Worten der Verdienste des
HMumer 232
Die Aosenhelmer Milllũtlapelle
in RKuffleln.
„
Kufstein, 4. Ost. Am Sonntag hatte Kuf.
siein großen O##s#e#rtag aus Anlaß des Namenssestes
des Kaisers Franz Joseph. Auch die Kapelle
des Garnisonsbataillons Nr. 1 (Rosenheim)
wirkte dabel mit. Der „Tiroler Erenzbote“
berichtet darüber:
Den Mittelpunkt zum Opfertag bildete die
Musikkapelle des k. b. Garnisonsbataillons Nr.
1 aus Rosenheim, die sich bereite im Februar
ds. Js. in Kufstein wärmste Sympathien und
Ehren erworben hatte. Sie traf am Sonntag
vorm. 10 Uhr mit ihrem Kapellmeister Franz
Bertrams unter Führung des Herrn '
Leutnants Putscher in einer Stärlke von 30)
Mann hier ein, begrüßt vom Vorsitzenden des
Opferta ausschusses Herrn Ed. Lippott und
dem Schatzmeister Hä#### Ant. Reel. Mit klingendem
Spiel, gesolgt von zahlreichen Einhelmischen,
2og die Kapelle in unsere beflaggte
Eil, wo sie um 11 Uhr am Oberen Stadt.
#rien cin Plahmustlkonzert gab. Infolge des
lalien, unf: eunülichen Wetters war die Zu-Sreiset
jedech nicht sehr stark, besonders
die Bevölkerung von der Umgegend wurde
vermißt.
Nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr fanden
im Eggersaal zwei große Militärkonzerte
der genannten Kapelle statt. Der Besuch des
ersten Konzertes ließ mit Rücksicht auf die
gegenwärtig besonders erschwerten Zeitverhält.
nisse zu wünschen übrig; umsomehr befriedigte
* dafür am Abend, wo der Saal vollbesetzt
nlee die Qualität der Rosenheimer Garnüonsmusikkapelle
hörte man nur eine Stinune
des Lobes; sie verriet eine wirklich ausgezeichnete
Schulung und ein vorzügliches Zusammenspiel.
ehrere Soli, ausgeführt von den
Herren Hans Pröll und Josef Sedlmayer sowie
ein ganz vorzügliches Streichquartett riefen laulen
Beisall hervor. Einen besonderen Vorzug
genieht die Kapelle in der Leitung, die in den
bewährten Haänden des Herrn Kapellmeisters
Franz Bertrame (sonst Konzertmeister in Köln)
liegt. Seine Fähigkeiten als Dirigent und
Musiker sind gang. bedeutend; sie wurden durch
stürmischen Beifall un durch einen großen
Eichenkran mit Schleife ausgezeichnet, den im
Auftrage des Kriegsfürsorgeamtes Kufstein Frl.
„Franzi Kinz überreichte, indem sie in gewählten
errn Kapellmeisters
und seiner edlen Kunst gedachte und
auf die treue Bundesbrüderschaft mit Deutschland
hinwies.
Gegen den Schluß des Abends ergriff Herr
k. b. Leutnant Putscher, der Führer der Rosen.
heimer Garnisonskapelle, das Wort zu einer
überaus herzlichen und zu Herzen gehenden
Ansprache, in der er der treuen Waffenbrüderschaft
der beiden Reiche und Länder gedachte
und betonte, daß die Kapelle gerne nach Kufstein
gekommen sei und die gegenseitige Unterstützung
auch künftighin fortdauern möge.
gab dem Sieg der verbündeten Waffen Nuedruck
und brachte ein Hoch auf unseren Kaiser
aus, in welches alle jubelnd miteinstimmten.
Die markige Ansprache des Redners löste
große Begeisterung aus.
Die Garnisonskapelle aus Rosenheim ist am
Montag nachmittags 2.45 Uhr nach Rosenheim
rldhgeletet, nachdem sie zuvor noch im Garten
el Egger mehrere Musikstücke zum besten
gege 4 hath= Die Abfahrt erfolgte mit klingendem
Spiel.
Der Weltkrieg.
Englische Verlustziffern.
Haag, 5. Okt. „Daily Telegraph“ peröffentlicht
eine Zusammenstellung der Verlustlisten
für den Monat September und kommt zu fol-
Gestautz-Lnaung Rosenhein.
Freitag wachmittags 4 Uhr
Versammlung
im Cafe Wenudl.
Teges- Ordnung: SEehr wichtige Pesprechung, es liegt daher im
Interefse aller Gastwirte, diese Versammlung
zu besuchen.
Auch Nichtmitglieder find freundlichst eingeladen.
—.
dem Resultat: getötet 991 Offiztere u. 16 062 Die Beute von Tutrakan und
Mann; an ihren Wunden gestorben 229 Offiziere
und 5354 Mann; gestorben 24 Offfzziere
und 1154 Mann; verunglückt 4 Offizeere und
93 Mann; verwundet 3807 Offiziere u. 81282
Mann; verwundet oder vermißt 34 Offbiere
und 3442 Mam; vermißt und vermutlich getötet
47 Offifiere und 86 Mann; vermißt 255
Offiziere und 9775 Mann; kriegsgefangen 6
Offiziere und 89 Mann. Davon konnten abgezogen
werden 14 Ofsiziere und 469 Mann,
die irrtümlich als getötet, verwundet oder vermißt
angegeben worden waren. Hierdurch kommen
die Verluste für Seplember auf 3403 Offiziere
und 113780 Mann gegenüber 7071 Offizieren
und 42000 Mann im Juli und 4693
Offizieren und 123097 Mann im August. In
den drei Monaten zusammen betragen also die
Verluste 17177 Offizz#re und 288 378 Mann.
Die Verluste bei der Marine betrugen im Sertember
außerdem noch 58 Offiziere und 329
Mann, von denen 11 Offiziere und 104 Mann
getötet murden. Der „Daily Telegraph“ stellt
diese Verluste gemäß den offiziellen Berlustlisten
zusammen und kommt dabei auf etwa
3#(0 000 Mann Verluste. Wie aus dem „Dai-Iy
Telegraph“ sich aber selbst nachweisen läßt,
sind die veröffentlichten Verluste bei weitem
cgrößer.
Die Lebenomittelteuerung
in Englanb.
Bern, 5. Okt. Das „Journal“ bestätigt,
odu trotz aller Maßnahmen der engl. Regierung
die bisherigen Lebensmittelpreise in England
sehr erheblich gestiegen sind. Vergleiche
man den Marktbericht vom Juli 1914 mit dem
vom Juni 1916, so ergäben sich Steigerungen
von 53 Prozent, in einzelnen Fällen sogar 59
Prozent, und dies bei allen Artikeln der täglichen
Lebenshaltung. Die ärmeren Schichten
werden davon am empfindlichsten getroffen. Es
wäre ein Wunder, wenn sich die daraus entstehenden
Folgen nicht bald zeigten. (3.) "
Vernichtung der über die Donau gegangenen
Rumänen.
Sofia, 5. Okt. Der amtliche bulgarische Bericht
meldet vom 4. Okt.: An der Donaufront
waren 15 oder 16 Bataillone der seindlichen
Truppen, welche die Donau bei Rjahowo uberschritten
hatten, vorgerückt und hatten die Dörser
Sliwopol, Kajemla, Boressewo, Malkowrenowo,
Gelmeowrenowo und Breschlien besetzt.
Um sie zurückzuwerfen, führten wir zwei Kolonnen
von Rustschuk und von Tutrakan konzentrisch
gegen sic vor. Vorgestern, am 3. de.
Mts. griffen die von Ruftschuk her vorrückenden
Truppen den Feind an und zwangen ihn
bald, seine Rettung in der Richtung auf die von
der Monitorflottille zerstörte Brücke zu suchen.
Das Schlachtfeld ist bedeckt mit vom Feinde hinterlassenen
Gefallenen. Gegen Abend besehten
wir die Dörfer Rjahowo und Babowo.
seindlichen Truppenteile sind in Unordnung ostwärts
zurückgegangen, wobei sie auf unsere
von Tutrakan vorrückenden Truppen stießen.
Der umfaßte Feind zerstreute sich nach rerschtedenen
Richtungen. Heute vollenden unsere Teuppen
seine Vernichtung. Die rumänischen Truppen
haben in den von ihnen besetzten Dörfern,
ebenso wie auf dem Rückzuge aus der Dobrudscha,
schwere Grausamkeiten begangen: Frauen,
Greise und Kinder wurden hingeschlachtet, oielen
Opfern wurden die Augen ausgestochen und
die Zunge abgeschnitten.
*:
Die:
Silistria.
Budapest, 5. Okt. Der Kriegsberichterstatter
des „Pester Lloyd“ meldet von der
Dobrudschafront: Wie ich hier an der Front,
also an Ort und Stelle feststellen könnte, ist
die Beute der dritten bulgarischen Armee in
ihrer einmonatigen Offensive außer den bereits
belannten Gefangenenziffern besondere an
Kriegsmaterial ungeheuer. Ich hatte in Tutrakan
und Silistria Gelegenheit, diese Beute
zu betrachten. So kann ich festflellen, daß die
Beute aus diesen beiden Orten 1500 Geschütze
und 110 Maschinengewehre betrug. Ich sah in
Tutrakan englische Geschütze, alle ganz neue
Meisterwerke, und Kruppfabrikate, die meisten
gar nicht oder wenig gebraucht. Nur wenig
Geschütze konnten die Rumänen unbrauchbar
machen, die meisten sind gebrauchsfähig. So
werden aus dieser Beute in allernächsier Zeit
mehr als hundert Geschütze gegen den Feind
verwendet werden können. Die fliehenden Ru.
mänen hatten übrigens auch die Liebenswür--digkeit,
die zu den Geschützen und Maschinengewehren
notwendige Munition zurückzulassen. In
unterirdisch, modern ausgebauten Kavernen inr
Siliftria und Tutrakan fanden wir Granaten
und Schrapnells in unversehrler Fabrikpackung.
Besonders in den kleinen Orten Kalipetrowo
und Aidamir wurden unheimliche Mengen von
Gewehrmunilion, Handgranaten und Geschützmunition
gefunden. Aidemir scheint überhaupt
das Hauptmunitionsdepot der Front Silistria.
Tutrakan gewesen zu sein. Viele der
Killen tragen die Aufschrift „Fabrik Krupp
Eisen", „Für Rumänien“, alles in deutscher
Sprache, und lagerten bereits eine Reihe von
Jahren. Der eroberte Geschützpark stellt ein
Viertel des gesamten rumänischen Geschützparltes
dar, das einen nach Millionen zählenden
Verlust bedeutet, der um so schwerer ins Gewicht
fällt, als er nur schwer zu ersetzen ist.
Unruhen in Portugal.
Geuf, 5. Okt. Lissaboner Blättermeldungen
zufolge sind in Nordportugal neuerliche Unruhen
ausgebrochen. Der Kriegsminister ordnete
die Mobilisierung der ersten und vierten
Dioision an und ist nach den bedrohten Gebieten
abgereist. 13.)
Diejapanische Munitionslieferung.
Haag, 5. Okt. Aus Tokio einlaufende Meldungen
besagen, daß Japan die weitere Mu.
nitionslieferung an Rußland gegen Bezahlung
von Schatzscheinen abgelehnt habe, mit der Begründung,
daß Japan in seinen Kassen bereits
50 Millionen Ven russische Schafscheine liegen
habe. Die japanische Regierung stelle sich auf
den Standpunkt, daß Frankreich und England
Garantien für die Bezahlung der weiteren
Kriegslieferung übernehmen müßten. (3.)
Die Luftangriffe auf Bukgrest.
Bern, 5. Olt. Das Pariser „Journal“
bringt eine Drahtung seines Bukarester Mitarbeiters
über die Lage in der rumänischen
Hauptstadt, in der es heißt, deutsche Luitschiffe
und Flugzeuge häuen die Städte Confstanza.
Piatra, Neamtu und Bukarest bei Tag und
bei Nacht mit Bomben beworfen, die viele Opfer
gefordert hätten, da die Bevolkerung allen
Anordmungen der Behörden zum Trot sich während
der. Bewerfung auf den Straßen auf-
pachlen
Basthof-Verpachtung.
0chônster und größter Gasthof in einem Städtchen bei Treuchtlingen
(Mutelfranken) in unter günstigen Bedingungen wieder zu ver-Gesucht
wird tüchtiger Gastwist (möglichst Metzzer)
der bisher besseren Betrieb geleilet hat. Frau muß hervorragende
Huachin sein. Landwirtschaftlicher Nebenbetrieb wäre zu ermöglichen.
ngebote unter K. 7303 on die Expedition des Blattes erbelen.
tar Freileltung sofort gesucht.
nlabschritten an die
Slädt. Glekurtritälsanlage Jugelpasl.
Freitag, 6. Okteber 1916
———""““
halte, um das seltsame Schauspiel zu genietn:
auch die Schrapnellsplitter der rumänischen Abwehrkanonen
hätten schon viele getötel. In einem
Bukaresier Briefe des „Petit Parisien“
leißt es, daß nach 9 Uhr abends jeder Verkehr
unterbrochen sei. Alle Theater seien gescs,
um der Verbreitung aufregender Nachrichschlossen,
vorläufig auch die drei größten Ca
ten durch Pessimisten vorzubeugen. Acht Tage
kein Eisenbahnuug gegangen und Post und Telegraph
würden nicht mehr arbeiten.
Zur Friedenssfrage.
Manchester, 5. COktob. Der Manchester
Guardian verurteilt in einem Leitartikel Lloynd
(Ceorges Kundgebung an die Vereinigten Staa
lten. Das Herannahen des Friedens, sagt das
Blatt, müsse eine: Tages doch durch die Neu
tralen und zwar befonders durch Amerika kom
men. Wir verfteken deshalb nicht, weshalb
Lliond George es fur notwendig gehalten hat,
jede Einmisckung zurückzuweisen. Von irgendwescher
Einmischung außer von Anregungen od.
Ratichlägen kann nicht die Rede sein und wir
wissen nicht, weshalb wir nicht zur geeigneten
Veit die Ratsc läge der Staatsmänner in Was.
anhören oder freundschaftlich berück.
sichligen sollten. Wir wissen nicht, weshalb man
den Vorschlag abblitzen läht, ehe er noch gemacht
Ut. Das Blatt glaubt nicht. daß die Zeit für
eine neutrale Vermittelung schon gekommen ist,
aber es weist darauf hin, daß Lloyd George
Kriegsselretär ist und daß nur der Premierminister
oder der Sitaatssekretär des Auswärligen
befugt ist, im Namen der Nation zu
sprechen. falls England tatsaächlich aus gewichtigen
Gründen es ablehnen sollte, seine politischen
Ziele mit den Veteinigten Staaten zu
erörtern.
leuston
Kette Lachrichlen.
Dr. v. Orterer.
Muünchen, 5. Okft. Der Zustand des schwer
erkrankten Kammerprasidenten Geheimen Rates
Dr. v. Orterer, der in die chirurgische Klinik
verbracht wurde. i###t, wie wir mittags von zuverlässiger
Seite erfahren, sehr ernst. Der
Kranke ist sehr schwach.
Zur Namenstagsfeier des Kaisers
Franz Josef.
Wien, 5. Okt. Aus dem K. und K. Kriegspf#equartier
mird gemeldet: Das Namensse
des Kaisers Franz Josef wurde im Standort
des Armee O berkommandos feierlich begangen.
Die Stadt trug reichen Flaggenschmuck,
in allen Gotteshäusern fanden Festgottesdienfte
satt. Besonderen Glanz erbielt die Feier im
Hauptauartier durch das Erscheinen des Deut.
schen Kaisers, der von Generalfeldmarschall
von Hindenburg. Gencral der Infanterie von
L#dendorff usw. begleitel, um 11: Uhr nachnisttags
im Standort des A. O. K. eintraf.
An der bei Erzherzog Friedrich veranstalteten
Festtafel nahmen der Deutsche Kaiser mit Gefolge
teil. Im Lause des Mahles langte ein
in sehr warmen Worten gehaltenes Telegramm
des Königs der Bulgaren ein. Nach fast zweistündigem
Verweilen im Kreise der österreich.=ungarischen
Heeresleitung verließ der deutsche
Kaiser das K. und K. Hauptaquartier.
Monteure und Hilfsmonteure
Angebole mit Lohnanspruch u. Zeng-7275
Bes K. Antssetist Rosfenbeim
# 7318 Dei Awoschuh-Ih#t ——— vom 1. Oktober 1916 das Koemurswersahr#
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deß Kaufhausbesttzerz Reman Eisl in Kiefersselden
E aus ##.bummi“*
28. Jui 1916
Rehenheim, 10 15 Tagw aufgehoben. Fernrur 77.
149
—m- 28 8 ohne Inventar, wird zu haucm
EEIILIIII
*
W . 1—.2Gt
NRosenhein, den 3. Oklober 1916.
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### für den Ankauf von Meaidern und Sollen
behördlich vorsesehnlebenen
Sezugsscheine 1
eind von 80 Stück an erhählich bei:
K.Niedermayr, Buchrruckerei
Ferarut 72.
ROSENHEIM
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