Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

Rose  nheimer  Anzelger

 

nen.  Soll  Deutschland  die  großen  weltpolilischen,
  wirtse  suchen  und  sozialen  Aufgaben
Iö5  die  ihm  gestellt  sind,  so  kann  das  nicht
–  mit  den  Methoden  und  Praktiten
der  ostelbischen  Herrenkaste  und  den  volksverhetzenden
  Treibereien  der  Vaterlandspartei.
Nur  durch  Recht  und  Fkeiheit  kann  der  innere
Friede  u.  lann  der  äußore  Friede.  gewonnen
und  dauernd  gesichert  werden.““

SIwerische  Nacheichsen.

Fliegertod.  Am  ÖOstersonntag  Nachmiltag
  geriet  in  der  Nähe  von  Frei#ing  ein  Flugzeug,
  das  nach  München  zurückiliegen  sollte,  in
etwa  300  Meter  Hhe  in  Brand  und  stürzie
Lrennend  ab.  Die  beiden  Insasen  der  eine
aus  München,  der  andere  von  Lager  vechseld
konnten  nur  als  verlkohlte  Leichen  geborgen  wer- 



en.

Von  Hästlingen  erwürgt.  Am  31.
März  1913  wurde  von  mehreren  in  Untersuchungohaft
  besindlichen  Soldaten  im  Amtsgerichtsgesängnis
  zu  Immenkladt  ein  Gesangenenanfseher
  erwürat.  Nanh,  der  Tat  gingen  folgende
  in  Haft  besindliche  Soldaten  ilüchtig:  I.
Christof  Anton  Eungen,  lediger  Weinlüfer,  ge-Uoren
  10.  Oktober  1896;  2.  Bißzer  Johann  Bap-#
tiit,  aeboren  16.  September  1893,  Näuf  Schmeizer;
  3.  Herz  Mar,  geboren  12.  Oltober  1897,
Schmied.  Herz  hat  am  rechten  Arm  eine  Schußverletzung
  und  lirug  längere  Zeit  den  Aem  in  der
Schlinge.  Die  Finger  der  rechten  Hand  sind  einwärks
  gebogen.  Er  hat  rotes  Gesicht  und  sieht
sehr  frisch  aus.  4.  Grauer  Wilhelm,  geboren
15.  November  1896,  Hilfsarbeiter.  Er  hat  eine
Zahnlücke.

Waldbrand.  Durch  Fumlen  aus  einer  Lokomotive
  wurde  zischen  Obernzell  und  Erlau
(Possauh  ein  Waldbrand  rerursacht.  welcher
abends  roch  nicht  lolalisier!  war.  Bei  den  Löscharbeiten
  wurde  durch  einen  herabstürzenden  Stein
der  Eisenbalnarbeiter  Goderer  erschlagen.

B#erisches  Oberiaus.
Zad  Ulibling,  29.  3.  Silberbochzeit.
Am  2.  April  feiern  im  Kreise  ihrer  Familie  .
Postsekretär  Franz  Taver  (beyer  und  Frau
Tlise  zum  25.  Male  den  Tag.  676.  dem  sie  der
Bund  fürs  Leben  geschlossen  hbabe:

rien,  31.  ZS.  Jufolge  Anvachsender
  Ja##l  der  prorestant,  Bewohner
in  Prien  und  dessen  näherer  Umgebrung,  hat
sich  daz  Bedürfris  ergeben.  daß  diejelben
manchmal  die  Getegenleit  haben,  hier  Gottesdiensten
  ihrer  Konfession  a##zuwohnen.  u  deren
  Abhultung  il  h  Schulsaai  au  Schnihans
überlassen  worden.  T  erste  protestantiiche

etr
Gotiesrien  sond  aln  Ötermontag  statt.

okalnachrichken.

ôSenhheim,  3.  April.
Instullationefeter  ders  neuen  H.  H.
Sladtofarrere.  «
«11!uln«sk«cds:—.«i

 

7l«trqo-u  Volles  nahm

   

geitern  H.  H.  Delan  Seinrih  Feller  die  lirch—
liche  Initaua  Wien  des  neuen  Stadipsarrers,  des
H.  H.  Andreas  Liedl.  vor.  Das  Viarrhaus

ließen  die  Herren  Kapläne  zu  diesen  Ehremage
ihres  veuen  Pfarrhertn  eanszen  und  innen  in
Festlageschmuck  le  den.  #vei  Kommunionllassen
erschienen  als  Vertretund  der  Schuljugend  kurz
vor  B  Uhr  vor  deim  urein  «  IsaMsnsnct
Wncnqskhsrsschsr  ’«!.v»·.k,(«1cstlehctc
Mädchen  traten  var  und  l  risjlen  H.  Stadtpfarrer
  in  ##unmigen  Verien,  die  in  die  schönen
Worte  aurllangen:  Der  Frühling  ziehl  ins
Land.  möne  dus  hemige  #  fur  die  ganze
Stad!  den  Beginn  eines  langen,  schönen  Frühlings
  bedeuten.  Unter  Glocengeläute  ug  H.
Slaktpfarrer,  begleitet  vem  H.  D#an  und  dem
Pfarrklerur  zur  Kicche.  Nor  Eintrilt  ins  Got
teshaus  begrüßte  H.  Dekan  den  neuen  Stadiufarrer
  als  den  von  der  umeltlichen  und  lirch
lichen  Obrigkeit  bestei#ten  Seelenhirten  der
Stadtnfarrei  Rosenb#in  u.  uberreichte  ihm  zum
Feichen,  daß  iin  allein  das  Recht  und  die  Pflict
zsslekt.  das  gar  3#  Gotterdans  zu  verwalten,  die
Schlussel,  mil  bem  H.  Sigdipiarter  sofort  die
noch  verschlossene  Türe  öffnete.  Der  Zug  be
wegle  sich  sodenn  unter  seüllichem  Gesang  vor
bis  zum  Hochailur.  Nuch  einer  seierlichen  An:
trufung  des  B1.  Geiste:  übergab  O.  Dekan  dem
H.  Stadlpfartrer  den  echlasiel  zun  Allerheiligsten.
  worauf  der  seierliche  Segen  erteilt  wurde.
an  zog  sodann  zur  Kommunionbank.  H.
Stadtpfarrer  unde  dort  eingesührt  in  seine
Rechte  und  Pélichlen:  den  Hungernden  das
Brol  zu  brechen:  e:  wurde  ihm  überreicht  der
Schlüssel  zum  Taufitein,  das  Evangeliumbuch,  er
wurde  lingemiesen  auf  den  Beichinuhl,  den  Ort
der  Sündenvergebung.  In  herzl.  Worten  sprach
S.  Dekan  dann  zum  Volke  gewendet  von  den
gnadenvollen  Stunden  an  der  Kommunionbank,
vem  Glücke  der  hl.  Taufe  und  den  Pflichten
der  Gelauften,  von  der  Pflccht,  das  Wort  Golies
  zu  hören  und  vom  Troste  der  Sündenvergebung.
  Zuleht  mmahnte  H.  Dekan  den  neuen
Stadtpfarrer,  in  cinem  ftiertichen  Opfer  seine
Gebete  gemeinsam  mit  dem  Gebete  der  Pfarrgemeinde
  zum  Himmel  zu  ssenden.  Nach  dem
kierich  Hochuntte  stimmte  H.  Stadtpfarrer
s  Te  Deum  an.  Mit  einem  Gebet  für  die

#  schloß  die  schöne  Feier.
es  Herrn  Stadtpfarrer,  der  bei  seiner

I###  mit  der  Olterbotschaft  des  Auf- 



  

 

erstandenen  und  Friede  sei  mit  Cuch,  vor  seine
Pfarrgemeinde  treten  konnte,  vergönnt  sein,  recht
viele  Jahre  zum  Wohl  und  Segen  der  Stadt
Nosenzeim  zu  wirken.

Auszeichnungenim  Felde.  Kapftulant
Josef  Sagmeisker  im  1.  bayer.  Jägerbafl.  wurde
  mit  dem  Bagyer.  Militärverdienstlreuz  mit
Krone  und  Schwertern  ausgczeichnet.  Er  ist
schon  mit  dem  Eis.  Kr.  2.  Kl.  geschmückt.  Infolge
einer  Verwundung  in  Rumänien  befindet  sich
Sagmeister  zur  Erholung  in  Rosenheim  bei  seinen
  Ellern.  Er  ist  der  Sohn  des  Bahnbediensteten
  Jak.  Sagmeister  in  Rosenheim.  Der  Schlosser
  und  ehemalige  Landsturmmann  Joh.  Baplist
Ausinger,  dahier,  wurde  mit  dem  eisernen  Kreuze
2  Kl.  #auagczeichnet.  JFah#er  Johann  Denl,  Sohn
des  Schirmgeschäftsinhab.  rs  Malh  as  Denk  von
Nosemeeim,  wurde  mit  dem  Eis.  Kr.  2.  Kl.  ausgezeichnet.
  Deuk  seeht  sei  Ariegsbeginn  im  Felde.

Bahnd  *n.  Vom  1.  April  1918  an  wird
der  technische  Setretär  Christonh  Hubel  in  Neusladt
  a.  S.  in  gleicher  Dienster  seigenschaft  in
clatsmäßiger  Weise  nach  Rosenkheim  versert.

Ostern,  das  freudenreiche  Fest.  ist
nun  auch  vornber.  Zwar  hat  der  Osterhase
heuer  recht  wenig  zu  tun  gehabt.  Mehr  als
die  vem  Kommunalverband  zugestandenen  wei
Cier  pro  Kopf  dürste  er  wohl  schwerlich  ins
Nest  gelegt  haben.  Schololade  und  Marzipan
sind  dem  guten  Hasen  jede  nsalls  ebenĩo  märchenbafte
  Begriffe  geworden,  wie  unseren  Kleinen.
Das  hielt  jedoch  Groß  und  Klein  nicht  ab,
dem  miedererstandenen  Heiland  von  Herzen
danibar  zu  sein.  Aus  banger  Charfreitagenot
leuchtet  unserem  Bolie  zulunstesroh  das  aufsieigende
  Licht  des  Friedens  engegen.  Diese
Gesuhle  der  Dankbarleit  wurden  praktisch  belätigt
  durch  einen  walren  Massenbesuch  der  Gotesdienste
  in  der  Psarr-  und  Klosterkirche  und
durch  anßerordentlich  starde  Betellign  ng  am
Ernpfang  der  #l.  Salramente.  Da  das  Wetter
wider  Ermarten  schön  und  frühlingsmäßig  war,
lonnde  auch  ein  reger  Ausflugs  sSberkehr  sich  entwickeln.
  Er  ging  diesmal  auf  der  Vahn  besser
als  man  Pe  hatte.  Zwar  muhle  man  um
seine  Fahrlatte,  mit  reichlich  Geduid  gewappnet.
ansteben,  vielfach  bDiech  es  anch.  sich  imit  einem

Sichplatz  begungen,  allein  im  (Grosen  u.  Ganzen
  ging  es  boch  oine  wesentiiche  Ttörungen
und  wos  vbiel  heißen  will!  ehne  nennenswerte
  Verspätungen  ab.  Die  amtliche  Ermahnung,
  das  Reiien  einzuschrämten,  scheint  doch
etwas  gefruchtet  zu  haben.  Viele  mögen  am
zweiten  Feierlag  auch  durch  die  nruen  Zuschläge
von  Reisen  abge  halten  worden  sein.  Möge  das
lemmende  ingsisest  ein  Friedenssest  zugleich
sein!

Ein  Eisenbahnunsall  creignete  sich  am
Sslersommag  nachmittags  auf  dem  birsigen

Bahnhof.  Die  Ma  schine  zu  dem  mit  Ausslüglern
stark  besetzten  -Zug  in  Richtung  Kufstein  (ab
2,15  Uhr)  fuhr  nac)  dem  Was
die  zur  Abfahrt  bereitilehenden  Wagen  auf.
Durch  den  beftigen  Aw#rall  wurden  die  Fahrgäste
  durckeinandergeschütte  u.nAm  schlimmsten  erging
  cs  dabei  den  Kichwassagieren  der  erstmals
verkel  teuden  3.  Wagenklasse.  Einige  Pers  onen,
die  sich  am  Ei  instcigen  be  Jawden,  wurden  teils  in
die  Wr  dagen,  teils  auf  den  Bahnsteig  geschleudert.
Eine  Frau  mußte  vom  ln  Heschafft  werden.
Ein  kiesiger  he  öherer  Beamter  und  ein  Geschäftsmann
  erlitten  Beschädigunge  u.  Es  me’b:  ten  sich
eiwa  20  Personcn,  die  gerit  zngfügige  Schäden,
meist  H#ntabschürfungen,  er#tten  haben.

Drei  VBerwundetentrausporte  aus
der  arosten  Schcht  im  Westen  durchfuhren
gestern  nuse#r-  Mahnhof.  Den  Mannschaften,
durchweg  L  Hhvermundete,  war  gestatte!  worden,

  die  hdi  u  besuchen.  An  ihren  Uuiformen

komten  odentiich  die  Spuren  der  erbi'erten
Kämpie  wabrgenommen  werden.  Die  Hllden,
die  Uebermensch'  Li.  hes  mit  renhi  babe  en,  waren
in  glänzender  Siimm#n  #d  Lobes
Cn  unien  Kruppen  Erreichte.  Sie
werden  in  Trau  niteiner  Lazarelten  un  rergebracht
werden.

Lebenemittelversorgung.  Denieni=Len
  Fa#nilien,  welche  ihren  Winterbedarf  an  Eiern
  selbst.  einlailen  wollen,  in  Gelegenheit  gehmneben.
  sich  ein  Mittvoch  u.  Dounerstag  in  der
Leben-  dnidunl  relle  (großer  Mathanssaol)  in  eine
Liste  entragen  iu  lassen.  Der  Abgabetlemnin  der
Eier  und  die  zur  Abgb  t  mende  Menge  wird
alodenn  belanntgegeben  werden.  Zum  Cinlegen
der  Eier  ist  jetzt  die  günstigsie  Zeit,  auch  ist
Vorsorge  getroffen,  daß  nur  gan  Frische  Eier
zur  Abgade  kemmen.  Die  Fettab  gabe  beginnt
  in  dieser  Woche  ausnahmsweise  erst  am
Mittmoch  nachmittag.  Am  Mittwoch  wird  im
Städliagerhaus  eine  lleine  Vienge  gelbe  Nũben
und  Meerreltich  als  Frischgemüsse  abgegeben.
Gleichzeitig  werden  dortselbst  an  Kleintierhalter
(für  Kaninchen  u.  Ziegen)  Runkeleüben  verkauft.

Wohnungsnot.  Näum:,  die  kis  zum  31.
Jannar  1913  Wohnzwecken  gedient  haben  oder
für  solche  bestimmt  waren,  dürfen  z#u  anderen
Zwecken  nur  mit  Genehmigung  des  Stadlmagistrats
  Rosenheim  verwendet  werden.

Die  Ausstellung  von  Gemälden  des
Infanteristen  Eisete  vom  Genesungsheim  Fuchbuch
  a.  Inn,  die  kürzich  wie  wir  berichteten
im  Geschäfte  des  Herrn  Gietl  hier  veranstaltet
wurde,  hatte  für  den  Ansstelter  erfreulicherweise
auch  raktischen  Erfosg,  indem  3  Oelbilder  „Kailergebirge.
  u  Lxapzhorn“  und  „Altwaller  bei

 

er  fassen  scharf  auf

Niederaudorf“  von  cinem  Käufer  erstanden  wur-Frachtsperrc.

  Die  K.  Eienbenreltton
rns.  teilt  mit:  Mit  sofortiger  Wirksamkeit
wird  bis  auf  weiteres  der  gesamte  Frachtgutwagenladung.
  u.  Frachtstückgutvertehr  im  rechtsrheinischen
  Binnenverlehr  und  im  Wechselverkehr
nach  außerbayerischen  Stationcn  gesperrt.  Ausgenommen
  von  der  Sperre  sind:  Brennstoffe,
Düngemittel,  Nauhsutter,  Saatgut,  Militärgut,
Privaigut  für  die  ilitärverwaltung,  U-Boot-Material,
  landwirtschaftliche  Maschinen  u.  Geräte,
  Lebenemittel,  lebendes  Vieh,  Beleuchtungsmaterial,
  Dienstgut  für  di:  Verlehrsverwaltung
und  Verpadungematerial  für  die  zugelassenen
Güter.

Eineneue  Bierpreiserhöhung.  Vom
Bayer.  Gastwirte-Verband  wurde  an  sämtliche
Staatsministerien  und  die  drei  stellvertr.  Generalkemmandos
  eine  Eingabe  gerichtet.  in  der
die  Erhöhung  des  jetzigen  Bierausschankpreiseo
  von  28  auf  32  Afg.  B#antragt  wird.

Verbot  von  Tanzunterhaltun  egt
Das  heilv.  Generaikrmmando  des  1.  B.  A.-erläst
  eine  Verordnung,  nach  der  jegliche  2
anstaltung  ven  öffentlichen  und  geschlossenen
Tanzunterhaltungen  jeder  Art  und  die  Teilnabme
  an  solchen  verboten  it.  Zuwiderhandlungen
  werden  mit  Gefängnis  bis  zu  einem

Jabr,  bei  Vorliegen  mildernder  Umstände  mit
Haft  oder  Gelditrafe  bis  zu  1500  Mark  bestraft.


 

Tegee  Hochrichen.

roes  (Gesrtsyortiet.  den
2.  r  (Drah
weftliche  Pr
An  der  Schlachtfront  blieb  di:  Lage  unverändert.
  Gegenangriffe,  die  der  Feind  bei  Hebuterne
  und  mit  besonderer  Zäl  igleit  gegen  die
von  uns  genommenen  Höhen  zwischen  dem
Lur-Ba.),  und  der  Avre  fährte,  Prachen  unter
  schw  en  Verlusten  zesammen.  Keinere  In--sameriekämpfe
  zwischen  Aure  und  Oie.
Die  Franzusen  setzten  die  Belchiehung  von

Laon  sorl.  Ladrreicke  Eimwahner  fielen  ihr  zum
Opser.
Erkundungsgefechte  anf  dem  Ostufer  der

aas,  ei  Hmdiomont  und  südölllich  von
Thann  krachten  Gciangene  cin.

Gestern  wurden  22  feindlille  Flugsenge  und  5
Fesselballone  abgeschossen.  Lentnant  Kroll  erlang
  seinen  22.  Lufisieg.  Bei  tatkräftiger
Durchführung  der  Fernaufklärung  ven  der  Küste
  bis  südlich  der  Somme  bat  die  Riegerabteilung
  lII  unter  Fährung  des  Oberleutnants
Fricke  Außergerwöhnliches  gelristet.

Ludendorff.
22,000  Tonnen.
*  Berlin,  1.  4.  (Amtlich.)  Eines  umserer

U.Bo-te,  Kommandant  Kapitänlentnant  Wen- 



ninger,  hat  im  westlichen  Teile  es  Aermellanals

6  Dampfer  und  einen  Segler  mit  zusammen  über
22  000  Brutto-Register-Tonnen  vernißkel.  Fünf
der  versenkten  Dampser  wurden  aus  stark  gesicherten
  Geleitzügen  herausgeschrsen.

Die  Deutschen  16  km  vor  Amiecns.

BVerlin,  2.  4.  Die  deutschen  Truppen
sieben  ungefähr  16  Kilemeter  von  Amiens
in  erbittertem  Ringen.  (I.)

§  Berlin,  2.  d.  (Drah:b.)  Der  Kriegeberichterktat
  er  der  Täglichen  Rundschau  meldet?
Unsere  Truppen  stehen  17  Kilometer  von
Amieno  enisernt.  Her  wird  um  jedes  Derf
erbittert  gerungen.  Oefangene  Engländer  erzählten
  mir,  das  sie  von  der  Dpernfront  herangeführt
  worden  sind,  dah  sie  selt  Tagen  nichts
mekr  zu  essen  bekommen  haben  und  daß  innerhalb
  ihrer  Verlände  vielsach  ein  tolles  Durcheinander
  larrscht.

Der  deutsche  Vormarsch.

Berlin,  I.  4.  Die  südliche  Angriffsarmee
setzt  ständix  ibren  Vormarsch  fort.  Auch  die
beiden  lehten  Regentage  haben  ihre  Operationen
  nicht  beeinträchtigt.  Die  wiederholten  erbitterten
  Gegenstöße  des  Feindes  sind  blutigst
gescheitert.  Der  Avre-Abschnitt  ror  dem  rechten
  Flügel  ist  fest  in  deutscher  Hand.  Die  Brufkenköpfe
  auf  dem  westlichen  Bachufer  sind  erweitert.
  Ein  deutsches  Korps  stand  vorübergebend
  einer  klebermacht  von  5  6  fran.  Divisionen
  gegenüber,  die  mit  Tanks  und  starker
Artilkerir  wie  derho#t  vergewiich  angegriffen.  Die
Verlkuste  des  Feindes  sind  nach  wie  vor  ungebeuer.


Ruhmestaten.

*  Berlin.  2.  4.  Bei  dem  harten  Kampfe
um  bas  Dorf  ö  R155  stockte  plötlich  ver
brutsche  Angriff.  Kurz  entschlossen  setzte  sich  eim
Generalstabsoffezier  r*  dort  fechtenden  Division
  an  die  Spitze  einer  Schar  Freiwilliger
brd  stürmte  das  Ein  anderer  Ort  wur

de  gerade  von  den  Demschen  erobe#rt,  ate  man

auf  der  Kirchturmspite  einen  franz.  Artilkeriebr#bachtungsposten
  entdeckte,  der  das  Feuer  seiner
  Batterie  vor  2  leiteie.  Er  wurde  gefangen
  genommen.  Ein  deutscher  Soldat,  ver  fran- 



Mittwoch,  3.  Aprkl  1918

zösischen  Sprache  mächlig,  tri#t  an  seine  Stelle  u.
führte  in  geschichester  Weise  ras  seindliche
Artilleriefener  irre.

Paris  wird  befestigt.

Genf.  2.  4.  Die  Pariser  Garnison  beendete
in  fieberhafter  Arbeeit  die  Anlage  von  Schützengräben
  im  Park  der  Tuillerien,  im  Beisde  Boulogne
  sowie  in  den  äußersten  Boulevards.  Die
neue  Kriegszone  umfaßk  neben  dem  Arrondissement
  Beauvais  sieben  Kantone,  darunter  Bray
sfur  Seine,  Lagny,  Provins,  Rozey  und  Nangis.

Die  Beschießung  von  Paris.

*  Berlin,  2.  4.  Die  Verheerungen  durch  das
Feuer  des  Kruppschen  Fernfeuergeschützes  in  Pario
  müssen  nach  dem  Lokalanzeiger  neuerdings  an
Umfang  wieder  zunehmen  und  übertreffen  die
vorhergegangenen  Beschädigungen.  Die  Bevölkerung
  richtet  sich  ein,  ihr  erstes  und  zweites
Frühskück  in  den  Untergrundbahnttationen  einzunchmen.
  Die  Leichenbegängnisse  der  Opfer  des
Bombardements  sinden  nachts  statt.  In  der
vergangenen  Woche  hat  Dünkirchen  durch  eine
Beschießung  mit  de  utschen  Derngeschützen  schwer
gelitken.  Besenders  das  Hafenviertel  wurdekarg
mitgenommen.

*  Gens,  2.  4c.  Die  Verberrungen  in  Paris
  durch  Treffer  des  Krupp'seen  Ferngeschutzes
müssen  nach  den  vorliegenden  Depeschen  während
der  leten  24  Stunden  an  Umfang  und  Intensität
  die  vorangegangenen  Schäden  übertressen.

Italienische  Beklemmungen.

s  Lugano.  2.  4.  (Drahlb.)  In  14  ischen
politischen  Kreisen  Italiens  herrscht  über  die
Lage  Italiens  und  die  Entwicklung  der  kriegerischen
  Ereignisse  der  größte  Pessimismue.
Ikalien  sei  am  Ende  seiner  Manneskraft  angelangt.
  Nur  mit  englischon  und  amerikanischen
Hilfstruxpen  sei  es  möglich,  den  Oesterreichern
erfolgreich  Widerstand  zu  leisten.  In  Regierungskreisen
  herrsch:  Nieder  chlagenket.  Die  italienische
  Prese  ist  angesüllt  mit  einem  Gejammer
darüber,  daß  die  i#alienische  Front  völlig  unzureichend
  verteidigt  sei.

Englische  Aeugste.

*  Lugano,  2.  4.  (Drahtb.)  In  der  Londoner
  rningpoit  gibt  Oberst  Repington  die
Böglichteit  einer  Landung  deutscher

Truppen  in  England  zu.  Sir  könnte  weisellos
  unter  der  Mitwirkung  der  den  schen  Fictte
ausgesütrt  werden.  Nexington  verwei#t  deshalb
auf  die  Notwendikeit,  ein  engjisches  Heimatheer
zu  mobdili#sieren  und  alle  Reserven  zur  Verteidigung
  des  beimatlichen  Boden=  zur  Verfügung  z#1

4

stellen.
*  Basel,  2.  4.  (Drahtb.)  Die  Times  rät,
die  Sache  mit  den  dentschen  Fernge-Süten

  ernst  zu  netmen.  Paris  habe  bereits
ie  Entdechung  machen  müssen.  daß  der  Feind
n  Entfernungen  von  60  bis  70  Meilen  schießen
könne.  Man  dürfe  ganz  sicher  sein,  daß  auch
die  Küfte  des  bioèher  unerreichdaren
England  bald  erfahren  werd.,  was  die  neue
Kanone  zu  leisten  vermag.
Der  Friedensvertragmit  Rumänien.
*  Verlin,  2.  4.  Lant  „Vossicher  Zeitung“
dorf  man  Anmelemnen,  daß  in  den  allernächiten
Tagen  die  Veröffentlichung  des  Friedensvertrags
  mit  Rumänien  erfolgen
wird.  Die  rein  politüchen  Vereindgrungen  sind
bereits  ver  cinigen  Tagen  geschlosen  worden.
Auch  die  wirtschastlichen  VBertenhe  ungn  dürften
sich  nun  ihrem  Ende  zuneigen  und  das  Ganze
wird  dann  zur  öffentiichen  Kenmnie  gelangen.
Felbständisteitserklärung  des
Kankasus.
Stockholm.  2.  4.  Nach  einer  Meldung
aus  v  Flechn  n  "(i⅜P*[  der  in  Tiflis  versammelte
kankasische  Landtag  eine  Selbrt  sländigkeitnerklsrung
  der  kaukasischen  Repudlik.  Der  Landlag
ist  für  cinen  Sonderfrieden  mit  der  Turkei  auf  der
Grundlage  der  Wiederberstellung  der  Grenzen
von  1914  und  der  Schaffung  eines  autonomen
Armeniens.
Ein  Gericktsverfahren  gegen  König
Konstantin.
**  Atben,  2.  April.  Gegen  König  Konstautin
  ist  ein  Gerichtsverfahren  eingrleitet  worden.

Reichslanzler  Graf  edertling  leicht
erkran

*  Berlin.  2.4.  t  chelamiet  vet  wih
rend  des  Hestes  an  einem  leichten  Unwohlsein
  erkrankt.  hat  es  aber  bereits  wieder  soweit
  übermunden,  daß  er  morgen  seine  Dienstgeschäfte
  wieder  aufnehmen  kann.

 

AUndie  Vereinsleitungen.
mcfsen  wir  die  dringende  Bitte  richten,  sich
bei  Wssung  von  Berichten  der  größtm  lichsten
  Kürg  2  befleihigen.  ##llses  Ueberflüfsige,
die  grade  Mllgemeinheit  nicht  Interessierende,
Wole  sortgelassen  werden.  Bei  der  gegenwärtigen
Panpierknaxpheit#rmögen  wir  bandwurmlange
Berschte,  die  uns  den  Raum  für  wichisgere  Nachrichten
  und  Milteilungru  versrerren,  uncht  zu

verantworten.
Die  Redaktic..

wetierbericht  *  Mittrrch.  den  3.  April.
Borwiege  ad  5.  iter,  strächweise  Nachtsrost.

.  ö  □——.

den  1#  teil  l  *r.
2*#s  ——