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Allgemeine Chronik. 25
dere vor Kronstadt gibt officiell zu gegenseitigen Freundschaftsbezeugungen
Anlaß.
Aug. (Deutscher Krieg). Württemberg schließt in Berlin seinen Frieden und
ein (vorerst geheimes) Schutz= und Trutzbündniß mit Preußen.
„ (Preußen). Die Regierung legt dem Landtag ein Wahlgesetz für den
Reichstag des norddeutschen Bundes vor.
» (Preußen). Die Regierung kommt nach der Zusicherung der Thronrede
beim Abg.-Haus um förmliche Indemnität für das bisherige budgetlose Regiment
ein.
„ (Ver. Staaten). Eine demokratische Convention (Parteiversammlung)
in Philadelphia stellt ein Programm auf, um den Herbstwahlen im Congreß
einen mächtigen Rückhalt im Sinne der Politik des Präsidenten Johnson zu
gewähren.
4 (Italien). Garibaldi kehrt wieder nach Caprera zurück.
(Deutscher Krieg). Baden schließt in Berlin seinen Frieden und ein (vorerst
geheimes) Schutz= und ein Trutzbündniß mit Preußen.
„ (Preußen). Eine Botschaft des Königs verlangt vom Landtage die Annexion
von Hannover, Kurhessen, Nassau und Frankfurt.
(Deutscher Krieg). Definitiver Abschluß des Bündnißvertrags Preußens
mit den norddeutschen Staaten, Mecklenburg vorerst noch ausgenommen.
(Mexico). Der Kaiser bildet ein neues Cabinet von wesentlich clericaler
Färbung.
2 (Deutscher Krieg). Auch Mecklenburg tritt dem norddeutschen Bündnißvertrage
bei.
„ (Deutscher Krieg). Bayern schließt in Berlin seinen Frieden und ein
(vorerst geheimes) Schutz= und Trutzbündniß mit Preußen.
,, (Deutscher Krieg). Abschluß des Friedens zwischen Oesterreich und Preuen
in Prag.
„ (Preußen). Das Abg.-Haus richtet eine Adresse an dle Krone, in der die
bisherigen Forderungen stillschweigend fallen gelassen werden.
„ (Deutscher Krieg). Ende des Rumpfbundestages in Augsburg.
„ (Frankreich) schließt einen Vertrag mit Oesterreich, der die Cession Venetiens
an Frankreich bestätigt und ihm die Retrocession an Italien sichert.
(Preußen). Antwort des Königs auf die Adresse des Abg.-Hauses.
(Preußen) besetzt die bisherige Bundesfestung Mainz.
„ (Ver. Staaten). Präsident Johnson tritt eine Rundreise in den Staaten
des Nordens an, die sich dald zur Wahlreise für die Herbstwahlen in den
Congreß gestaltet und auf der er durch tactloses Benehmen den letzten Rest
seines Ansehens einbüßt.
„ (Preußen). Prinz Nikolaus schließt mit Preußen eine Uebereinkunft über
die Rückkehr der nassauischen Truppen in ihre Heimath ab. Der Herzog
fügt so in sein Schicksal, vorbehaltlich einer Verständigung über sein Privatvermögen.
„ (Deutschland. — Bayern). Die II. Kammer genehmigt mit allen gegen
1 Stimme den Friedensvertrag mit Preußen und erklärt sich gegen 11 Stimmen
für einen engen Anschluß an Preußen, um etwaige Angriffe des Auslands
erfolgreich abzuwehren. Die I. Kammer lehnt den engen Anschluß an
Preußen ihrerseits mit 30 gegen 4 Stimmen ab.
„ (Rom). Finanznoth. Die Noten der Bank sinken unter Pari. Scandalöse
Maßnahmen, um ihrer Einlösung zu entgehen.
„ (Griechenland). Die öffentliche Meinung nimmt Partei für Candia.
Freiwillige fangen an, dahin abzugehen.
2. Sept. (Frankreich). Rücktritt des Hrn. Drouyn de I´Huys. Derselbe wird
durch Hrn. v. Moustier und provisorisch durch Hrn. v. Lavalette ersetzt.