Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1824. (1)

in  Untersuchung  gekommene  Johannes

Maier,  von  Winterreute,  O.  A.  Biberach,

  wegen  Salz-Einschwärzung,

neben  der  Confiscation  des  eingeschwärzten
  Salzes  und  dem  Kosten-Ersas  zu
viermonatlicher  Festungs-Arbeits,
strafe  verurtheilt.

Am  17.  März  wurde:

8.  Joseph  Heberle,  von  Leutkirch,  wegen
wiederholten  ehebrecherischen  Concubinats,
  wiederholten  Vagirens,  und  anderer
  Vergehen,  neben  dem  Kosten-Ersatze
  zu  acht  und  einhalbmonatlicher
  Festungs-Arbeitsstrafe  und  nachheriger
  Einsperrungim  Zwangs-Arbeitshaus
  zu  Ulm  bis  zu  erprobter  Besserung,
wenigstens  aber  auf  die  Daver  von  neun.
Monaten  verurtheilt.

#.  Am  ::.  März  wurde:

°)  Joseph  Weßel,  von  der  Höll,  O.A.

Tettnang,  wegen  eines  in  Genossenschaft

  verübten,  durch  Einsteigen  qua-274



lifieirten  und  durch  mehrfache  Gewaltinnerhalb

  des  Hauses  erschwerten  großen
  Diebstahls,  wegen  eines  weiteren
großen  und  wegen  eines  kleinen  Diebstahls,

  endlich  wegen  in  Genossenschaft

versuchten  Ausbruchs  aus  dem  Gefängnisse

  zu  sechszehenmonatlicher

Festungs-Arbeitsstrafe,  und

b)  Kaver  Wegßel  von  da,  wegen  des

mit  seinem  Bruder  Joseph  Weßel
verübten  großen,  qualisicirten  und  erschwerten
  Diebstahls  und  wegen  in  Genossenschaft
  versuchten  Ausbruchs  aus
dem  Gefängnisse  zu  einjhriger  Festungs-Arbeitsstrafe
  verurtheilt.
Zugleich  wurde  hinsichtlich  der  Verbindlichkeit

  zum  Schadens=  und  Kosten-Ersabe

  bei  Beiden  das  Angemessene  verfügt.

An  demselben  Tage  wurde:

0.  der  bei  dem  O.A.Gericht  Ulm  in  Untersuchung

  gekommene  Fidel  Knehr,
von  Schelklingen,  O.  A.  Blaubeuren,
wegen  zweier  kleiner  einfacher  und  ersebrer,
  aber  den  zweiten  Rückfall  begründender
  Diebstähle,  wiederholten
Bettelns  und  anderer  Bergehen,  neben
dem  Schadens=  und  Kosten-Ersaße  zu
sechsmonatlicher  Festungs-Arbeitsstrafe
  mit  Willkomm  und  nachheri,
ger  Einsperrung  in  das  Zwangs=  Arbeitshaus
  zu  Ulm  bis  zu  erprobter  Besserung,
  wenigstens  aber  auf  die  Dauer
von  sechs  Monaten;

11.  Barbara  Götz,  von  Ulm,  wegen

Miturheberschaft  bei  einem  komplottmäßig
  verübten  Diebstahle,  welcher  bei
derselben  den  dritten  Rückfall  in  diese
Art  von  Verbrechen  begründet,  ferner
wegen  wiederholten  unzüchtigen  Lebens-