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von diesem gewislich sehr hochbegabten Manne Etwas hatte lernen
wollen, gewislich nicht länger als ich ausbleiben dürfen. Als ich nun
Ao. 1613 das erste mal aus ltalia wieder zurücke nach Teutschland
gelangete, beschloß ich zwar bey mir, mit meinem nunmehr in der
music gemachten guten lundamento, noch etliche jahr zurücke, und mit
demselbigen mich gleichsamb verborgen zu halten, bis ich dieselbige noch
etwas weiter excoliret haben, undt hierauff mit auslaßung einer würdigen
Arbeit, mich würde herfür thun können. — Vndt bemangelte damals
auch nicht an meiner Eltern, vndt Verwandten Rath ondt Antrieb
noch nicht, welcher Meinung kurz umb war, das durch anderweit meine
zwar geringe Qvalitäten ich mich bedient zu machen und förderung zu
erlangen trachten, die music aber als eine Nebensache tractiren sollte,
von derer wiederholten unnachläslichen Vermahnung dann folge zu leisten,
ich entlichen überredet wurde vnd meine vorhin außer handen gegebene
Bücher wieder hervorzusuchen gleich begriffen war. Es schickte
es aber Gott der allmächtige (:der mich sonder Zweiffel zu der Pro-"ession
der music von mutterleibe an abgesondert gehabt:) auch also,
das Ao. 1614 (:weiß nicht, ob vieleicht durch Herr Christoff von
Loos, damals geheimen raths, oder des Cammerraths Wolffersdorfs,
auch Hauptmann zu Weissenfels angeben:) Ich anhero nacher Dresden
zu Auffwartung, bey den damals bevorstehenden Fürstl. Kindttauffen
Herrn Hertzogen Augusti, itzigen Administratoris des Erzstifts Magdeburg,
beschrieben, und nach meinen erfolgten anhero Kunfft vndt abgelegten
Prob, In Ew. Churf. Durchl. Namen das Directorium über
Dero Music, mir alsbald gnädigst angeboten wurde, woraus dann
meine Eltern vnd Anverwandten nebenst mir, den unwandelbaren Willen
Gottes mit meiner Person, augenscheinlich verspüret, vnd hierdurch
meinen vmbschweifenden Gedanken ein Ziel gestellet, ondt ich
veranlaßet worden bin, die mir angetragene ehrliche condition nicht
abzuschlagen, sondern mit vuterthänigster Danksagung anzunehmen, vndt
demselbigen nach meinen besten kräfften vorzustehen, angeboten, Was
nun de Ao. 1615 an (iin welchem Jahr in hiesiger Bestallung ich
persönlich angetreten binn, vndt als lange es Gott und Ew. Churf.
Durchl. gefallen wirdt, mich ferner darinnen erhalten werde:) Vndt
also 35 Jahr lang, bisher, meine zwar geringschätzige, doch nicht sonder
mühe abgelegte verrichtung gewesen sindt, werden Ew. Churf. Durchl.
verhoffentlich sich noch etlicher maßen erinnern können, Vndt mag ich
die (: solche lange Zeit über:) von Gott mir verliehene Wohlthat und
Gnade, so weit wol rühmen, das nebenst meinem Studio Privato undt
auslassung vnterschiedlicher musicalischer Werke, Ew. Churf. Durchl.
bey inzwischen fürgegangenen allerhandt vielen Solennitäten, als Kayserlicher,
Königl. Chur — vndt fürstlichen Zusammenkünfften imb und
außer Landes, insonderheit aber auch deroselbigen Churfürstlichen geliebten
Kindern ausstattungen sambt vndt sonders, nichts minder auch
bey Empfahung Ihrer christlichen Tauffe (: Keines ausgenommen, als
die itzige frau Landgräfin von Darmstadt, vndt Herrn Hertogen Jo-