Nr. 2 der Gemüselarte
und lommen auf jede Marle 112 Pfuno
das Pfund zu 33 Pfg. zur Abgabe. Nochmals
wird darauf hingewiesen, daß genügend Zuotschgen
eintreisen, um alle arlen beliefern zu
tömen. Es ist deshalb nicht nötig, daß das
Publilum wie beim heutigen Verlauf so außerordentlich
andrängt.
Die Schwarzschlachtungen i im Reich.
Wie die sächsische Regierung in einer Denlschrift
mitleilt, sind in Deutschland sast 600 000 Rinder
mehr verbraucht worden, als der normale
Nachwuchs gestattet. Ohne Nachweis des Verbleibens
sind nicht weniger - 216 000 Rinder
verschwunden und 1300000 Schafe verbotswidrig
geschlachtet worden.
Gemüsewucher. Kürzlich wurde in Reichenhall
eine Obsthändlerin angehalten, die für
drei kleine Rettige in der Größe von Walnüssen
60 Pfg. verlangte. Gegen die Händlerin
wurde eine hohe Geldstrafe wegen Preistreiberei
ausgesprochen. (Zur Nachahmung auch anderswo
ecinpfohlen.)
AUeber Versetzungogesuche der Beamten
wird im Verkehreministerialblatt betanntgegeben:
Es mehren sich die Fälle, daß
Beamte, deren Gesuche um Versetzung an einen
anderen Dienstort entsprochen wurde, um Rüggängigmachung
der verfügten Versetzung einkoinmen,
weil sie am neuen Ort keine ihren Verhältnissen
und Wünschen entsprechende Wohnung
sinden können oder weil die wirtschaftlichen Umlände
daselbst ihren Erwartungen nicht entsprechen.
Es liegt auf der Hand, daß die Aufhebung
der ausgesprochenen Versetzung mit Weiterungen
verknüpft ist, die nicht im Interesse der
Verwaltung gelegen sind und daß Schwierigkeiten
sich namentlich dann ergeben müssen, wenn über
die Stelle des Versetzten am alten Dienstort bereits
anderweitig verfügt ist. Es wird deshalb
hiemit allen Beamten, die Versetzungsgesuche
eingereicht haben, und Grund zu der Befürchtung
zu haben glauben, sich nach vollzogener Versetzung
in der oben angedeuteten Richtung enttäuscht
u sehen, nahegelegt, ihre Gesuche zurückeuziehen
und sie gegebenensalls erst nach Beendigung
des Krieges wieder zu erneuern. Andernfalls
können die Beteiligten fortan At mehr
damit rechnen, daß der Bitle um Bückgängigmachung
ihrer Versetzung ohne weiteres entsprochen
wird.
·
Sommelt Obstlerne!
Dieser Mahnruf wurde im vergangenen Jahre mit
solch vorbildlichem Eijer besolgt, daoß Noseuheim Stadt
und Land 42 Zentner Keme zur Oelge##nnung abliesern
konnle. Leider ist uns heuer der überreiche Obltsegen
des letzten Jahres vorenthallen. Aber gerade deshalb
mut jeder einzelne Kern umso #parsamer ausbewahrt
werden, haben doch die Kriegsjohre mil ihren
vielsachen Sammlungen uns gelehrt, weich große Ersolge
aus Kleinigkeiten zu erzlelen li#nd.
Oleenstag, 70. September 1018
Von dem Waggon Jweischgen, der heule durch der
Kommunalverband abgegeben wurde, und von allen sei
nen Nachfolgern, darf kein Kern verloren oder ga
auf die Strabe# heworsen werden. Wie viel Ungli#
ist durch diese uble Gewohnheit schon entstanden, wess
empfindlicher Mongel auf unserem Lebenemiitelmartt
kann anderseits durch das Sammeln der Kerne behobe,
werden!
Um die Abgabe zu erleichtern, sind in Nosenheim 10
in jeder Landgemeinde je eine Samwelstelle errichtel
welche die aut gereinigten, sorlierten und gelrocknele
Kerne jederzein mit 10 Pfg. pro Kilo vergülen.
An die bewährten Sammier des verhangenen Jahre
an alle Bewohner von Stodt und Land, an Groß un
Kein uuvd nicht zuletzt an die Herren Vorstände de
Mittel u. Volke: wlen ergeht die herzliche ½
dringende Sitte, die vaterländisch
Sammlung nach vesten Kräften forber
zu wollen.
verschiedene Nachrichlen.
Ein Raubmörder verhaftet. Der 18
jährige Willi Siegmund ist wegen Raubmorde
in Karloruhe verhaftet worden. Der Naubmörn
der stammt aus „Fraulfurt am Main. Er ho
den 28 jährigen Former Paulus Munz, der ihr
in seiner Wohnung Unterkunft gewährt hatt,
erstochen und das Geld sowie einen Anzug de
Ermordeten geraubt.
Selbstmordversuch. In einem Pensic
nat in Berlin hatte die Gattin eines Rechtt
amvaltes aus der Provius Gist genommen un
war gegen Mitternacht leblos aufgefunden wor
den. Ein herbeigerusener Arzt stellte den w
sest, worauf die Nevierpolizei die Leiche be
schlagnahmte und die Ueberführung nach der
Leichenhaus anordnele, um dort die Todee
ursache genauer seststellen zu lassen. Der u
dem Wagen erschienene Leichendiener glaubt
jedoch, noch Lebenszeichen zu erkennen und macht
Wiederbelebungeoversuche, die nach 9,
raumer Zeit Ersolg hatten. Man rief eine
aweiten Arzt, der die Wiederbelebte nach der
Kranlenhqus sahren ließ.
Kete Bochrichien.
Deutscher Bceresbericht.
WIB. Großes Hauptgquartier, de
9. Sept. (Drahtb.) Aml.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Dertliche Kämpfe nördlich vom Bloelster
Wald und aim La Bassee-Kanal. Nörolich vo
Armentieres grifi der Feind von neuem an. W
wiesen ihn ab und chachten Gefangene. J
Kanal-bschnitt Arleur—Havrincourt Artilleri
tätigkeit und Erlundungsgesechte. Südlich di
Straße Peronne —Cambrak setzte der Feind seit
Angrisse unter Einsatz starter Kräfte gegen d
Linie. Gouzeauçcourt—Epehy nördlich von Ten
pleur sort. Sie scheiterten unter schweren Ve
lusten für den Gegner. Unsere Vortruppen ve
wehrten gelern überlegenein Feind das Vodringen
über St. Simon und den Crozat-Kana
mgen der Pvr zuischen Oise und Ailett
Zwischen Ailette und Ais#ne brach der Fein
nach #unehrfachen vergeblichen Teilangriffen 9,
gen Abend zum geschlossenen Angriff vor. E#
wurde auf der ganzen Front, teilmeise im Nal
lampf und durch Gegenstöße, blutig abgewiese
Zuwischen Aisne und Vesle scheiterten Tei
angrisse. In der Champagne Teilvorstöße de
Gegners.
( Aus einem englischen Geschwader, das zuf
Angkisf auf Mannheim vorstieß, wurden dr
Flugzeuge abgeschossen.
Im August wurden an den deutschen Fron
ten 565 foriche Flug zuuge, davon 62 dur
unsere Flugabwehrgeschütze, und 53 Fesselballon
abgeschossen. Hievon sind 251 Flugzenge in un
serem Besitz. Der Relt ist jenseils der seindliche
Linien ertennbar abgestürzt. Wir haben i
Kamf 143 ölngzeuge und 86 Fesselballone
ren.
Lndendorf.
Der amtliche österreichische Bericht,
HW#B. Wien, 9. Sept. (Drahtb.) Amt
Auf dem Monte Pertea wurden vorgester
abend und gestern früh italienische Angriff
durch Feuer abgeschlagen. Der Feind erli
schwere Verluste.
Der Chef des Generalstabe
Der deutsche Rückzug abgeschlossei
*Berlin, 9. 9. Am 8. August erfolgte de
sawösiche Angriffl gegen die Armee von de
arwitz, der zum Einbruch zwischen Ancre un
Vore füh hte und in keiner Folge den Entschln
der deutschen Obersten Heeresleitung zu eine
großzügigen Rückverlegung ihrer Linien verar
laßte. Am 8. September meldet der deutsck
Heeresbericht, daß die deutschen Truppen übera
in ihren neuen Stellungen stehen. Gena
einen Monat brauchten die Engländer und Frar
zosen also, um das Gelände in verlustreiche
Kämpfen gegen zähe zuachhu, mühsam un
blutig wichirm in ihren Besit z bringen, bas d
Deutsche ärz in einem unerhört rasche
und *JrJu Vorstoh durchmaßen. Wie de
deutsche Heeresbericht am Tage des Ueberre
s ungeersolges Haigh= zichen Ancre und Avi
offen meldelz: Feind ist in unsere Ste
knen eingebrocheme meldet er am 8. Sei
tember ebenso lur 5 die Deutschen in de
neuen Stellungen K , adaug Aber di