Disposition —
Abteilungen ohne Umwege zu erreichen
sein. Für Märsche und Üübungen werden
in der Regel Marsch= und übungs-Dislokationstableaus
und Disloka--tionslisten
aufzestell.
Disposition (b. h. Weiseiteseellung.)
ffiziere »zur D.-, gewöhnlich zz. D.=schrieben,
befinden sich außer aktiver
Gwenststellung; ihre Wiederanstellung im
Frieden als Landwehrbezirks-Kommandeure
2c., im Krieg bei der Bildung der
Ersatz= und Besatzungstruppen ist in Aussicht
genommen. Osffiziere dürfen nur dann
um Stellung ;z. D.= bitten, wenn sie
das landwehrpflichtige Alter überschritten
aben oder invalid sind. Hiftiere ! D.
ben ihren Aufenthaltswechsel dem Landwehrbejirs
Kommande zu melden, sind
der Militärgerichtsbarkeit und den Ehrenerichten
unterworfen, beziehen die gesetziche
Pension, sind aber von Kommunalsteuern
befreit.
Dispositionsbestände werden im Verwaltungswesen
diejenigen Gegenstände
oder Materialien genannt, die nicht zu
den stets volhählig zu haltenden Etatsoder
Kriegsbeständen gehören, über die
daher jederzeit zu irgend welchen Zwecken
verfügt werden kann.
Dispositiensurlauber. Um eine den
eigentlichen Bedarf übrrschreitende Anzahl
Rekruten einstellen zu können, werden bei
allen Truppenteilen einige Mannschaften
des ältesten Jahrgangs, also nach zweijähriger
Dienstzeit, zur Disposition des
Truppenteils beurlaubt. Treten vor der
nächstjährigen Rekruteneinstellung Vakanzen
ein, so werden diese durch Einziehung
von Dispositionsurlaubern gedeckt.
Werden D. innerhalb des Urlaubs
nicht eingezogen, so treten sie im Herbst
ihres dritten Dienstjahrs ohne weiteres
ur Reserve. Sie gehören zu den Soldaten
bes Beurlaubtenstands.
Distanz (*Entfernunge), s. Abstand.
Distanzmesser (Entfernungsmesser)
sind Instrumente zum Messen des Abstands
eines entfernten Punktes von dem
eignen Standpunkt, ohne den letztern verlassen
zu müssen. Der D. ist von Wert bei
dem Eröffnen des Feuers gegen ein Ziel auf
unbekannter Entfernung. Die Schwierig-Militär-Lexikon.
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keit des Schätzens der letztern und der mit
dem Einschießen meist verbundene Zeitververlust,
namentlich bei den großen Schußweiten
der gezogenen Feuerwaffen, lassen
jw die Verwendung eines Distanzmesers
als unbedingt notwendig erscheinen;
dennoch ist sein Wert nur insofern ein
bedingter, als das Geschoß unter dem Einfluß
des Windes sowie der durch die Temperatur,
den Fuchtigleitsgehalt der Luft 2c.
beeinflußte Gasdruck der Pulverladung
andre Schußweiten ergeben als die durch
den D. ermittelte Entfernung. Es wird
also tuob des Distanzmessers das Treffen
des Ziels von der Beobachtung und der
ihr entsprechenden Korrektur abhängen.
Immerhin wird der D. das Einschießen
erleichtern, aber nur dann von Nutzen
sein, wenn seine Haubhabung eine möglichst
einfache und die Distanzmessung
schnell und zuverlässig ausführbar ist.
Einen D. zu konstruieren, der allen diesen
Ansorderungen in befriedigender Weise
entspricht, ist bis jept noch nicht gelungen,
obgleich die Zahl der Erfindungen eine
außerordentlich große ist. DerKonstruktion
der meisten D. liegt die Dreiecksberechnung
zu Grunde, wobeieine zur Schußrichtung
senkrecht stehende Grundlinie und
die anderselben liegenden Winkelgemessen
werden. Die Länge der Grundlinie und
die Art der Winkelmessung sind die charakteristischen
Unterschiede der verschiedenen
D. Je größer die zu messende Entfernung
und je kleiner die Grundlinie, desto mehr
werden die Winkel an letzterer sich
nähern, desto schwieriger ist ihre Messung
unddem entsprechend groß die Fehlerquelle.
Die Annahme einer längern Standlinie
stößt dagegen bei den Feldtruppen meist
auf unüberwindliche Schwierigkeiten, obgleich
die Ergebisse, zuverlälff er sind;
wohl aber sind diese D. im Festungs-,
namentlich aber im Küstenkrieg verwendbar.
In Festungen sind D. aus dem
Grund meist entbehrlich, weil man die
Entfernungen zu allen Punkten des Vorterrains
kennt oder doch aus Karten schnell
und zuverlässig ermitteln kann. Dieser
Anhalte entbehrt die Küstenverteidigung,
bei der deshalb auch die D. mit Vorteil ur
Verwendung kommen und zwar meistsolche
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Distanzmesser.