Iwonski — Kahlbutz, 49
Iwonskı, die Herren von.
Aus dieser adeligen polnischen und preussischen Familie haben
mehrere Glieder in der Armee gedient. — Der im Jahre 18% aus
dem 11. Garnison - Bataillon geschiedene Major v. Iwonskt lebt pensionirt
in Schlesien; er hatte bis zum Jahre 1806 in dem Regiment von
Sanitz gestanden. Ein anderer v. I. stand im Kegiment v. Tschammer
zu Stendal, erwarb sich bei Dennewitz das eiserne Kreuz und
schied 1823 aus dem 5, Inf.-Regiment, wo er aggr. Capitain war, mit
Inactivitätsgehalt aus. — Ein Sohn des Majors, Lieutenant im 23.
Landwehr- Regiment, lebt in der Gegend von Neisse und ist mit einer
v. Kalinowska aus dem Hause Hilbersdorf vermähle.
Sie führen im silbernen Schilde ein Hufeisen, die Haken nach
oben gestellt; in der Mitte desselben steht ein Stern. Auf dem’ gekrönten
Helme ist eine Taube mit ausgebreiteien Flügeln, die im rechten
Fusse das nälıer beschriebene Hufeisen hält,
K.
Kämpf, die Herren von,
Der König Friedrich Wilhelm Il. erhob am 14. Octbr. des Jahres
1786 den Hauptmann Joh. Christ. Kämpf in den Adelstand. Er war
in der Lausitz geboren und 1806 Major im Ingenieurcorps, und Ingenieur
de la Place in Schweidnilz, Das dieser Fainilie heigelegte
Wappen zeigt ein getheiltes, oben blaues, unten silbernes Schild, in
dem blauen Felde einen eisernen, ein Schwert mit goldenem Griff haltenden
Arm, im silbernen Felde steht ein grosser brauner Vogel auf
grünem Berglein, in dem rechten Fusse eine Kugel haltend, Auf dem
gekrönten Helme ist eine weissgekleilete Jungfrau mit braunen fliegenden
Haaren vorgestellt; sie häjt in jeder Hand eine roth und silberne
Fahne an brauner Stange. Das Schild bält auf der rechten
Seite ein preuss. Adler, auf der linken ein Löwe von natürlicher Farbe.
Es ruht auf einem Fussgestelle von buntem Marmor. Die Decken blau
und silbern.
Kaisenberg, die Herren von.
Bei der Regierung zu Heiligenstadt stand als Director der Geh.
Justizrathi von Kaisenberg, er wurde später Chef - Präsident des Oberlandesgerichts
zu Halberstadt und starb im Jahre 1835 auf seinen
Landsitze bei Heiligenstadt. Die schönen Gebäude und Anlagen am
und auf dem Rustenberge, einer bedeutenden Hölıe, die sich an .der
Strasse von Heiligenstadt nach Cassel erhebt, verdankt die Landschaft
em ehrenwertien Verstorbenen. Drei Söhne desselben stelien in der
rmee,
Kallbutz, die Herren von.
Aus dieser adeligen Familie war Caspar Friedrich v. Kahlbutz,
der, am Ende des 17. Jahrhunderts auf dem Gute Kampehl in der
Priegnitz, eigentlich in dem Lande Ruppin, wo auch v. Gundiing sie
als Besitzer dieses Gutes aufführt, geboren, 1706 in preuss. Dienste
v. Zedlitz Adels-Lex. 111,