AUummer 246
M
Saint Etienne“. In der Patronentasche, die
man ihm abnahm, befanden sich 30 belgische,
zum französischen Gewehr passende Patronen,
von denen die noch verpackten die Ausschrift
„Ars 17, 2. 14. . . . . EIIDIIII
trugen. — Ein französisches Gewehr und belgische
dan #assende Patronen! Der Zeitstempel
17. 2. 1914 dürfte auch als Material dazu
kelibeen. 1 Frankreich und Belgien sicher
schon im Februar 1914 einig waren, nur gemeinsam
zu fechten.
500 000 französische Tote
und Verwundete.
Madrid, 15. Okt. Die in Barcelona erscheinende
Zeitung „Dia Grafico“ läßt sich am
29. Sept. von der französischen Grenze berichten,
die Franzosen hätten 150 000 Tote und
350 000 Verwundete. Von Gefangenen wird
nichts verlautbart.
Kämpfe zwischen Iwangorod und
Warschan.
Kopenhagen, 15. Okt. Aus Petersburg
wird über den Umweg über London gemeldet:
Eine große Schlacht findet zwischen Jwangorod
und Warschau statt. Die Deutschen stie.
ßen mit den Russen auf dem linken Wei#hselufer
zusammen. Die Kämpfe haben vor einigen
Tagen begonnen. Augenscheinlich ist das
deutsche Zentrum im Feuer. In den amtlichen
russischen Berichten wird Jawornik als Angriffspunkt
genannt. Daraus geht hervor, daß
die Rusien sich während der Kampfpause in
den letzten Wochen von der Krakauer Gegend
mindestens 35 Kilometer von Przemysl zurückgezogen
haben. In Warschau hört man schwees
Ceschützfeuer.
Das lebte russische Aufgebot.
Gumbinnen, 15. Okt. Bei den russischen
Gefangenen hat man zahlreiche Soldaten gesunden,
die im Alter zwischen 16 und 18 Jahren
stehen und zwangsweise eingezogen wurden. Unter
den Gefangenen befinden sich vielr, die mit
einem gänzlich unzulänglichen Schuhwerk belleidet
sind. Unter den Mänteln tragen sie die seegrasfarbenen
Sommeruniformen aus Leinen.
Die Operationen der Oesterreicher.
Wien, 15. Okt. Amtlich wird gemeldet:
Gestern eroberten unsere Truppen die befestigten
Höhen von Starasol. Auch gegen Skary u.
Sambor gewann unser Angriff Raum. Nördlich
des Strwiez haben wir eine Reihe von Hösitz.
Am San,
—.——. 4
hen bis zur Südostfront von Przemysl in Beflußabwärts
der Feitung, wird
gleichfalls gekämpft. Unsere Verfolgung des
Feindes über die Karpathen hat Wyszkow und
Skole erreicht.
Der russische Rückczug in Galizien.
Wien, 15. Olt. Der Rückzug der Russen
aus Galizien schreitet immer weiter fort. Eine
Veröffentlichung der Regierung fordert die geflüchteten
Ortsbewohner Galiziens und die dorligen
Behörden auf, sich zu melden, da die
Nussen aus mehr als 80 galizischen Ortschaften,
die sie besetzt hatten, vertrieben jind. Etwa
100 Orlschaf! # zind von den Russen sreiwillig
geräumt wor ben.
" Rosenhelmer Anzelgen
Der Kommandant der „Gmden“
F#regaltenbapitäu Karl von zuäller.
Die gefangenen Russen
Oesterreich.
Wien, 15. Olt. Die ue- der in Oesterreich
untergebrachten russischen Kriegegefangenen
hat 48 000 überschritten. Unter den Gefangenen
befinden sich 3500 Offiziere.
Die Serben abermals geschlagen.
Graz, 15. Okt. Nach hier eingegangenen
Meldungen ist eine neuerdings in BVornien eingedrungene
Serbenarmee geschlagen worden.
Der Rest befindet sich in wildester Flucht nach
Serbien zurück.
Serbengreuel.
Sofia, 15. Okt. Wie die Blätter melden,
nehmen die Serbengreuel in Geugyel#, Istip
und Moleschewo ungeheure Auodehnm: ig an.
Im Dorfe Udowo wurde lü rzlich ein Täürke,
in Bedschet-Tschausch zwei Bulgaren, im Dorfe
Sermenin im Bezirke Gemgheli ein: Bulgarin
gekreuzigt. Es herrscht darüber große Aufregung.
Schwere Vorwürfe aus Serbien
gegen die Verbündeten.
Wien, 15. Okt. Die „Südsflawische Korrispondenz“
meldet aus NRisch: Der „Narodni
Listi“ deröffentlicht einen von der Zensur genehmigien
Artikel, in welthem ausgeführt wird:
„Wenn wir die militärische Lage auf dem
Hauptkriegsschauplatze ins Auge fassen, so mussen
wir zu dem Urteil lommen, daß die russische
Offensive gescheitert ist. Rußlund hat sich
mehr zugemniet, als es leisten konnte. Was
die verbündeten französischen Armeen anbelangt,
so sind diese fast vollständig geschlagen.
Die unwiderflehliche Kraft Deutschlands
hat in diesem Momente Velgien schon sozusagen
von der europäischen Landkarte gestrichen.
Das muß uns zu denlen geben. Man könnte
schon jetzt jene Leute feuftellen, die allein dafür
verantworllich jind, daß die Serben das
Schicksal Belgiens teilen werden.
In Italien.
Basel, 15. Okt. Die „Baseler Nachrichten“
melden aus Rom: Das einzige Programm
Zupellis, des neuen Kriegsministers, wird sein,
Italiene Heer so schnell wie möglich bereit zu
machen, damit es jeden Augenblick in den
Krieg eingreifen kann.
Ein Attentat in Bukarest.
Bukarest, 15. Okt. Als die Brüder Burton
mil dem Sohne Geschows im Antomobil
Zur Teilnalme uein dem Leichenzuge für den
Könin ausfuhren, seuerte ein junger Türke,
der von Salonili gelommen und einen vom
20. September in Konstantinonel visierten Paß
besaß, vier Revolverschüsse auf sie ab. Der
eine der Bider erkrielt einen Schuß durch die
Lunge, der andere wurde leicht verletzt. Eine
Kugel durchsarlug (Leichows Hut. Der Täler
wurde verhaftet. Es wird noch berichtet, daß
die Schüsse aus nächster Nähe vom Antotiittbrett
abgegeben wurden.
Wie sie lügen.
Kantinonel 15. Otl. Um zu zeiacu,
mI sehr die Cugländer, Rlssen und Franboaien
# öffentlich: Meinung der ränder täuschen.
gilt „Ildam“ aus dem Turkhestaner
Blatte ., zeda-i= Telend“ vom 20. September
eine Menge falscher Nachrichten wieret z. B.
daß die Russen siegreich gegen Berlin und
Wien vanrücken, die Deutschen iu Velgien vernichtet,
die Franosen auf allen Se.le#n in deutsches
Gebict eingedrungen leien. di# engiiche
Klotte glänzende Siege errungen hatte und die
Muselmanen der ganzen Welt ein:1 außerrdentlichen
Haß gegen Deutschiand hegen „Ildam“
dei - sein Erstaunen über einen solch en
(Grad von Lügenhaftigkeit aus und ipricht seine
Entrüflung darüber aus.
Die Kriegsgeiahr am
chwarzen Meere.
3 ürich, 15. Cn. Der „Corriere della Scra“
berichtei: Die vussische Schwarn Meer-Flotte,
die am Dienstag vor dem Hafen von
Vorna vorüberfuhr, habe in der Richtung auf
Konstantinopel und Burgas einige Schüsse abgegeben.
Das Bukaresier Blatt „Unwersul“
siehl darin den Beginn der Feindseligktiten Rußlands
gegen die Türkei. Der Schiffahrtebestand
ist verstärkt worden und es hat in Sebastopol
ein Admiralitätsrat staltgefunden, an
dem der Marineminister Grigorowittsch, die Admirale
Petror und Manktersli, sowie Vize-Admiral
Russen teilnahmen.
Rußland und Persien.
Konstantinopel, 15. Okt. Das persische
Parlament erklärte die russische Antwort auf
die gewünschte Zurückziehung der kussischen
Truppen aus Nordpersien für ungenügend, und
forderte die Regierung auf, scharfe MahUnahmen
zu trefsen. Im Junern des Lands durchziehen
mohammedanische Priester di. Ortschaften
und predigen den Leiligen Krieg gegen die
russischen Unterdrücker. Die Erregung unter den
unabhängigen persischen Nomad'’ustämmen ist!
allgemein geworden. In den bisherigen Kämpsen
haben die russischen Truppen Niederlagen
erlitten. Die Aufständischen sind im Vormarsch
auf russisches Gebict.
Die japanischen Strauchd:ebe.
Kepenhagen, 15. Oft. Die Londoner
„Timce“ erfahren aus Peking: E'ne iaparuche
Avantgarde, bestehend aus z####i Kompagien
Infanterie, hat Tsinanju, die Endlezien
der Schantungbahn, besetzt. Die: ganze
Samstag, 12. Oktober 1914
dort versammelte 5. chinesische Dloision, 10 000
Mann slark, blieb auf Beobachtungsposten. Es
lind bereits Zwischenfälle vorgekommen, buch
wurde kein offener Widerstand geienk:. Ein
japanischer Bahnbeamtenstab ist Jucchfalle in
Timanfu angekommen, um die Staiion zu übernehmen,
ähnlich wie die Bahnstreken im Süden
der Mandschurei.
China gegen Japan.
Frankfurt, 15. Okt. Der „Fraulfurter
Zeitung“" wird aus London gemeldet: Die diplomatischen
Beziehungen zwischen Tokio und
Peking sind nach dem „Daily Tuegraph“
gespannt. Ferner wird dem russischen Vlatte
„Rußkoje Slowo“ aus Tokio gao#neldet: In
China ist ein vollständiger Umschwung zugunsten
Deutschlands eingetreten. Die deutschen
Siegesmeldungen werden von der einheimischen
Presse gefeiert, und die Erfolge in Tsingtau,
sowie des Kreuzers „Emden“ mit Jubel ausgenommen.
Portugiesisch-Kongo.
Lissabon, 15. Okt. Der Gouverneur von
Angelo hat für Portugiesisch-Kongo das Kiiegsrecht
erklärt.
Weligeschichtliche Dokumenke.
Berlin, 15. Okt.
Die „Nordd. Allg. Ztg.“ veröffentlicht amtliche
Allenstücke zur Vorgeschichte des Krieges
und leitet ein:
Angesichts der bei unseren Geqnern hervortretenrer
Bestrebungen, der deutschen „Mil'-tärpartei“
und dem deulschen Mililariemu- die
Schuld an dem gegenwärtigen Krieae zuzuschieben,
veröffentlichen wir nachstehend eme Reihe
von Berichten der deutschen diplomallichen Vertreter
im Auslande, die die volituchen und
militärpotitischen Bejiehungen der Enienlemächte
vor dem Kriegsausbruch zum #wegenstcnd
haben. Von der Bezeichnung der derichtenden
Stellen und des genauere# Dalums
ist aus naheliegenden Gründen laejett. worden.
Die Schriftstücke sprechen (ur sich selbst.
Imm: c kngckwerdend-cVII-Univevale
WkiccsdckfkashskiischcnDER-Janus ge-...q1Einlandwocnlndcn
Das erste ist datiert aus dem Mätz 1513.
Darin heißt es: „Schon in den ersten Ploen
des Marolsolonfliltes hat belanntlich England
an Frankreich Zusagen militärischer Natur gemacht,
die sich inzwischen zu konlreten Vereinbarungen
der beiderseitigen Generalitäle verdichtelen.
Bezugli ch der Abmachungen mege
Koperalion zur See erfahre ich von gewohnlich
gut unterrichleter Stelle l# endes: Die
engusche Flotte übernimmt den Schuß der Nord -
Iscvcsshnalsunddos Allantiichen OFans,
um Frankreich die Möglidskeit u peben, seine
Seestreitkräste im wesllichen Bafün des Mitteliändischen
Meeres zu lonzentrierern. wobei
liin als Stützpunli für die Flotte Malta zur
Verfüguna gestellt wird. Die Details beziehen
sich aus die Verwendung der französüchen Torpedossotiilen
und Unterseeboote im Kanal und
des engqlischen Mittelmeergeschwaders. das bri
Ausbruch des Krieges dem französ sischen Admiral
unterstellt wird.
Inzwischen hat die Hallung der englischen
Regierung während der marollanischen Krilfis
im Jahre 1911, in der sie sich als ebens! kritilleies
wie gefügiges Werlieug der iranzösischen
Politik ermiesen hat und durch die Lord Gertgesche
Rede den französischen Chauviniemus
neuen Hoffnungen ermutigte, der franwösischen
Gundula.
Roman von A. von Trystedt.
Sie sann und grübelte und lonnte zu
keinem Ende kommen. Wenn das, was sie
vermutete, sich bewahrheiten sollte, durfte die
Verlobungefeier nicht si#atliinden, oder der Name
icke war für alle Zeit kompromirtiert.
Wie aber sollte e verhindern, mas Eugenie
mit ar allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln
eir
20)
8 Gundulas selbstlosen Sinn konnte die
Stiefmutter sich nicht hineindenten, sie hielt
dieselbe im Gcgenteil für neidiich und himterlistig
und würde ichon aus diesem Grunde niemals
die Ratschlage ihrer Slieftochter befolgt
habden. Sich an den Vater zu wenden, würde
absolut keinen Zweck gehabt haben: denn er
besaß elnen Einfluß auf die Entschliesungen
seiner Frau
2 aber sollte sie, Gundula, dastehen,
wenn sich ihr Verdacht nicht bestätigte? Handschristen
können einander ähnlich sein.
Nein, nein, sie durfte nichts unternehmen,
mußte ihren Argwohn für sich behalten, um
nicht von vornherein für Gmißgünstig, für einen
Störenfrled gehalten zu wm
Inzwischen sagte Gugoale" au ihrer Tochter:
„Hast du gesehen? Der Neid funkelte ihr
nur so aus den Augen; sie wird alles daransetzen,
um die Verlobung zu hintertreiben. Du
nolltest vorsichtiger sein, Vera;: diese scheinheiligen
Geschöpfe vermögen viel. Wenn sie es
darauf anlegt, den Baron für sich zu gewinnen,
gelingt ihr ꝰ uschla möglicherweise, besonders,
du sortfährst, ebenso unliebenswurdia
e Anatole zu sein, wie du es in Paris
t.“
„Wenn Chatelaine mehr Gefallen an Gundula
als an mir findet, so mag er sie heiraten,“
meinte Vera mit gröstter Seeleuruhe, „ich
weine ihm keine Träne nach und rühre nicht
den kleinen Finger, um ihn zu sesseln. Darüber
aber, daß Gundula hier ein intrigantes
Zwischenspiel treiben, Anatole für sich zu gewinnen
zrachten lönnte, darist du beruhigt sein.
Kleinlich und schlecht ist das Mädel nicht.“
„In, aber warum sucht sie die Verlobung
zu hintertreiben? Wie erklärst du dir das?“
Vera zuckte die Ac#btseln. „Pedanterie, übertriebene
Vorsicht. Laß sie 1“
„Sei nur nicht zu vertrauensselig, Verachen.
In der Liebe hört der Edelmut auf. Vielleicht
hat Gundula deinen Verlobten bereits
früher auf ihren Reisen kennen gelernt und er
gen sin worubergehend um ihre Gunst bemüht.
e dabei: gönnt ihn dir nicht, sie
III etieriuchttg auf
„Da magst du anelleIicht recht haben, Mama,“
meinte Vera nachdenklich. „Auffällig war ihr
Benehmen jedenfalls; sie schien Anatoles Handschrift
zu tennen. Nun, sie soll mich nicht umlann
gewarnt haben, ich werde meine Augen
offen
* gefäunt du mir schon besser. Und
nun schreibe Anatole, daß du seinen Wunsch
gern erfüllst, und daß die zur Verlobung geladenen
Gäste versammelt sein werden bei
seiner Ankunft.“
„Gut, Mama, ihr mögt euren Willen haben.
Ich süge mich aber gegen meine Ueberzeugung.
Es ist eine Stimme in mir, die mich vor dleser
übereilten Veier warnt.“
„Was sind das lür törichte Bedenken! Wie
kannst du von Uebereilung sprechen, wo du
Anatole seit Monaten jenust und Papa auf
seinem Schlosse persöntm mschau gehalten hat!“
ewiß, es wär: jan auch zwecklos, die
Sache hinauszuziehen. So wollen wir nur
das Festprogramm eniwersen.“
Die näc
dahin. Die Ei
hjten Tace schwanden wiec Stunden
Mlabunsr. barten wurdengeschrieben,
das nötige Aushilispersonal gemietet, die verschiedensten
Austräg an Konditorei, Stadtlüche
und andere Lieser#nten erteilt. Es soilte ein
Fest werden. von dem man noch Jahr und
Tog sprach.
Eicke war von einer nahezu fürstlichen F Frei-
giebigkeit. Er hatte nur für diese eine Tochter
zu sorgen. Da durfte keine Summe zu hoch
sein. Gundula bela ihr eigenes, großes Ver
mögen, und wer weiß, ob sie je heiratete. Es
mußte schon ein sebe suannnd durchgeisligter
Mann sein, der sich für die sanste, stille und
scharf beobachtende Gundel Interessierte. Für
all die oberflächlichen, witzigen, hopermodernen
jungen Leute, welche hier verkehrten, kam ihre
lüße Schönheit und zarte Mädchenhaftigkeit gar
nicht in Betracht.
Ehe man sich dessen versah, war der bedeutungsvolle
Abend herangekommen. Das
Tbermomeeter stand tief unter Null, starker Frost
war eingetreten.
In er Villa Eicke hatte man zu elnem
Fruh ingsfest. eingeladen und dementsprechend
alle Räume dekorier
Deiichegplanee und Sträuße schmückten
die Tasel, und wo in der Flucht der sestlich
erleuchteten Räume ein Plätzchen am Boden
frei war, hatte man Kästen mit Frahlinge,
blumen in der Weise ausgestellt, daß sie wie
Gartenbeete wirkten. Ein wonniger Lenzes-
hauch durchzog alle Naumee. 6½ lag wie bräutliches
Leebeoglüc in der
Gundula wäre der qunl woleen Feier, die
mit ihrer Trauer so schlecht harmonierte. gar
zu gern ferngeblleben. Aber wenn sie untalig
in ihrem Zimmer blieb. nahm das Huteil! seinen
Lauf. Das sollie und durfte nicht seir
Sie wußte auch, daß Onkel 9 es nur
von ganzer Seele Kebilligt haben würde, wenn
sie sich zwanglos den Freuden ihrer Jugend
hingegeben hätte. Was hatte auch die harmlose
Fröhlichkeit einiger Stunden mit der tiefen
Trauer zu schaffen, die sie um den Heimgegangenen
fühlte! Noch Jahr und Tag würde
ie ihn beweinen, den Creund und Beschüger
hrer Jugend, siets in Liebe und Dantkbarteit
einer gedenken. Das aber war ihre eigenste
Herzenssache. Es kam ihr nicht in den Sinn,
bre Trauer olfen zu geipen,. oder vielleicht gar
gemand damit lästig zu sall
ie hatte ein weißes Seldentleid angelegt,
die Tunika war reich mit Silberstickerei verziert.
Ein weißes Band, dessen Rosetten durch
srische Maiblumen Febildet wurden, wand sich
durch ihr blondes Haa
re angen glühten, und die blauen
u strahlten das Feuer der ersten Jugend
s Eicke, welcher gleichfalls sehr zeiti
die 2 betrat, rer enosten Tochte nc.
sichtig wurde, konnte er einen Ausruf der Bewunderung
nicht unterdrücken.
Gundula errötete vor Freude noch tiefer.
„Also gefsalle ich dir, liebster, bester Papal
Oy, dae macht mich glücklich!“
d wie ein Rausch überkam es sie. Sie
Dofite, daß ihr Verdacht sich muchtbesitigen werde, 1