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hat, wie das englische Pfund-Sterling, auch wenn wir die Doppelwährung
hätten, nicht gerade so gut internationales Zahlungsmittel sein würde,
wie dieses. Welcher Unterschied besteht denn zwischen einem 20 Markund
einem Pfund-Sterling-Wechsel, wenn eine Doppelkrone und ein
Pfund-Sterling den gleichen Metallwerth haben? Und was hindert
denn den Großhändler im Anslande in Gold zu zahlen, wenn bei uns
Gold und Silber in dem festen Werthverhältnisse von 1:15½ stehen?
Daß London der Hauptort für den internationalen Wechselverkehr ist,
das rührt weniger von seiner Goldwährung, als vielmehr von seinen
ausgebreiteten Handelsverbindungen in der ganzen
Welt her.
Daß Verträge nicht von ewiger Dauer sind, das ist eine alte bekannte
Geschichte, darum ist der beste und bindendste Vertrag die Gemeinsamkeit
der beiderseitigen Interessen. Bis jetzt noch, und auch noch
auf eine unabsehbare Zeit hinaus, liegt es aber ganz unzweifelhaft im
Interesse aller civilisirten Nationen das Silber als Währungsmetall
beizubehalten, und nicht das Gold allein durch einen der Natur der
Dinge und dem Bedarfe an metallischen Tauschmitteln zuwiderlaufenden
Gewaltstreich zum Hauptzahlungsmittel zu machen. Wenn wir mit
den bimetallistischen Ländern nicht einen Münz= sondern einen Währungsvertrag
abschließen, in welchem sich diese Länder verpflichten, die Silberprägung
wieder aufzunehmen, sobald wir das Gleiche thun, also die
Doppelwährung einführen, so ist der natürliche Lauf der Dinge wieder
hergestellt, bei dem sich alle wohlbefinden; und hierin liegt eben die
Bürgschaft für die Dauerhaftigkeit der abgeschlossenen Verträge: die gemeinsamen
Interessen sind ihr haltbarster Kitt.
F. d. N. „Meine Herren, die Reichsregierung hat ja ein so gerechtes
Mißtrauen in alle diejenigen Geldverpflichtungen, die nicht mit unserer
guten Goldwährung, wie wir sie jetzt haben, verbürgt sind, daß sie in einem
der allerneuesten Gesetzentwürfe — umd daran muß ich erinnern — die
Klansel hineingesetzt hat: Geld, das für die Ersparnisse des arbeitenden
Volkes angelegt wird, darf nur angelegt werden in Effekten, welche auf
Goldwährung lauten. Das ist in dem Sparkassengesetz vorgesehen.
Dieser ganz unwillkürlich hervortretende Gedanke zeigt Ihnen doch, wie
wenig Vertrauen nach der Auffassung unserer Regierung die Doppels,
Silber= oder Papierwährungsländer (gibts nicht) verdienen!“
Anm. 40. Aber wie kommt es denn, daß die Reichsregierung
erst „in einem der allerneuesten Gesetzentwürfe“ diese Klausel für
nothwendig erachtet hat? Dies rührt doch offenbar nur daher, weil