Volltext : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1856. (47)

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dazu  etwa  erforderliche  Genehmigung  oder  Entscheidung  der  betreffenden  Aufsichtsbehörde,
  müssen  der  Urkunde  in  beglaubigter  Form  beigefügt  sein.

3)  Vollmachten  verbinden  die  Gemeinde,  wenn  sie  Namens  ihrer,  unter
Beidrückung  des  Gemeindesiegels,  von  dem  Schulzen  und  den  Schöôppen  unterschrieben
  sind,  und  dabei  von  diesen  Personen  bescheinigt  ist,  daß  die  Vollmacht
auf  den  Grund  eines  ordnungsmäßigen  Gemeindebeschlusses,  zu  welchem  alle
Stimmberechtigte  gehörig  eingeladen  worden,  ausgestellt  sei.  Eine  solche  Vollmacht
  ist  auch  dann  ausreichend,  wenn  die  Gesetze  sonst  eine  gerichtliche  oder
Notariats-Vollmacht  erfordern.  Die  §##.  40.  bis  42.  Titel  3.  Theil  I.  der
Allgemeinen  Gerichtsordnung  sind  aufgehoben.

4)  Zu  dem  Nachweise,  daß  von  einer  Gemeinde  bei  der  Erwerbung
oder  Veraußerung  von  Grundstücken  oder  denselben  gleichstehenden  Gerechrsamen
  die  den  Gemeinden  gesetzlich  vorgeschriebenen  besonderen  Formen  beobachtet
  sind,  genügt  eine  Bescheinigung  der  Regierung.

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Wenn  in  Ansehung  des  Maaßstabs  der  Vertheilung  der  Gemeinde-Abgaben
  oder  Diensie  die  Ortsverfassung  dunkel,  zweifelhaft  oder  nicht  mehr
passend  ist,  insbesondere  hergebrachte  Gewohnheit  (998.  J1.  39.  Titel  7.  Theil  II.
Allgemeinen  Landrechts)  dabei  keinen  sicheren  Anhalt  gewährt,  oder  zu  erheblichen
  Mißverhältnissen  führt,  so  ist  eine  Ergänzung  oder  Abänderung  der  Orts-Verfassung
  hierüber,  unter  Beachtung  der  Vorschrift  des  K.  12.,  durch  einen
von  der  Regierung  zu  bestätigenden  Gemeindebeschluß  herbeizuführen.

Kommn  ein  solcher  Beschluß  nicht  zu  Stande,  so  ist  die  Regierung  befugt,
  nach  Anhbrung  des  Kreistags,  mit  Genehmigung  des  Ministers  des  Innern,
  die  in  Ansehung  der  Vertheilung  der  Abgaben  oder  Dienste  erforderliche
Ergänzung  oder  Abä#nderung  der  Ortsverfassung  vorzuschreiben.

S.  12.

Bei  einer  solchen  neuen  Vertheilung  der  Gemeindelasten  (G.  11.)  ist  darauf

  zu  achten,  daß  dieselbe  mit  Berücksichtigung  der  in  der  Gemeinde  stattfindenden
  Absiufungen  des  Grundbesitzes  und  des  Klassenverhältnisses  geschehe,
und  die  den  ei  zelnen  Gemeindegliedern,  oder  den  Klassen  derselben,  aufzuerlegenden
  Antheile  an  den  Lasten  in  ein  angemessenes  Verhältniß  zu  den  Rechten
  und  Vortheilen  treten,  welche  dieselben  in  dem  Gemeindeverbande  genießen.

K.  13.

Die  Vorschrift  des  F.  12.  sindet  auch  Anwendung,  wenn  in  Folge  der
Zertheilung  von  Grundslücken  oder  der  Bildung  neuer  Ansiedelungen,  Kolonien
oder  Gemeinden,  über  die  Theilnahme  der  Bewohner  an  den  Gemeindelasten
zu  beschließen  ist.

g.  14.

Insoweit  die  Staatsdiener  nach  den  bestehenden  Gesetzen  zu  den  Ge-(Nr.
  44|4.)  18

Vertheilung
der  Gemeinde-Abgaben
  2c.

Besteuerung

meinde=  ber  Staats-