Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1862. (53)

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ist,  uͤbertragen  werden.  Beide  Stellen  sind  in  der  Regel  nur  als  Nebenaͤmter
nach  Maaßgabe  der  Kabinetsorder  vom  13.  Juli  1839.  (Gesetz-Sammlung
S.  235.)  zu  verleihen.

Die  Ernennung  des  Direktors  und  der  beiden  Mitglieder,  sowie  die  Anstellung
  des  erforderlichen  Hülfspersonals  erfolgt  durch  den  Finanzminister.  Ihre
Vertretung  während  vorübergehender  Verhinderung  kann  durch  das  Präsidium
der  Regierung  zu  Cöln  angeordnet  werden.

g.  3.

Die  Depositenkasse  verwaltet  die  bei  ihr  hinterlegten  Gelder  fuͤr  Rechnung
  des  Fiskus.  Die  Staatskasse  haftet  den  zum  Empfange  der  Gelder  Berechtigten
  fuͤr  Kapital  und  Zinsen  nach  Maaßgabe  der  allgemeinen  und  der  in
diesem  Gesetze  enthaltenen  besonderen  Vorschriften.

g.  4.

Die  bei  der  Depositenkasse  eingehenden  Gelder,  fuͤr  welche  keine  anderweitige
  Verwendung  angemessen  befunden  wird,  sind  bei  der  Preußischen  Bank
zu  belegen,  welche  in  Gemaͤßheit  des  Vorbehalts  im  F.  26.  der  Bank-Ordnung
vom  5.  Oktober  1846.  (Gesetz-Sammlung  S.  442.)  zur  Annahme  und  Verzinsung
  dieser  Gelder  nach  den  Vorschriften  der  Allerhöchsten  Kabinetsorder
vom  11.  April  1839.  sub  Lit.  B.  (Gesetz-Sammlung  S.  161.)  für  verpflichtet
  erklärt  wird.

g.  5.

Die  Hinterlegung  kann  nur  in  solchen  Zahlmitteln  geschehen,  zu  deren
Annahme  Unsere  Kassen  nach  den  allgemeinen  Bestimmungen  verpflichtet  sind.
Waxr  jedoch  bei  einer  freiwilligen  Hinterlegung  (§F.  1.)  der  Schuldner  verpflichtet,
  in  anderem  Metallgelde  oder  Papiergelde  zu  zahlen,  oder  ist  solches  von
einem  Gerichtsvollzieher  gepfändet  und  nach  Worschrift  des  Artikels  590.  der
bürgerlichen  Prozeß-Ordnung  zu  hinterlegen,  so  muß  die  Kasse  zwar  diese  Geldsorten
  annehmen,  hat  sie  aber  nach  dem  derzeitigen  Kurse  in  Preußisches  Kurant
  umzusetzen,  und  ist  nur  für  den  sich  hiernach  ergebenden  Betrag  verhaftet.

K.  6.

Die  Bestimmung  des  Prozentsatzes,  zu  welchem  die  Depositenkasse  die
bei  ihr  eingehenden  Gelder  verzinst,  bleibt  Königlicher  Verordnung  vorbehalten,
durch  welche  auch  der  einmal  beslimmte  Prozentsatz  für  die  Folgezeit  erhöht
oder  herabgesetzt  werden  kann.

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