Rose nheimer Anzelger
nen. Soll Deutschland die großen weltpolilischen,
wirtse suchen und sozialen Aufgaben
Iö5 die ihm gestellt sind, so kann das nicht
– mit den Methoden und Praktiten
der ostelbischen Herrenkaste und den volksverhetzenden
Treibereien der Vaterlandspartei.
Nur durch Recht und Fkeiheit kann der innere
Friede u. lann der äußore Friede. gewonnen
und dauernd gesichert werden.““
SIwerische Nacheichsen.
Fliegertod. Am ÖOstersonntag Nachmiltag
geriet in der Nähe von Frei#ing ein Flugzeug,
das nach München zurückiliegen sollte, in
etwa 300 Meter Hhe in Brand und stürzie
Lrennend ab. Die beiden Insasen der eine
aus München, der andere von Lager vechseld
konnten nur als verlkohlte Leichen geborgen wer-
en.
Von Hästlingen erwürgt. Am 31.
März 1913 wurde von mehreren in Untersuchungohaft
besindlichen Soldaten im Amtsgerichtsgesängnis
zu Immenkladt ein Gesangenenanfseher
erwürat. Nanh, der Tat gingen folgende
in Haft besindliche Soldaten ilüchtig: I.
Christof Anton Eungen, lediger Weinlüfer, ge-Uoren
10. Oktober 1896; 2. Bißzer Johann Bap-#
tiit, aeboren 16. September 1893, Näuf Schmeizer;
3. Herz Mar, geboren 12. Oltober 1897,
Schmied. Herz hat am rechten Arm eine Schußverletzung
und lirug längere Zeit den Aem in der
Schlinge. Die Finger der rechten Hand sind einwärks
gebogen. Er hat rotes Gesicht und sieht
sehr frisch aus. 4. Grauer Wilhelm, geboren
15. November 1896, Hilfsarbeiter. Er hat eine
Zahnlücke.
Waldbrand. Durch Fumlen aus einer Lokomotive
wurde zischen Obernzell und Erlau
(Possauh ein Waldbrand rerursacht. welcher
abends roch nicht lolalisier! war. Bei den Löscharbeiten
wurde durch einen herabstürzenden Stein
der Eisenbalnarbeiter Goderer erschlagen.
B#erisches Oberiaus.
Zad Ulibling, 29. 3. Silberbochzeit.
Am 2. April feiern im Kreise ihrer Familie .
Postsekretär Franz Taver (beyer und Frau
Tlise zum 25. Male den Tag. 676. dem sie der
Bund fürs Leben geschlossen hbabe:
rien, 31. ZS. Jufolge Anvachsender
Ja##l der prorestant, Bewohner
in Prien und dessen näherer Umgebrung, hat
sich daz Bedürfris ergeben. daß diejelben
manchmal die Getegenleit haben, hier Gottesdiensten
ihrer Konfession a##zuwohnen. u deren
Abhultung il h Schulsaai au Schnihans
überlassen worden. T erste protestantiiche
etr
Gotiesrien sond aln Ötermontag statt.
okalnachrichken.
ôSenhheim, 3. April.
Instullationefeter ders neuen H. H.
Sladtofarrere. «
«11!uln«sk«cds:—.«i
7l«trqo-u Volles nahm
geitern H. H. Delan Seinrih Feller die lirch—
liche Initaua Wien des neuen Stadipsarrers, des
H. H. Andreas Liedl. vor. Das Viarrhaus
ließen die Herren Kapläne zu diesen Ehremage
ihres veuen Pfarrhertn eanszen und innen in
Festlageschmuck le den. #vei Kommunionllassen
erschienen als Vertretund der Schuljugend kurz
vor B Uhr vor deim urein « IsaMsnsnct
Wncnqskhsrsschsr ’«!.v»·.k,(«1cstlehctc
Mädchen traten var und l risjlen H. Stadtpfarrer
in ##unmigen Verien, die in die schönen
Worte aurllangen: Der Frühling ziehl ins
Land. möne dus hemige # fur die ganze
Stad! den Beginn eines langen, schönen Frühlings
bedeuten. Unter Glocengeläute ug H.
Slaktpfarrer, begleitet vem H. D#an und dem
Pfarrklerur zur Kicche. Nor Eintrilt ins Got
teshaus begrüßte H. Dekan den neuen Stadiufarrer
als den von der umeltlichen und lirch
lichen Obrigkeit bestei#ten Seelenhirten der
Stadtnfarrei Rosenb#in u. uberreichte ihm zum
Feichen, daß iin allein das Recht und die Pflict
zsslekt. das gar 3# Gotterdans zu verwalten, die
Schlussel, mil bem H. Sigdipiarter sofort die
noch verschlossene Türe öffnete. Der Zug be
wegle sich sodenn unter seüllichem Gesang vor
bis zum Hochailur. Nuch einer seierlichen An:
trufung des B1. Geiste: übergab O. Dekan dem
H. Stadlpfartrer den echlasiel zun Allerheiligsten.
worauf der seierliche Segen erteilt wurde.
an zog sodann zur Kommunionbank. H.
Stadtpfarrer unde dort eingesührt in seine
Rechte und Pélichlen: den Hungernden das
Brol zu brechen: e: wurde ihm überreicht der
Schlüssel zum Taufitein, das Evangeliumbuch, er
wurde lingemiesen auf den Beichinuhl, den Ort
der Sündenvergebung. In herzl. Worten sprach
S. Dekan dann zum Volke gewendet von den
gnadenvollen Stunden an der Kommunionbank,
vem Glücke der hl. Taufe und den Pflichten
der Gelauften, von der Pflccht, das Wort Golies
zu hören und vom Troste der Sündenvergebung.
Zuleht mmahnte H. Dekan den neuen
Stadtpfarrer, in cinem ftiertichen Opfer seine
Gebete gemeinsam mit dem Gebete der Pfarrgemeinde
zum Himmel zu ssenden. Nach dem
kierich Hochuntte stimmte H. Stadtpfarrer
s Te Deum an. Mit einem Gebet für die
# schloß die schöne Feier.
es Herrn Stadtpfarrer, der bei seiner
I### mit der Olterbotschaft des Auf-
erstandenen und Friede sei mit Cuch, vor seine
Pfarrgemeinde treten konnte, vergönnt sein, recht
viele Jahre zum Wohl und Segen der Stadt
Nosenzeim zu wirken.
Auszeichnungenim Felde. Kapftulant
Josef Sagmeisker im 1. bayer. Jägerbafl. wurde
mit dem Bagyer. Militärverdienstlreuz mit
Krone und Schwertern ausgczeichnet. Er ist
schon mit dem Eis. Kr. 2. Kl. geschmückt. Infolge
einer Verwundung in Rumänien befindet sich
Sagmeister zur Erholung in Rosenheim bei seinen
Ellern. Er ist der Sohn des Bahnbediensteten
Jak. Sagmeister in Rosenheim. Der Schlosser
und ehemalige Landsturmmann Joh. Baplist
Ausinger, dahier, wurde mit dem eisernen Kreuze
2 Kl. #auagczeichnet. JFah#er Johann Denl, Sohn
des Schirmgeschäftsinhab. rs Malh as Denk von
Nosemeeim, wurde mit dem Eis. Kr. 2. Kl. ausgezeichnet.
Deuk seeht sei Ariegsbeginn im Felde.
Bahnd *n. Vom 1. April 1918 an wird
der technische Setretär Christonh Hubel in Neusladt
a. S. in gleicher Dienster seigenschaft in
clatsmäßiger Weise nach Rosenkheim versert.
Ostern, das freudenreiche Fest. ist
nun auch vornber. Zwar hat der Osterhase
heuer recht wenig zu tun gehabt. Mehr als
die vem Kommunalverband zugestandenen wei
Cier pro Kopf dürste er wohl schwerlich ins
Nest gelegt haben. Schololade und Marzipan
sind dem guten Hasen jede nsalls ebenĩo märchenbafte
Begriffe geworden, wie unseren Kleinen.
Das hielt jedoch Groß und Klein nicht ab,
dem miedererstandenen Heiland von Herzen
danibar zu sein. Aus banger Charfreitagenot
leuchtet unserem Bolie zulunstesroh das aufsieigende
Licht des Friedens engegen. Diese
Gesuhle der Dankbarleit wurden praktisch belätigt
durch einen walren Massenbesuch der Gotesdienste
in der Psarr- und Klosterkirche und
durch anßerordentlich starde Betellign ng am
Ernpfang der #l. Salramente. Da das Wetter
wider Ermarten schön und frühlingsmäßig war,
lonnde auch ein reger Ausflugs sSberkehr sich entwickeln.
Er ging diesmal auf der Vahn besser
als man Pe hatte. Zwar muhle man um
seine Fahrlatte, mit reichlich Geduid gewappnet.
ansteben, vielfach bDiech es anch. sich imit einem
Sichplatz begungen, allein im (Grosen u. Ganzen
ging es boch oine wesentiiche Ttörungen
und wos vbiel heißen will! ehne nennenswerte
Verspätungen ab. Die amtliche Ermahnung,
das Reiien einzuschrämten, scheint doch
etwas gefruchtet zu haben. Viele mögen am
zweiten Feierlag auch durch die nruen Zuschläge
von Reisen abge halten worden sein. Möge das
lemmende ingsisest ein Friedenssest zugleich
sein!
Ein Eisenbahnunsall creignete sich am
Sslersommag nachmittags auf dem birsigen
Bahnhof. Die Ma schine zu dem mit Ausslüglern
stark besetzten -Zug in Richtung Kufstein (ab
2,15 Uhr) fuhr nac) dem Was
die zur Abfahrt bereitilehenden Wagen auf.
Durch den beftigen Aw#rall wurden die Fahrgäste
durckeinandergeschütte u.nAm schlimmsten erging
cs dabei den Kichwassagieren der erstmals
verkel teuden 3. Wagenklasse. Einige Pers onen,
die sich am Ei instcigen be Jawden, wurden teils in
die Wr dagen, teils auf den Bahnsteig geschleudert.
Eine Frau mußte vom ln Heschafft werden.
Ein kiesiger he öherer Beamter und ein Geschäftsmann
erlitten Beschädigunge u. Es me’b: ten sich
eiwa 20 Personcn, die gerit zngfügige Schäden,
meist H#ntabschürfungen, er#tten haben.
Drei VBerwundetentrausporte aus
der arosten Schcht im Westen durchfuhren
gestern nuse#r- Mahnhof. Den Mannschaften,
durchweg L Hhvermundete, war gestatte! worden,
die hdi u besuchen. An ihren Uuiformen
komten odentiich die Spuren der erbi'erten
Kämpie wabrgenommen werden. Die Hllden,
die Uebermensch' Li. hes mit renhi babe en, waren
in glänzender Siimm#n #d Lobes
Cn unien Kruppen Erreichte. Sie
werden in Trau niteiner Lazarelten un rergebracht
werden.
Lebenemittelversorgung. Denieni=Len
Fa#nilien, welche ihren Winterbedarf an Eiern
selbst. einlailen wollen, in Gelegenheit gehmneben.
sich ein Mittvoch u. Dounerstag in der
Leben- dnidunl relle (großer Mathanssaol) in eine
Liste entragen iu lassen. Der Abgabetlemnin der
Eier und die zur Abgb t mende Menge wird
alodenn belanntgegeben werden. Zum Cinlegen
der Eier ist jetzt die günstigsie Zeit, auch ist
Vorsorge getroffen, daß nur gan Frische Eier
zur Abgade kemmen. Die Fettab gabe beginnt
in dieser Woche ausnahmsweise erst am
Mittmoch nachmittag. Am Mittwoch wird im
Städliagerhaus eine lleine Vienge gelbe Nũben
und Meerreltich als Frischgemüsse abgegeben.
Gleichzeitig werden dortselbst an Kleintierhalter
(für Kaninchen u. Ziegen) Runkeleüben verkauft.
Wohnungsnot. Näum:, die kis zum 31.
Jannar 1913 Wohnzwecken gedient haben oder
für solche bestimmt waren, dürfen z#u anderen
Zwecken nur mit Genehmigung des Stadlmagistrats
Rosenheim verwendet werden.
Die Ausstellung von Gemälden des
Infanteristen Eisete vom Genesungsheim Fuchbuch
a. Inn, die kürzich wie wir berichteten
im Geschäfte des Herrn Gietl hier veranstaltet
wurde, hatte für den Ansstelter erfreulicherweise
auch raktischen Erfosg, indem 3 Oelbilder „Kailergebirge.
u Lxapzhorn“ und „Altwaller bei
er fassen scharf auf
Niederaudorf“ von cinem Käufer erstanden wur-Frachtsperrc.
Die K. Eienbenreltton
rns. teilt mit: Mit sofortiger Wirksamkeit
wird bis auf weiteres der gesamte Frachtgutwagenladung.
u. Frachtstückgutvertehr im rechtsrheinischen
Binnenverlehr und im Wechselverkehr
nach außerbayerischen Stationcn gesperrt. Ausgenommen
von der Sperre sind: Brennstoffe,
Düngemittel, Nauhsutter, Saatgut, Militärgut,
Privaigut für die ilitärverwaltung, U-Boot-Material,
landwirtschaftliche Maschinen u. Geräte,
Lebenemittel, lebendes Vieh, Beleuchtungsmaterial,
Dienstgut für di: Verlehrsverwaltung
und Verpadungematerial für die zugelassenen
Güter.
Eineneue Bierpreiserhöhung. Vom
Bayer. Gastwirte-Verband wurde an sämtliche
Staatsministerien und die drei stellvertr. Generalkemmandos
eine Eingabe gerichtet. in der
die Erhöhung des jetzigen Bierausschankpreiseo
von 28 auf 32 Afg. B#antragt wird.
Verbot von Tanzunterhaltun egt
Das heilv. Generaikrmmando des 1. B. A.-erläst
eine Verordnung, nach der jegliche 2
anstaltung ven öffentlichen und geschlossenen
Tanzunterhaltungen jeder Art und die Teilnabme
an solchen verboten it. Zuwiderhandlungen
werden mit Gefängnis bis zu einem
Jabr, bei Vorliegen mildernder Umstände mit
Haft oder Gelditrafe bis zu 1500 Mark bestraft.
Tegee Hochrichen.
roes (Gesrtsyortiet. den
2. r (Drah
weftliche Pr
An der Schlachtfront blieb di: Lage unverändert.
Gegenangriffe, die der Feind bei Hebuterne
und mit besonderer Zäl igleit gegen die
von uns genommenen Höhen zwischen dem
Lur-Ba.), und der Avre fährte, Prachen unter
schw en Verlusten zesammen. Keinere In--sameriekämpfe
zwischen Aure und Oie.
Die Franzusen setzten die Belchiehung von
Laon sorl. Ladrreicke Eimwahner fielen ihr zum
Opser.
Erkundungsgefechte anf dem Ostufer der
aas, ei Hmdiomont und südölllich von
Thann krachten Gciangene cin.
Gestern wurden 22 feindlille Flugsenge und 5
Fesselballone abgeschossen. Lentnant Kroll erlang
seinen 22. Lufisieg. Bei tatkräftiger
Durchführung der Fernaufklärung ven der Küste
bis südlich der Somme bat die Riegerabteilung
lII unter Fährung des Oberleutnants
Fricke Außergerwöhnliches gelristet.
Ludendorff.
22,000 Tonnen.
* Berlin, 1. 4. (Amtlich.) Eines umserer
U.Bo-te, Kommandant Kapitänlentnant Wen-
ninger, hat im westlichen Teile es Aermellanals
6 Dampfer und einen Segler mit zusammen über
22 000 Brutto-Register-Tonnen vernißkel. Fünf
der versenkten Dampser wurden aus stark gesicherten
Geleitzügen herausgeschrsen.
Die Deutschen 16 km vor Amiecns.
BVerlin, 2. 4. Die deutschen Truppen
sieben ungefähr 16 Kilemeter von Amiens
in erbittertem Ringen. (I.)
§ Berlin, 2. d. (Drah:b.) Der Kriegeberichterktat
er der Täglichen Rundschau meldet?
Unsere Truppen stehen 17 Kilometer von
Amieno enisernt. Her wird um jedes Derf
erbittert gerungen. Oefangene Engländer erzählten
mir, das sie von der Dpernfront herangeführt
worden sind, dah sie selt Tagen nichts
mekr zu essen bekommen haben und daß innerhalb
ihrer Verlände vielsach ein tolles Durcheinander
larrscht.
Der deutsche Vormarsch.
Berlin, I. 4. Die südliche Angriffsarmee
setzt ständix ibren Vormarsch fort. Auch die
beiden lehten Regentage haben ihre Operationen
nicht beeinträchtigt. Die wiederholten erbitterten
Gegenstöße des Feindes sind blutigst
gescheitert. Der Avre-Abschnitt ror dem rechten
Flügel ist fest in deutscher Hand. Die Brufkenköpfe
auf dem westlichen Bachufer sind erweitert.
Ein deutsches Korps stand vorübergebend
einer klebermacht von 5 6 fran. Divisionen
gegenüber, die mit Tanks und starker
Artilkerir wie derho#t vergewiich angegriffen. Die
Verlkuste des Feindes sind nach wie vor ungebeuer.
Ruhmestaten.
* Berlin. 2. 4. Bei dem harten Kampfe
um bas Dorf ö R155 stockte plötlich ver
brutsche Angriff. Kurz entschlossen setzte sich eim
Generalstabsoffezier r* dort fechtenden Division
an die Spitze einer Schar Freiwilliger
brd stürmte das Ein anderer Ort wur
de gerade von den Demschen erobe#rt, ate man
auf der Kirchturmspite einen franz. Artilkeriebr#bachtungsposten
entdeckte, der das Feuer seiner
Batterie vor 2 leiteie. Er wurde gefangen
genommen. Ein deutscher Soldat, ver fran-
Mittwoch, 3. Aprkl 1918
zösischen Sprache mächlig, tri#t an seine Stelle u.
führte in geschichester Weise ras seindliche
Artilleriefener irre.
Paris wird befestigt.
Genf. 2. 4. Die Pariser Garnison beendete
in fieberhafter Arbeeit die Anlage von Schützengräben
im Park der Tuillerien, im Beisde Boulogne
sowie in den äußersten Boulevards. Die
neue Kriegszone umfaßk neben dem Arrondissement
Beauvais sieben Kantone, darunter Bray
sfur Seine, Lagny, Provins, Rozey und Nangis.
Die Beschießung von Paris.
* Berlin, 2. 4. Die Verheerungen durch das
Feuer des Kruppschen Fernfeuergeschützes in Pario
müssen nach dem Lokalanzeiger neuerdings an
Umfang wieder zunehmen und übertreffen die
vorhergegangenen Beschädigungen. Die Bevölkerung
richtet sich ein, ihr erstes und zweites
Frühskück in den Untergrundbahnttationen einzunchmen.
Die Leichenbegängnisse der Opfer des
Bombardements sinden nachts statt. In der
vergangenen Woche hat Dünkirchen durch eine
Beschießung mit de utschen Derngeschützen schwer
gelitken. Besenders das Hafenviertel wurdekarg
mitgenommen.
* Gens, 2. 4c. Die Verberrungen in Paris
durch Treffer des Krupp'seen Ferngeschutzes
müssen nach den vorliegenden Depeschen während
der leten 24 Stunden an Umfang und Intensität
die vorangegangenen Schäden übertressen.
Italienische Beklemmungen.
s Lugano. 2. 4. (Drahlb.) In 14 ischen
politischen Kreisen Italiens herrscht über die
Lage Italiens und die Entwicklung der kriegerischen
Ereignisse der größte Pessimismue.
Ikalien sei am Ende seiner Manneskraft angelangt.
Nur mit englischon und amerikanischen
Hilfstruxpen sei es möglich, den Oesterreichern
erfolgreich Widerstand zu leisten. In Regierungskreisen
herrsch: Nieder chlagenket. Die italienische
Prese ist angesüllt mit einem Gejammer
darüber, daß die i#alienische Front völlig unzureichend
verteidigt sei.
Englische Aeugste.
* Lugano, 2. 4. (Drahtb.) In der Londoner
rningpoit gibt Oberst Repington die
Böglichteit einer Landung deutscher
Truppen in England zu. Sir könnte weisellos
unter der Mitwirkung der den schen Fictte
ausgesütrt werden. Nexington verwei#t deshalb
auf die Notwendikeit, ein engjisches Heimatheer
zu mobdili#sieren und alle Reserven zur Verteidigung
des beimatlichen Boden= zur Verfügung z#1
4
stellen.
* Basel, 2. 4. (Drahtb.) Die Times rät,
die Sache mit den dentschen Fernge-Süten
ernst zu netmen. Paris habe bereits
ie Entdechung machen müssen. daß der Feind
n Entfernungen von 60 bis 70 Meilen schießen
könne. Man dürfe ganz sicher sein, daß auch
die Küfte des bioèher unerreichdaren
England bald erfahren werd., was die neue
Kanone zu leisten vermag.
Der Friedensvertragmit Rumänien.
* Verlin, 2. 4. Lant „Vossicher Zeitung“
dorf man Anmelemnen, daß in den allernächiten
Tagen die Veröffentlichung des Friedensvertrags
mit Rumänien erfolgen
wird. Die rein politüchen Vereindgrungen sind
bereits ver cinigen Tagen geschlosen worden.
Auch die wirtschastlichen VBertenhe ungn dürften
sich nun ihrem Ende zuneigen und das Ganze
wird dann zur öffentiichen Kenmnie gelangen.
Felbständisteitserklärung des
Kankasus.
Stockholm. 2. 4. Nach einer Meldung
aus v Flechn n "(i⅜P*[ der in Tiflis versammelte
kankasische Landtag eine Selbrt sländigkeitnerklsrung
der kaukasischen Repudlik. Der Landlag
ist für cinen Sonderfrieden mit der Turkei auf der
Grundlage der Wiederberstellung der Grenzen
von 1914 und der Schaffung eines autonomen
Armeniens.
Ein Gericktsverfahren gegen König
Konstantin.
** Atben, 2. April. Gegen König Konstautin
ist ein Gerichtsverfahren eingrleitet worden.
Reichslanzler Graf edertling leicht
erkran
* Berlin. 2.4. t chelamiet vet wih
rend des Hestes an einem leichten Unwohlsein
erkrankt. hat es aber bereits wieder soweit
übermunden, daß er morgen seine Dienstgeschäfte
wieder aufnehmen kann.
AUndie Vereinsleitungen.
mcfsen wir die dringende Bitte richten, sich
bei Wssung von Berichten der größtm lichsten
Kürg 2 befleihigen. ##llses Ueberflüfsige,
die grade Mllgemeinheit nicht Interessierende,
Wole sortgelassen werden. Bei der gegenwärtigen
Panpierknaxpheit#rmögen wir bandwurmlange
Berschte, die uns den Raum für wichisgere Nachrichten
und Milteilungru versrerren, uncht zu
verantworten.
Die Redaktic..
wetierbericht * Mittrrch. den 3. April.
Borwiege ad 5. iter, strächweise Nachtsrost.
. ö □——.
den 1# teil l *r.
2*#s ——