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nächste Ernte etwas helfen. Der Ausfall in der Winterbestellung
wird selbst mit den grössten Anstrengungen durch die Frühjahrsbestellung
kaum auszugleichen sein. Erst die Ernte 1918 könnte
bestenfalls einen Erfolg bringen. Bis dahin ist ein zu weiter Weg,
ein Leidensweg für England, für alle Länder, die auf Nahrungsmitielzufuhr
angewiesen sind. |
Wenn nicht alle Zeichen trügen, wird auf die Weltmissernte
1916 eine Weltmissernte 1917 folgen. In den Vereinigten Staaten
lautet die offizielle Saatenstandsschätzung schlechter denn je, auf
63,4 gegen 78,3 im Vorjahre. Der Ertrag des Winterweizens wird
auf nur 430 Millionen Bushel veranschlagt gegen 492 Millionen
im Vorjahr und 650 Millionen ım Jahre 1915.
Also auch die Perspektive des neuen Erntejahrs ‚st trübe
und verspricht unseren Feinden keine Rettung.
Wie wir unserseits stehen, ist den Herren bekannt: knapp,
aber sicher; denn wir stehen auf den eigenen Füssen. Heute
können wir sagen: Der Hungerkrieg, dieses phantastische \Verbrechen
an der Menschheit, hat sich gegen seinen Urheber gewendet.
Wir halten den Feind mit eisernem Griff. Niemand wird
das Schicksal wenden. Auch nicht dıe Menschheitsapostel jenseits
des grossen Wassers, die den Schutz der kleinen Völker jetzt
dadurch zu betätigen beginnen, dass sie durch Ausfuhrverbote
aie uns benachbarten Neutralen blockieren und so mit der Hungerpeitsche
in den Krieg gegen uns treiben wollen.
Die Feinde spüren die Faust, die ihnen am Nacken sitzt.
Sie suchen die Entscheidung zu erzwingen. England, die Beherrscherin
der Meere, sucht die Entscheidung auf dem Lande,
jagt seine Söhne zu Hunderttausenden in Tod und Verderben.
Ist das noch ein England, das auf seiner Insel gemächlich warten
kann, bis uns der Hunger zwingt, das warten kann, bis der grosse
Bruder jenseits des grossen Wassers mit Schiffen und Millionenheeren
auf dem Plan erscheint und mit alles erdrückender Uebermacht
zum vernichtenden Schlag ausholt? — Nein, meine Herren, unsere
Feinde haben keine Zeit mehr zu warten. Die Zeit arbeitet jetzt
für uns. Gewiss, die Probe, auf die uns die Weltgeschichte stellt,
ist ungeheuer. Was unsere Truppen leisten, was unsere blauen