des Brotes in Frage kommen, ergeben sich aus der Zusammenstellung
des vorhergehenden Abschnitts. An
erster Stelle standen in Friedenszeit Fleisch, Kartoffeln,
Gemuͤse, auch Reis und Huͤlsenfruͤchte. Im Kriege wird
daran gedacht werden müssen, Käse, Fische, Zucker heranzuziehen
und Gemüse in größerem Maße als bisher.
Der Anteil, den das Brot an der Ernährung
des ein zelnen Menschen hat und haben muß,
richtek sich sowohl nach der Tatigkeit wie auch nach
dem Grade der Wohlhabenheilt. Männer, die mit
ihrer Arbeit sehr früh am Tage beginnen, werden
das Brot zum Frühstück vor dem Mittagessen nicht
entbehren können. Mit ihrer Ernährung bis zu einem
gewissen Maße auf das Brot angewiesen sind diejenigen,
die einen großen Teil des Tages an ihrer
Arbeitsstatte festgehalten werden und ihre Nahrung
bei sich tragen müssen, z. B. Feld und Bergarbetter-Im
ärmeren Haushalte spielt Brot innerhalb der gesamten
Ernährung eine größere Rolle als im wohl,
habenden. Das Brot ist im Vergleich zu seinem hohen
Nährwert ein verhaltuismäßig billiges Nahrungsmirtel.
Der Wohlhabendere ist in der Lage, das Brot durch
andere Nahrungsmittel aller Are: Fleisch, Gemuse.
Eier und auch urusnahrungemietel zu ersetzen. Im
Kriege erwächst ihm die Pflicht, das zu kun, auch untet
Aufwendung größerer Geldmietel. Denn die Ernährung
lim Kriege fordert von jsedem einzelnen nicht eine sparsame
Haushaltung im Sinne der Geldersparnis, sondern
eine Sparsamkeit gegenüber dem Nahrungsmittelvorraf
des Volkes.
Ein verschwenderischer Verbrauch von Brok, Mehl
und feinem Gebäck, wie wir ihn in den ersten Kriegsmonaten
allgemein erlebt haben, ist unmöglich geworden,