lumm̃er 294
#ebung von Altschi Tepe beschossen, richen
leinen Schaden an. .
Die Bedrohung Aegyptens.
Lugano, 19. Dez. Wie der Zeitung „Ore“
in Ancona aus Kairo berichtet wird, hazin
die Senussi unter Nuri Bey, dem Vetter
n Enver Pascha, den Krieg gegen die Enguder
in Aegypten eröffnet. Der Großsenussi
idi Ahmed hat sich zurückgezogen und seinem
—* Sidi Halil freie Hand gelassen. Dieser
et im Einvernehmen mil Said Mdriß und Sidie
sohamed El Abed und Nuri Bey den Kriegsstand
in den Gebieten an der westlichen Grenze
Llegyptens erklärt. In mehreren Gesechten halen
sich die Senussi verschiedener Oasen be—
pächtigt und sind bis 5 Marschstunden von
Natsja Mabruk vorgerũckt. Die ägyptischen
büstenwächter Hauptmann Nedjib Effendi Moamed
Bey und Major Mohamed Bey Saleh
ind mit ihren Soldaten und einem Automobil
u den Arabern übergegangen und eine ägypbickte
Batlerie soll sich geweigert haben, auf die
Kebellen zu feuern. (J.)
die türkischen Erfsolge am Tigrie.
Konstantinopel, 19. Dez. Ein Telegramm
aus Bagdad meldet: Von wei engischen
Monitoren, welche die türlische Velazerungoartillerie
um Kut el Amara zu durch-Kchen
versuchten, wurde einer rersenkt, der ankete
zur Rückkehr gezmungen. Die Nerluste der
Engländer während der letzten türkischen Angrisse
werden auf 1000 Mann geschätzt.
Keigeude Abnahme der Slerdlichkeil
onserer Verwandelen
Die erfreuliche Erscheinung, daß infolge un-#erer
hervorragenden Verwundetenpflege der
stößte Teil der Verwundeten wieder dienstfähig
rird, ist während aller Kriegomonate ständig
in immer günstigerer Entwicklung gewesen. Es
ät nämlich die bemerkenswerte Tatsache festzustellen,
daß nicht nur die Diensttauglichkeit der
Verwundeten von Monat zu Monat wuchs, sondern
daß auch die Sterblichleit gleichfalls von
Monat zu Monat regelmäßig abnahm. Es liegen
darüber die in Betracht kommenden Zahlen
des ersten Kriegsjahres vor.
Während schon im ersten Kriegsmonat August
1914 von 100 Verwundeten die erstaunlah
hohe Ziffer von 84.8 Dienstfähigen, 3.0
Gestorbenen und 12,2 Dienstuntauglichen und
Beurlaubten festzustellen war, hat dieses schon
an sich recht günstige Ergebnis unserer Verwundetenbehandlung
ein Jahr später im Angust
1915 bereits ein ganz anderes Bild angenommen.
Schon im September 1914 stieg nämlich
die Zahl der dienstfähig (Gewordenen auf 88,1,
also fast um 4 Mann auf 100. Ein ungewöhn.
lich glänzender Erfolg! Dieser wird dadurch
noch größer, daß gleichzeitig mit der Zunahme
der Dienstfähigen die Anzahl der Todesfälle von
3%7° auf 2.7°%00 sank. Wieder einen Monat später,
im Oktober 1914, war die Anzahl der
Dienstfähigen auf 88,9 gestiegen und die Anzahl
der Todesfälle auf 2,4 gesunken. In den
Monaten November bis März schwanktie die
Jahl der Dienstsähigen zwischen 87,3 und 88.,0,
sodaß im Mälz die gleiche Zahl von Verwundeten
wieder dienstfähig geworden war, wie
im Oltober.
Erfreulich ist aber auch in diesen Monaten die
Tatsache, daß die Anzahl der Todessälle weiter
ständig sank. Im November betrug sie nur noch
2.1 von hundert Mann. Im Dezember 1914
sank sie sogar unter die Zahl 2 und betrug
nur noch 1,700. Im Januar 1915 war eine
weitere Abnahme der Todesfälle festzustellen,
denn in diesem Monate betrug die Zahl nur
noch 1,4, um im nächsten Monat Februar weiter
auf 1,3 zu sinken. Aber auch diese Zahl ist noch
nicht die kleinste; nachdem sie im April und
Mai wiederum auf 10 gestiegen war, also eine
ganz geringfügige Werschlechterung erfahren
hatte, fiel sie von da ab im Juni und Juli
auf 1,201 und erreichte damit sast die niedrigst
denkbare Zahl überhaupt.
Im Zusammenhang damit ist noch zu erwähnen,
daß in den Monaten von April bis Jul
unsere Verwundetenpflege noch dadurch ein be
deutend günftigeres Bild erhält, daß die Anzah
der Dienstfähigen wiederum ganz beträchtlich
stieg. Nachdem im Monat März, wie oben mitgeteilt,
88, 900 als dienstfähig entlassen werden
lonnten, stieg die Zahl im Monat April auf
91,2, im Monat Juni auf 91,8. 700 waren
dienstunbrauchbar oder beurlaubt. Von den Beurlaubten
ist wiederum eine beträchtliche Anzahl
dienstfähig geworden, sodaß die Gesamtzahl
der Dienstfähigen dadurch noch erhöht
wurde.
Wir haben zuletzt also das erstaunlich günstige
Bild, daß nicht weniger als 98,6 Mann
von hundert dienstfähig oder zum Teil dienst
unsähig geworden waren und daß nur 1.9
Rei#el##ssetäi Yr Selselch
5— . «
—
mit dem Tod alging. Die Durchschnittszahlen.
für das ganze Jahr ergaben 89,5 Dienfstfähige,
B,8 Dienstunbrauchbare und Beurlanbte und nur
1.7 Todesfälle. Keine Armee der Welt hat
ähnlich günstige Ergebnisse auf uweisen.
Lerschieden# Na#richten.
Dusseldorf. 19. Dez. Dem Regierungspräsidenten
in Düsseldorf find von prirater
Seite 11uu00 Mk. zur Aersügung gestellt worden,
deren Zinsen von dem 1. April 1916 ab
zur Verteilung an linderreiche Mütter gelangen
sollen. Es sollen dabei die Mütter berüsichsichtigt
werden, die seit zuei Jahren im Regierungobezirk
Düsseldorf ihren Wohnsitz haben.
Der Kinderreichtum muh sich in vier gutgehaltenen
Kindern ausweisen, von denen das älteste
im 14. Lebensjahre iteht oder im Zaufe des
Jahres aus der Volleschule entlassen wird.
Essen. 19. Dez. Inwiemeit von einzelnen
Industriellen freiwillige Unterstügungen während
des Krieges gewährt worden sind, hat
u. a. der Verein Deutscher Eisen= und Stahlindustrieller
in seinen Kreisen zu ermitteln gesucht.
Wie dad Organ der Vereinigung der
Deutschen Arbeitgeberverbände mitteilt, haben
sich an den Erbebungen 244 Mitgliedwerke beleiligt.
In den ersten zwölf Kriegemonaten
letrugen die gesamten Zuwendungen an die
Angehörigen der unter den Fahnen siehenden
Beamten und Arl eiterschaft annähernd 50 Millionen
Marl. Veililsen sind an 120//000 Familien
gemährt uorden, so daß durchschnittlich
auf die unterstützte Familie eine Jahreobeihilfe
von über 34/1, Mark entfällt.
Münchener Neuigkeilen.
münchen. 19. Dez. Die bayerischen Königsschlosser,
die in normalen Jakren slets das
Hauptziel aller Ausländer waren und ob ihrer
Pracht den in Putio Ausstaltung eiwas gewohnten
Amerikanern Beumunderung abrangen,
waren im abgelaufenen Jahre das iel vieler
Tausende. enn auch die Besuchszissern ganz
gewaltig gegen die Vorjahre zurückblieben, was
ig in Kriegszeiten nicht zu wundern braucht.
Schloß Herrenchiemsec. das für den Reiseverlehr
am leichtenen zugänglich i#, sah 6500)
Besucher (sonst 35 JolmO, Linderhof 3000
(10 I12000, Neuschwanflein 5000 (15 bis
20000. Lob#enschwangan 2800 (65 3000) und
das Schachenhaus 8/0 (1000 1500 Besuucher,
also insgesamt 18 107) Besucher. Der Gesamtbesuch
der Schlösser, die seit 1886 dem allgemeinen
Besuche (Hohenschwangau erst seit
1892, geöffnet sind, hat bereits die Zall von
2 Millionen erreicht. Die höchste Frequenz hatten
die Schlösser im Jahre 1910 (Passionsspieljahr
mit 123 1#nd Personen.
Bayerische Kachrichten.
nürnberg, 19. Dez. Am 27. September,
27. Oltober und 27. November 1915 wurden in
Wurzburg Zefälschte, an eine Frankfurter und
Berliner Firma gerichtete Postanweisungen über
Beträge von dreimal 801 Ml. und 759.50)
Mark und 741.500 Mark unter Postsendungen
eingeschmuggelt. In Begleitbriefen murden die
genannten Firmen beauftragt, die Geldbeträge
samt einigen bestellten Gegenständen als Wertpalet
jeweils an eine aufgegebene Nürnberger
Adresse zu senden. Nunmehr murde der
Schwindler, der sich als Oberleutnant von Megzler
bezu. von Behlen ausgab, dahier verhaftet.
Es ist ein 37 jähriger, verheirateter Postsekre-
üär von Würzburg, der das Geld i ν,
St : *l *— * 4
Bayerischer Indufleiellen-Verband.
München. 19. Dez. Der Bayerische IndustriellenVerband
versendet soeben seinen Barresbericht
für das Geschäftsjahr vom 1. Okt.
1914 bie 30. Sept. 1915. Dent Berichte ist
zu entnehmen, daß auch die Tätigkeit des Ver-Landes
in Anxassung an die Kriegsverhältnisse
eine völlige Umgestaltung erfuhr. Die Arbeit
des Verl#andes fand eine kräftige Unterstützung
durch den „Kriegsaueschuß der deutschen Industrie“.
„ Den Mitgliedern wurden zahlreiche
Rechtsauskünfie erstattet, auch war ihnen der
Verband bei Erlangung von Heeresaufträgen
behilflich und unterstützte Ausnahmegesuche für
Auofuhr= und Durchfuhrverbote; er suchte ferner
auf Verkehrgerleichterungen hinzuwirken und
günstige Transport= und Schiffsgelegenheiten
nach dem neutralen Auslande bekannt zu geben.
Auch war cr, mo moglich, für Freigabe beschlagnahmter
Rohstoffe an seine Mitglieder tätig.
Der Verband befaßte sich eingehend mit der
Kriegeinvalidenfürsorge und der Beseitigung der
Arkeitslosigkeit somie mit der Milderung der
mißlichen Lage des Baugewerles. Seine besondere
Aufmerlsamleit wandie er der Frage
der Sicherung der Forderungen deutscher Gläubiger
ans Ausland und dem Auebau der wirtschaftlichen
Beziehungen zwischen Deutichland
und Oecsterreich Ungarn zu; auch befürwortete
und begutachtete er, wo zweckmäßig, die Zurückslellung
und Beurlaubung von Angestellten und
Arbeitern und erleichterte die Beschäftigung von
Kriegsgesangenen in induftriellen Betrieben. Die
Austauschuelle für kaufmännische und technische
Beamte arleitete mit gutem Ersolg. Die Täaligkeit
der Erportstelle mußte naturgemäß eine
wesentliche Einschränkung erfahren, doch konnte
sie immerbin nützliche Arbeit leisten, ihr Programm
soll nach dem Kriege wesentlich erweitert
werden. Die Verdienstmedaille des Verbandes
wurde an insgesamt 880) Angestellte und Arbeiter
am 1. Juli 1915 verliehen. Von der
Abhaltung einer ordentlichen Hauptversammlung
wurde mit Rücksicht auf die Kriegeslage
abgeseben. Der Mitgliederstand ist fast unverändert
geblieben; der Verband umfant nach wie
vor L##rka III| Einzelfirmen als Mitglieder
sowie 23 angeschlossene Verbände mit 25/7)
Mitgliedern. Die Zahl der von den Verbandsmitgliedern
beschäfligten Arbeiter beträgt zirla
200 000. ·
Rundschau-UT
DicBakcttaufsctzungdurchdcn
König.
"n% * v'V.
münchen. 19. Dezember.
Zum erstenmal hat ein regierender Wittelsbacher
am heutigen Sonntag einem Mitcslicd
des Obersten Kirchenrates, dem apostolischen
Pro-Nuntius Kardinal Andreas Frühwirth das
rote Bareit aufgesetzt und ihn damit in Vertretung
des Papftes förmlich in sein Amt eingeführt.
Bayern ist damit in den begrenzten
Kreis der alten katholischen Mächte eingerückt,
die seit Jahrhunderten dieser Ehre seitens des
Oberilen Kirchenfürsten teilhaftig wurden und
e§ ist darin auch ein Beweis zu erblicken f##die
vertrauensrollen Bezichungen zwischen dem
Münchner Hof und dem päpstlichen Stuhl.
Der feierliche Akt, bei dem sich Röfischer und
kirchlicher Prunk entsaltete, vollzog sich in der
stimmungsvollen, im hellsten Lichterglanz erstrahlenden
Allerheiligen-Hofkirche in der Reslidenz,
wo sich eine glänzende Gesellschaft ein.
gefunden hatte. Jn zwei Hofgalawagen find der
neuernannte Kardinal und sein Gefolge von
der Nuntiatur nach der Residenz abgeholt und
durch den Olerstzeremonienmeister Grafen Mon
in die Reichen Zimmer geleitet worden. In der
Kirche hatien sich inzwischen eingefunden Kardinalerzbischof
von Bettinger, die Staatominister,
an der Spitge der Ministerpräsident Graf
Hertling, die Obersten Hoschargen, das Diplomatische
Korps, der Präsident der Reichsrats.
kammer Fürst Fugger, das Direktorium der
Kammer der Abgcordneien, Oberbürgermeister
von Vorscht, hohe Offiziere, Aebte und Vertretungen
der weltlichen und der Ordensgeistlichkeit,
darunter Palres des Dominikanerordens, deren
Ordensgeneral Dr. Frühwirth früher war, der
räpstliche Nobelgardist Graf Colacichi und andere
Ehrengäste. In den Oratorien sah man
die Königin Marie Therese, die hier weilenden
Prinzen und Prinzessinnen, darunter den vom
Felde zurückgelehrten Prinzen Franz, den Fürsten
und die Fürstin von Hohenzollern und Mitglieder
der Hofgesellschaft.
Fanfaren kündeten um 11 Uhr den Eintritt
des Konigs in die Kirche. Die Leibgarde der
Hartschiere, die in Galaunisorm mit den Helle-Larden
Spalier bildete, salutierte und in feierlichem
Zuge, in dem sich der große Cortege besand,
wurde König Ludwig zu dem an der
Seite des Hochaltars errichteten Thron geleitet.
Kardinal Frühwirth nahm währenddessen seinen
lesonderen Platz an der Evangelienseite ein.,
Darauf bielt unter großer Assistenz der Hofgeistlichkeit
Stiftspropst von Hecher das seierliche
Hochamt, bei dem die Missa papae Marcelli
von Palestrina, das Graduale „Veni Domine“
von Ett und beim Offertorium das „Ave
Maria“ von Ariadelt zum Vortrag kam.
e- MWulung des Ba-PDienstag,
21. Dezember 1915
hielt, vor dem Throne stehend, eine kurze lateinische
Ansprache an den König, kniete an der
untersten Stufe des Thrones nieder und reichte
das Breve dar. Mit dem Worte „Legatur“
gab Se. Majestät den Befehl zum Ablesen des
Breves. Nach der Verlesung des pöpstlichen
Schreibens kniete Kardinal Frühwirth auf der
obersten Thronstuse nieder, worauf König Ludwig
das vom päpstlichen Ablegaten auf goldenem
Teller gereichte rote Barett entgegennahm
und es dem Kardinal Frühwirth aufs
Haupt setzte. Die Hofookalkapelle setzte mit dem
Tedeum ein, der neuernannte Kardinal begab
sich die Stufen des Hochaltars hinauf und erteilte
den Pontifikalsegen.
Im Anschluß an die kirchliche Feier wurde
Kardinal Frühwirth vom König in Audienz
empfangen, wobei der Kardinal den päpstlichen
Ablegaten, den Nobelgardisten u. sein geistliches
Gefolge vorstellte. In den Reichen Zimmern
der Kgl. Residenz gab der König mittags zu
Ehren des Kardinals Andreas Frühwirth eine
Hoftafel, bei der dem Ernste der Zeit entsprechend
Taselmusik nicht spielte. Hierauf
wurde kurzer Cerlle gehalten.
Der hiülorische Alt der Barettaussetzung in
der Allerheiligen- Hofkirche wurde an Ort und
Sielle im Allerhöchiten Auftrag von dem Maler
Professor Hierl Deronco mit dem Pinsel fest.
gebalten. Die Stkizze soll die Unterlage bilden
für ein später zu fertigendes großes Bild über
das geschichtlich denkwürdige Ereignis.
Kardinal Frühwirth wird in absehbarer Zeit
von München scheiden. Er waltet nur mehr als
Pro-Nuntius seines Amtes. Der Zeitpunkt der
Uebersiedelung nach Rom steht allerdings noch
nicht fest. Man sieht Kardinal Frühwirth, der
lich in allen Kreisen allgemeinen Aertrauens
und rückhalt loser Sympathien erfreute, nur
ungern scheiden.
Sbrc##.
Niederaschau, 19. Dez. Vor wenigen Tagen
wurde in der Bahnbofreftauration zu Nie
deraschau zu Gunsten der „Soldatenfreunde“
ein Vortrag mit Lichtlildern vom ilandrischen.
Kriegsschauplag algehalten. Das Lolal war
überfüllt. Die zahlreichen farbigen Lichtbilder
waren sehr interessant und vielseitig. Der Eindruck
wurde erhöht durch den die Bilder begleitenden
erklärenden Vortrag. Letzteren hatie Hr.
Leutnant Schneider vom Offiziersgenesungsheim
in Hohenaschau übernommen, der selbst in Flandern
gelämrft hat. Das Ergebnis der Veranitaltung
lelief sich auf 81 Mk.; die „Soldatenfreunde'
llieden auch diesen Abend bei ihrer
., Psüicht“ und schickten 101 Paketle ins Feld.
Die Anführung dieser Tatsache sagt dem, der
hören will, mehr als Worte.
Grafing, 19. Dcz. Der praki. Arzt Dr. Hol.
er aus München fand diesrer Tage in seinem
Jagdrevier ein von einem Wilderer erschossenes
Reb. Als Dr. Holper bald darauf in Begleilung
seines Jagers im Revier puschte, slichen
leide auf einen Wilderer, dem, da er auf wie
derholten Anruf sein Gewelrr nicht ablegie, zwei
Schrotschusse nachgesandt wurden, worauf cr feir
genommen werden konnte. Es ist der Dienn
knecht Georg Schmieddarth von der Paulusül
muhnie.
Don den bayertschen Salzwerken.
tlünchen. 10. Dez. Jm Finanzausschuß der
Kammer der Abgeordneten wurde am Samstag
der Etat der Salzwerke zu Ende beraten. Daber
fragte der Berichterstatter hinsichtlich der Saline
in Reichenhall, wie es mit der Modernisierung
der Saline, mit der Zulassung des Lanwagenverkehres,
mit dem Bahnanschlusse und mit einer
Verlegung der Sudanlage siehe und o#
wirklich die neue mechanische Pfanne schlechter
als die alte arbeite. Angesichte der kommenden
Neuorganisation der Aemter müsse man den
Grundsatz hervorheben, daß ein Ort, der eine
Behörde oder Anitalt verliere. Entschädigung
nicht verlangen konne. Der Minister erklärte,
die Annahme dieses Grundsatzes durch den Ausschuß
würde eine hocherfreuliche Unterstügung
der Staatsregierung bei ihren Plänen auf Ver
einfachung der Staatsverwaltung sein. Ueber
den Gleisanschluß der Saline Rosenheim lägen
imn vollständig bearbeitete Pläne vor, es bestehe
Poffnung auf eine befriedigende Regelung. Ein
Regierungsvertreter erllärte, die neue Pfanne
in Reichenhall arbeite sehr gut. Bezüglich der
Pelition dreier Badbesitzer in Traunstein verwies
der Berichterstatter auf die Verhandlungen
und Beschlüsse des letzten Landtags und fragte.
ob die Wiedereröffnung einer Saline in Traun
stein moglich sei. Der Minister berief sich auf
die seinerzeiligen Ausführungen der Regierung
und erklärte, daß9 vom Standrunkte der Salinenverwaltung
aus der vollzogene Schritt nicht
rückgängig gemacht werden könne. Traunstein
habe als Kurort keine Beeinträchtigung erlitten.
Solebäder könnten aus der Soleleitung bezogen
werden. Ein Mitglied verlangte, daß den Bau
ern der Umgebung Traunsteins hinsichtlich der
Forstrechte mehr entgegengekommen werde; auch
ihnen seien einst die Waldungen zur Beheizung
der Saline Trannstein weggenommen morden.
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