Contents : Württembergische Geschichtsquellen. Zweiter Band. (2)

244  Traditiones  Fuldenses

32.  (Dr.  4,  69).
Slawo!)  et  uxor  ejus  Gerbilt  tradiderunt  sancto  Bonifacio  bona
sua  in  villa  Mechitam[ulin]®  in  pago  Jagesgewe  quicquid  proprietatis
  habuerunt  in  agris,  silvis,  pratis,  domibus,  familiis.

53.  (Dr.  4,70).

Uta?)  tradidit  sancto  Bonifacio  bona  sus  in  Westheim?),  Rotaha®),
  Sala°)  quicquid  proprietatis  ibi  habuf[it]P  cum  familiis  et
prole.

34.  (Dr.  4,79).

Born®)  tradidit  sancto  Bonifacio  bona  sua  in  Marloben’),  hoc

est,  vineam  et  hubam  nnam,

35.  (Dr.  4,  80).
Burcsvind°)  tradidit  sancto  Bonifacio  proprietatem  suam  in
Lara°)  et  Lemberheim'!°)  super  ripam  fluminis  Steinaha  '').

a)  Mechitamunil.  Vgl.  dass  Munilhuson  statt  Mulinhuson  884.  (Grandidier,  Egl.  2b,  37b.
Zeitschr.  f.  d.  Gesch.  d.  Oberrheins  N.  F.  7  (1898),  8.  228.  b)  habuerunt,  wie  in  m.  89.
Wahrscheinlich  war  in  der  Urkunde  Utus  Gatte  erıoähnt,  oo  dass  habuerunt  sagt,  was  beide  beseseen
  haben.

1)  Vgl.  zu  dem  Namen  Slawo  die  slavischen  Siedelungen  in  Franken
Windischenpfedelbach,  jetst  Windischenbach  OA.  Öhringen,  Windischenhohebach
  =  Windischenhof  OA.  Künzelsau,  Windisch-  Brachbach,  Windisch-Bockenfeld
  OA.  Gerabronn  und  die  zahlreichen  Namen  mit  der  Endung
Winden  im  würtiembergischen  und  dem  angrensenden  bayrischen  Franken.
—  1  Vogl.  n.  37.  Uta  ist  die  Gattin  eines  Moriald,  der  wohl  identisch  ist
mit  dem  Kochergaugrafen  Maorlach  oder  Morlach.  Cod.  Laur.  13,  n.  376,
dessen  Schwester  Hiltisnoot  in  Raodhaha  in  Westheimer  Mark  im  Kochergau
begütert  war  und  dort  Lorsch  begabte.  L.  13.  WU.  4,318.  Jedenfalls  muss
die  Schenkung  früher  sein  als  856,  da  Abt  Haito  am  2.  Jan.  856  den  Besitz
des  Klosters  in  Rotaha,  Westheim  und  Alahdorf  an  den  Grafen  Sigihard  abtrat.
  C.  D.  565.  Vgl.  oben  n.  21,  Anm.  2.  —  °)  Westheim  OA.  Hall.  —
4)  Oberroth  OA.  Gaildorf.  —  °)  Der  Lage  nach  zu  schliessen,  am  ehesten
Hall,  aber  der  Übergang  Sala  in  Hall  ist  sprachlich  bedenklich.  Man  wird
deswegen  an  eines  der  verschiedenen  Sall  OA.  Öhringen  denken  müssen,  wie
Hohensall,  Kirchensall,  Mangoldsall,  Orendelsalil,  Tiefensall.  —  °)  Wohl  =
Brun.  —  '!)  Marlach  OA.  Künzelsau.  —  °)  Vgl.n.7.  Die  Schenkungsurkunde
der  Burcsvind,  welche  C.  D.  296  gegeben  ist,  aber  in  WU.  fehlt,  nennt  nur
das  predium  in  Larehoven,  das  Burcsvind  von  ihrem  Vater  ererbt  hatte,  aber
mit  aller  Zubehör,  woru  Lemberheim  wohl  auch  gehörte.  Die  Schenkung  fällt
in  die  Zeit  des  Abis  Ratgar  802—817  und  Karls  des  Grossen,  und  zwar  wahrscheinlich
  in  das  leiste  Jahr  Karls.  —  °)  Lohrhof  bei  Freudenbach  OA.  Mergentheim.
  —  '°)  Vgl.  n.  8.  —  1!)  Das  Steinachflüsschen,  das  unterhalb  Reinsbronn
  in  die  Tauber  mündet.

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