Volltext : Die Wappen der Großherzogthümer Mecklenburg, ihrer Städte und Flecken.

des  Stierkopfes  kann  diese  Lilie  wegen  ihrer  Größe  kaum  aufgefaßt  werden;  vielmehr  wird  man  sie  als  ein  seiner
selbstständigen  Bedeutung  nicht  entbehrendes  Beizeichen  betrachten  müssen.!)  Ueber  diese  Eigenschaft  der  wachsenden
Cilie  ist  man  sich  anscheinend  noch  im  16.  Jahrhundert  klar  gewesen,  indem  sie  sich  auf  dem  Siegel  sub  2  erhalten
hat,  auf  denen  sub  5  und  4  aber  ganz  fortgelassen  ist.

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20.  Lübtheen  Elecken).

Wappen.
Gespalten:  rechts  silberne  Schlägel  und  Eisen,  kreuzweise  über  einander  gelegt,  in  roth;
links  halbe,  auf  halbem  grünen  Berge  stehende  grüne  Tanne,  an  welcher  ein  rother  Löwe
emporsteigt,  in  silber.

Siegel.
1.  O  Dm:  55mm.  Im  unten  abgerundeten,  von  einer  Renaissance-Kartusche  umgebenen,  gespaltenen  Schilde
rechts  Schlägel  und  Eisen  gekreuzt,  links  halbe  Tanne  auf  halbem  Berge,  an  welcher  ein  Löwe  emporsteigt.  Umschrift
MECKLENBURG=  FLECKEN  LOBTHEEN
6(-180P
2.  O  Farbestempel,  Dm:  32  mm,  mit  Bild  und  Umschrift  ganz  ebenso  wie  ad  1.
1  5.  O  Dm:  ölmm.  Wappen  wie  ad  1  im  halbrunden  Schilde,  welcher  im  damascirten  runden  Siegelfelde  steht.

Umschrift
Cechlenburgischor  Ulechen  Lübtheen

Der  Flecken  Lübtheen  erhielt  unterm  ö1.  März  1875  eine  am  1.  Juli  desselben  Jahres  in  Nraft  getretene
Gemeinde-Ordnung;  das  Wappen,  wie  es  in  den  beschriebenen  Siegeln  geführt  wird,  ist  nach  Allerhöchster  Approbation
durch  Reskript  des  Großherzoglichen  Ministerii  des  Innern  d.  d.  Schwerin,  28.  Oktober  1880  festgesetzt  worden.

Lübtheen  liegt  in  der  sogenannten  Jabelhaide.  Die  ällesten  christlichen  Landesherren  der  dortigen  Gegend
waren  die  Grafen  von  Danneberg,  denen  das  Land  Jabel  durch  Heinrich  den  Löwen  verliehen  wurde;  hierin  hat
die  Wahl  des  an  der  Tanne  aufsteigenden  LCöwen  für  das  Wappen  des  Fleckens  seinen  Grund.  Schlägel  und  Eisen,
als  Symbole  des  Bergbaues,  beziehen  sich  auf  das  seit  etwa  50  Jahren  bei  Lübtheen  in  Betrieb  stehende  Sppswerk.

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21.  Lüb
(Herrschaft  Mecklenburg.)

·  Wappen.
In  gold  der  schwarze  Mecklenburgische  Stierkopf,  beseitet  von  zwei  rothen  Sternen.

1)  Wegen  Herleitung  der  Lilie  vid.  Wappen  der  Stadt  Gnoien.