Full text : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

##e3  —

Das  Gßr-sr?  '
dem  Renlamtmann  des  K.  Nentan  4%
senheim,  Herrn  Finanzrat  Beh,  veiliehen.

wurde
Noes#ng.

  Heute  vormitlags  sand  in  Anweis
  #mtlich  Herren  Beamten  im  Sitznge
  .  des  hiesigen  K.  Amtegerichts  die

feierliche  Ueberreichung  der  Hübernen  Medaille
des  Verdiens#rdens  der  Bayer.  Kione  an  den
Gefängnisverwaster  Herrn  The#doe  Schreiner
statt,  die  ihm  anläßlich  dez  Gevurtssestes  des
Königs  verliehen  u#urde.  Herr  Amtsgerichts-—
  Zeis  gedachte  hiebei  in  einer  kernigen
Anspr  der  Berdienste  des  Gefeierten,  und
schtoß  mit  einem  auf  den  König  ausvebrachten
——  beiechem.  Gelste  be-“
  Feier.
Unfall.  In  der  ——  Niedermaut
  in  geriet  heute
Foarmittags  der  #eicnmaer  Vr  Sêhminn
mit  der  techten  Hand  i  eine  Schnellpresse,
ldeaß  die  Hand  stark  gequetscht  wwurde.  Aerztliche
  Hilse  wurde  sosort  in  Anspruch  genemmen.
Wir  wünschen  dem  v#rungllickten  fleitzigen  Manne
  l#echt  baldige  Genesung-Städt.
  Kleingeld.  wird  es  in  nächster
Jeit  .  Es  werden  Kleingesdersatzmarken
aus  tall  im  Neunwerte  von  5,  10  und  50
Wig.  ausgegeten.  Näheres  ist  ous  unserem  Beicht
  über  die  heutige  Sitzung  dez  Kbllelinmz
  der  Gemeindebevollmächtigten  ersichtlich.
Starker  Schneefall  stellte  sich  in  der
se  uffenen  Nacht  ein.  Dichte  Maiien  Schnee  ben
  heute  Berg  und  Tal.  Wenn  nicht  Frost
rnt  scheint  aber  dieser  Herrlicchein  eine  lane
  Dauer  nicht  beschieden  zu  sein.

sliommunnies.

Dos  Kollegium  der  Gemeinde-Be
VOllmächtigten  faßte  heum  in  Bersoi#
5%  Antrages  des  G.-B.  Gradl  einen  sehr  be-#zrakensten
  Beschluß  aur  Behedung  der
Kleingeldnst.  Es  wurde  beschlossen,  Kleingeldersatzmarken
  im  Neunwerte  ron  5,  10  und  50
Psennigen  zu  beschaffen  und  im  (Gesaml-Be
#rge  von  15000  Mark  in  Umlauf  zu  bringen.
Die  Kosten  dafür  belaufen  sich  auf  1900  Mi.

Die  Ausgabe  erfolgt  gegen  1  Prozem  Agio
Gunsten  der  Stadt,  sodat  allo  ein  Teil
de:Kosen  auf  diese  Weise  urneder  gedech:
n  ird.  Ausgegeben  werden  51909  Stüd  Fünf-Psennigmarken
  (für  2510  Mark.,  75.000  Stüd
sehmPienng  Manken  (für  7517)  Mark  und

L  St#ttfFünsz'g  Pfennig  Marlen  (sür
vscußv'  Mark..  Die  Marken  sino  in  Metall  geprägt
  und  können  bis  in  etme  14  Tagen  m
oAn  Berkehr  geb.  acht  werdin.  Die  -  der  Site
crer  neuen  Ersangeldstücke  zeint  das  Wappen
der  Stadt  Rosenheim,  die  Rück  eit:  dir  Juhreeihl
  und  die  Ziffer  des  Nennverries.  Wir
verden  also  balo  in  unserer  Stadt  ein  neues
Geldstück  in  Umlauf  sehen,  von  deim  anzunebmen
  isl,  daß  es  sich  bald  uindanert  wied,
da  der  Ke  ngelomang!.  brsonder#  ##n  geschäftlichen
  Kreisen  flart  emsunden  mird  Den
Liößten  Teil  der  Sitzung  nahm  die  Beratung
des  Voranschlages  für  1916  in  Anipruch.  In
Abmesenheit  des  Finanzreferenlten  berichteie  der
Vorsitzende,  G.-B.  Finsteru  alder,  daroberr.  Die
Debatie  tnug  zeitarenl  sehr  scharien  Charakier,
Weil  die  schon  oft  wiederhoite  Klnge  uber  rülnändige
  Rechnungsstellung  enz  orpitete  Vo.
L(gung  des  Voranschlages  ganz  brionoer  in
ren  Pordergrund  trat.  Uen  einer  Seite  Kurde
euch  unsere  ftädtische  Finanzo  irtschusn  einer
sämarsen  Kritik  unterzogen.  Da#e#l  zeiste  sich.
abx  das  Kollegium  keinesn  ens  mehr  geivillt
in,  eine  verspälete  Rechnungele  und  o#de#  Ver- 



 

##ogrrung  in  der  Unterorciun,  der  ran
schlge  ruhig  hinzune#men.  Jl  dieier  Hin
ucht  wurden  von  den  G.  BM.  Sc  zunt,  Grislaller

  und  Schrettenseger  Anträte  gesteitt  de
dann  —  vereinigt  und  in  dieser  Form
einkämmig  zur  Annahme  gelangten.  Oieser  vereinigte
  Antrag  hat  folgenden  Wortlaut:
ud  Boranschlas  für  1917  rird  m  Anbeder
  gelage,  in  welcher  sich  das
.  liegium  infolge  der  verspäteten  Vorlage  besdet,
  notgedrungen  zugestimmt.  Die  veisra.
tete  Vorlage  veranlaßt  das  Kollegium.  neuerdings
  auf  die  seit  langer  Zeit  üblich  gewordene
  Rückständigkeit  des  gesamten  Rechnungsvasen
  et  Es  verkennt  scnt
die  dur  rieg  herworgerusene  schwierige
kagen  und  Häufung  der  Arbeiten.  ist  jedoch
der  Anficht,  daß  im  Interesse  der  Gemeinde
in  erster  Linie  auf  ein  oeorbneles,  auf  de
Lausenden  befindlichen  Rechnungswesen  Fe-*

  werden  mu  iezu  ist  nölig,  daß  die

ner  aee  le  rechtzeitig  ihre  bwrrs
un  i  lellen,  nicht  über  Zer#t

#  und  elele  die  Auhrustände

    

bvelnen-“  benso  rird  um  die  zulung
  des  Etals  für  1917  und
u#  Ertet  19,  innerhalb  des  ersten  Vieriellahres
  ersücht.“  Den  ersten  Teil  dieses  Anlehnten

  die  beiden  sazlaldemokratischen
Stimmen  ab,  sie  kispee  d5  gegen  den  ##

kraten  W“in-  Teil  de'.  Weiter  murm–l“r

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Standmusik  im  Salingarten.
Donnerstag,  den  11.  Jan.  nuchn.  3  "“  Uhr.
„Unsere  Marine“,  Marsch  r.  Thiele.
Ouverture  zu  „Piqgue  Dame“  v.  Suppe.
„Amoureuse",  Walzer  v.  Berger.
„Aus  der  Woche“,  gr.  Potpourr“  v.  Thiele.
„Wom  Fels  zum  Meer“,  Marich  v.  Jessel.

As  dem  Gericht#iasle

Betrügereien.

Bad  Aibling,  9.  Jan.  Die  Sauhälterin
Frieda  Auer  aus  Flintsbach  gab  sich  beim
Tahrradhändler  Siegfried  Bürger  in  Bad  Uibling
  ale  Räuserin  einer  Nähmaschine  aus.  Um
F  Kausgeschäft  abzuschlieten  wollte  sie  anedlich

  bei  ihrer  in  Marlrain  bediensteten
Sua  Geld  helen  und  lieh  sich  dazu  ein
Fahrrad,  mit  dem  sie  dann  das  Weite  suchte.
Bereits  in  Bruckmühl  brachte  jie  das  Rad  an
den  Mann.  Sie  sollte  jich  jetzt  regen  Betrugs
nor  dem  Schösfengericht  oerantrorten.  erschien
aber  nid;t  zur  Verhandlung.  Das  ECericht  beschloß
  daher  deren  Vorführung  zum  nächsten
Termin.  —  Der  Taglöhner  Fr.  Stubler  in  Kolbermoot
  erhölte  einen  Karloffellezunsschein  in

—.
5P  "

 

Verrtelzentner  Kartoffel  mehr.  die  er  weiter
veräußerte.  Das  aus  diesem  Verkauf  erlöste
Oeld  murde  ihm  indessen  wieder  abgenommen.
Diesen  Betrug  mußt  er  jetzt  mu  einem  Tag  Gefängnis
  büßen,  außerdem  hat  er  oie  Kosten  des
gerichllichen  Verfahrens  zu  tragen.
Verbotener  Auflauf.

Bad  Aibling,  9.  Jan.  Der  Obnhändler
Ceorg  Nieder  aus  Nosenheim  wollte  um  Herbst
in  der  Tuntenhausener  Gegend  Mallnussc
  zum  Weiterverkauf  ecmwerben.  obwohl  die
Walinusse  beschlagnahmt  naren.  Bei  einem
Bauern  in  Hohenaichst  verfingen  seine  Ueberledungskünite
  und  es  gelang  ihin,  eine  größer  t
Menge  Wallnüsse  zu  kaufen.  Er  erhielt  dafür
einen  Strafbe  esehl  in  Höhe  ron  100  Mt.  bezo.
rlon  20  Tagen  Gefängnis.  Scin  hiegegen  crhobener
  Einspruch  hatte  zur  Folge,  daß  d
Schöfsengericht  die  Strase  aus  50  bezo.  "0%
Tage  Gefängnis  herabdsente.  Dafür  hat  aber
Rieder  die  Kosten  des  gerichtlichen  Verfahrens
zu  tragen.

Der  Weltkrieg.

Reiche  U.  Boot.  Beute.

Bern,  10.  Jan.  Der  „Petit  Parlsien“  meldet
  aus  Rouen:  Der  franzoiiche  Dampfer
..Bille  de  Rouen“  ist  überfällig.  Der  hier  eingelmiseene
  Dampfer  „Puertorico“  füng  auf  der
Höhe  von  Santander  einen  Funkspruch  des
Postdampfers  „Espagne“  auf.  daß  die  „Wille
de  Nouen“  von  einem  U-Boot  verfolgt  werde
und  um  Hilsfe  bitte.  Seither  ist  das  Schiff
rerichollen.  Dasseloe  Blatt  meldet  aus  La  Rochelle:
  Am  3.  Januar  wurden  (namentlich  angeführt)
  10  Fischdampfer  versenkt,  sowie  ein
Dreimaster.  Die  Besatzungen  sind  schurtlich  gereltet.


London,  9.  Jan.  Llonds  meldet,  daß  der
iapanische  Dampfer  „Chinto  Naru"  verfentt
murde.  Es  wird  angenommen,  dak  der  fran·
adsische  Damrpfer,  Alphonie  Conseyl“  und  der
englische  Dampfer  „Lesdian“  gleichfalls  per-—


–

 

 

Die  Aersenkung  de  „Gaulois“.

Bern,  10.  Jan.  Ueber  die  Versenlung  des
.(Laulios“  werden  jetzt  Einzelheiten  bekannt.
arnach  traf  der  Torpedo  des  deultschen  UBooles
  den  „Gaulois“  in  der  Mitte,  knapp  an  der
Wasseckante,  sodaß  das  Schiff  bereils  in  30
Muruten  gesunken  war.  Die  Franzien  behaupsc.l,
  daß  nur  4  Matrosen  dabes  umgelommen
waten.

Lloyd  George  joricht.

Haag,  10.  Jan.  Holländiso#e  Blätter  mel
den  aus  Cndon:  Am  nächsten  Donnerstag  wird
xloyd  George  bei  Gelegenheit  einer  Versammlung
  in  der  City  eine  Rede  halten.  Man  erwartet.
  daß  er  wichtige  Erflärunzen  machen  wird.

Der  Sieg  an  der  Putna.

W'.  Berlin,  10.  Jan.  (Amtlih.)  Ueber
dic  letzten  Kämpfe  vom  4.  bis  3.  Jannar  meltas
  A.  O.  K.  IX.:  Der  Sieg  in  der  5  täzigen
Schlacht  an  der  Putna  ist  errungen!  Der  Gegner
  Uar  in  einer  von  Natur  u#nen,  gutausgebauten
  Stellung,  deren  Hauptleile  die  Brückenlöpfe
  von  Fundem  und  Focsaom  bildeten.  Nach

Beendigung  der  Angriffsr  or  bereitungen  murceine
  höhere  Zisser  um.  Er  erhielt  dadurch  einen

den  am  4.  Januar  die  Vermellünnen  genommen.
  Am  5.  Januar  brachen  deuische  Div#sionen
in  den  Brückenkopf  von  Fundem  ein.  Am  6.
Januar  setzte  ein  groß  angelegter,  mit  slorken
Massen  geführter  russischer  Gegenangriff  in  25
Kilometer  Breite  ein.  Der  Plan  der  Rusien
nar,  die  Mitte  der  IX.  Armee  zu  durchbrechen.
Er  scheiterte  an  dem  zähen  Widerstund  unserer
Ttuppen  und  der  Stoßlraft  demährter  mwestrruhischer
  Bataillone,  die  den  Feind  zum  Stehen
  brachten  und  die  durch  den  vorühergehenden
  Erfolg  des  Feindes  geschlagene  Lucke  schlos-½
  So  konnte  unser  Angriff  am  7.  Jannar

igesent  n#erden.  Die  unter  den  General=Fern
  ron  Huller  und  von  Meln.s  und  dem
Feldmaischallenmant  Goig  nger  sech’enden  deutschen
  und  österreichisch-ungartschen  Truppen  bra
chen  in  die  Focsani-Stellung  ein,  nießen  tief
durch  und  überrannten  die  zweire  Linie.  wählend
  gleichzeitig  die  deuischen  Gebirgelrupven
den  Feind  aus  den  Waldbergen  des  Odbbeni-Stockes
  warsen.  Damit  war  die  Sälacht  entschieden.
  Die  Mitte  und  der  linke  Flügel  der
Mircovu-Stellung  waren  nicht  mehr  zu  halten.
Am  8.  Januar  fiel  Focsani  als  Siegespreis
sowie  das  gesamte  rechte  Putna-Ufer  in  un.
setc  Hand.  Neben  schweren  blutigen  Verlusten
düßte  der  Feind  noch  99  Offiziere,  über  5400
Gesangene,  3  Geschütze  und  10  Maschinengewehre
  ein.

Galatz  geräumt.

Stockholm,  10.  Jan.  Wie  die  Jeitungen
aus  Odessa  mitteilen,  berichten  Flüchtlinge,  daß
ganz  Galuß  bereits  geräumt  ist.  Der  Stadtpräfekt
  von  Galatz  machte  ourch  Maueranschlag
der  Berclkerung  Mitteilung  über  die  drohende
Gefahr.  Alle  Schulen  wurden  nach  Jassy  übergeführt.
  Die  Zeitungen  haben  ihr  Erscheinen
cingestellt.

Reni  im  Fener.
Lugauo,  10.  Jon.  Jualienische  Blätter
melden  aus  Jassy,  daß  außer  Galay  auch  Neni

(Rußland)  unter  dem  Feuer  der  schweren  deut-##


 

Donnerstag,  11I.  Januar  1911

Russische  Besestigungsanlagen.
Rom.  10.  Januar.  An  der  rufsf'ssch-rumäni.
schen  Grenze  (Beßarabien)  werden  alle  Anstrengungen
  zur  Anlegung  von  neuen  Verteidi-W„Ungen
  gemacht.  Die  gesamte  Bevöllerung  des
Grenzgebietes  wird  dazu  herangegogen.  Besonder?
  im  Gebiete  des  Dujestr  werden  größe
Anftrengungen  gemacht,  um  Besestigungs-Anlagen
  erfiehen  zu  lassen.

Krieg  gegen  Griechenland?
Lugano,  10.  Januar.  Römische  Blätter
melden,  der  Kriegorat  der  Entente  in  Rom
habe  beschlossen,  gegen  Griechem#nd  kriegerssch
Vrozugehen.  Es  bestehe  die  Möglic#keit,  daß
Italien  sein  Desinteressement  an  der  Aktion
gegen  Griechenland  erklären  werde.

Der  Vierverbano

in  Griechenland.
Lugano,  10.  Jonuc#.  Der  Kriegsrat  in
Nom  hat  laut  „Corriere  della  Seic“  beschlossen,
  der  griechischen  Kegierung  die  Versichekung
  zu  geben,  daß  die  von  den  griechischen
Tiuppen  geräumten  Gebiete  nicht  von  venizeliischen
  Truppen  oder  Behörden  beient  werden.
Die  Weilmäckhte  seien  damit  dem  ilalienischen
Vai#beh-I  gere:  Ven  zl198  entgegengekemmen.
Ailhen,  10.  Janaur.  (Reuter.,  Dos  Ultimatum
  der  Alliierten  bietet  auch  Bürgschaften
  gegen  eine  Ausdehnung  der  venizelistischen
  Beuegung.  (Das  Reutersche  Bureau  ersuchte
  den  Empfänger  dieses  Telegramm;  spater,

  es  nicht  zu  veröfsentüüchen.)

Derneue  englische  Cesandte

im  Haag.
Jonuoc.  Dem  „Allgemeen
  Handelsblad“  wird  aus  London  berichtet:
  Die  „Morningpoit“  schreib:  uber  den
neuen  brit:schen  Gesandten  im  Hoog,  Townley,
et  habe  bewiesen,  daß  er  zu  den  starlen  Män
nein  im  dip  omaliscen  Dien  gehöre.  Hieriu
bemertt  der  „Nieune  Comant“:  Wir  hofsen
  zurersichtlick,  daß  —ii  Waiter  Taunley
belr  einsehen  mird,  daß  die  Niereclanre  mit
ibrem  eigenariigen  zihen  Voilsckaralter  keie
nen  arten  Mann  aus  ftemoen  Ländern  nötig
haben,  um  ihten  Plichten  strilter  Neutralilät
dgezen  alle  Kriegführenden  nackukommen.

Amsterdam.,  10.

Kabinet:.

Januar.  Ulleger  da:  Nabinet1
  brackeine  Krise  h#rein,  die  aber  bereits
behoben  ist.  Die  Präsideme#t  des  Senats  u.
ocl  Kammer  gaben  bekann:,  sie  hättn  dem
König  geraten.  das  Kabin-'#  Romanones
beizubehalten.  Abends  konnte  dann  der  Ministerpräsident
  bekannigeben.  daß  das  ganze
Ministerium  im  Amte  bleiben  werde.  Der  König
  sprach  ihm  neuerlich  sein  volles  Vertrauen
aus.  Die  Krise  war  zagieich  m#it  der  Vertaaung
  der  Cyattes  infolge  parlamentarischer
Schierigleiten  entnanden.  aber  wegen  der  inlernatsonalen
  Ereignisse,  namentlich  negen  der
Nete  Wilions,  nicht  bekannigegeben  worden.

—

Kindermund.  In  Erfüllung  meiner  väterlichen
  Pflichten  nehme  ich  mit:  auf  Urlaub
meinen  sechsjährigen  Sprößiüng  mal  gehörig
v#r  und  sage  ihm:  „Sieh  mal,  die  Haar:  werden
  grau  in  meinem  Barte,  öloß  weil  du  so  unartig
  bist,  und  ich  mich  über  dich  12  ärgern  muß!“
„Ja  Vater!  Warum  hat  dann  Großvater  gam
meiße  Haat  geltiegt?“  Im  Hinblick  auf  meine
eigene  Jugend  verstummte  ich  durch  diesen  gutsitenden
  Gegenhieb  und  nahm  lachend  reißaus.

Beim  Skat.  „Hören  Sie,  eden  haben  Sie
aber  gemogelt!“  „Kein  Gedanle,  ich  wasche
meine  Hände  in  Unschuld!“  „Na,  wenn  das
üloß  kein  Unschuld-Ersatz  ist.“

Das  gebildete  Publikum.  Bürgermeifer
  (wiumphierend).  k„Sehen  Sie's  nun1  Da
haben  Sie  immer  behauptet,  das  hiesige  Pablilum
  hätte  kein  Verftändnis  für  llassische  Sachen,

d  »Um-Jenas  allgemeines  Verlangen

den  „Faust“  mal  aufführen,  da  findet  er  riesigen

  Beifall!“  Schmierenoireltor  glrsbeuh
„Freilich!  Aber,  unter  uns  gejagt  Hert  Buͤrermeister,
  „Faust“  hat  auf'm  Theaterzettel  gei
  ..  gespielt  haben  wir  ganz  was  an-1.
  I

Tasspa11-7..e
Madrid.  1½.

 

e  E  »  S'
7  Pn—  n  2#  uihn-  :
wer'n  —  allemal,
L  ——  sperren  #'  mich  ein!“

*
cnn

für  Donnerstag,  11.  Jannar:
Südbayern,  Schneefalle;  Nardwestbagem

—  ———  9