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Außerdem kann von Allen, sowohl von den Neuanziehenden, als von
denen, welche der Gemeinde bereits angehbrig sind, bei der Begründung eines
selbsiständigen Haussiandes eine Abgabe (Eimritts= oder Hausstandsgeld) gefordert,
und von deren Entrichtung die Theilnahme an dem (Gemeinderechte
C. 15.) abhängig gemacht werden.
Die Theilnahme an den Gemeindenutzungen kann außerdem durch Beschluß
der Gemeindeversammlung von der Entrichtung ciner jährlichen Abgabe
und anstatt oder neben derselben von der Entrichtung eines Einkaufsgeldes abhängig
gemacht werden, durch deren Entrichtung aber die Ausübung des Gemeinderechts
(V. 15.) niemals bedingt wird.
Alle derartige Beschlüsse bedürfen der Genehmigung der Regierung.
Beamte, welchen in Folge dienstlicher Verpflichtung ihr Aufenthalt im
Gemeindebezirk angewiesen ist, sind zur Entrichtung des Einzugsgeldes und des
Hausstandsgeldes nicht verbunden.
S. 57.
Soweit die Einnahmen aus dem Gemeindevermögen nicht hinreichen,
um die durch das Bedürfniß oder die Verpflichtungen der Gemeinde erforderlichen
Geldmitrel zu beschaffen, kann die Gemeindeversammlung die Aufbringung
von Gemeindesteuern beschließen.
Diese können bestehen:
I. in Zuschlägen zu den direkten Staatssteuern, wobei folgende Bestimmungen
gelten:
1) die Steuer für den Gewerbebetrieb im Umherziehen darf nicht belastet
werden;
2) bei Zuschlägen zur Klassen= und klassifizirten Einkommensiener muß
jedenfalls das Einkommen aus dem außerhalb der Gemeinde belegenen
Grundeigenthum auber Berechnung bleiben;
3) die Genehmigung der Regierung ist erforderlich:
für Zuschläge zu den direkten Steuern, wenn der Zuschlag
entweder funfzig Prozent der Staatsstenern übersteigen, oder nicht
nach gleichen Sätzen auf diese Stenern vertheilt werden soll.
Zur Freilassung oder geringeren Belastung der letzten Klassensieuerstufe
bedarf es dieser Genehmigung nicht;
II. in besonderen direkten oder indirekten Gemeindesteuern, welche der Genehmigung
der Regierung bedürfen, wenn sie neu eingeführt, erhöht, oder
in ihren Grundsätzen verändert werden sollen.
Bei besonderen Kommunal-Einkommensteuern ist jedenfalls die
sub I. 2. erwähnte Beschränkung maaßgebend. Oie bestehenden Kommunal-Einkommensteuern
werden einer ernenerten Prüfung und Genehmigung
der Regierung unterworfen.
K. 58.