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Kaiser zu einem Erilium in Madrit rathen wollte, wie der
Pfaͤlzer Friedrich im Haag exulirt habe, so beharrte doch
Georg auf seiner Forderung mit einem Muthe, der das
aͤusserste zu erwarten schien. Seine Gesandte auf dem
Reichstage ließ er laut klagen, wie ungerecht es sey,
daß das Churcollegium, wo die katholische Parthie voͤlliges
Uebergewicht habe, der Friedensunterhandlung allein sich anmasse,
und noch ehe er auch mit voͤllig entschlossenem Muth
den Schweden wieder beigetreten war, hatte sein Gesandter
in Regensburg laut sich beschweren muͤssen, daß man alles
durch Deputationstage abthun wolle, daß man willkuͤhrlich
partheiische Fuͤrsten zusammenrufe, und mit einer kaum scheinbaren
Beibehaltung der alten Verfassung des Reichs willkuͤhrlich
verfahre. Alle Anerbietungen selbst der wichtigsten
Privatvortheile wies er ab. Selbst da ihm der Kaiser
Halberstadt versprach, blieb er der einmal ergriffenen Parthie
vollkommen getreu. Und so drohend es lautete, daß er itzt
oder nie mehe des Kaisers Freund werden koͤnnte, so unerschrocken
erwartete er den Ausgang einer Sache, die weit
nicht so verzweifelt war, als die kleingläubigen Landstände
und sein theologischer Vetter in Wolfenbüttel vermuthete.
Ein harter Anfang war's wohl, daß man seine Gesandte
geradehin wie Feinde vom Reichstage hinwegwies. Ein
Schrecken war's wohl, daͤß der Kaiser die erlaubteste Vertheidigung
seines Landes, die einige Verbindung mit Schweden
und Frankreich nothwendig machte, ungeachtet des Dänischen
Vorworts für eine feierliche Kriegserklärung aufnahm,
daß er den ganzen Krieg aufs neue nach Niedersachsen spielre,
und gerade erst auf Calenberg hinstürmte. Aber der Herzog,
der Wallensieins Zeiten und Zeiten des Restitutionsedicts erlebt
hatte, den kein Anfang schröckte und kein Ausgang
1637