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vorher aufgeführten, das 9jährige Gymnasium (das in Vergleichung
mit der Norm von 1856 nur geringe Abänderungen bedürfe), die
9jährige Realschule ohne Latein, die 6 jährige Mittelschule; die
combinirten Formen, insbesondere die Bifurcation suchten dem ir
stande Rechnung zu tragen, indem dadurch den Eltern die Wahl
unter den verschiedenen Bildungswegen für ihre Söhne weiter hinaus
offen erhalten und den Schülern der Uebergang von den Schulen
der einen Art zu denen der anderen erleichtert würde. ie
Unsicherheit des Gedankens der Bifurcation erweise sich übrigens in
der Verschiedenheit der Ansichten über den Zeitpunct der Trennung
der beiden Wege; die jetzige Einrichtung setze dieselbe nach Ouarta,
Hr. Fritsche und in anderer, ihm billigenswerther scheinenden
Weise die Schul-Conferenz von 1849 nach Tertia, Hr. Kruse nach
Ober-Secunda, Hr. Reisacker nach Prima.
Eine andere Stellung zu den Bifurcationsplänen und speriell
dem Reisacker'schen nahm Hr. Techow ein. Er ging davon aus,
daß nothwendig zu errichten seien Mittelschulen mit Hüthrigem
Cursus und den bezeichneten Zielen und Rechten sowie Realschulen
ohne Latein mit 9 jährigem Cursus nach der Weise der beiden Berkiner.
Die Folge solcher Errichtungen werde sein, daß dann in
mäßiger Zeit die bisherigen Realschulen erster Ordnung in Gymnasien,
die bisherigen Realschulen ohne Latein in Gewerbeschulen
nach Weise der beiden Berliner sich verwandeln würden, zur Förderung
der allgemeinen bildenden Wirkung dieser Anstalten; denn
das Latein auf den Realschulen ohne Verbindung mit dem Griechischen
sei etwas Halbes und Hinkendes. Für die Gymnasien sei
der Reisßacker'sche Plan zu billigen, weil er die Mathematik und
die Naturwissenschaften in ihr wohlbegründetes Recht einsetze und
durch eine mäßige Verminderung der für das Latein bestimmten
Stunden den Anlaß gebe, unnützen Ballast philologischen Apparates
aus diesem Unterrichte zu entfernen, namentlich den aus bloßen
Phrasensammlungen bestehenden sogenannten lateinischen Aufsatz
und die lateinischen Sprechübungen. (Für diese Beschränkung im
lateinischen Unterrichte sprechen sich auch die HH. Kruse, Paur, Ostendorf
aus; von anderer Seite wurde die Erörterung dieser Frage
auf die Discussion von Nr. 4 der Vorlage verschoben.) Der Reisackersche
Hlan sei deshalb annehmbar, weil dadurch weder das humanistische
noch das realistische Element der Gymnasien geschwächt
werde. Indem durch diese mäßigen Modificationen die Gymnasien
nach allen Seiten ausreichend sein würden, werde hiedurch zugleich
der Streit über Erlangung der Universitätsrechte geschlichtet sein.
Gegen den speciellen Inhalt der vorgelegten Bifurcationspläne
wurden von den Mitgliedern der Conferenz, welche darauf eingingen
(Gandtner, Dillenburger, Ostendorf, Kruse, Paur), hauttsächlich
folgende Einwendungen erhoben:
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