Kumisek 48
AA
HPamstuüg, 22. Kebruat 1977
gen geräumt hatie. Die Hauptmacht fand keinen
Widerstand. Frühmorgens zog Kapitän
Demeillon mit einer Anzahl von Aufklärern
aus, um bas Gelände zu erkunden. Sie sahen
gegen 9 Uhr einen deutschen Zug aus Aus kommen,
der von 50 Reitern gedeckt war, vermutlich
um die Eisenbahn mit Dynamit zu zerstören.
Soldaten Demeillons gaben Feuer auf 1800
Vards und töteten (7°) 5 Mann. Die Truppen
Demeillons rückten gegen den Feind vor, der
sich zurückkog (?). Bei diesen Operationen
wurde die Abteilung Demeillons plötzlich aus
70 Vards Abstand beschossen, wobei Demeillon
und 1 Soldat verwundet umurden. Demeillon
nahm eine neue Stellung ein, von der aus
er das Feuer erwidern lonnte. Bei ciner zueisten
Salve wurde Demeillon wieder getroffen.
Darauf zogen sich die Mufklärer zurück. Sie
ließen die beiden Verwundeten in den Händen
des Feindes zurück, der sich etwa 5 Meilen
westlich von Aus besand. (Z.) — Wenn die
Engländer schon soviel zugeben, wird die
Schlappe für sie jedenfalls noch wesentlich gröwer
sein.
·
Bon den Österr. Kriegsschauplätzen.
1000 Russen von den Oesterreichern
gefangen.
WTB. Wien, 25. Febr. Amtlich wird berid,tet:
In Russisch-Polen keine Veränderung.
An der westgalizischen Front brachte der Vorsloß
einer Gesechtstruppe, die den Russen östlich
Orobom mehrere Stützpunkte entriß, 560 Gefangene
und sechs Maschinengewehre ein. In
den Karpathen ist wiederum starker Schneefall
eingetreten, der die Kampftätigkeit beeinflußt.
Die allgemeine Sitnation hat sich nickt geändert.
Der Angriff unserer Truppen in den Gefechten
südlich des Dujestr schreitet mit Erfolg vorwärts.
In den Kämpfen am 21. Februar und
am 22. Februar wurden zehn Offzziere und
3338 Mann gefangen genommen. In der Bulowina
herrscht Rube.
Jolen.
Die Brotteuerung in Italien.
Rom, 25. Febr. Aus Rom wird gemeldet:
In Neapel erklärten die organisierten Arbeiter
nach zweitägiger intensiver Arbeit den Generalstreik
infolge Brotverteuerung. Sie verlangen
Herabsetzung des Brotpreises, der auf 50 Centesimi
gestiegen ist, auf 35 Centesimi. 8000
Personen durchzogen die Straßen und hielten
die Straßenbahnen an. Mittags zogen sie vor
das Munizipium und vor die Präfekturen, um
den Behörden ihre Wunsche darzulegen. Der
Bürgermeister hbielt vom Balkon eine Ansprache,
in der er versprach, städtische Bädereien einzurichten
und mit der Regierung Maßregeln zur
lerringerung der Brotpreise verabreden zu woloa
Ein großer Teil der Gamnison ist in den
Kasernen versammelt. (3.)
□# . □—
De## Türiei im Welltries.
Neue Kampschiffe zur Forcierung
der Dardanellen.
Wien, 25. „Febr. Der Athener Korrespondent
der „N. Fr. Pr." erfährt aus Tenedos,
daß vor den Dardanellen zwei neue französische
Kreuzer, 5 englische Unterseeboote, 14 große
Kohlendampfer und ein Lazarettschiff eintrafen.
Fünf Transportdampfer mit Landungstruppen
nerden erwartet. (3.) Von anderer Seite
liegt eine Bestätigung dieser Meldung bisher
nicht vor.
Die türkischen Erfolge
in Transkaulasien.
Aonstantinodel, 25. Febr. Die Kämpfe,
die nördlich von Artwin seit einigen Tagen
ausgesochten werden, endigten mit einem vollen
Erfolg der türkischen Truppen. Die Russen
erlitten schwere Verluste und ergriffen die Flucht.
Die russischen Offiziere mußten zur Anwendung
ron Gewalt schreiten, um die Flüchtigen zurückzuhalten,
was beweist, wie tief die Moral der
kussischen Truppen gesunken ist.
Portugal.
Das neutrale Portugal.
Genf, 26. Febr. Wie „Herald“ aus Lissabon
meldet, hob der Präsident den Kriegszustand
in der Kolonie Angola auf. Die Entlassungen
der eingezogenen Reservejahrgänge dauenn
fort. (3.)
i
—
9 —
#i#e be#wersschen Verinseusten.
Berlustliste Nr. 150
2. Inf.-Reg. München: Inf. Alfons Mcier
aus Kirchdorf, infolge Ungläcksfalles schwet vrrletzt;
Inf. Georg Fichter aus Ahling, leicht
wernude.
6. Inf.-Reg. Metz: Inf. Johann Kno“ aus
Degerndorf, schwer vermundet; Res. Petrus
Kropf aus Tittmoning, vermißt: Res. Matthias
ayer aus Mühldorf, verwundet, wieder bei
der Truppe: Inf. Jeh. Stegmaier aus Langenmoosen,
schwer verwundet.
5. Zuf. Reg. Neuburg a. D.: Nes. Joh.
Zirubauer aus Unternenkirchen, gefallen.
Res.-Inf. Reg. Nr. Juf. Max Hirc’'t#e#ter
aus Kirchdors, leicht olnende. Inf. On zimh
Schägger aus Palll, sch wer vermundet: MRes.
Josef Hallweger aus Ruhnoiding, schwer ver
u.undet: Res. (Gcorg Eschlbeck aus Ried, leicht
verwundet.
Pionier-Reg.: Unleroff. T.
Traunstein, leicht verwundet.
Nef.-Inf. Mun.-NRolonne Nr. 1:
Biehler aus Irschenberg, gefallen.
Verlustliste Nr. 157.
1. Juf.-Reg. München: Ins. Mar Welimeier
aus Perlach, schwer veruundet, gestorben am
9. Februar 1915.
3. Inf.-Reg. Augsburg: Wehrmann L
nauer aus Peiting, leicht verwundet.
Res.-Inf.-Reg. Nr. 2: Leutn. d. N. 16. Juf-Neg.
Johann Kaindl aus Grassau, gefallen;
Inf. Jext Schausbreitner aus Prien, leicht
verwundet
Res. Zuf. Reg. Nr. 3: Jul Johann Winter
aus Tattenhausen, verwundet
Landsturm-Inf.--Bat. Ludwigshafen a. Rh.:
Wehrmann Michael Steinleitner aus Hundsböd,
infolge Unglücksfalles geslorben.
Pionier-Bat. München: Pionier Georg
eili aus Winhöring, leicht verwundet.
2. Landwehr-Pionier-Komp. 3. A.-K.: Unteroffizier
d. L. Florian Meyl aus Altenbeuern,
leicht verwundet.
Etappen-Mun.-Kol. Nr. 1 (Et.-Insp. 6):
Ers.-Res. Mar Wal. Rittinger aus Entraching,
leicht verwundet.
Grenzlande.
Kufstein, 25. Febr. Zwei Kinderleichen kamen
am Montag hier an. Es waren ein 3jähr.
Mädchen und ein Jjähriger Knabe, die einzigen
Kinder ihrer Eltern, die vor einigen Jahren
nach Frankreich übersiedelt waren. Wie die
Mutter der Kinder, eiwe gebürtige Kuffteinerin
erzählte, wurde die Familie bei Ausbruch
des Krieges in ein Zivilgefangenenlager
gestech und dort so elendig behanoelt, daß die
beiden Kleinen am 11. August infolge Erscköpfung
starben. Nach der endlichen Freilassung
der bedauernswerten Eltern, die Ichredliche
Leiden und Entbehrungen seitens der Franzosen
zu erdulden hatten. veranlaßten sie die Ueberführung
der beiden Leichen in die Heimatstadt
Kufstein. Die Ueberführung nahm sechs
Wochen in Anspruch.
Soverliches Oaerlous
Raubling, 26. Febr. Wie wir erfahren,
wird ab 1. März die Hilfslehrerin Frl. Kirchmair
von Kirchdorf a. J. nach Bayersoien versetzt.
Die Kinder verlieren an ihr eine tüchtige,
allgemein sehr beliebte Lehrerin. Dem
Schulsprengel Bayersoien kann zu dieser Kraft
nur gratuliert werden.
Hasserburg, 25. Febr. Einer der Senioren
der Erzdiöse München, der frühere langjahrige
Dekan des Landkapitels Wasserburg und dartige
Stadtpfarrer, Geistl. Rat Jos. Lechner,
päpstl. Geheimkämmerer, feiert am 1. März
seinen 80. Geburtstag; 1858 zum Priester geweiht,
amtierte er von 1861 bis 1905 in Wasserburg.
Der beliebte Jubelpriester ist ein Bruder
des verstorbenen Münchener Domprop-=stes
Dr. Alois von Lechner und des verstorbenen
Freisinger Stadtpfaxrers Pank Lechner.
Bernau, 25. Febr. Ein wohlhabender Bauer
schlachtete vor einigen Tagen ein Schwein.
glaubte, es über Nacht im Waschhaufe gut aufbewahrt.
Am nächsten Morgen war jedoch eine
Hälfte des Schweines verschwunden. Der Fleischdieb
ist noch unbekannt.
Traunstein, 25. Febr. Eine Reihe hiesiger
Kaufleute hat die Sonntags-Verkaufzzeit frei.
willig wieder eingeschränkt. Sie geben bekannt,
daß sie ihre Geschäfte in der Zeit von 7—8 Uhr
morgens an Sonn= und Feiertagen geschlossen
halten. Dagegen bleibt die Verkaufszeit von
1210—3 Uhr bestehen.
Kommunales.
Sitzung des Nellssiunne der Gemeinde-Bevollmächtigten
in Rosenheim.
am Mittwoch, den 24. Februar,
vormittags 1½9 Uhr.
Die Entsfernung von Bäumen.
Aus der Debatte, welche der einstimmigen
Annahme des Antrages Scheuen-Ruedorffer
über die Entfernung von Bäumen an der
Mangfall in der Sitzung des Kollegiums der
Gemeindebevollmächtigten vom 24. Februar
Steininger aus
Gejr. Joh.
.Bren-
voranging, sei noch folgendes nachgetragen.
Nach dem Bericht des Vorsihenden ũber die
Altenlage meinte GB. Schmidt, daß diese Fragen
da-, Kollegium schon oft beschäftigt hätten.
Turch die Entfernung ron Bäumen habe
dich der Stadtgärinet mit nock anderen Herren
auf lange zeit für Rosenheim ein kmal gesert.
Redner lommt auf die verschiedenen Beschiusse
der fläct. Kollegien seit dem 6. März
1812 in dieser Frage zu sprechen, aus welchen
sich das -usftimmungsrecht der Gemeindebevoll
machtigten ergebe. Trotz der bestehenden Beschlüsse
sei jetzt draußen an der Mangfall ab
gehol#t oben. Man muüsse überrascht sein
über 34% Bild, das sich da draußen biete.
„Dae in ein Standal, das ist der reinfte Vandaliomus,
nUenn 1: 200 Bäume einfach um
geichnitien uerden Er könne nickt verftehen,
emn ein Verurllunagrat sagen könne, die Bäume
seien morsch gen iien. Ebtenso unbegreiflich sei
ihm, wie der Sladegartner in Schun genom.
men werden könne. Die paar Bäume, die jetzt
noch slehen, seien l zugeschnitien wie die Bäume
bei Etlenhul er. Verlangt müsie werden, daß
der Stadigariner deu er#onungsmäßigen Standpunkt
einnehme. Er glaube aber, den Kollegien
auf der Nase herumtanzen zu dürfen,
mie es ihm beliebe.
(06B. Bauer findet es ebenfalls unbegreiflich,
wie man mit den Beschlüssen des Kollegiums
umgehe. Man solle doch froh sein, ein kleines
Gehölz in der Näde der Stadt zu haben. Da
draußen wäre jetzt eine Blösße geworden. daß
es so nicht weilergehen könne. Heute sei schon
bald nichts mehr da. § Herr Schmidt gesagt
habe, sei in gewisser Hinsicht richtig. Er
könne sich ihm vollitändig anschließen.
Der Vorsiyende macht auf die weileren Gegenstände
der Tagesordnung aufmerksam mit
der Bitte, die Debatte nicht allzu lang zu gestalten.
GB. Scheuer erblickt in der Frage immerhin
einen Gegenst and, der uns ernst beschäfligen
müsse. Es sei auch heute wieder ein neuer
Tert für ein altes Lied. Der Stadtgärtner
kümmere sich um keinen Beschluß der Kokleglener
gehe mit einer geradezu unerhörten Eigenmächtigleit
vor, die verurteilt werden musse.
Einmal glaube er. dem Kollegium auf der
Nate herumtanzen zu dürfen, tros der allgemeinen
Unzufriedenheit mit seiner Geschäftsführung.
Es sei ganz zreisellos, daß ganz gesunde
Bäume umgeschnitten worden seien. Unbegreiflich
sei es, wie der Verwaltungsrat sagen
lönne, die Bäume hätten umgehauen werden
müssen. Der Stadtgärtner sei vorgegangen unter
Außerachtlassung jeglicher Rücklichtnahme auf
keide Vorgeietzten und das Kollegium. Dann
hre der Stadtgärtner auch jeden Sinnes
fer die Natur, sonst könnte er sich solchen Vandalismus
nicht zuschulden kommen lassen. Die
Bäume rechts der Mangfall seien jent genau
so zerstört wie abrärte der Mungfall. Es
müsse unter diesen Umständen befürchtet werden,
daß noch alles abgeholm weroe. Redner gebe
keinen Pfennig dafür, wenn in den städtischen
Anlagen scheußliche Palmengruppen mit einem
noch scheußlicheren Fünfziger darunter hergerichtet
würden, während andererseits stati die Naturschönheiten
zu erhalten, alles rücksichtslo abgeholzt
werde. Wie lange solle das noch so
sortgehen? Es müßten Mitel und Wege gesucht
werden, um sich hievon zu befreien. Er
sage, um nicht wieder mißverstanden zu werden:
Er nehme keineswegs für das Kollegium das
Recht in Anspruch, zu disziplinieren, sondern
wolle nur, daß das Kollegium seine Rechte
wahre. Sollte alles nichts helsen, dann könnte
auch noch der Naturschuyverein eingreifen und
eine Beschumerde bei der Regierung eingereicht
werden.
GB. Wendl hält es für einfacher, vor der
Beschlußfassung die ganze Frage einem Auschuß
zu überweisen und den Stadtgärlner nochmals
energisch zu verwarnen.
GB. Ruedorfser vermag ebenfalls nicht den
Stadtgärtner in Schug za nehmen, obsch« on Redner
früher meistens allein auf weiter Flur gestanden
habe, als er begründete Klagen vorbrachte,
daß die Bäume nirgends so zugeschnit.
ten würden wie in Rosenheim. Unglücklich sei
diese Entfernung von Bäumen. Wenn gesagt
werde, daß man auch noc die Abholzung der
Loreto-Allee zu befürchten hätte, so sei das
gor kein Wiyn; eine Zuschrift darüber haben
nmiir ja früher schon erhalten. Die Frage sei:
Wie komme man heute zum Jiel? Sympathisch
wäte ihm die Ueberneisung der Sache an den
Verwwaltungsausschuß unter Beiziehung mehrer
Herren des Magistrats.
Auch der Vesjigen sympathisiert mit diesem
Vorschlag, fügt aber hinzu, daß das Vorgehen
des Stadtgärtners nicht genug verurteilt
werden könne, wenn so versahren worden
sei, wie geschildert ue wurde.
GB. Schmidt: Die Bäume seien enifernt
und können nicht mehr hingestellt werden. Auch
der Verwaltungsausschuß lönnte nur zu der
Ueberzeugung kommen, daß auch gesunde Bäume
in nicht geringer Zahl entfernt worden wären.
Man sollte sich heute schon auf einen Antrag
festlegen, worin ganz energisch gegen diesen
Vandalismus protestiert und die Disziplinicrung
gesordert werde.
GB. Stegmeier erblickt im Desinitioum einen
großen Krebsschaden für die Gememden, was
dieser Fall wieder beweise. Wäre es nicht vor-
handen, würden solche Bockbeinigkeiten sicher
nicht morkommen. Man musse ein Erempe# ststuieren,
indem mon meerspenstige Angestellte
mit einer empfindlichen Geldslrase diszipliniere.
as werde am ehesten helfen.
B. Göpfert: Diesmal müsse gur zugegriffen
werden, denn mi# hätten keine Garantien.
daß die „Lumxereien“ nicht wieder gemacht
würden.
6B. Huber verweist auf die Gefahr für
den Hochwasserschaden. Gerade an der Stelle,
wo abgeholzt wurde, sei eine Biegung, welche
leicht eine Beickädigung zulasse. Jetzt sei die
Lage sehr ungünstig, weil die Bäume bisher
die Gefahr abgehalten hätien.
B. Schrettenieger kann sich den Vorschlag
Wendl nicht reckt vorstellen. Tatsach: sei. daß
Jefündeste Baune weggeschnitten worden seien,
nur drei morsche Baume seien darunter vorhanden.
Wao solle jent mit der dort entflehenden
Wiese geschehen Infolge der tiefen Lage
würden sich Wasseransammlungen ergeben, so
daß eine Auffüllung von etwa 1.50 Meter erforderlich
wurde, wollte man irgendwelchen
Nuhen daraus ziehen.
B. Bauer gibt dem Vorschlag Wendl in
ger isser Beziehung eine Berechtigung. Das
Auftreten gegen den Stadtgärtner würde durch
eine zweckentsprechende Vorberatung im Ausschuß
eine bessere Grundlage erhalten.
6 B. Gepmeyr: Der Ausschuß bestehe auch
nur aus einzelnen Herren, er könne also keinen
anderen Zweck haben, als die Frage hinauszuschieben.
Von einer Hinausschiebung
durfe leine Rede sein. Vandaliemus sei getrieben
werden, das dürfe nicht sein. Teshalb
müsse einmal mit allen Mitteln vorgegangen
werden. Redner ermnerte auch an den Ton,
den der Stadtgärtner in einem Schreiben an
das Kollegium anzuschlagen beliebt habe. Wenn
er jetzt fester gefaßt werde, um so besser. Der
Stadtgäriner sage aber, das Kollegium habe
ihm den Weg zu diesen Abholzungen gezeigt.
da es 651) Mk. als Nußzungswert eingeseh#t
halc, welche er herausbringen müsse. So wäre
der berreffende Beschluß aber keinesfalls gemeint
gewesen. Die Wassergefahr sei nicht von
der Hand zu weisen.
GB. Scheuer verweist darauf. daß es dem
Kollegium darum zu tun sein müsse, einen möglichst
einhelligen Beschluß berbeimuführen. Man
müsse sich daher auf einen Antrag einigen.
Auch ein Fachmann habe: gesagt, daß die Bäume
noch lange hätien erhalten bleiden können.
B. Schmidt brachte nun einen Antrag ein.
der in scharfer Form gegen den Stadtgärtner
vorgehen wollte. In der kurzen Begründung
dazu meinte er not, man solle nur di: Rechnung
der Stadtgärmerei für 1913 abwarten.
dann werde sich schon zeigen, uie groß das
Desizit sein werde.
Der Vorsitzende und GB. Ruedorifer sind
der Ansicht, daß man nicht zu weit gehen solle.
Mit dem Antrag auf Disziplinierung seien sie
indessen einveritanden; dagegen sei es heute
zu früh, die im Antrog vorgesehenen Schlugwlgerungen
auszusprechen.
GB. Görfert: Man dürfe nicht ängstlick sein,
daß man dem Stadtgäriner wehe tue.
GB. Ruedorffer meint noch, im Antrag zum
Auodruck bringen zu sollen, daß man die Darlegungen
des Magitrrates nicht als zutreffend
erachten lönne.
Schließlis, einigte man sich auf eine Redigierung
des Antrages durch die GB. Scheuer und
Ruederffer. Er erhieit dadurch die bereits mitgeteille
Form, in welcher er vom Kollegiunr
mit allen 23 Stimmen angenommen wurde.
Cotalnscheichten.
Rosenheim, 26. Februar.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Josef Puchta. Bauerssohn, aus Heft bei Rie-
dering. Res. im 15 Res.--Inf. Neg.: Josef
Auer. Gartmaierssohn von Högling, Land
wehrmnan im 1. Inf. Reg. Andreas Schulz.
Behambauerssohn von Faistenhaar. Oberjäger,
Inhaber des Eisernen Kreuzes; Theod. Meißner.
Barramtsasseisor beim Straßen-- u. Fluß.
bauamt Traunitein. Pionier Oberleutnant und
Kompagnieführer. Inhaber des Eisernen Kreu—
#es und des Verdienstordens mit Schwertern;
Gg. Austermaier, Speinzbauerssohn von Heim--ming.
Wehrmann im 1° Landw.-Inf.-Reg.
Ortevorsteher in Feindesland. Wie
wir ersahren, wurde Herr Oekonomierat Maier,
der sich bei Ausbruch des Krieges freiwillig
zur Front meldete, vom Feldmedel zum Leutnant
befordert. Herr Oelonomiera: Maier blieb
nur kurze Zeit an der Front; er wurde zum
Ortsrorsteher der Gemeinde Guillemont bei Peronne
ernannt, wo er seine großen landwe#rtschaftlichen
Kenntnisse praktisch verwertet. Zu
seiner Beforderung beglückwunschen wir ihn
bestens.
Ein Lazarettzug. der Verwundete vom
österreichischen Kriegsschauplan brachte, traf auf
der Durchsahrt heute mittags in Rosenheim ein.
Er war mit etwua 215 verwundeten deutschen
Soldaten belegt, welche an den Kämpfen an der
galizisch russischen Front teilnahmen. Der Zug
hatte etwa einstündigen Aufenthalt, während
welcher Zeit den Verwundeten vom Roten
Kreuz Erfrischungen gereicht wurden.