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habe, mit etwas mehr Fleisch und Blut durch einige Mitteilungen
darüber auszufüllen, wie sıch der Reichshaushalt im laufenden
Finanzjahr, von dem acht Monate in die Kriegszeit fallen, gestaltet
hat. Aber ıch will es kurz machen und genauere Angaben
in der Budgetkommission geben, wenn solche gewünscht werden.
Zunächst kann Ich Ihnen mitteilen, dass die Rechnung für das
zu Ende gehende Finanzjahr trotz des Krieges nicht mit einem
Fehlbetrag, sondern voraussichtlich mit einem Ueberschuss abschliessen
wird.
Nach den Januarergebnissen, die bereits vorliegen, wird dieser
Ueberschuss etwa 38 Millionen Mark betragen. Meine Herren, ich
will Ihnen Ihre Freude nicht gern stören, aber die Gewissenhaftigkeit
erfordert, dass ich hinzusetze: der Ueberschuss
ist ein rechnungsmässiger, dessen Bedeutung sich nur nach
den Faktoren beurteilen lässt, aus denen er sich ergibt. Diese
Faktoren — ich nehme an, dass Sıe das interessieren wird —
sind die folgenden:
Die Einnahmen des ablaufenden Etatsjahres ergeben voraussichtlich
ein Minus von 535 Millionen Mark, also von mehr als
einer halben Milliarde. |
Die fortdauernden Ausgaben zeigen gleichfalls ein Minus —
also eine Ersparnis —, und zwar in Höhe von 563 Millionen Mark.
Die einmaligen Ausgaben bleiben mit 10 Millionen Mark hinter
dem Voranschlag zurück.
Aus diesen Ziffern ergibt sich das rechnungsmässige Schlussresultat,
das ich vorhin nannte, der Ueberschuss von 38 Millionen
Mark.
Wenn Sie die Verteilung des Einnahmerückganges auf die
wichtigsten Quellen interessiert: Der Ertrag der Zölle und Steuern
ist um 176 Millionen Mark niedriger als im Voranschlag. Die Post
zeigt einen Minderertrag ihres Ueberschusses gegenüber dem Voranschlag
von 129 Millionen Mark. Bei den Reichseisenbahnen
beläuft sich der Ausfall auf 58 Millionen. Dazu kommt beim Wehrbeitrag
das erhebliche Minus von 175 Millionen, das in den Vorbemerkungen
zum Etat Ihnen ja ausreichend begründet und er-Jäutert
ist. Dieser Fehlbetrag beruht hauptsächlich darauf, dass
die ursprüngliche und, wie sich gezeigt hat, zutreffende Schätzung