Contents : Archiv für öffentliches Recht.Zehnter Band. (10)

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gehörig  betrachtet,  den  Interessen,  welche  sie  schützen  will,  vielleicht
  mehr  schädlich  als  nützlich  ist.  Denn  indem  man  die
Mittel,  die  privaten  Interessen  zu  schützen,  vervielfältigt,  schränkt
man  den  Zirkel  der  allgemeinen  Freiheit  ein.  (ÜALMmELS  bei
PoviLLET  No.  35.)  Indess  ist  Gesetzgebung  und  Rechtssprechung
in  Frankreich  über  solche  Bedenken  hinweggeschritten.  Ebenso
die  belgische  (Gesetzgebung.  Nach  den  englischen  und  österreichischen
  Gesetzen  ist  übrigens  ebenfalls  nur  die  Marke  i.  e.  8.
eintragungsfähig.  Den  Standpunkt  des  französischen  Rechts  vertritt
  der  deutsche  Verein  zum  Schutze  des  gewerblichen
Eigenthums.  Er  hatte  in  seinen  Beschlüssen,  betreffend  Abänderung
  d.  E.  zu  8  1  Abs.  2,  folgende  Fassung  vorgeschlagen:
„Der  Eintragung  fähig  ist  jedes  Mittel  der  Kennzeichnung,
durch  welche  der  gekennzeichnete  Geschäftsbetrieb  von  dem  Geschäftsbetrieb
  Anderer  deutlich  unterschieden  wird.  Weiter  schlägt
er  vor,  den  Ausdruck  „Waärenzeichen*  durch  den  Ausdruck
„Geschäftszeichen“  zu  ersetzen,  da  das  Zeichen  nicht  nur  zur
Unterscheidung  von  Waaren,  sondern  zur  Unterscheidung  der
ganzen  Geschäftsbetriebe  dienen  solle.  Es  gebe  schon  heute
(seschäftsbetriebe,  welche  Geschäftszeichen  führen,  aber  keine
Waaren  vertreiben.  In  der  Kommission  (Komm.-B.,  S.  2)  wurde
es,  in  Uebereinstimmung  mit  den  in  einigen  Petitionen  ausgesprochenen
  Wünschen,  von  einem  Mitgliede  für  nothwendig  erachtet,
  dem  Begriffe  eines  Waarenzeichens  in  $  1  eine  weitere
Ausdehnung  zu  geben  und  den  nach  dem  vorliegenden  Gesetzentwurf
  zu  gewährenden  Schutz  allen  Arten  der  Waarenkennzeichnung
  sei  es  mit  der  Waare,  sei  es  ohne  solche  gleichmässig  zuzuerkennen.
  Dem  gegenüber  wurde  geltend  gemacht,  dass  eine
solche  Massnahme  die  Freiheit  der  Bewegung  hindern  und  berechtigte
  Interessen  schädigen  würde.  Der  weiter  aufgeführte
Grund  (Komm.-B.,  S.  2),  dass  eine  Ausstattung  im  Sinne  des
8  14  i.d.  R.  ohne  die  Absicht,  sie  als  das  Kennzeichen  seiner
Waare  einzuführen,  gewählt  werde  und  erst  allmählich  im  Ver-