II. Städteordnung. 101
Stunde werden wenigstens zwei freie Tage vorher in
der Gemeinde bekannt gemacht.
#J 62. Der Bürgermeister hat nach näherer Bestimmung
der Gesetze folgende Geschäfte zu besorgen:
I. wenn die Handhabung der Ortspolizei 185) nicht Königlichen
Behörden 136) übertragen ist: 1. die Handhabung
der Ortspolizei; 2. die Verrichtung eines Hilfsbeamten
der gerichtlichen Polizei 137); 3. die Verrichtung eines
Amtsanwaltes 138), vorbehaltlich der Befugniß der Behörde,
in den Fällen 2 und 3 andere Beamte mit diesen
Geschäften zu beauftragen. Dem Bürgermeister am
Sitze eines Gerichts kann die Vertretung der Amtsanwaltschaft
bei dem Gericht auch für die übrigen Gemeinden
des Gerichtsbezirks gegen angemessene Ent-4
die künftige Geschichte der Stadt enthält; der Bericht wird,
falls er, wie jetzt meist geschteht, gedruckt zur Vertheilung
kommt, nicht vorgetragen. * -
Laz)EstftdteAugechederPolizei,dienothigenAnstalten
zur Erhaltung der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und
Ordnung, und zur Abwendung der dem Publikum oder einzelnen
Theilen desselben bevorstehenden Gefahr zu treffen.
136) Die örtliche Polizeiverwaltung wird im Namen des
Königs geführt, und die Ortspolizeibeamten haben die ihnen
von der vorgesetzten Staatsbehörde ertheilten Anweisungen
befolgen; die örtliche Polizeiverwaltung kann von dem
Minister des Innern besonderen Staatsbeamten übertragen
werden; die Kosten der örtlichen Polizetverwaltung sind dann,
so weit sie persönlicher Natur sind, vom Staate zu tragen.
137) In den einen Stadtkreis bildenden und in den grö-Phe#ren
Städten gehört der städtische Polizeidirigent und dessen
Fellvertreter nicht zu den Hilfsbeamten der Staatsanwaltaft.
138) Die Amtsanwalte werden von dem Oberstaatsanwalt
nannte die Kosten der Amtsanwaltschaft fallen dem Staate
ast.