Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1856. (47)

—  529  —

S.  11.

Der  Wiesenverband  ist  der  Oberaufsicht  des  Staates  unterworfen.

Das  Aufsichtsrecht  wird  von  dem  Kreislandrath,  von  der  Regierung
in  Trier  als  Landespolizeibehörde  und  von  dem  Ministeriumn  für  die  landwirthschaftlichen
  Angelegenheiten  gehandhabt  in  dem  Umfange  und  mit  den
Befugnissen,  welche  den  Aufsichtsbehörden  der  Gemeinden  zustehen.

F.  12.
Dies  Statut  kann  nur  mit  landesherrlicher  Genehmigung  abgeändert
werden.

Urkundlich  unter  Unserer  Höchsteigenhändigen  Unterschrift  und  beigedrucktem
  Königlichen  Insiegel.
Gegeben  Charlottenburg,  den  30.  April  1850.

(L.  S.)  Friedrich  Wilhelm.

Für  den  Minister  für  die  landwirth-Simons.
  schaftlichen  Angelegenheiten:
v.  Manteuffel.

 

(Nr.  4454.)  Statut  des  Verbandes  der  Wiesenbesitzer  in  der  Gemeinde  Losheim  im  Kreise
Merzig  des  Regierungsbezirko  Trier.  Vom  7.  Mai  1850.

Wir  Friedrich  Wilhelm,  von  Gottes  Gnaden,  König  von
Preußen  rc,  ꝛc.

verordnen,  Behufs  Verbesserung  der  auf  dem  Banne  der  Gemeinde  Losheim,
im  Kreise  Merzig  des  Regierungsbezirks  Trier,  in  den  Distrikten  Berensbruch,
Dienslenbrüchelchen,  Igelsbnich,  Langenbruch,  Herkeswiese,  in  der  Kellerfahrt,
die  Biehtrift  am  Weier,  unter  dem  Weier,  hinter  der  Heid,  Spuhrwiesen,  unterste
  Spuhrwiesen,  auf  den  Büchen,  auf  der  Neuwies,  bei  den  Gerbhäusern,
oben  in  den  Schweinswiesen,  unten  in  den  Schweinswiesen,  Hagerbach,  im
Kühzoll,  Metzerbach,  in  der  obersten  Wiese,  auf  Ringelsbruch,  in  Langschlags--.
wiesen,  ober  der  obersten  Mühle,  im  Fröschpfuhl,  un  Heimlichen,  im  untersten
Heimlichen,  Hesselsborn,  Dorenwiese  und  Bormerich-Bruch  gelegenen,  in  dem
Katasierauszuge  des  Bürgermeisters  zu  Losheim  vom  5.  August  1854  und  der
dazu  gehbrigen,  von  dem  Bezirks-Wiesenbaumeisier  Knipp  lI.  zu  Trier  in  zwolf
Blättern  gefertigten  Karte  verzeichneten  Grundslücke,  nach  Anhörung  der  Betheiligten,
  dem  Antrage  der  Mehrzahl  derselben  entsprechend,  auf  Grund  des

(Ne.  1103—1154.  Gesetzes