Uummer 16
Brest Litowel bleibt
. Verhandlungsort.
[TB Brest-Litowsk, 10. Jan. In der
heute vormittag abgehaltenen Sitzung erklärte
sich die russische Delegat on bere t, die Fri.densverhandlungen
in Vrest-Liomek sortzusehzen.
Ferner stel.te sie fest, daß die vom Wolfsschen
elegraphenbureau verössentlichte Darstellung
über den Verlauf der Sitzung vom 23.Dezimber
1917 demtatsächlichen Hergangent-=spricht.
Die von der rufsischen Telegraphenagentur
verbreitete Nachricht über den Verlauf
dieser Sitzung wurde russischerseits als un
richtig bezeichnet.
Na allo! Man seeht, die Herren Rassen! lönnen
auch anders. G# kommr nur anf den Ton
an, mit dem man ihnen ihre S S. tuation egreiflich
macht. Daß unfere Delegation nunmehr diesen
richtigen Ton getrofsen hat, geht aus dem vorstehenden
Bericht über di: Volisitzung in Brest-Litowsk
hervor. Mit be#nderer Entchtedenheir
haben sich v. Küählmann und Gras Ceernin gegen
jede Verlegung des Verhandlungsortes ausgeprochen.
Sie haben dabei brtont, daß das, was
nach dem Aueblelben der Antwort der Enteme
ewischen den Mittelmächten und Ruhzland ur
Vehhondt. ng kommi, nut auf den Abschlun en:s
Sonderfriedens abzielen lann. Erfrischend
waren namentlich die Worte. mit dinen sch (e-
neral Ho fmann gegen die Verleumdungen und s
Revolutionierungsversuche unseres Heetes durch
die Russen deuandt hat.
Der Erfol) deie: ent * denen T
auch nich: ausgell ehen. De Russen erklärten sih
bereit, die Verhar ndlungen in Brest-Lilvwok
forteusetzen. Se haden #ih also m.1 dem Gedanken
des elschlasses eines Sonderfriedens
abgefunden. Dies DTit ache il ußerst ucchtig.
Ferner haben s'e seitstellen müĩsn, daz die vom
Wolffschen Telegraphen Bureau veköffenllichte
Darstellunt üler den Verlauf der Shung vom
28. Deember dem tatjächlichen Hergang entspricht
und daß die von der russischen Telegraphen
Agentur verbct.te Nachrich: über den
Verlauf dieser Sitzung unrichtg ist.
Damtt it enn: erfreuliche Klarunz ge chhaften.
Man kann nunmehr ho fen, daß das schwierige.
Werk in Prest-Lilowek 2u einem guten Ende
gebracht wird.
Der
über
*
ungarcssche Ministerpräsident
die Friedensderhandlungen
mit Rußland.
* Budapen, 19. 1. Ministerpräsident Dr.
Wekerle htsch acch gegenpober einem Verl.=ner
Vertreter des „A'’ Est“ über die Friedensverbandlungen
in Brest-Lilomet ausgeiprochen.
Er sagte, daß nach seiner Meinung die Verhandlungen
enn 1 günstigen Virleu, nuhm: würden.
Auf beiden Seiren herrschebe esendere Geneiathert,
den wrrtschaftlichen Tel ves Prälim'narfrirdens
unter Dich # bringen. Der Handelsverkehr
mit Rusl land sei schon in Tluß gelom
men. wel der Handel als sicher amnehme. daß
der Frieden eobeschlo werden müss. Was
die Ukraine btreifge. so hältin die *l einer
bieher gro#### Ent egenkommemn und Nacgiebg
keit bewieien: sie hätten ein großes Imerr 9
daran, in wirt' chflliche B ßez ehungen mit Mitteleuropa
#u treten. Für uns kann es nur erfreulich
sein, wenn auch die selbflndige Ulraine und
die Hand reicht.
Antwort des
Reichslanler
—
nlichen
i- die Kriegoziel.
- Llond Georgs.
10. 1. Wie in parl mentarischen
—t der rm
—
⁊
5
**Berlin,
Kreisen verlautet,
— ....
Spruchweispelt.
liecbe schmiärmt auf alles Wege#
Treue wodn fur sch allein;
Uede Kommt euch rasch ca##r#eu.
Rusgeucht unn Treuc fein.
die Kniae von Salur.
8) Naman
aus dem Lande der „Irredenta“ von Luls Gumpeler.
So sprachen sie noch mancherlei, bis sie sich
zur Talfahrt rüsteten. Es war Abend geworden.
König Laurins Rosengarten erglühte — ein
neues Wunder für Balmer. Er konnte seynicht
trennen von dem herrlichen Bilde. Lange stand
er wie gebannt, slaunend, still, der Erde entrückt.
Dann war die Elut erloschen #A#ie von
Geisterhand binwengeralft: bleih und falt
ragte die Felsenmauer in die Lifte, wie ##e#
Grabstein eines Riesen.
Es war schon nachts,c als sie wieder r##ler der
Auine vorbeifuhren. Sie war ron silbernem
Mondlickt überflutet und leuchtec hernieder mie
ein Zauberschlo aus längst vergangenen Tagen.
„Ich fahre morgen hinauf nach Salurn“
sgt- Balmer, „die Ruine da oben, d# hat es
nun einmal angelan; ich muß sie besichtigen.“
„Tue das“, erwiderte Werner, „ich bedaure
herzlich, daß mich der Dienst verhindert, dich gu
begleiten. Du wirst dort sccher cine genuhreiche
Stunde erleben.“
althit denn
Rosenhelm̃er Anzelger
lanzler in den nächsten Tagen, wahrschel#i
am kommenden Montag, im Hauptausschuß de
Reichstags zu erscheinen, um in einer Ereben
Rede auf die Kriegszielreden Llond Gcorges
und Wilsons zu antworten.
Vie Mindestbedin gungen
Frankreichs.
5 Zürich, 10. 1. Der „Zürcher Tagesanzeiger"
meldet aus Paris: Nach einem Bericht
des „Journal des Debats“ und des „Flgaro“
cerwarlet man in der Kammer eine E ** ärung
Clemenceaus über die Mindestbedingungen
Frankreichs für einen Frieden.
Die Kriegslage.
WTB. Wien, 10. 1., mtags. Amtlich urrd
gemeldet.
. Oestllcher Kriegsschauplatz
Wassenstillstand.
Itallenischer Kriegsschauplatz.
Wesilich Asiago wurde enn seindlicher Angrif
abgewiesen.
Der Chef des Generalstabs.
Der Krieg im Elsaß.
asel. 10. 1. Der gew altige Artiller##
lampf in der Nacht von Monlag uf Dienstag
spielte sich ror Altkirch auf den Rändern
des Largtales ab. Geschüge ailer Kaliber müssen
in Tätigleit gewesen se'n. VNon den höher
Lelegenen Punkten Baselz aus sah man deutlich
den Wiederschein des Mündungsseuers. Mit
der Kanonade waren Infantericartsonen verhunden.
Während de: dichten Schneegestöbers,
ds
längere Keampfpause ein.
der Krieg zur See.
Englische „Hospitalschisse“.
* London, 10. 1. Neuter meldet amtlich:
Das englische Horpitalschiff, „Newa“ ist torpediert
worden. Es sank am 4. Januar Legen
Mitternacht im ristollanal auf dem Heimwege
von Gibraltar. Alle Bermwundeten wurden auf
Patrouillenschiffe gerettet. Die Verluste betrugen
3 Mann- „der Bejatzung. 3 Lastlarren
werden vermißt. O.# Schiss fahr mit Akzeichen.
Es besand sich sic in dem sogenannten Sperrgel
iet, use die in der Erllärung der deutschen
Regierung vom 29. Januar 1917 festgele at iĩt.
(Noti: Da die U-Boote, die h erfür in
Frage kommen lönnten, zur Zeit roch auf See;
sind, können sich die Ziständigen Stellen, wie wir
hier#n erfahren, noch nicht abschließend äußern,
Es wird von unterrichte seern Stelle aber für ausgeichloisen
gehalten, daß das Schiff durch ein
Untersec topediert wurda. Demnach lann
aufzunehmen.
gehabt, im. italienischen Heere die Spreu vom
Weizen zu scheiden, sodaß die jetz'ge italienische
Armee in ihrer Kampfkralt und Kampffreudigleit
völlig ungebrochen sei. (Auch ein: Logik.)
——n-r über nh elt, trat weder ein:
nendig gehalienen S
nur die Versentung durch Minen in Frage
lommen
*Gens. 10. 1. Nach Nachrichten aus Madri?
lehrten 4 spanische Marineoffitcre nach Spanien
rück, weil cuf den ihrer Mnfsicht anen
srellien Hosp talschifen der Entente Truppe
ein Jgeschifft worden waren, die angeb: ich
Fieker litten, tatsächlich aber gan ges sund wadie
Kämpfe ia Jiallen.
Eine ita lienische Offensives
—*Lugano, 10. 1. Zu einem englischen
vr egeberiAterstatter sagie Gen#al DaWähbtutns
Steinbrücke, d
gegen das Dorf r dahinschritt. in einem lichten,
rohseidenen Anzug, mit einem weißen, feinen
Panamahut auf dem Kopse, das Gesicht won
der Sonne etwas gedräunt, war er wrllich erne
* Ersckeinung. Die wenigen Wochen
im
rend des Winters werden i ch die Italienerhin= er
ihren Widerftandel'isen nen bilorn. um im geeigneten
Augenbli# die ffenkive wieder
TCl. ·
Mtt dem Frühzug lam Balmer in Salurn
Wie er so auf det Straße und über die
ie über die Ctich führt,
Süden haiten dem bleichen Stadtmenschen
eine ii ftige, gesunde Haltung gegeben. Gar
oft blickte er zur Ruine hinauf. Ringsum in
den We. nzärten war alles in vollster Blüte. (Am
Dorfbrunnen scheuerten Weiber die lupfernen
Kessel und blickten verwundert auf, als er vorbeiging.
Denn „ein fremder Herr“, das war
elwas nicht Alltägliches in diesem entlegenen
Erdwinkel.
Auf der St#e, in der Richlung zur Ruine,
schritt er dahin, bo.) dann links in einen lleinen
Seitenweg ein, welcher beiderselts von hohen
Mauern umst, lossen war. Dann kam er 31 enem
sfreien Platz mit zrrei prächtigen Lindenbäumen
und schließlich an der Friedhofsmauer vorbei,
zu einem mit einem Eirengitter um-äunten Garten
voll der pisbhene Blumen. In dem Gar.
ten sland ein schönes Haus von eigentümlicher
nart. „Villa Hohenfels“ las Balmer auf
dem Schle an der Gartentür.
Er blieb außhorchend stehrn; die Töne ein:o
Terzetts: Klavier, Bioline und Celso klangen
deutlich durch ein geöffnetes Fenster der
Villa zu ihm herüber.
Die Achei ln Melikrieg.
Ddie Marseillaise in der heiligen
Grotte zu Bethlehem.
J der „Rleen.-Wellf. Zt.“ mid en: Mille
lung der Prrife: In orm at on fest jenageli,
die, menn sie #lräse, einen geradezu skandalösen
Ueb: rarisf darstellen würde. Es Leißt in
dem Tericht: In der frau ösischen Welt zu 1 Rom
herrsch! große Freude darüber, daß es dem Kommissar
der Republik für Jer usalem, George Picot
gelungen ist, sich am hejligen Grabe offirell
vom lateinischen Klerus emnfangen. zu
lassen. Dadurch werd die niemals unkerbochene
Uelerleserun) des franös. Proteltorates über
die helligen Slätten bestäligt. Zu Ehren unseres
Kommissars wurde am # Grade nicht nur
das „Te Deum“, sondern auch das „Domine,
salvam sac Repullicam“ gesungen; die Fran-Ffokaner.
die die Aufsicht über die Ordensprourn#
im be.ligen Lande ausüben, empsingen ihm
mit großen Ehren, und bei seinem Eintritte in die
leilige Groile 31 Bethlelhkem spielten die Orgeln
die Marsfeillaise.
Politische Runoschau.
RNeuc Reichssteuervorlagen.
** Verln. 10. 1. Das Reichsschatzamt u##rd
sich in diesen Tazen üler die Frage cchlüssig
machen, oh dem Neschtla schon in den nächsten
Monalen neue Steuervorlagen 311 unterbreiten
seien. Die Auffassung, daß es sich
empfehle, das Cude des Krieges abk#'#warten
unv alidann, wmenn sch der Geld und## ahme-1.2
darf der Reiches überie ben lätt, die süc not-Slenervorlagen
auf eimnal
bringen, besteht noch, hat aber zur Voraussetzuna,
daß der Krie nicht meh: lange dauert,
sondern daß mit seinem Abick luh in e nigen Mo.
naten 3 rechnen ist. Das ist aber gegenwärtig
nicht der Fill. Unter diesen Umständen enttteh:
die Frage, o#3 nicht geraten sen gnig- Steuerrorlagen
vorwea »u nehmen. Zinsen der
srũheren Kriegsanleihtn send bu neue Steuern
aufgekracht vorden, und e: isi an##nihmen, daß
man daran sesthalten wierd, ob roy#l es nicht an
Vertretern der entgegengesetzten Ansicht fehlt.
Bleib#t#e# bei der b.öherigen Gepslogenheit, so
8 schon in den nächsten Monaten ein genene
Steuervorlagen zu erwarten. Ueber ihre
Teschaffenlert lästt sich vorderhand noch nicht;
sagen-JInnnerionoströmung
in Oesterreich.
** Wien, 10. 1. Nach dem Musler der Deutschen
Vaterlandspartei macht sich jetzt auch in
Oesterreich Ungarn, besondeks in Wien, eine
Strömung geltend, die si gegen den sog.
Verrichtfriirden ischtet und für einen
Frieben mit Annczionen eintritt. Im Einvernehmen
mit dein Deutschen Vollsrat für Wien
und Nieder-Oesterreich veranstallete geltern
und vergestern der Reichsverein der Deutschen
Arbeiterpartei durch Abhallung von Versammlungen
und durch ene Unterschristensammlung
Kundgelungen füreinen ssogenannten „ehrenvellen
Frieden“. Im Sinne der Ausführungen
der Redner, des Ab#corducten Wcckel, und der
Herrenhauemitrliedes Dr. Pattai, wurde eine
Enlichtt ehung angenommen, der’usolge dem
Minister des Aeußern, Grafen Ciernin eine
Kundeetuns übermittelt wird.
Ab. grob artig! In diesem Neste bätte ich
solche Musit nicht erwarlet! Das D. dur- Trio
von Veethoven!“
Harald hörte andächtig zu und wantete, bis
der letzte Ton verhaillt war. Dann entfernte er
sich langsam.
Am äußersten Ende des Gartens befand sich
ein ganz aus Quadern gebautes Haus, mit der
Villa durch einen langen Laubengang vebunden.
Harald schritt vorüber, wandte sich um d
Dort Hörte er das Rauschen des Woslerfalles
4 welchem er nun hinanstie J. Ein kühler, feuchter
Wind trieb ihm Wassfertropsen entgegen.
Nun stand er auf der Höhe eines Hügels, blict
hinab in den leefen Kessel, den der Wasserfall
nusgechöhlt hau#, und die brgwand empor,
ükeNr die das Wosser in einer Höhe von etwa
30 Metern in mächtigem Sturz herunterbrauste.
Im Sonnenlicht sunkelte der Wasserstaub und
zulerle einen wunderschönen Regenbogen her.
ror, der sich von der Bergwand über eine alt:
Brücke gegen das Dorf hin spanmle.
An der sieilen Felswand, gan; in der Nähe
des Wasserfalls, war en altes Häust##n, hab,
zerfallen, anaebaut an die Felsen, wache die
Rückwand blldeten.
Lange sland Harald hier, weidete sich an dem
romantischen Aussehen der Ruine, an dem herrn
Ausblick über bas Dorf und das' Etschtal
brnaufbis zu den Borncr. und Meraner Beren.
Dann schnitt er abwöäts der Krrche zu (Dort an -
helangt, trat er zu einem Herrtn:
„GrüfGott, Herr von Lander!“
*
Der letzte Rachug habe das gule v
Sämskuas, T3. Janlldr 1018
Baverischer Landtag.
Nachmittagssitzung.
* münchen. 9. Janar.
In der fortgesetzten Beratung des Haushal
tes des Finanzministeriums befürwortete Abg.
Endref-Wür-burg (Soz) eimen Antrag seiner
Partei betr. Aenderung der Vekanntmachung
vom 17. Dezember über die Gewährung von
Teucrungs#lagen. Abg. Be4h (Fr. Vag) er
tlärte. daß seine Parteifreunde nricht dagegen
seien, wenn die Staatsregierung eine Teuerungs-=3Klage
nach dem Vorbllde Preusten: gewähren
wolle. Abg. Gandorfer (Bb#.# brachte Klagen
vor wegen der ungere4ten Erhebung don Kriegssteuern
und bezeichnete auch die Einkommensteuern
der Landuirte verschiedentlich ale zu
hoch. Nachdem noch kurz Mimisterialcat Weber
die Art der Bemessung der Teuerungszulage
an die Forstarheiter erläutert hatte, wurde
der Etat bewilligt. Die Amträge wurden,
soweit sie bereito dem Ausschusse rorgelegen
hatten, im Sinne der Aueschußbeschlüsse erle
digt. Der- vom Abg. Endres vertretene Antrag
wurde auf Grund der Erllärungen der Renierung
für erledigt erklärt. Die nen eingebrach
ten sozialdemokratischen Anträge be r. Erhöhnn:
der Bezüge der Gelegenheitsarbeiter und die
Gewährung von sortlausenden Teuerungszu
lagen au die Pensionisten und deren Hinter
lliebene wurden einstimmig angenommen.
München, 10. Januar.
Die Aenderung des Zwangsabkretungsgesetzes.
Die Abgcordnetenkammer bestä tilt# sich am
Donnerstag mit der Veratung 2 Entwurfeenes
Gesetzes ũber Abänder. u# des Swin:s
al#retungsgesetzes vom Jahre 1837, durch de
die Zwangsabtretung ausgedehnt werden kann
auf Erschliebung von Baugelände zur Verbes
serung der Wohnungsverllinisse der minder
bemittelten Bevölkerung und zur Vereitstellung
von Grundbesitz zur Ansiedclung von Kriegsbeschãdigten,
soweit ein erhebliches, auf andere
Wesse nicht 31 befriedigende; Bedürfsnic besteht.
Aba. Kroher (J. erklärte namens seiner p
litischen Freunde die Zikä#mmun?m # dem
Ento#rurs, ebenso der ltberale Abgeordurte Erbelding,
der allerdings gegen einzlne Vestimmungen
des Entwurfes erhebliche Veden.
len äubeerle. Letzterer verlangte ron der N
gierung cin Sondergesetz, um die Bereitstellung
von Industriegelände für die Stadt Ludwigshafen
1 sichern. /
Ab#K. Säckler (S.) begründete einen Abänderungsantrag,
der u. a- auch die Erwerbun!)
von Grundbesitz durch den Staat oder die Ge
meinden Zum Zwecke der Anlage neuer oder der
Auedehnung beslehender Indalerienm nernehmun
gen verlangt. Sein Parteifreund Aba. Körner
erblickte in der Vorlage nur einen Nolbeh= li.
Er besprach in seinen weiteren Ausführungen
den Grundstücks##ucher in Ludwigshafen, der
es der Vadischen Anilin= und Sodafabrik di
relt unmöglich mache, ihren Betrieb zu erwei
tern. -
VetMmIsterdesTInIctnInvoLskettketch
empfahl die Annah me de: Entwurfes nach den
Beschlüssen de: Auslchusiez und verscherte, diß
sich die Regierung der schlimmen Lag: auf den
Wobnungemarkte beruht sei und ein: Reih:
Maßrnahmen hensichtlich der Beschaif n## 5%
Gaumaterial und Ardeitskräften ber eits ein
Peleltet seien. We ter erllärte er, daß der Cuzmuf
eined Wauplayumlagengesetzes Bearb##tung
sei, und bat, die so- hialbemokratischen
Abänderungsanträge ab mlehnen. Der Entwur'
eines neuen Enteimungsgesetzes werde in urcht
11 serner Zelt dem Landtage vorgilegt werden.
„Ah, da sonn ber! Der Herr FSofessor Wa:
macken denn Sie hier in Salurn? 1
Die interessante Ruine da drobin möckte ih
Wn Wle lommt man denn am besten 7
hi
v. Lander be##r#leiteke ihn durs Dorf b.s zum
steilen Ziczedec: und münschte ihm oiel Ver
anügen, als er ihn dort verließ. Balmer erstie)
die Treppen, die an einer Wasserrunse vorte.
führten, zur Verb ndungsmauer des unteren und
oberen Teiles der Ruinc. Dort trat er durch
ein zerfollene: Tor, wandt: sich dann nach rechts.
deln schmalen Steiglein solgend, bls z# einem
Trett. welctez eine Art Brücke über den Graben
l ldete. Einige steile Stufen führten ihn bKreinem
offenstehenden Pförtchen, durch das er in den
einstigen Burghof gelangte.
Lange verweilte er, an die Mauer gelehnt, im
Betrachten des Bildes heiligen, wundersamen
Friedens.
Sckutt und Trümmer bedeten zum Teil den
Buroh’: Mauerüberreie, die er zhlen konnten
von sturmumtöbter, blitzumuckter Vergangenlet,
mit Luunb und Mooz bedeckt. Haselnußstaus
den, wide Ro.en wucherten da in Menge, Eein
lellbraren Himmel und strehlender Sonn: nschein
lochten auf se hernieder. Eseu ranlte sich h-nauf
b-s an den Nand des Burgfried; hoch oben auf
einer Maner halt: ein Fe gigenbum rz; l ge-h
faht und seine Wur#eln umschlangen wie Fangarme
nach allen Seiten hin die Reste vergan.
Len Zeten 6
—— —
ses gerirektione
gegen al
zdunllen
Mienen
werden.